Fußball-Sportbereichsklasse Donau-Alpenland 1941/42

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fußball-Sportbereichsklasse Donau-Alpenland 1941/42
Logo der Gauliga
1940/41

Die Gauliga Donau-Alpenland 1941/42 war die Fußballmeisterschaft im annektierten Österreich und wurde im Rahmen der Gauliga Donau-Alpenland ausgetragen. Der Gewinner der Gauliga darf seinen gewonnenen Titel als Österreichischen Meistertitel führen. Der Meister der damaligen Ostmark war zudem an der Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft berechtigt.

Gauliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vienna konnte zum ersten Mal Meister der Gauliga und zum insgesamt 3. Mal Österreichischer Meister werden. Absteiger aus der Gauliga war der Tabellenletzte Post SV Wien. Ursprünglich wurde die Saison mit zehn Mannschaften gestartet. Der SK Sturm Graz beendete im Februar 1942 jedoch vorzeitig den Spielbetrieb mit 6 Punkten aus 11 Spielen. Dennoch durfte die Mannschaft in der nächsten Saison wieder an der Gauliga teilnehmen. Die betroffenen Spiele wurden annulliert.

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. First Vienna FC 1894 16 11 3 2 51-26 +25 25
2. FC Wien 16 8 5 3 45-23 +22 21
3. SK Rapid Wien 16 8 3 5 39-30 +09 19
4. FK Austria Wien 16 5 7 4 34-25 +09 17
5. Floridsdorfer AC 16 7 3 6 39-50 −11 17
6. SC Wacker Wien 16 7 2 7 42-39 +03 16
7. Wiener Sport-Club 16 6 3 7 43-38 +05 15
8. SK Admira Wien 16 5 3 8 43-40 +03 13
9. Post SV Wien 16 0 1 15 10-75 −65 1

Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torschützenkönig der Saison wurde Ernst Reitermaier von Wacker mit 20 Treffern. Zudem schoss er weitere drei Tore in den annullierten Spielen gegen Sturm Graz.

Die Meistermannschaft der Vienna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor: Stefan Ploc
Verteidigung: Otto Kaller, Willibald Schmaus, Thaler, Luchs
Mittelfeld: Kubicka, Ernst Sabeditsch, Jaburek, Nowotny, Novak
Sturm: Franz Holeschofski, Karl Decker, Fischer, Artmann, Karl Bortoli, Karl Lechner, Barylli, Friedrich Gschweidl, Pabisch

Aufstiegsrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Wiener AC (Wien B) 1 1 0 0 3- 0 3 3
2. SG Reichsbahn Wien (Wien A) 1 1 0 0 4- 1 3 3
3. LSV Markersdorf (Niederdonau) 2 0 0 2 1- 7 -6 0

Daher sind die Aufsteiger:

Deutsche Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der First Vienna FC nahm als Vertreter der Gauliga an der deutschen Meisterschaft teil. Dieser wurde im Pokalmodus ausgetragen. In der Qualifikationsrunde traf man auf den LSV Olmütz und gewann auswärts im Olmützer Stadion mit 1:0. Mit zwei Heimsiegen im Wiener Praterstadion gegen Germania Königshütte (1:0) und dem Planitzer SC (3:2) kämpften sich die Wiener bis in das Halbfinale durch und trafen dort auf die Mannschaft von Blau-Weiß 90 Berlin. Die Döblinger gewannen das Spiel im Olympiastadion Berlin mit 3:2. Der Siegeszug der Wiener endete erst im Endspiel durch eine 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04. Bitter war für die Vienna der Umstand, dass man das Spiel lange Zeit dominierte jedoch eine Unzahl an Tormöglichkeiten nicht in Tore ummünzen konnte.

Qualifikationsrunde
LSV Olmütz – First Vienna FC 0:1 (0:0)
Achtelfinale
First Vienna FC – Germania Königshütte 1:0 (1:0)
Viertelfinale
First Vienna FC – Planitzer SC 3:2 (0:0)
Halbfinale
Blau-Weiß 90 Berlin – First Vienna FC 2:3 (0:2)
Finale
FC Schalke 04 – First Vienna FC 2:0 (2:0)

Zweite Leistungsstufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab keine einheitliche zweite Spielstufe. Die beiden Meister der 1. Wiener Klasse und der Landesklasse Niederdonaus spielten dieses Jahr in einem kleinen Meisterschaftsmodus um die zwei Aufstiegsplätze. Vor den Spielen der Aufstiegsrunde schlossen sich die beiden Mannschaften Reichsbahn I und Reichsbahn IV zur SG Reichsbahn zusammen. Die Mannschaft trat für die 1. Klasse Wien A an, da sich hier der Vorgängerverein Reichsbahn I qualifizieren konnte.

1. Klasse Wien A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Reichsbahn I Wien 16 10 3 3 52-25 23
2. 1. FFC Vorwärts 06 Wien 16 9 3 4 38-19 21
3. SC Helfort Wien 16 5 7 4 39-45 17
4. Favoritner AC 16 6 4 6 25-27 16
5. Wiener AC Sparta 16 5 6 5 28-24 16
6. Post-Libertas 16 3 9 6 33-35 13
7. ASK Liesing 16 4 5 7 24-40 13
8. SC Rapid Oberlaa 16 6 1 9 32-37 13
9. Germania Baumgarten 16 4 4 8 27-46 12

Wiener AC Sparta war während der Zugehörigkeit Österreichs zum Deutschen Reich die Bezeichnung für den SK Slovan Wien.

1. Klasse Wien B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Wiener AC 14 11 2 1 42-17 24
2. Reichsbahn IV 14 11 0 3 34-18 22
3. 1. Simmeringer SC 14 5 3 6 26-30 13
4. SG Ordnungspolizei 14 5 2 7 26-26 12
5. SC Austria Donauarbeiter 14 5 2 7 31-34 12
6. SV Eis Wien 14 4 3 7 22-27 11
7. Amateure 30 Wien 14 3 4 7 22-31 10
8. Landstraßer AC 14 3 2 9 20-40 8

Oberdonauer 1. Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. NSTG Budweis (České Budějovice) 22 19 0 3 91-25 38
2. SK Amateure Steyr 22 16 1 5 82-40 33
3. LSV Linz 22 15 1 6 97-34 31
4. SK Vorwärts Steyr 22 13 3 6 64-44 29
5. LSV Adlerhorst Wels 22 12 0 10 80-57 24
6. Reichsbahn SG Linz 22 8 5 9 47-65 21
7. Linzer ASK 22 9 2 11 53-52 20
8. SC Hertha Wels 22 7 2 13 47-57 16
9. Welser SC 1912 22 7 2 13 38-69 16
10. SV Urfahr Linz 22 7 1 14 38-71 15
11. SK Germania Linz 22 4 1 17 36-88 9
12. SK Admira Linz 22 3 0 19 36-107 6

Salzburger 1. Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Salzburger AK 1914 8 8 0 0 48-11 16
2. SV Austria Salzburg 8 4 1 3 40-17 9
3. SS-Sportgemeinschaft Salzburg 8 4 1 3 21-27 9
4. 1. Salzburger SK 1919 8 3 0 5 18-26 6
5. Reichsbahn Salzburg 8 0 0 8 7-55 0

Niederdonau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informationen über einen möglichen Meisterschaftsmodus liegen nicht vor. Es sind nur die Ergebnisse der Semifinale beziehungsweise des Finales bekannt. Der Meister von Niederdonau, LSV Markersdorf, durfte an der Aufstiegsrunde teilnehmen.

Halbfinale
LSV MarkersdorfMSV Brünn 2:1
1. Wiener Neustädter SC
Finale
LSV Markersdorf1. Wiener Neustädter SC 5:3

Steiermark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der steirischen Liga ist nur der Name des Siegers, Kapfenberger SC, bekannt.

Bezirksklasse Lindau-Vorarlberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezirksklasse umfasste in dieser Saison die besten Mannschaften Vorarlbergs und den VfL Lindau. Die Meisterschaft wurde im Frühjahr 1942 abgebrochen, da sich alle Vereine aus der Liga zurückzogen. An der Tabellenspitze lag zu diesem Zeitpunkt der FC Lustenau 07.

Kreisliga Tirol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tirol wurde die Saison vorzeitig abgebrochen.

Tabelle

Pl. Tirol 1941/42 Sp. S U N Tore +/- Punkte
1. Reichsbahn SG Innsbruck 6 5 1 0 22:7 11
2. SV Innsbruck 7 4 0 3 27:15 8
3. BSG Heinkel Jenbach 5 3 0 2 16:23 6
4. Innsbrucker SK 4 1 0 3 8:13 2
5. FC Wacker Innsbruck 6 0 1 5 12:27 1