Amoklauf an der Columbine High School

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Luftbild der Schule

Der Amoklauf an der Columbine High School, auch als Schulmassaker von Littleton bekannt, ereignete sich am 20. April 1999 an der Columbine High School in Columbine, einem nahe Littleton gelegenen Vorort von Denver im US-Bundesstaat Colorado. Bei dem Amoklauf erschossen zwei Schüler der Abschlussklasse, der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold, innerhalb einer knappen Stunde zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer, verwundeten 24 weitere Menschen zum Teil schwer und töteten anschließend sich selbst.

Die Tat war nicht die erste Schießerei an einer US-amerikanischen High School, sorgte jedoch erstmals für weltweites Aufsehen und gilt als Wendepunkt in der medialen Berichterstattung über Amokläufe an Schulen sowie in der Debatte um das vielfach als zu liberal kritisierte Waffenrecht der USA.[1] Seit dem Amoklauf an der Columbine High School lässt sich ein Anstieg an School Shootings verzeichnen:[1] Bis März 2018 erlebten über 187.000 Schüler (durchschnittlich etwa 10.000 Schüler pro Jahr) der sogenannten „Columbine Generation“[2] Schießereien an US-Schulen; viele von ihnen leiden dauerhaft unter dem erlittenen Trauma.[3] Viele der späteren Amokläufer nannten das Schulmassaker von Littleton als Inspiration für ihre eigene Tat.[4]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biografien der Täter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eric David Harris wurde am 9. April 1981 als der jüngere von zwei Söhnen des aus Colorado stammenden Ehepaars Wayne und Kathy Harris in Wichita, Kansas geboren. Bedingt durch den Beruf des Vaters, der Transportpilot bei der U.S. Air Force war, zog die Familie mehrmals innerhalb der USA um und lebte unter anderem in Dayton, Ohio und Oscoda, Michigan sowie längere Zeit in Plattsburgh im US-Bundesstaat New York.[5] Harris litt unter den häufigen Umzügen und den damit verbundenen Schulwechseln, da er sich jedes Mal einen neuen Freundeskreis aufbauen musste.[6] 1993 ließ sich die Familie schließlich dauerhaft in Littleton nieder, wo Wayne Harris nach seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst für ein Flugsicherheitsunternehmen arbeitete und Kathy Harris Anstellung bei einer Catering-Firma fand.[7]

Dylan Bennet Klebold kam am 11. September 1981 in Lakewood, Colorado zur Welt und hatte wie Harris einen älteren Bruder. Sein Vater Thomas Klebold, ein Geophysiker, betätigte sich als Berater für Ölfirmen und vermietete selbst renovierte Apartments. Seine Mutter Susan „Sue“ Klebold stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie aus Columbus, Ohio und unterstützte als Angestellte am Colorado Community College behinderte Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.[5][8] Die Familie gehörte der lutherischen Kirche an, pflegte aber auch jüdische Traditionen. Klebolds Eltern duldeten keine Waffen in ihrem Haushalt.[9] Dylan Klebold galt als hochintelligent, zeigte eine besondere Begabung für Mathematik[10] und nahm in der Grundschule an einem Programm für besonders talentierte Kinder teil.[11] Zugleich beschrieben Zeitgenossen ihn aber auch als sehr schüchternen Jungen mit geringem Selbstwertgefühl, der sich leicht gedemütigt fühlte und schlecht verlieren konnte.[12]

Harris und Klebold lernten sich auf der Ken Caryl Middle School im Schulbezirk des Jefferson County kennen. Beide interessierten sich für Baseball, Computer sowie (Online-)Videospiele und wurden enge Freunde.[6][13] Ab 1995 besuchten sie die Columbine High School. Beide galten als gute und eher unauffällige Schüler. Sie standen einer Gruppe von Außenseitern, der sogenannten Trenchcoat-Mafia, nahe, zählten aber nicht zu ihnen.[14] Deren Mitglieder trugen meist schwarze Kleidung und waren, wie Harris und Klebold, häufig Schikanen sportlich aktiver Jungen, sogenannter Jocks, ausgesetzt. Die beiden wurden von Mitschülern als relativ isoliert und unbeliebt beschrieben, galten aber nicht als vollkommene Außenseiter und hatten einen gewissen Freundeskreis.[15]

Harris betrieb seit Ende 1996 eine eigene Website, auf der er zunächst hauptsächlich selbst erstellte Level für das Computerspiel Doom veröffentlichte. Ab Anfang 1997 begann er dort auch über seinen wachsenden Hass auf Gesellschaft und Mitmenschen zu schreiben und berichtete später über seine ersten Schritte beim Bauen eigener Sprengsätze.[16] Auf seiner Website sprach er wiederholt Morddrohungen gegen Mitschüler aus, die zunächst ohne Beachtung blieben, da seine Website nur wenige Besucher hatte. Zu den bedrohten Personen gehörte auch Brooks Brown, ein ehemaliger gemeinsamer Freund beider Täter, mit dem sich Harris überworfen hatte. Dieser wurde von Klebold auf Harris’ Website hingewiesen, woraufhin Browns Mutter dies der Polizei meldete. Diese prüfte die Website, ging den Vorwürfen dann aber nicht weiter nach, auch weil Harris die entsprechenden Texte wieder entfernte.[17] In einem Schulaufsatz versetzte sich Harris in die Rolle des Protagonisten aus seinem bevorzugten Computerspiel, Doom 2: Hell on Earth, und schrieb über das Töten von Dämonen und anderen Wesen.

Im Januar 1998 brachen Klebold und Harris ein Auto auf, aus dem sie Elektrogeräte stahlen. Daraufhin wurden sie zur Teilnahme an einem zwölfmonatigen Programm für jugendliche Straftäter verurteilt, währenddessen sie gemeinnützige Arbeit leisten und an Beratungssitzungen teilnehmen mussten.[18] Sie zeigten sich einsichtig und durften das Programm vorzeitig beenden. Seit dem Vorfall befand Harris sich in psychiatrischer Therapie; ihm wurde die regelmäßige Einnahme des Antidepressivums Luvox verschrieben.[19] Ab April 1998 führte Harris Tagebuch und beschrieb darin seinen Hass auf die Gesellschaft sowie den Wunsch, die Menschheit auszulöschen.[20] Sein erster Eintrag beginnt mit den Worten “I hate the fucking world.”[21] („Ich hasse die verdammte Welt.“)

Der Amoklauf am 20. April 1999 fand nur 17 Tage vor ihrem Schulabschluss und kurz vor den letzten Prüfungen ihres Jahrgangs statt.[22] Beide Attentäter hatten sich auch bereits zu Zukunftsplänen geäußert. Harris hatte sich, unterstützt durch seinen Vater, bei der US-Marine beworben, Klebold war bereits für ein Studium an der University of Arizona akzeptiert worden.[18]

Harris’ und Klebolds Leichen wurden von ihren Eltern aus Angst vor Grabschändungen eingeäschert.

Planung und Vorbereitung der Tat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Aufzeichnungen der Täter geht hervor, dass sie den Amoklauf an ihrer Schule seit mindestens anderthalb Jahren geplant hatten. Zwar wurde Eric Harris von Anfang an meist als die treibende Kraft beim Columbine-Amoklauf beschrieben, jedoch war es Dylan Klebold, der in seinem Tagebuch als Erster konkrete Pläne für einen Anschlag auf ihre Schule beschrieb.[23] Ihr ursprünglicher Plan bestand aus drei Akten: Zunächst wollten sie zwei selbstgebaute Propan­gasbomben mithilfe von Zeitzündern in der Schulcafeteria explodieren lassen. Anschließend wollten sie möglichst viele Überlebende der Explosion bei deren Flucht aus dem Schulgebäude erschießen. Schließlich sollten weitere Zeitbomben, die sie in ihren Autos auf dem Schulparkplatz platziert hatten, detonieren und die eintreffenden Polizisten und Rettungskräfte töten.[24]

Die Täter beabsichtigten, mehrere hundert Menschen zu töten[25] und Harris schrieb in seinem Tagebuch, den Bombenanschlag in Oklahoma City von 1995 mit 168 Todesopfern übertreffen zu wollen.[26] Später von den Ermittlern durchgeführte Computersimulationen ergaben, dass eine Explosion der Bomben in der Schulcafeteria mit hoher Wahrscheinlichkeit die Decke zum Einsturz gebracht und zu einer derartig hohen Opferzahl geführt hätte.[27] Aufgrund eines technischen Defekts kam es jedoch nicht zur Explosion.

Im Vorfeld der Tat studierten sie die Abläufe und Gewohnheiten an ihrer Schule und besorgten sich mithilfe ihrer volljährigen Freunde Mark Manes und Philip Duran Schusswaffen sowie Munition. Manes und Duran wussten nicht, wofür die Waffen verwendet werden sollten. Nach dem Amoklauf wurden sie zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Ihre Absichten und Planungen, ihr angehäuftes Waffenarsenal, bestehend aus Schrotflinte, 9-mm-Waffen und mehreren Dutzend selbstgebauter Bomben, sowie ihre Schießübungen im Wald blieben bis zuletzt unbemerkt. Nach außen hin verhielten sich beide Täter weitgehend unauffällig; ihre persönlichen und psychischen Probleme wurden weder von Eltern oder Lehrern noch von ihrem sozialen Umfeld hinreichend erkannt. Einige Personen aus dem Umfeld der Täter berichteten teils über Signale, Anzeichen und Aussagen der beiden, die rückwirkend eventuell als Vorandeutung des Amoklaufs angesehen werden konnten.[20][28] Sie standen dennoch mehrfach kurz davor, bei ihren Planungen entdeckt zu werden.[29] So rief etwa im Dezember 1998 der Waffenladen, bei dem Harris und Klebold Munition für ihre Tat bestellt hatten, im Haus der Familie Harris an, um mitzuteilen, dass die Ware nun eingetroffen sei. Dabei flog die Planung der Tat beinahe auf, als der Vater, Wayne Harris, ans Telefon ging, den Anruf jedoch für einen Irrtum hielt.

Aus Tagebüchern und von den Tätern gedrehten Videobändern, die später von der Polizei beschlagnahmt wurden, schlossen die Ermittler, dass die beiden von Anfang an beabsichtigten oder zumindest damit rechneten, selbst bei dem Amoklauf in ihrer Schule zu sterben.

Der endgültige Entschluss, die Tat zu begehen, wurde offenbar erst relativ spät gefasst, so schrieb Harris im Dezember 1998 in seinem Tagebuch: „Wenn mir die Leute mehr Komplimente machen würden, wäre all das noch vermeidbar… aber wahrscheinlich nicht. Egal was ich tue, die Leute machen sich ständig über mich lustig, teilweise direkt in mein Gesicht.“[30] In einem Video, das die beiden kurz vor dem Amoklauf aufnahmen, erklärte Harris: “There is nothing that anyone could have done to prevent this. No one is to blame except me and voDKa [Klebolds Spitzname]. Our actions are a two man war against everyone else.”[31] („Es gibt nichts, das irgendjemand hätte tun können, um dies zu verhindern. Niemand außer mir und voDKa [Klebolds Spitzname] kann verantwortlich gemacht werden. Unsere Aktionen sind ein Zwei-Mann-Krieg gegen alle anderen.“)

Als Tattag hatten Harris und Klebold zunächst Montag, den 19. April 1999 festgelegt. In ihren Tagebuchaufzeichnungen findet sich keine Begründung für diese Wahl, es wird jedoch vermutet, dass sie damit dem Jahrestag des Bombenanschlags von Oklahoma City huldigen wollten. Aufgrund einer sich verzögernden Munitionslieferung verschoben sie den Amoklauf aber schließlich auf den darauffolgenden Tag.[32]

Tathergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor dem Amoklauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Morgen des 20. April 1999 verließen Harris und Klebold noch vor Sonnenaufgang ihr jeweiliges Elternhaus. Anstelle ihres um 6:00 Uhr beginnenden Bowling-Unterrichts suchten sie ein Geschäft auf, in dem sie die Propangasflaschen für ihre Bomben besorgten. Sie brachten die Flaschen gegen 7:00 Uhr zum Haus der Familie Harris, wo sie die Bomben fertig bauten, ihre Autos beluden und ein letztes Abschiedsvideo drehten. Danach fuhren sie in getrennten Autos zu einem nahegelegenen Park, wo sie eine Bombe platzierten, deren Zeitzünder sie auf 11:14 Uhr einstellten. Die Explosion dieser Bombe sollte die Polizei vom eigentlichen Tatort weglocken.[33]

Sie erreichten den Schulparkplatz der Columbine High School gegen 11:10 Uhr. Klebold parkte sein Auto direkt vor der Schulcafeteria, Harris parkte knapp 100 Meter entfernt in der Nähe des Schülereingangs. Brooks Brown, ein Mitschüler der beiden Täter, ging auf Harris zu und fragte ihn, warum er den Psychologie-Test an diesem Morgen geschwänzt habe. Darauf antwortete Harris ruhig, aber bestimmt: “It doesn’t matter anymore.” („Das spielt keine Rolle mehr.“) Er forderte Brown auf, das Schulgelände zu verlassen.[34]

Beginn des Amoklaufs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz nach 11:14 Uhr betraten Harris und Klebold die Cafeteria, in der sich zu diesem Zeitpunkt rund 500 Menschen befanden. Sie legten unbemerkt zwei Sporttaschen ab, in denen sich je eine Propangasbombe befand, deren Zeitzünder auf 11:17 Uhr eingestellt waren. Danach kehrten sie zu ihrem jeweiligen Auto zurück, wo sie sich mit Schusswaffen, Messern und über 80 Sprengstoffen, darunter Rohrbomben und Molotowcocktails, bewaffneten. Da die Explosion der Propangasbomben aufgrund eines technischen Fehlers ausblieb, änderten sie spontan ihren Plan und eröffneten um 11:19 Uhr am oberen Ende der Treppe zum Westeingang der Schule das Feuer auf in der Nähe befindliche Schüler. Harris schoss mit einer abgesägten Pumpgun und einer halbautomatischen Schusswaffe vom Typ Hi-Point Carbine. Klebold verwendete eine TEC-DC9 und eine doppelläufige abgesägte Schrotflinte. Außerdem warfen sie mit Rohrbomben.[35]

Das erste Todesopfer war Rachel Scott (17), die mit ihrem Freund Richard Castaldo im Gras saß. Scott wurde viermal getroffen, den tödlichen Schuss gab Eric Harris ab. Der neben ihr sitzende Castaldo wurde acht mal getroffen und fiel in Ohnmacht; als Folge der Tat ist er heute querschnittsgelähmt. Zwei weitere Schüler, die unterhalb der Treppe auf einem Hügel saßen, wurden ebenfalls durch Schüsse verletzt. Nach einem Kopfschuss starb Daniel Rohrbough, der mit seinen Freunden Lance Kirklin und Sean Graves gerade die Treppe, an der Harris und Klebold gestanden hatten, hinaufging und daher keine Möglichkeit hatte zu entkommen. Rohrboughs Freunde überlebten schwer verletzt. Videofilmer in über der Schule kreisenden Hubschraubern fingen das Bild des in einer Blutlache liegenden Rohrbough ein und dokumentierten damit schon frühzeitig das Ausmaß des Amoklaufs. Auf dem Schulhof wurden weitere Schüler schwer verletzt.

In den ersten Minuten nach Beginn des Amoklaufs hielten einige Schüler und Lehrer die Schießerei für einen Streich des Abschlussjahrgangs, dem auch Harris und Klebold angehörten. Die Lehrerin Patti Nielson hielt die Waffen der Attentäter für Spielzeugpistolen. Als sie den beiden die Waffen abnehmen wollte, wurde sie angeschossen. Der Notruf aus der Bibliothek wurde durch die Medien weiter verbreitet. Der Lehrer Dave Sanders forderte in der Cafeteria derweil die Schüler energisch zur Flucht auf, ehe er Minuten später selbst angeschossen wurde. Er konnte sich zunächst schwerverletzt in einem Klassenzimmer in Sicherheit bringen, wo er von einem Schüler und Kollegen versorgt wurde. Er starb gegen 15:00 Uhr nachmittags auf dem Weg ins Krankenhaus aufgrund seines hohen Blutverlustes.

In der Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Harris und Klebold in den Gängen der Schule wild und ziellos um sich geschossen hatten und eine Schülerin dabei am Knöchel getroffen wurde, gingen sie in die Bibliothek, wo es zu den meisten Todesopfern kam. Zwischen 11:29 und 11:36 Uhr nahmen die beiden Schüler nacheinander gezielt die einzelnen Tische unter Beschuss. Die etwa 50 Schüler, die sich unter den Tischen versteckten, wurden dabei von den beiden Schützen verspottet. Ob und, wenn ja, welche verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Todesschützen und den Opfern stattfanden, konnte nie eindeutig geklärt werden. Fest steht, dass die beiden Täter äußerst brutal vorgingen. Cassie Bernall (17), die sich unter einem Tisch versteckte, wurde von Harris aus kurzer Distanz mit einem Kopfschuss getötet, der Rückstoß der Schrotflinte brach ihm dabei selbst die Nase. Daniel Mauser (15), dem vorletzten Todesopfer, dessen Vater in der Dokumentation Bowling for Columbine zu sehen ist, wurde ins Gesicht geschossen.

Nachdem Harris und Klebold erfolglos die in der Bibliothek anwesenden Sportler („Jocks“) aufgefordert hatten, aufzustehen und sich zu zeigen, schoss Klebold auf Kyle Velasquez (16), den einzigen Schüler, der sich nicht unter einem Tisch versteckte. Harris schoss unterdessen einige Male aus dem Fenster, um fliehende Schüler und Polizeikräfte zu treffen. Kurze Zeit darauf konfrontierte er eine Schülerin mit der Frage, ob sie heute sterben wolle, und verspottete sie, als sie ihn anflehte, sie nicht zu töten. Der Afroamerikaner Isaiah Shoels (18) wurde als einziger Schüler wegen seiner Hautfarbe getötet, nachdem er zuvor mit rassistischen Sprüchen gedemütigt worden war. Neben ihm starb auch Matthew Kechter (16), während der Bruder der bereits getöteten Rachel Scott nur deshalb überlebte, weil er sich in die Blutlachen seiner beiden Freunde warf und so die beiden Schützen täuschen konnte.

Eric Harris und Dylan Klebold schossen weiter auf ihre Mitschüler und warfen kleine Sprengsätze unter und auf die Tische der Bibliothek. Mehrmals feuerten sie unter einen Tisch nahe dem Eingang, unter dem sich vier Mädchen versteckt hatten. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt; Lauren Townsend (18) und Kelly Fleming (16) überlebten den Kugelhagel nicht. Nur einem Mitschüler erlaubten die beiden Attentäter, die Bibliothek zu verlassen: John Savage, einem Freund Dylan Klebolds, welcher später aussagte, dass er immer versucht habe, Harris und Klebold mit Respekt zu behandeln, während Steven Curnow (14), Corey DePooter (17) und John Tomlin (17) zu den zehn Mordopfern in der Bibliothek gehörten.

Klebold und Harris verließen die Bibliothek schließlich in Richtung Cafeteria, wo sie die dort deponierten Bomben durch Schüsse doch noch zur Detonation bringen wollten. Nachdem sie in der Cafeteria auf einem Tisch einen Molotowcocktail gezündet hatten, verließen sie diese in Richtung des südlichen Teils der Schule. Dabei schossen sie auf den Gängen ziellos um sich. Durch die kleinen Fenster in den Türen der Klassenräume konnten sie sehen, dass sich noch viele Schüler in der Schule befanden. Harris und Klebold machten jedoch keine Anstalten, diese Räume zu betreten.

In der Vermutung, dass die Polizei demnächst das Schulgebäude stürmen würde, zogen sich Eric Harris und Dylan Klebold schließlich wieder in die Bibliothek zurück. Sie schossen noch vereinzelt aus dem Fenster, begingen dann aber um 12:08 Uhr durch Kopfschüsse Suizid. Harris schoss sich dabei mit seiner Schrotflinte in den Mund, während Klebold sich tötete, indem er seine Waffe an seine linke Schläfe hielt und abfeuerte. Nach Aussage von Patti Nielson hörte sie die beiden davor bis drei zählen, gefolgt von den Schüssen der beiden.[36] Viele der – größtenteils verletzten – Schüler waren bereits zuvor durch die Notausgänge aus der Bibliothek geflohen. Dass sich neben den zehn Toten auch noch zwei Schwerverletzte befanden (ein Schüler und eine Schülerin), hatten die Amokläufer nach ihrer Rückkehr aus der Cafeteria offenbar nicht bemerkt. Der Schüler rettete sich um 14:38 Uhr selbständig aus dem Fenster in die Arme von Rettungskräften. Erst durch ihn erfuhren Rettungsmannschaften vom Tod der Attentäter und retteten die beinahe verblutende Mitschülerin.

Ende der Schießerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen 12:45 Uhr betraten die ersten Spezialeinheiten der Special Weapons and Tactics (SWAT) die Columbine High School, die alle Klassenräume der Schüler überprüften und noch zahlreiche Schüler in Sicherheit brachten. Etwa 20 Minuten vorher war von der SWAT noch zusätzliche Munition angefordert worden. Um 13:00 Uhr wurde gemeldet, dass in der Schule mehrere Rohrbomben versteckt seien. Nachdem die Schüler und Lehrer verhört und verarztet worden waren, brachte man sie zu ihren Angehörigen, die sich in der Leawood Elementary School aufhielten. Erst um 15:22 Uhr erreichte die erste SWAT-Einheit die Bibliothek. Sie meldete den Fund von zwölf Leichen, darunter die beiden mutmaßlichen Täter, sowie einer schwer verletzten Schülerin.

Gegen 16:00 Uhr schätzte der Sheriff die Anzahl der Todesopfer auf etwa 25. Er gab außerdem bekannt, dass die Spezialeinheit die Leichen von Eric Harris und Dylan Klebold in der Bibliothek gefunden habe. Gegen 16:30 Uhr wurde die Schule als gesichert erklärt. Etwa eine Stunde später wurden jedoch zusätzliche Beamte an den Tatort gerufen, da in den Autos der Täter, am Schulparkplatz zahlreiche kleinere Bomben aufgefunden worden waren. Die Leichen innerhalb des Schulgebäudes wurden auf Grund der langwierigen Ermittlungen der Spurensicherung erst am darauf folgenden Tag in die Gerichtsmedizin überführt.

Opfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt bis heute keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Harris und Klebold ihre Opfer gezielt aussuchten, um möglicherweise alte Rechnungen zu begleichen. Gleichwohl gibt es Anhaltspunkte, dass sie das „System Columbine“[37] mit seinen täglichen Schikanen zerstören wollten. Die anfängliche Behauptung, dass die Täter aus rassistischen Gründen gehandelt hätten, konnte nicht lange aufrechterhalten werden. So war nur eines der Opfer, Isaiah Shoels, dunkelhäutig. Auch schrieb Harris u. a. in seinem Tagebuch:

“You know what I hate? Racism. Anyone who hates Asians, Mexicans, or people of any race because they’re different.”

„Weißt Du was ich hasse? Rassismus. Jeden, der Asiaten, Mexikaner oder Menschen einer beliebigen Rasse wegen ihrer Andersartigkeit hasst.“[38]

Es gab eine Todesliste, doch nur einer der darauf Genannten wurde während der Tat leicht verletzt.

Todesopfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cassie Rene Bernall (* 6. November 1981, 17 Jahre)
  • Steven Robert Curnow (* 28. August 1984, 14 Jahre)
  • Corey Tyler DePooter (* 3. März 1982, 17 Jahre)
  • Kelly Ann Fleming (* 6. Januar 1983, 16 Jahre)
  • Matthew Joseph Kechter (* 19. Februar 1983, 16 Jahre)
  • Daniel Conner Mauser (* 25. Juni 1983, 15 Jahre)
  • Daniel Lee Rohrbough (* 2. März 1984, 15 Jahre)
  • Rachel Joy Scott (* 5. August 1981, 17 Jahre)
  • Isaiah Eamon Shoels (* 4. August 1980, 18 Jahre)
  • John Robert Tomlin (* 1. September 1981, 17 Jahre)
  • Lauren Dawn Townsend (* 17. Januar 1981, 18 Jahre)
  • Kyle Albert Velasquez (* 5. Mai 1982, 16 Jahre)
  • Lehrer David „Dave“ William Sanders (* 22. Oktober 1951, 47 Jahre)

Überlebende Opfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Medien verfolgten später viele der Einzelschicksale, darunter das einer seit dem Massaker im Rollstuhl sitzenden Schülerin, deren Mutter das Leid ihrer Tochter nicht mehr ertragen konnte und sich das Leben nahm.
  • Crystal Woodman Miller überlebte das Massaker und verfasste ein Buch, in dem sie ihre Erlebnisse während der Ereignisse und das Leben danach beschrieb.
  • Samuel J. Granillo widmete sich nach dem Amoklauf der Filmbranche und arbeitete als Produzent sowie Kameramann an diversen US-amerikanischen Fernsehproduktionen. 2012 verlor er einen Freund beim Amoklauf von Aurora.[39] Am Ende desselben Jahres drehte er mit den Überlebenden von Columbine die Dokumentation Columbine: Wounded Minds, die das Leben der Schüler nach dem Massaker erzählt.[40]

Tatmotiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Motive für ihre Tat sind bis heute unklar. Das stärkste Motiv waren möglicherweise Rachegelüste nach von Mobbing in der Schule, mangelnder sozialer Akzeptanz und Ausgrenzung. Beide Schüler galten als unbeliebt und als Außenseiter, aber nicht als typische Mobbingopfer.[41] Es wird vermutet, dass sich bei Harris und Klebold im Laufe der Zeit ein Hass auf die Schule und die Gesellschaft entwickelte sowie das Bedürfnis, sich für ihnen widerfahrenes Unrecht zu rächen. Zeugen berichteten, dass besonders Harris[42] häufig Schikanen ausgesetzt war.[15] Klebold und Harris waren offenbar auch sexuell frustriert[43] und litten darunter, trotz ihrer Bemühungen keine Freundin zu finden.[44] Harris schrieb mehrfach Vergewaltigungsfantasien in sein Tagebuch.[44] Rache für soziale Missachtung und Mobbing wird heute (2010) nicht als ausschließliches Motiv angesehen und wurde besonders in den letzten Jahren in Frage gestellt.[45][46]

Da das Datum des Schulmassakers auf Adolf Hitlers Geburtstag fiel, wurde spekuliert, dass sie Anhänger des Nationalsozialismus gewesen sein könnten.[47]

Psychologisches Profil der Täter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nachhinein versuchten Experten anhand den von Harris und Klebold geführten Tagebüchern und aufgezeichneten Videos ein psychologisches Profil der Täter zu erstellen.

Harris wurde teilweise als antisozial, narzisstisch, manipulativ und psychopathisch charakterisiert.[48][49][18] Harris attestierte man anhand seiner Tagebucheinträge zudem einen Überlegenheitskomplex.[50]

Klebold wurde als depressiver und suizidaler Mensch eingeschätzt,[51] der versuchte, seiner Depression durch gelegentlichen Alkoholmissbrauch zu entfliehen.[18] Der Psychologe Peter Langman ist der Auffassung, dass Klebold an einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung gelitten habe. Klebold habe zwar nicht an voll ausgeprägten Wahnvorstellungen gelitten, in seinen Tagebüchern habe er sich jedoch so weit in seinen Fantasien verloren, dass die Grenzen zur Realität verschwommen seien. In seiner äußeren Erscheinung sei Klebold ein schüchterner, aber normaler Teenager mit Zukunftsplänen gewesen, der am gesellschaftlichen Leben teilgenommen habe. Seine Tagebücher würden hingegen eine einsame, verwirrte, niedergeschlagene und selbstkritische Person offenbaren, die sich in ihrer Fantasie aber zugleich zu einem gottgleichen Wesen erhöht habe. Langman ist zudem der Ansicht, dass Klebold alles getan habe, um Harris’ Anerkennung zu gewinnen. Während des Amoklaufs habe es aber vier Gelegenheiten gegeben, bei denen Klebold potenzielle Opfer verschont habe – dies sei jedoch nur vorgekommen, wenn Harris nicht in der Nähe gewesen sei.[52]

Folgen der Tat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn durch den Amoklauf von Littleton im Hinblick auf die dort geschehenen Grausamkeiten eine neue Dimension der Gewalt offenkundig wurde, so waren Vorfälle dieser Art in den Vereinigten Staaten bis dato nicht unbekannt. Fälle, in denen Kinder oder Jugendliche an Schulen Mitschüler töteten, hatten sich in den Monaten zuvor bereits in Springfield (US-Staat Oregon), Pomona (Kalifornien), Jonesboro (Arkansas), West Paducah (Kentucky) und Pearl (Mississippi) ereignet.

Ursachenforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Amoklauf gerieten Ego-Shooter-Computerspiele wie Doom und Quake sowie gewaltreiche Filme wie Natural Born Killers verstärkt in die Kritik, weil Harris und Klebold eine Vorliebe für sie gezeigt hatten und vermutet wurde, dass die Spiele und Filme ihre Hemmschwelle zur Gewalt verringert hätten.[53] Auch die Heavy-Metal-/Rock-Szene geriet ins Blickfeld der Kritik. Gruppen wie Marilyn Manson, Rammstein und KMFDM sollten mit ihren Texten die Täter direkt beeinflusst haben.[54] Marilyn Manson sahen sich gezwungen, mehrere Konzerte abzusagen, und thematisierten das Massaker ein Jahr später mit ihrem fünften Album Holy Wood, indem sie vor allem die Problematik der US-amerikanischen Politik und der Waffenlobby ansprachen.

Da die These, dass Jugendliche auf Grund von Gewaltdarstellungen in Medien und Computerspielen zu solchen Ausbrüchen verleitet würden, umstritten ist und auch nicht die Frage beantwortet, warum diese Form der Gewalt ausgerechnet gegen Mitschüler Anwendung findet, konzentrierte sich die Öffentlichkeit bald auf das soziale Umfeld von Harris und Klebold. Bekannt wurde, dass die beiden Attentäter auf Grund ihres öffentlichen Auftretens in ihrem sozialen Umfeld auf Ablehnung stießen und von Mitschülern gemobbt wurden, jedoch (insbesondere Harris) auch selbst andere Schüler schikanierten. So sollen sie beispielsweise permanent den Angriffen von erfolgreichen Sportlern der Columbine High ausgesetzt und auch in den Gruppenzusammenhang der Trenchcoat-Mafia nicht wirklich integriert gewesen sein. Auf den hinterlassenen Videobändern, den „Basement Tapes“, die jedoch nie veröffentlicht und 2011 zerstört wurden,[55] bekräftigen die beiden Jugendlichen, dass sie keine Freude am Leben hätten und zur Durchführung ihrer Tat entschlossen seien.

Mobbing wird bei fast allen Amokläufen an Schulen für die Hauptursache gehalten, so auch bei dem Amoklauf von Winnenden, dem Amoklauf von Kauhajoki, dem Schulmassaker von Jokela, dem Amoklauf von Emsdetten und dem Amoklauf von Ansbach.[56][57][58][59]

Suche nach Mitverantwortlichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Ursachenforschung ging auch die Suche nach Mitverantwortlichen einher. Nicht zuletzt wegen konkreter Anschuldigungen von Eltern der Columbine-Opfer gerieten die Eltern der beiden Attentäter in die Kritik, sich nicht ausreichend um ihre Kinder gekümmert und Warnsignale übersehen zu haben. Michael und Vonna Shoels, die nach dem Tod ihres Sohnes Littleton verließen, verklagten die Eltern von Eric Harris und Dylan Klebold auf ein Schmerzensgeld in Höhe von 250 Mio US-Dollar.

Auch die Columbine High School und das Polizeipräsidium von Jefferson County wurden von betroffenen Eltern verklagt. Der Polizei wurde vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen die beiden Attentäter vorgegangen zu sein, nachdem die ersten Einsatzkräfte an der Schule eingetroffen waren. Gemäß den Vorschriften verschanzten sich diese hinter ihren Wagen und warteten auf Verstärkung aus der Polizeizentrale. Die Eltern der ermordeten Schüler gehen davon aus, dass durch ein zügigeres Einschreiten die Gewalttaten in der Bibliothek hätten verhindert werden können. Inzwischen wurden die in solchen Fällen angewandten Verfahrensrichtlinien vom Polizeipräsidium von Jefferson County geändert.

Kritik am US-Waffenrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Amoklauf wurde das Waffenrecht der USA verstärkt als zu liberal kritisiert. Der Filmemacher Michael Moore nahm die Ereignisse an der Columbine High School zum Anlass, 2002 in seinem Film Bowling for Columbine den Umgang mit Waffen, Waffenhandel und Waffenindustrie in den USA und Kanada zu thematisieren. Moore kam in seinem Dokumentarfilm zu dem Ergebnis, dass es in den Vereinigten Staaten jährlich 11.000 Todesopfer durch Schusswaffen gebe, und verglich die Zahl mit der von Kanada – einem nicht weniger „waffenvernarrten“ Land, mit aber „nur“ 165 Todesopfern durch Schusswaffen pro Jahr. Der US-Schauspieler Charlton Heston, zu jener Zeit Vorsitzender der National Rifle Association, verteidigte dagegen den Waffenbesitz als gesetzlich festgeschriebenes, amerikanisches Grundrecht zur persönlichen Verteidigung. In ihrem Film Manufacturing Dissent weisen die Kanadier Debbie Melnyk und Rick Caine nach, welche Manipulationen Michael Moore in seinen Filmen, so auch in Bowling for Columbine und den Komplex Waffen und NRA betreffend, vorgenommen hat.

Konsequenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untersuchungen der CIA und des Bildungsministeriums brachten keine neuen Erkenntnisse darüber, warum einige Schüler unerwartet derartige Gewalttaten verüben. Nach dem CHS-Gewaltverbrechen konzentrierte man sich daher vorwiegend auf Präventivmaßnahmen wie das Installieren von Sicherheitskameras und Metalldetektoren sowie die verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften an Schulen.

Auch für die Filmindustrie hatte das Verbrechen von Littleton Auswirkungen. Der US-Spielfilm Killing Mrs. Tingle (deutsch „Tötet Frau Tingle“), der kurz nach dem Schulmassaker veröffentlicht wurde, erhielt kurzfristig den alternativen Titel Teaching Mrs. Tingle (sinngemäß „Erzieht Frau Tingle“).

We are Columbine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulmassaker zogen die Schüler der Columbine High School für die verbleibende Zeit des Schuljahres in die nahegelegene Chatfield High School um. In den folgenden Wochen entstanden Diskussionsrunden zwischen mittelbar und unmittelbar Betroffenen, in denen gemeinsam das Erlebte verarbeitet werden sollte. Viele erklärten sich mit den Hinterbliebenen der Opfer solidarisch und so entstand die Initiative We are Columbine (deutsch „Wir sind Columbine“). Jedoch nicht jeder hatte in den folgenden Monaten dafür Verständnis, dass auch vollkommen Unbeteiligte diesen Slogan auf T-Shirts, auf Stickern oder als Aufkleber an Autos benutzten.

Unterdessen wurden an der Columbine High School die Holzbretter von den Fenstern der Schulbibliothek wieder abgenommen, die über Wochen sehr eindringlich an die Schüsse erinnert hatten. In der Schule wurden Einschusslöcher verputzt und Wände neu gestrichen. Der Signalton des Feueralarms, der am 20. April stundenlang geschellt hatte, wurde ebenfalls geändert, um den Schülern ein fortwährendes Wiedererleben der Ereignisse zu ersparen. Die ursprüngliche Bibliothek wurde vollständig entfernt; die darunter liegende neu eingerichtete Cafeteria erstreckt sich nun über zwei Stockwerke.

Am 16. August 1999 kehrten die Schüler der Columbine High an ihre Schule zurück. Der Wiedereröffnung ging eine Veranstaltung unter dem Motto Null Toleranz für Intoleranz voraus, an der etwa 2.000 Menschen teilnahmen. Unter den Anwesenden waren nicht nur Ärzte für die psychologische Betreuung, sondern auch Ersatzlehrer, für den Fall, dass einzelne reguläre Lehrer der Schule den Unterricht nicht durchstehen würden.

Die Eltern der Attentäter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tom und Sue Klebold, die Eltern von Dylan, entschieden sich nach dem Amoklauf dagegen, ihren Nachnamen zu ändern oder wegzuziehen und wurden von den meisten ihrer Freunde und Nachbarn unterstützt und beschützt.[60] Da sie insbesondere in den ersten Monaten nach der Tat zahlreiche Drohungen erhielten und fürchteten, dass ihre Äußerungen falsch ausgelegt werden könnten, vermieden sie den Kontakt mit der Presse.[61] Erst fünf Jahre nach dem Amoklauf äußerten sie sich in einem Interview mit der New York Times erstmals gegenüber der breiten Öffentlichkeit und wiesen den Vorwurf zurück, die Tat sei mit der Erziehung ihres Sohnes in Verbindung zu bringen.[60] Bei einigen Angehörigen der Opfer löste das Interview Empörung aus. Kyle Velasquez’ Eltern kritisierten diese Art der Ablehnung von Schuld und bezeichneten die gemachten Aussagen als „hilflos“. Der Vater der ermordeten Kelly Fleming meinte, dass weder die Harris’ noch die Klebolds am Leben ihrer Söhne interessiert gewesen wären und deren polizeiliche Verwicklungen ignoriert hätten. Allerdings teilen nicht alle Angehörigen der Opfer diese Meinung. Beth Nimmo, die Mutter der getöteten Rachel Scott, äußerte, dass sie ausschließlich Eric und Dylan für die Tat verantwortlich mache. Sie beide seien diejenigen gewesen, die sich die Gewalttat ausgedacht und ausgeführt hätten.[62] Die Flemings und Velasquez’ waren zwei von fünf Familien, die vor Gericht gingen, um die Eltern der Attentäter zur Rechenschaft zu ziehen.

Im Jahr 2016 veröffentlichte Sue Klebold das Buch Liebe ist nicht genug – Ich bin die Mutter eines Amokläufers (Originaltitel: A Mother’s Reckoning – Living in the Aftermath of Tragedy), in dem sie schildert, wie sie den Tag des Amoklaufs und die Zeit danach erlebte. Außerdem versucht sie Erklärungen für das Handeln ihres Sohnes und Antworten darauf zu finden, wie die Tat hätte verhindert werden können. Ihr Versagen sieht sie darin, die Anzeichen der Depression ihres Sohnes Dylan nicht erkannt zu haben. Die Erlöse des Buches spendet Klebold für die Suizidprävention.[63]

Die Eltern von Eric Harris, Wayne und Kathy Harris, haben sich bislang nicht öffentlich zu dem Amoklauf ihres Sohnes geäußert.

Einfluss auf spätere Amokläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschehnisse von Columbine zählen wegen ihrer Brutalität und der hohen Opferzahl zu den weltweit bekanntesten Amokläufen an Schulen. Mehrere spätere Amokläufer behaupteten, sich mit den Tätern von Columbine zu identifizieren oder sie zu bewundern, so beispielsweise der Amokläufer von Emsdetten, der Harris in seinem Tagebuch als „Gott“ bezeichnete.[64] Weitere bekannte „School Shooter“, die Harris und Klebold bestätigt verehrten, sind Cho Seung-Hui sowie Pekka-Eric Auvinen.[65] Es wird außerdem auch angenommen, dass die Harris und Klebold für die meisten anderen deutschen Schulamokläufer wie Tim Kretschmer, Robert Steinhäuser oder Georg R. ebenfalls als großes Vorbild galten beziehungsweise die Amokläufer Bezug auf die beiden nahmen.

Columbine-Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mythos Märtyrertod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der angebliche Märtyrertod von Rachel Scott lässt sich mangels Zeugen nicht mehr klären; der von Cassie Bernall ist dagegen widerlegt. Angeblich fragte Harris bei den Schüssen in der Bibliothek in den Raum, ob jemand an Gott glaube. Bernall habe das laut bejaht und gesagt, dass Gott auch Harris liebe, worauf ihr dieser mit den Worten „Es gibt keinen Gott“ in den Kopf geschossen haben soll. Andere Mitschüler berichteten, dass Harris ihr die Waffe an die Schläfe hielt und gezielt die Glaubensfrage an sie richtete. Als sie diese bejahte, habe Harris abgedrückt.

Patricia Nielson, die Lehrerin, die die Polizei verständigte, hatte kurz vor dem Eintreffen der beiden Amokläufer den Hörer nur fallen gelassen und somit die Verbindung zur Polizei-Zentrale weiter aufrechterhalten. Die Tonbandmitschnitte bestätigten einen solchen Dialog zwischen Harris und Bernall allerdings nicht. Vielmehr stellte sich heraus, dass eines der überlebenden Opfer, Valeen Schnurr’ laut „Oh mein Gott, oh mein Gott“ gerufen hatte, als sie durch Schüsse verletzt wurde und neben ihr die beiden Mitschülerinnen Lauren Townsend (18) und Kelly Fleming (16) tödlich verletzt zusammensackten. Beim Nachladen des Gewehrs schaute einer der beiden Schützen sie ungläubig an und fragte, ob sie etwa an Gott glaube, was sie zögernd bejahte. Ob und wie die beiden Todesschützen darauf reagierten, ist nicht bekannt. Die Schülerin aber wurde nicht mehr angegriffen.

Dass es zwischen Bernall und Harris zu keinem verbalen Austausch kam, wurde auch von ihrer Mitschülerin Emily Wyant bezeugt, die sich zum Zeitpunkt der Tat unter einem benachbarten Tisch versteckte und als einzige Blickkontakt mit Cassie Bernall gehabt hatte. Laut ihrer Aussage hätten sie sich beide angeschaut, und kurz darauf habe Emily Cassies letzte Worte wahrgenommen: „Lieber Gott. Lieber Gott. Warum passiert das? Ich will nur nach Hause.“ Daraufhin habe Eric Harris sich vor ihrem Tisch hingekniet, “Peek-a-boo!” gerufen und sie ohne weitere Worte erschossen. Craig Scott, Bruder der getöteten Rachel, blieb dagegen bei seiner Aussage, dass er klar und deutlich die Stimme von Cassie Bernall gehört habe. Er wurde daher von der Polizei gebeten, auf den Tisch zu zeigen, von wo aus er glaubte, jenes Gespräch gehört zu haben. Dabei zeigte er auf den Tisch, unter dem Valeen Schnurr gehockt hatte. Cassie Bernall starb jedoch unter einem Tisch in genau entgegengesetzter Richtung hinter ihm.

Unbeeindruckt von den Aussagen von Emily Wyant veröffentlichte die Mutter von Cassie, Misty Bernall, später ein Buch über den angeblichen Märtyrertod ihrer Tochter, der es auf die Bestseller-Liste schaffte: She Said Yes (deutsch Sie sagte Ja). Auch Beth Nimmo und Darrell Scott, die Eltern von Rachel Scott, glaubten fest an den Märtyrertod ihrer Tochter und eröffneten eine kommerzielle Website, auf der sie Bücher wie Rachel’s Tears (deutsch Rachels Tränen) verkaufen.

Mord oder Unfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass Daniel Rohrbough nicht von einem der beiden Amokläufer getötet, sondern versehentlich von einem Polizeibeamten getroffen worden war. Im Mai 2000 veröffentlichte die Verwaltung von Jefferson in ihrem offiziellen Untersuchungsbericht, dass Rohrbough zuerst von Eric Harris getroffen, dann aber von Dylan Klebold aus kürzester Distanz gezielt getötet wurde. Die Eltern bezweifelten diesen Bericht, der in ihren Augen widersprüchlich war. Die einzige der drei wiedergefundenen Kugeln, die ihren Sohn trafen, stamme aus einer Waffe, die Eric Harris benutzt habe. Ferner wurde bekannt, dass auf der Kleidung von Rohrbough keine Schießpulverpartikel gefunden worden waren. Der erste Polizist vor Ort, Dan O’Shea, wurde von den Rohrboughs verdächtigt, in dem allgemeinen Durcheinander versehentlich auf ihren Sohn geschossen zu haben.

Vor Gericht behauptete die Familie im April 2000, dass ein Polizeibeamter und nicht Harris oder Klebold die Kugel abgefeuert hätte, die ihren Sohn tötete. Als danach der Name Dan O’Shea ins Gespräch gebracht wurde, ordnete die Verwaltung von Jefferson eine unabhängige Untersuchung an, die der benachbarte Verwaltungsbezirk El Paso County leitete. Dieser wies die Ergebnisse des Berichts von Jefferson County im April 2002 zurück und benannte Eric Harris als den Mörder von Daniel Rohrbough. Die Bezirksverwaltung von Jefferson war dadurch bloßgestellt, deren Polizeibeamter aber entlastet. Die Familie bat den Polizisten danach um ein Treffen, um sich bei ihm für die falschen Anschuldigungen zu entschuldigen, was dieser ablehnte.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Columbine Memorial

Nach dem Massaker entstand nahe der Schule ein Denkmal mit 15 großen Kreuzen, die mahnend an das Verbrechen an der Columbine High School erinnern sollten. Von empörten Eltern wurden zwei der 15 Kreuze niedergerissen, da diese für Harris und Klebold aufgestellt worden waren.

Die Grundsteinlegung für ein dauerhaftes Denkmal zum 5. Jahrestag des Amoklaufs musste abgesagt werden, da zu diesem Zeitpunkt anstatt der erforderlichen 2,5 Mio US-Dollar erst 600.000 Dollar zur Verfügung standen. Am 16. Juni 2006 wurde dann in Anwesenheit des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton in einer feierlichen Zeremonie im Clement Park der Grundstein für das Columbine Memorial gelegt. Die Gedenkstätte wurde am 21. September 2007 eingeweiht.

Populärkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gus Van Sant ließ Einzelheiten der Vorfälle in seinen Spielfilm Elephant einfließen.

In dem Film Bang, Bang, Du bist tot werden die Ereignisse sehr frei an das Massaker der Columbine High School angelehnt.

Im dritten Teil der Dokumentationsserie Zero Hour wird der Amoklauf dokumentiert und mit Schauspielern rekonstruiert.

In dem Film Bowling for Columbine geht Michael Moore in Bezugnahme auf den Amoklauf von Littleton der Frage nach: „Sind wir verrückt nach Waffen – oder sind wir nur verrückt?“

Auf die Geschehnisse des 20. April ging die Musikgruppe Nightwish auf ihrem Album Wishmaster unmittelbar ein. Mit dem Song The Kinslayer beschrieb sie mögliche Empfindungen der beiden Attentäter. Auf den angeblichen Märtyrertod von Rachel Scott und Cassie Bernall sowie auf Glaubensfragen ging dagegen die texanische Band Flyleaf ein, die mit dem Song Cassie die letzten Minuten der beiden Schülerinnen zu beschreiben versuchte.

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: 60 Minutes: Columbine.
  • 2002: Investigative Reports: Columbine: Understanding Why.
  • 2004: Zero Hour: Massacre at Columbine High. (Staffel 1, Episode 2)
  • 2007: The Final Report: Columbine Massacre.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Misty Bernall: Cassie. Sie sagte Ja und musste uns viel zu früh verlassen. 17 Jahre mit meiner Tochter. Aus dem Englischen von Christian Rendel. Brunnen Verlag, Gießen 2000, ISBN 3-7655-1645-7; Original: She Said Yes. The Unlikely Martyrdom of Cassie Bernall. The Plough Publishing House, Walden, NY 1999, ISBN 0-87486-987-0.
  • Brooks Brown, Rob Merritt: No Easy Answers: The Truth Behind Death at Columbine. Lantern Books, New York, NY 2002, ISBN 1-59056-031-0.
  • Dave Cullen: Columbine. Hachette Book Group, New York, NY 2009, ISBN 978-0-446-55221-9 (1. E-Book-Auflage).
  • Jeff Kass: Columbine: A True Crime Story. Conundrum Press, Golden, Colorado 2012, ISBN 978-1-938633-26-3.
  • Sue Klebold: Liebe ist nicht genug – Ich bin die Mutter eines Amokläufers. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-596-03431-4.
  • Ralph W. Larkin: Comprehending Columbine. Temple University Press, Philadelphia, PA 2007, ISBN 978-1-59213-490-8.
  • Marjorie Lindholm, Peggy Lindblom: A Columbine Survivor’s Story. Regenold Publishing, Littleton, CO 2005, ISBN 0-9773085-0-2.
  • Katie Marsico: The Columbine High School Massacre: Murder in the Classroom. Marshall Cavendish Benchmark, Tarrytown, NY 2011, ISBN 978-0-7614-4985-0.
  • Beth Nimmo, Darrell Scott, Steve Rabey: Rachel’s Tears: The Spiritual Journey of Columbine Martyr Rachel Scott. Nelson, Nashville, TN 2000, ISBN 0-7852-6848-0.
  • Crystal Woodman Miller: Ich dachte mein Leben ist vorbei. Wie der Amoklauf von Littleton eine junge Frau veränderte. Gerth Medien, Asslar 2008, ISBN 978-3-86591-297-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schulmassaker von Littleton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jörn Ahrens, Lutz Hieber, York Kautt (Hrsg.): Kampf um Images: Visuelle Kommunikation in gesellschaftlichen Konfliktlagen. Springer, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01711-8, S. 139.
  2. Greg Toppo: ‘Generation Columbine’ has never known a world without school shootings. In: USA Today. Gannett, 22. Februar 2018, abgerufen am 3. April 2018.
  3. John Woodrow Cox, Steven Rich: Scarred by School Shootings. In: The Washington Post. Nash Holdings LLC, 23. März 2018, abgerufen am 3. April 2018.
  4. Ralph W. Larkin: The Columbine Legacy: Rampage Shootings as Political Acts. In: American Behavioral Scientist. Band 52, Nr. 9. SAGE Publications, New York, NY 2009, S. 1309–1326 (uta.fi [PDF; abgerufen am 3. April 2018]).
  5. a b Sharon Cohen: Friends of suspects’ families mystified. In: The Denver Post. Digital First Media, 26. April 1999, abgerufen am 3. April 2018.
  6. a b Brooks Brown, Rob Merritt: No Easy Answers: The Truth Behind Death at Columbine. Lantern Books, New York, NY 2002, ISBN 1-59056-031-0, S. 46.
  7. Katie Marsico: The Columbine High School Massacre: Murder in the Classroom. Marshall Cavendish Benchmark, Tarrytown, NY 2011, ISBN 978-0-7614-4985-0, S. 14.
  8. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 268–269.
  9. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 268.
  10. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 263.
  11. Katie Marsico: The Columbine High School Massacre: Murder in the Classroom. Marshall Cavendish Benchmark, Tarrytown, NY 2011, ISBN 978-0-7614-4985-0, S. 15.
  12. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 264–266.
  13. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 281.
  14. Andrew Gumbel: The truth about Columbine. In: The Guardian. Guardian News & Media Ltd., 17. April 2009, abgerufen am 31. März 2018.
  15. a b Peter Langman: The Search for Truth at Columbine, schoolshooters.info (PDF; 275 kB)
  16. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 378– 381.
  17. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 449– 450, 457.
  18. a b c d Dave Cullen: The reluctant killer. In: The Guardian. Guardian News & Media Ltd., 25. April 2009, abgerufen am 31. März 2018.
  19. Katie Marsico: The Columbine High School Massacre: Murder in the Classroom. Marshall Cavendish Benchmark, Tarrytown, NY 2011, ISBN 978-0-7614-4985-0, S. 25.
  20. a b „Kill mankind. No one should survive“, salon.com
  21. Johann Hari: The cult of Eric and Dylan. In: The Independent. Independent News & Media, 15. Januar 2004, abgerufen am 31. März 2018.
  22. Gunfire in the Halls of Columbine, A Columbine Site
  23. Jerald Block: Lessons From Columbine: Virtual and Real Rage. In: American Journal of Forensic Psychiatry, Vol. 28, No. 2, Juli 2007.
  24. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 75–79.
  25. World: Americas Columbine killers planned to kill 500. BBC News, 27. April 1999, abgerufen am 1. April 2018.
  26. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 73.
  27. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 75.
  28. Jochen A. Siegle: Fünfter Jahrestag des Massakers: Mindestens 17 Schul-Schießereien seit Columbine. In: Spiegel Online. SPIEGELnet GmbH, 22. April 2004, abgerufen am 1. April 2018.
  29. Jule Lutteroth: Littleton: Attentäter zeichneten Vorbereitungen auf Video auf. In: Spiegel Online. SPIEGELnet GmbH, 15. Dezember 1999, abgerufen am 31. März 2018.
  30. https://schoolshooters.info/sites/default/files/harris_journal_1.3.pdf
  31. Zitiert nach Katie Marsico: The Columbine High School Massacre: Murder in the Classroom. Marshall Cavendish Benchmark, Tarrytown, NY 2011, ISBN 978-0-7614-4985-0, S. 42.
  32. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 79, 81–83.
  33. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 91–94.
  34. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 94–95.
  35. Dave Cullen: Columbine. 2009, S. 76–77, 96, 103–104.
  36. Lynn Bartels: Fatal Friendship. In: The Rocky Mountain News, 1999. Archiviert vom Original am 21. Februar 2001. Abgerufen am 6. Juni 2015. 
  37. Auszug aus dem Buch Going Postal mit Darstellung der Zustände an der Schule
  38. Mark Ames: Going Postal, 2005, ISBN 1-932360-82-4, 2007, ISBN 978-1-905005-34-5.
  39. Columbine survivor loses friend in Aurora shootings, BBC News (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2012.
  40. Columbine: Wounded Minds Project (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2012.
  41. Elad Nehoral: Eric Harris, Adam Lanza and Evil. In: The Huffington Post. 28. Dezember 2012, abgerufen am 31. März 2018.
  42. A Columbine Site: Eric Harris
  43. Peter Langman: Why Kids Kill: Inside the Minds of School Shooters
  44. a b Peter Langman: Sex, Love, and School Shooters: Eric Harris. In: Psychology Today. 23. Juli 2010, abgerufen am 31. März 2018.
  45. Dave Cullen: Columbine. Twelve, New York 2010, ISBN 978-0-446-54692-8, S. 167–168, 285–286.
  46. Dave Cullen: The Depressive and the Psychopath. In: Slate. 20. April 2004, abgerufen am 31. März 2018.
  47. Nicholas Goodrick-Clarke: Black Sun. Aryan Cults, Esoteric Nazism and the Politics of Identity. New York University Press, New York/ London 2002, S. 209f.
  48. Stichtag: 20. April 2009 – Vor 10 Jahren: Amoklauf an der Columbine-High-School. WDR.DE, 20. April 2009, abgerufen am 4. April 2018.
  49. Eric Harris: Personality Profile (Memento des Originals vom 4. Januar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www1.csbsju.edu, csbsju.edu
  50. Marc Pitzke: Columbine-Massaker: Der Tag, an dem die Unschuld starb. In: Spiegel Online. SPIEGELnet GmbH, 17. April 2009, abgerufen am 31. März 2018.
  51. Stephen Greenspan: Murder Most Foolish. In: Psychology Today. 7. Februar 2011, abgerufen am 4. April 2018.
  52. Michael S. Rosenwald: The twisted minds of school shooters, and the anguished man who studies them. In: The Washington Post. Nash Holdings LLC, 1. Juli 2016, abgerufen am 7. April 2018.
  53. Bernd Graff: Machen Killerspiele Killer? In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 12. August 2012, abgerufen am 31. März 2018.
  54. Ann Powers: The Nation; The Stresses of Youth, The Strains of Its Music. In: New York Times. 25. April 1999.
  55. Basement Tapes destroyed, westword.com, 2. Februar 2015.
  56. Nährboden für Mobbing, spiegel.de, 25. September 2008.
  57. Nicht ohne den anderen, zeit.de, 20. November 2007.
  58. Mobbing erzeugt Amokläufe, jetzt.sueddeutsche.de, 14. März 2009.
  59. Amoklauf: Mobbing kann Auslöser sein, all-in.de, 17. März 2009.
  60. a b David Brooks: Columbine: Parents of a Killer. In: The New York Times. The New York Times Company, 15. Mai 2004, abgerufen am 30. März 2018.
  61. Susan Dominus: A Mother’s Reckoning. In: The New York Times. The New York Times Company, 15. Februar 2016, abgerufen am 30. März 2018.
  62. Lynn Bartels: Columbine parents outraged – Families of victims lash out at Klebolds’ interview comments. In: Rocky Mountain News. 17. Mai 2004, abgerufen am 30. März 2018 (Archiviert bei HighBeam Research).
  63. Susanne Billig: Die Mutter des Amokläufers. Deutschlandfunk Kultur, 23. September 2016, abgerufen am 30. März 2018.
  64. Rainer Schulze: Amokläufe: Eric Harris als Vorbild. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 17. April 2007, abgerufen am 31. März 2018.
  65. Britta Bannenberg: Amok an Schulen, slideplayer.org, abgerufen am 3. Juni 2015.

Koordinaten: 39° 36′ 15″ N, 105° 4′ 31″ W