Verkehrsmuseum Nürnberg
Das Verkehrsmuseum Nürnberg besteht aus dem DB Museum der Deutschen Bahn AG und dem Museum für Kommunikation in Nürnberg sowie zwei Außenstellen des DB Museums in Koblenz-Lützel (DB Museum Koblenz) und Halle (Saale) (DB Museum Halle (Saale)). Es gehört zu den ältesten technikgeschichtlichen Museen in Europa. Seit Anfang Februar 2007 lautet der offizielle Name des DB Museums Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG. Es ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).
Inhaltsverzeichnis |
DB-Museum [Bearbeiten]
Geschichte [Bearbeiten]
Der Vorläufer des heutigen DB Museums wurde am 1. Oktober 1899 als königlich-bayerisches Eisenbahnmuseum eröffnet und ist damit das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands. Heute ist es als Museum der Deutschen Bahn AG ein Firmenmuseum und zeigt unter anderem die Bahngeschichte.
Das heutige Gebäude wurde 1925 erbaut[1].
1953 wurde das Museum wiedereröffnet. Im ersten Jahr wurden knapp 18.000 Besucher gezählt. Im Jahr 1969 lag die Zahl der Besucher bei mehr als 90.000.[2]
Am 1. Juli 1996 übernahm die Deutsche Bahn AG das Museum vom Bundeseisenbahnvermögen zum symbolischen Kaufpreis von einer D-Mark. Gleichzeitig wurde Jürgen Franzke, zuvor Leiter des Museums Industriekultur in Nürnberg, zum Museumsleiter berufen. Die DB AG plante zu diesem Zeitpunkt, bis zum 100-jährigen Jubiläum des Museums sechs Millionen DM in das Museum zu investieren.[3][4]
Im Jahr 2009 besuchten 130.000 Menschen das Museum.[5] Im August 2010 wurde mit rund 40.000 Besuchern ein neuer relativer Besucherrekord aufgestellt.[6] Seit dem Jubiläumsjahr 1985 hatten nicht mehr so viele Menschen in einem Monat das DB-Museum besucht.[7]
Zum 2. Mai 2011 hat Russalka Nikolov die Leitung des Museums von Jürgen Franzke übernommen.[8]
Seit 1. April 2013 gehört das Museum zur Deutsche Bahn Stiftung gGmbH.
Ausstellung [Bearbeiten]
Die Ausstellungen wurden in den letzten Jahren grundlegend überarbeitet. Die Dauerausstellung wurde in zeitlicher Folge so geordnet, dass der Museumsbesucher von den Anfängen mit dem Adler zur deutschen Wiedervereinigung geführt wird. Dabei ist der Start auch auf England bezogen, da dort die erste Eisenbahn fuhr. Danach wird im Wesentlichen nur noch anhand von deutschen Ausstellungsstücken gearbeitet. Die Ausstellung im Erdgeschoss behandelt die Zeit vom Adler über die Länderbahnzeit und die Gründung der Deutschen Reichsbahn bis zum Ende der Zeit des Nationalsozialismus. Im ersten Stockwerk wird der Wiederaufbau der Bahn nach dem 2. Weltkrieg sowie in zwei parallel verlaufenden Ausstellungen die Geschichte der DB und DR dargestellt. Dazwischen befindet sich die Ausstellung über Bahnhofsgeschichte, die wegen des dazu gehörenden Kaiserwartesaals nicht an eine andere Stelle versetzt werden konnte.
Seit Januar 2013 befindet sich im zweiten Stockwerk auf über 1000 qm das KIBALA (KinderBahnLand). Hier sollen Kinder mit Spaß erforschen, entdecken und ausprobieren wie Eisenbahn funktioniert. Mit einer Eisenbahn kann unter Leitung eines Museums-Mitarbeiters ein Rundkurs durch das KIBALA gefahren werden. Im zweiten Stockwerk gibt es seit dieser Zeit auch zwei Räume für Sonderausstellungen.
Die Ausstellungsräume im ersten Stockwerk werden im Westflügel teilweise bis Herbst 2013 umgebaut. Die Ausstellungsräume im Nord- und Ostflügel sind vom Umbau nicht betroffen. Die dort befindliche große Eisenbahnmodellanlage, die durch ein echtes Spurplan-Stellwerk manuell bedient wird, ist weiter in Betrieb.
Originalfahrzeuge sind auf zwei Fahrzeughallen verteilt. Die alten Fahrzeuge befinden sich in der Halle 1 und sind von der Dauerausstellung zu sehen. Die neueren Fahrzeuge aus der Reichsbahnzeit und später sind in der Fahrzeughalle 2 ausgestellt, für welche das Museum verlassen werden muss. Durch diese Halle wird auch das Freigelände erreicht.
Fahrzeuge im Museum [Bearbeiten]
Nur ein kleiner Teil der Museumsfahrzeuge im Bestand der Deutschen Bahn werden im Museum ausgestellt. Der Großteil befindet sich in der Ausleihe oder in den Außenstandorten.
In der Ausstellung mit historischen Schienenfahrzeugen befinden sich etliche bedeutende Exponate:
- Teile des Salonzugs des bayerischen Königs Ludwig II.
- Die Stromlinienlokomotive 05 001
- Ein Original-Kohlewagen aus dem Jahr 1829 (Dauerleihgabe vom National Railway Museum York) aus dem Kohlebergwerk South Hetton bei Newcastle in England, es ist das älteste erhaltene Eisenbahnfahrzeug auf dem europäischen Festland. Der Güterwagen wurde sowohl von Pferden als auch von Lokomotiven gezogen.
- Die älteste im Original erhaltene Dampflokomotive Deutschlands Nordgau (Baujahr 1853)
- Die bayerische Schnellzuglokomotive S 2/6
- Die Schnellzuglokomotive "Phoenix" Bauart "Crampton" der Badischen Staatsbahn (Baujahr 1863)
- Die rote Schnellzuglokomotive E 19 12
- Ein Fragment des Dieseltriebwagens SVT 877 „Fliegender Hamburger“
- Ein Mock-up eines Teils von einem Endwagen des ICE 3
Ein Teil der Originalfahrzeuge befindet sich nicht direkt im Museum, sondern in der Fahrzeughalle, die neben dem Freigelände des Museums auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Darüber hinaus besitzt das Museum eine Reihe historischer Fahrzeuge, die für Sonderfahrten eingesetzt werden können.
Fahrzeugschau "Adler, Rocket & Co" 2010 [Bearbeiten]
Anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Eisenbahn in Deutschland zeigte das DB Museum vom 6. August bis zum 31. Oktober 2010 die Fahrzeugschau Adler, Rocket & Co., in der Pionierlokomotiven aus ganz Europa zu sehen waren:[6]
| Bezeichnung |
Baujahr Original |
Baujahr Nachbau |
Herkunft |
Bahngesellschaft |
Besonderheit |
Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rocket | 1829 | 1935 | England | Liverpool and Manchester Railway | Gewinner des Rennens von Rainhill von George und Robert Stephenson | |
| Novelty | 1829 | 1980 | England / Schweden | St Helens and Runcorn Gap Railway | Lokomotive von John Braithwaite und John Ericsson für das Rennen von Rainhill | |
| Sans Pareil | 1829 | 1980 | England | Liverpool and Manchester Railway | Lokomotive von Timothy Hackworth für das Rennen von Rainhill | |
| Marc Seguin | 1829 | 1987 | Frankreich | - | Lokomotive von Marc Seguin mit großen Ventilatoren im Tender | |
| Adler | 1835 | 1950 | England | Bayerische Ludwigsbahn | Erste Lokomotive in Deutschland, gebaut in Newcastle von George und Robert Stephenson | |
| Saxonia | 1838 | 1989 | Deutschland | Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie | Erste in Deutschland gebaute Lokomotive | |
| Beuth | 1844 | 1912 | Deutschland | Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft | Erste in Deutschland von August Borsig konstruierte Lokomotive | |
| Licaon | 1851 | - | Österreich | Kaiser Ferdinands-Nordbahn | Nach Umbau bis ca. 1937 im Einsatz, eine der ältesten betriebsfähigen Lokomotiven der Welt | |
| Gamle Ole | 1869 | 1929 | Schottland | Hafen von Aarhus | Von Chaplin & Co. in Glasgow gebaute Rangierlokomotive, für den Rangierbetrieb im Hafen von Aarhus angeschafft, 1929 aus Originalteilen rekonstruiert | |
| 05 001 | 1935 | - | Deutschland | Deutsche Reichsbahn | Schnellste deutsche Dampflok-Baureihe | |
| 10 001 | 1956 | - | Deutschland | Deutsche Bundesbahn | Letzte in Deutschland von Krupp konstruierte Schnellzug-Dampflokomotive |
Modellsammlung [Bearbeiten]
Eine weiterer Schatz des DB Museums ist die Sammlung von 160 Modellen im Maßstab 1:10, die seit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind und durch hohe Detailgenauigkeit bestechen. Die ersten wurden 1882 von Lehrlingen der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen hergestellt.
Eine Ausstellung der Modelle gibt es nicht mehr im DB Museum zu sehen, einige davon sind aber in die Dauerausstellung integriert.
Modelleisenbahn [Bearbeiten]
Eine 80 m² große Modellbahnanlage demonstriert den Bahnbetrieb beim Vorbild. Während der Öffnungszeiten findet stündlich, jeweils zur halben Stunde, eine etwa zehnminütige Vorführung mit Erläuterung von Grundbegriffen des Bahnbetriebs statt. Die zwischen 1960 und 1970 errichtete Anlage wird aus Relaisstellwerken mit insgesamt etwa 5000 Relais gesteuert.
Bibliothek und Archiv [Bearbeiten]
Im Gebäude des DB Museums ist eine Bibliothek mit etwa 40.000 Titeln rund um die Bahn untergebracht. Die Präsenzbibliothek kann werktags nach Anmeldung kostenlos genutzt werden. Eine Fernleihe ist nicht möglich.
In den Magazinen des Museums lagern vier Regalkilometer Dokumente, rund 1,2 Millionen Fotonegative, etwa 100.000 Grafiken und mehr als 10.000 Objekte.[5]
Mitte der 1960er Jahre umfasste die Bibliothek 23.000 Bände. Ihr angegliedert war ein Verkehrsarchiv, in dem die Akten der Bayerischen Verkehrsverwaltung aus den Jahren 1806 bis 1920 (rund 90.000 Vorgänge) gelagert wurden. Daneben umfasste das Archiv mehrere in sich geschossene Sammlungen.[9]
Der Brand vom 17. Oktober 2005 und die Schäden [Bearbeiten]
In der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2005 brannte der Ringlokschuppen des Museums in dem Bahnbetriebswerk Nürnberg Hauptbahnhof der DB Regio bis auf die Grundmauern nieder.[10] Der Lokschuppen befand sich nicht – wie die Fahrzeughalle – im für Besucher zugänglichen Freigelände in unmittelbarer Nähe des Museums, sondern im etwa vier Kilometer entfernten Bahnbetriebswerk Nürnberg West im Stadtteil Gostenhof. Dort hatte das DB Museum u. a. auch betriebsfähige Lokomotiven abgestellt, die im Museum keinen Platz fanden. Um 19:45 Uhr wurde das Feuer von dem Lokführer der 232 403 bemerkt. Um 20.00 Uhr waren Feuerwehrfahrzeuge aus allen fünf Wachen der Berufsfeuerwehr Nürnberg, die Werksfeuerwehr des damaligen Versandhauses Quelle und mehrere Freiwillige Feuerwehren vor Ort. Die vor dem Ringlokschuppen abgestellten Diesellokomotiven konnten noch bis zum Rand der Drehscheibe vorgefahren werden und erlitten daher nur leichte Schäden durch das Feuer. Die Drehscheibe konnte jedoch nicht mehr in Betrieb genommen werden, da der Strom ausgefallen war. Weitere Fahrzeuge konnten nicht mehr in Sicherheit gebracht werden. Innerhalb weniger Minuten brannte der gesamte Ringlokschuppen. Nach 30 Minuten war das gesamte Schuppendach eingestürzt. Das Feuer wurde durch den Dieselkraftstoff in den Tanks der historischen Diesellokomotiven begünstigt. Die V 80 002 und die V 200 002 brannten bis lange nach Mitternacht. Durch mit Acetylen gefüllte Gasflaschen kam es immer wieder zu Explosionen. Bis zum nächsten Morgen mussten noch Flammen wieder gelöscht werden. Die Kohle in den Kohlenkästen der 23 105 und der 86 457 flammte immer wieder auf.
Bei dem Brand wurden insgesamt 19 historische Lokomotiven und Triebwagen des DB Museums zerstört oder beschädigt. Dabei handelte es sich insbesondere um folgende Fahrzeuge:[11]
| Bezeichnung |
Hersteller |
Baujahr |
|---|---|---|
| Adler-Nachbau mit drei seiner vier Wagen | Ausbesserungswerk Kaiserslautern | 1935 |
| 01 150 | Henschel | 1935 |
| 23 105 | Jung | 1959 |
| 45 010 | Henschel | 1941 |
| 50 622 | Henschel | 1941 |
| 86 457 | DWM | 1942 |
| 89 801 | Krauss | 1921 |
| (98 319)[12] | Krauss | 1908 |
| E 75 09 | Maffei | 1928 |
| 360 115 | MaK | 1956 |
| 360 150 | MaK | 1957 |
| 360 151 | MaK | 1957 |
| V 80 002 | Krauss-Maffei | 1952 |
| V 100 1023 | MaK | 1961 |
| V 100 2023 | MaK | 1963 |
| V 100 2330 | MaK | 1966 |
| V 200 002 | Krauss-Maffei | 1953 |
| 627 001 | MaK | 1974 |
Mitte April 2006 begann der Abbruch der Reste des Ringlokschuppens und des angrenzenden Aufenthalts- und Werkstattgebäudes. Die abgestellten Fahrzeuge wurden zuvor herausgezogen. Ende Juni und Anfang Juli wurden die Fahrzeuge V 60 115, V 100 1023, V 100 2023, 212 330, V 80 002, V 200 002 und 627 001, zwei Bauzugwagen B3y, eine Messdraisine und ein Flachwagen verschrottet.[13]
Der betriebsfähige Nachbau des Adlers, der Lokomotive der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth, aus dem Jahr 1935 wurde beim Brand stark beschädigt. Die Aufbauten der drei von vier im Lokschuppen abgestellten Personenwagen, die aus Holz bestanden, sind nahezu vollständig verbrannt. Die Lokomotive und der Tender konnten geborgen werden. Auszubildende und erfahrene Fachleute stellten im Dampflokwerk Meiningen die Lok wieder her. Nach zwei Jahren der Rekonstruktion war der Adler im Oktober 2007 wieder einsatzbereit und traf am 23. November 2007 im Verkehrsmuseum Nürnberg ein. An der ersten Fahrt des restaurierten Adlers am 26. April 2008 nahmen Bundestagsabgeordnete, ein Vorstandsmitglied der DB AG und der damalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein teil. Ein weiterer, jedoch nicht funktionsfähiger, Nachbau von 1953 ist als Schauobjekt im Museum vorhanden.
Ebenso wurden die Güterzug-Dampflokomotivbaureihe 45 und die Elektrolokomotivbaureihe E 75 bei dem Brand schwer beschädigt. Die 45 010 ist mittlerweile wieder ausstellungsfähig aufgearbeitet und steht im Depot Lichtenfels des DB Museums. Die E 75 09 befindet sich bereits im Dampflokwerk Meiningen zur Aufarbeitung. Als Nächstes wird die schwere Güterzugdampflok 50 622 nach Nürnberg von der Aufarbeitung zurückkehren.
Die Dampflokomotiven sollen langfristig wieder instand gesetzt werden, ebenso die E 75. Die aufgrund ihrer Leichtbauweise irreparabel beschädigten Diesellokomotiven und Triebwagen wurden bis Juli 2006 verschrottet. Der abgebrannte und teilweise eingestürzte Lokschuppen wurde abgerissen. Einige Loks wurden zur Aufarbeitung an Eisenbahnmuseen ausgeliehen. So gingen zum Beispiel die 23 105, die 1959 von der Bundesbahn als letzte Dampflok beschafft wurde und die 86 457, zur optischen Aufarbeitung leihweise an das Süddeutsche Eisenbahnmuseum Heilbronn.
Die 01 150 wurde im Dampflokwerk Meiningen finanziert durch Spenden vieler Eisenbahnfreunde von 2010 bis 2012 betriebsfähig instand gesetzt. Sie wird ebenfalls im Süddeutschen Eisenbahnmuseum in Heilbronn beheimatet sein.
Außenstellen des DB Museums [Bearbeiten]
Neben den im folgenden beschriebenen Stellen sind Fahrzeuge im Besitz des Museums, die wegen mangelnder Aufstellungsmöglichkeiten in weiteren Anlagen der DB AG untergestellt sind und dort von örtlichen Gruppen des Bahnsozialwerks unterhalten und gelegentlich zu Sonderfahrten eingesetzt werden.
Außenstelle des DB-Museums in Koblenz-Lützel [Bearbeiten]
Im Koblenzer Stadtteil Lützel befindet sich eine der beiden Außenstellen des DB-Museums, in der unter anderem mehrere Elektrolokomotiven der Baureihen 103, 110/113, E 50, E 44, E 18 und E 16 und mehrere Salonwagen des Sonderzugs von Joseph Goebbels, ein Kanzelwagen des Gegenzuges des Henschel-Wegmann-Zuges und ein Abteilwagen des DDR-Regierungszuges ausgestellt sind. Das Museum wird im Rahmen der Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW) von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt und hat seinen Ursprung in der BSW-Freizeitgruppe zur Erhaltung historischer Eisenbahnfahrzeuge.
Insgesamt liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf der elektrischen Traktion und auf Salonwagen. Allerdings sind im Museum auch mehrere Dampf- bzw. Diesellokomotiven ausgestellt, darunter eine unter strengen Denkmalschutzauflagen restaurierte Dampflok der Gattung Preußische T 3 zu sehen, die über Jahrzehnte als Spielgerät auf dem Kinderspielplatz des Kölner Zoos stand.[14][15]
Zwei beim Großbrand in Nürnberg beschädigte Dampflokomotivexponate wurden aufgearbeitet. Es handelt sich um eine Bayerische R 3/3 und um ein aufgeschnittenes Exemplar des "Glaskastens".
Außenstelle des DB-Museums in Halle (Saale) [Bearbeiten]
Das ehemalige Bahnbetriebswerk in Halle (Saale) ist die zweite Außenstelle des DB-Museums. Gezeigt werden dort insbesondere Fahrzeuge der Deutschen Reichsbahn der DDR, darunter die Dampflokomotive 03 1010 sowie die Elektrolokomotiven E 11 001 und E 18 31. Außerdem befindet sich im Museum eine Dauerausstellung über die VES-M Halle und ihren Leiter Max Baumberg.
Andere Außenstandorte [Bearbeiten]
Im Eigentumsbestand der Deutschen Bahn ist eine Vielzahl weiterer Fahrzeuge erhalten, die alle ständig gepflegt und gewartet werden müssen. Diese sind meist in Nähe ihrer Pfleger untergebracht. Unter dem Dach der Stiftung Bahn-Sozialwerk sind viele solcher Vereinigungen zu finden, insbesondere weil viele ihrer Mitglieder Mitarbeiter der Bahn sind.
Weitere Ausstellungsobjekte sind bei anderen Museen untergekommen, mit denen das DB-Museum intensiv zusammenarbeitet.
Charter- und Touristikzüge [Bearbeiten]
Das Verkehrsmuseum Nürnberg besitzt mehrere Wagengarnituren, die im Touristik- und Charterverkehr eingesetzt werden:
- TEE Rheingold mit Lokomotiven der DB-Baureihe E 03, Standort Köln
- Traditions-Eilzug Zwickau, Standort Berlin
- F-Zug Blauer Enzian, Standort Berlin
- Schnellzug der Deutschen Bundesbahn, Standort Düsseldorf
- Adler (Lokomotive) mit drei offenen Personenwagen, Standort Nürnberg
Museum für Kommunikation [Bearbeiten]
Das Museum für Kommunikation Nürnberg im Verkehrsmuseum ging aus dem königlich-bayerischen Postmuseum hervor und wurde 1902 in das Verkehrsmuseum integriert.
Literatur [Bearbeiten]
- Olaf Hartung: Museen des Industrialismus : Formen bürgerlicher Geschichtskultur am Beispiel des Bayerischen Verkehrsmuseums und des Deutschen Bergbaumuseums, Böhlau, Köln [u.a.] 2007
- Susanne Kill: Das Gedächtnis der Deutschen Bahn AG – Das unternehmenshistorische Archiv in Berlin und das DB Museum in Nürnberg, in: Archiv und Wirtschaft", 1/2009, S. 15-21.
- Werner Willhaus: 100 Jahre Verkehrsmuseum Nürnberg. Eine Legende feiert Geburtstag, in: Eisenbahn-Kurier. Nr. 322/Jahrgang 33/1999. EK-Verlag GmbH, ISSN 0170-5288, S. 54-58.
Siehe auch [Bearbeiten]
Film [Bearbeiten]
- SWR: Eisenbahn-Romantik – 100 Jahre Verkehrsmuseum Nürnberg (Folge 347)
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Verkehrsmuseum Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Website des DB Museums in Nürnberg
- Außenstelle des DB-Museums in Koblenz
- Außenstelle Halle
- Website des Museums für Kommunikation Nürnberg
- Das DB Museum Nürnberg auf der Nordbayerischen Industriestraße
49.44555555555611.074444444444Koordinaten: 49° 26′ 44″ N, 11° 4′ 28″ O
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Deutsche Bahn: Menschen bewegen – Welten verbinden (PDF, 9,2 MB), Berlin 2008, ohne ISBN, S. 85 f.
- ↑ Meldung Rekordbesuch im Verkehrsmuseum Nürnberg. In: Die Bundesbahn, Jahrgang 45 (1971), Heft 1/2, ISSN 0007-5876, S. 37
- ↑ Meldung Deutsche Bahn AG übernimmt das Verkehrsmuseum Nürnberg. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 45, Nr. 1/2, 1996, S. 1.
- ↑ Meldung Symbolische Schlüsselübergabe in Nürnberg.. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 45, Nr. 9, 1996, S. 513.
- ↑ a b Zug um Zug in die Zukunft. In: mobil. Heft 7/2010, S. 50–52.
- ↑ a b Besucherrekord im DB Museum Nürnberg. Presseinformation vom 3. September 2010.
- ↑ Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Lokschau „Adler, Rocket & Co.“ beschert DB Museum Nürnberg Besucherrekord. Presseinformation vom 3. November 2010.
- ↑ Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Stabwechsel im DB Museum Nürnberg: Russalka Nikolov folgt auf Dr. Jürgen Franzke. Presseinformation vom 2. Mai 2011.
- ↑ Jürgen Bergholter: Die Bibliotheken der Deutschen Bundesbahn. In: Die Bundesbahn. 39, Nr. 21, 1965, S. 762–763.
- ↑ Fahrzeughalle des DB-Museums ausgebrannt. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2005, S. 602–604.
- ↑ Hehl, Markus: Der "Adler" - Deutschlands erste Dampflokomotive, Weltbild, Augsburg 2008, S. 70-81
- ↑ PtL 2/2 4515, Reichsbahnnummer war nur vorgesehen, wurde aber nicht vergeben
- ↑ Meldung Nach Grossbrand: Diesellokomotiven werden verschrottet. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 8–9/2006, ISSN 1421-2811, S. 386 f.
- ↑ erhaltene Lokomotiven aus der Maschinenfabrik Christian Hagans
- ↑ Die Restaurierung der 89 7462 im DB Museum Koblenz