FC Wacker Innsbruck (1915)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Fußballclub Wacker Innsbruck war ein österreichischer Fußballverein aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Er wurde 1915 gegründet, löste sich jedoch bald wegen Uneinigkeit seiner Funktionäre und Spieler als FC Sturm Innsbruck auf. Der 1923 – wieder unter traditionellem Namen – neu gegründete Fußballclub Wacker Innsbruck erlebte schließlich seine Hochzeit in den 1970er Jahren, wo fünf österreichische Meistertitel gewonnen werden konnten, damals trat man zeitweilig gemeinsam mit der WSG Swarovski Wattens in einer Spielgemeinschaft auf. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten erfolgte 1986 der Absturz in den Amateurfußball. Der neu gegründete FC Swarovski Tirol vertrat von nun an den Tiroler Fußball in der Bundesliga. Nach dem dieser 1992 aufgelöst worden war, konnte der FC Wacker Innsbruck wieder für eine Saison in den Profifußball zurückkehren, spielte aber nach der Gründung des FC Tirol Innsbruck wieder mit der eigenen Amateurmannschaft in der viertklassigen Landesliga Tirol. Nachdem der Klub allerdings mittlerweile in der letzten Tiroler Spielstufe angekommen war, wurde in der Hauptversammlung vom 20. Mai 1999 die Vereinsauflösung beschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1915–1923: Gründung und vorläufiges Ende als FC Sturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Tiroler Fußballs beginnt bereits im Jahre 1905 mit Fußball Innsbruck und ist relativ verbreitet als zehn Jahre später durch die Herren Jakob Hanspeter, Benedikt Hosp, Josef Leitner, Josef Albrecht und weiteren – heute nicht mehr namentlich bekannten Fußball-Idealisten[1] – der Fußballclub Wacker als dritter Innsbrucker Fußballverein ins Leben gerufen wird: Die Gründung des Vereins wurde bereits Ende 1914 in die Wege geleitet, der Schritt an die Öffentlichkeit erfolgte kurz nach der Genehmigung der Vereinsstatuten, am 4. Februar 1915. Die Gründung wurde damals auch von mehreren Tageszeitungen und Sportmagazinen festgehalten:

«Sport. (Neuer Verein.) In Innsbruck hat sich ein neuer Verein, der Fußballklub "Wacker" Innsbruck, gegründet. Die Statuten sind bereits von der Statthalterei in Innsbruck bewilligt. Beitrittsanmeldungen werden beim Schriftführer des Vereines Kiebachgasse Nr. 15, 3. Stock rechts, entgegengenommen.» (Innsbrucker Nachrichten, Jahrgang 1915, Nummer 63, 5. Februar 1915, Seite 8.)

«Innsbruck. Dort hat sich ein Fußballclub gebildet, der sich den Namen "Wacker" beigelegt. Die Statuten sind bereits von der k. k. Statthalterei bewilligt und will der Verein auch dem Österreichischen Fußballverband beitreten.» (Illustriertes Österreichisches Sportblatt, Jahrgang IX, Nummer 3, 5. Februar 1915, Seite 7.)

Diese schlichten Worte sind das erste Zeugnis des später erfolgreichsten Tiroler Fußballvereins. Die Vereinsfarben Wackers wurden mit schwarz-grün festgelegt, die Gründungsversammlung mit der Möglichkeit zur Einschreibung für Mitglieder folgte anschließend. Nach nur einer geringen Anzahl an Freundschaftsspielen gegen andere Innsbrucker und auch Meraner Vereine musste der Spielbetrieb allerdings auf Grund des Ersten Weltkriegs bereits nach wenigen Monaten eingestellt werden. An einen geregelten Meisterschaftsbetrieb war auf Grund der Kriegsnachwirkungen vorerst bei keinem Tiroler Verein zu denken. Am 18. September 1920 trug das Gründungsmitglied des Tiroler Fußballverbandes schließlich sein erstes Tiroler A-Meisterschaftsspiel aus, es endete 1:1 gegen den FC Rapid Innsbruck. Nachdem es für die Schwarz-Grünen jedoch nicht richtig laufen sollte, fand sich der Verein 1922 als Tabellenletzter wieder. Um den Abstieg zu verhindern, fusionierte Wacker mit Rapid Innsbruck und legte sich den neuen Namen FC Sturm Innsbruck bei. Wegen Uneinigkeit der Funktionäre und Spieler kam jedoch 1923, trotz eines dritten Tabellenplatzes, die Auflösung des Vereines.[2]

Obmann

  • 05. 02. 1915–02. 03. 1923: Bendikt Hosp

Spieler

Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff

1919/20: Fritz

1914/15: Fritz Oberhöller
1914–1929: Karl Grün
1914–1929: Hans Hussel
1919/20: Demetz
1919–1921: Max Mair

1914–1922: Oskar Ortler sen.
1914–1922: Leopold Schöpf
1919/20: Weber
1920–1922: Fritz Oberhöller

1914–1922: Josef Lauter
1914–1932: Karl Buenberger
1915–1922: Karl Habtmann
1919–1921: Otto Gadner
1919–1922: Leopold Wolchowe
1921/22: Willi Ortler

1923–1945: Neubeginn, Landescupsieger und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen der 1920er Jahre

Doch noch im selben Jahr 1923 wurde der Klub, wieder unter dem traditionellen Namen Fußballclub Wacker Innsbruck und den Vereinsfarben schwarz-grün neu ins Leben gerufen. In der Saison 1924/25 wurde der neu gegründete Fußballverein zur Tiroler B-Liga zugelassen – in dieser Saison wurde auch erstmals am Tivoliplatz gespielt. 1926 konnten die Schwarz-Grünen schließlich den Aufstieg in die A-Klasse erringen. In der höchsten Tiroler Liga konnte Wacker zwar vorerst keinen bestimmenden Platz einnehmen, mit dem geteilten Sieg im Tiroler Landescup mit dem Innsbrucker AC aber einen schönen Erfolg feiern. Die Endspiele endeten jeweils 1:1, sodass beide Teams als Sieger deklariert wurden.[3] Nach dem zwischenzeitigen Abstieg in die B-Klasse 1936 kehrten die Grün-Schwarzen 1938 zurück ins Tiroler Oberhaus. Mittlerweile hatte das Fachamt Fußball im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen den Tiroler Fußballverband übernommen und Kreisliga als landeshöchste Spielstufe eingeführt. Wacker war bis zu seinem Abstieg 1943 Mitglied dieser Kreisliga und bekam 1941 als Führender der Tabelle bei Abbruch der Meisterschaft den Titel zugesprochen. Die Kreisliga wird heute jedoch nicht als Tiroler Meisterschaft anerkannt, weshalb auch der Landesmeistertitel aus dieser Zeit in keiner offiziellen Statistik mehr auftaucht.[4]

Obmann bzw. Präsident

  • 02. 03. 1923–02. 1932: August Flöckinger
  • Februar 1932–1964: Fritz Schwab sen.

Spieler

Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff

1926–1928: Eduard Neubarth
1928–30er Jahre: Josef Platzer

1914–1929: Karl Grün
1914–1929: Hans Hussel
1923–1937: Walter Pervulesko
1924–30er Jahre: Hermann Margreiter
1925–1927: Max Mair

1924–1930: Erwin Haidacher
1924–1930: Hans Müller
1924–30er Jahre: Ferdinand Buscarello
1924–30er Jahre: Fritz Oberhöller

1914–1932: Karl Buenberger
1923–1926: Willi Ortler
1924–30er Jahre: Karl Habtmann
1924–30er Jahre: Oskar Ortler sen.
1926: Leopold Wolchowe
1926–1935: Anton Mölk
1926–30er Jahre: Sterzinger

1945–1964: Die ersten Nachkriegserfolge und der Aufstieg in die Staatsliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen ca. 1958 bis 1964

Nach der Wiedererstehung Österreichs wurde 1946 eine verkürzte Tiroler Meisterschaft eingeführt an der Wacker Innsbruck jedoch nicht teilnehmen konnte, da der Verein noch zu wenige Spieler zur Verfügung hatte. In der Saison 1946/47 stieg der FC Wacker in der B-Klasse-Oberinntal in das Meisterschaftsgeschehen ein und errang auf Anhieb den Meistertitel und, damit verbunden, den Aufstieg in die A-Klasse Tirol. Der Verein beendete die Saison auf dem 10. und letzten Platz und stieg in die B-Klasse-Innsbruck Stadt ab. In der Folgesaison 1948/49 erreichte Wacker den ersten Platz und stieg in die 1. Klasse Innsbruck auf. Dort verweilte der Klub bis zur Meistersaison 1952/53. Nach dem Aufstieg in die Tiroler Landesliga errang FC Wacker Innsbruck 1958 den Meistertitel und qualifizierte sich damit für die 1950 neu eingerichtete, zweitklassige Arlbergliga. Mit dem dritten Rang in der Spielsaison 1959/60 eroberte Wacker Innsbruck erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Titel des Tiroler Landesmeisters. Dies gelang den Innsbruckern auch in den nachfolgenden Spieljahren 1960/61 und 1961/62. Den letzten Landesmeistertitel feierte Wacker mit dem Titelgewinn in der Regionalliga West 1963/64 der zugleich den erstmaligen Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse, der Staatsliga A bedeutete.

Präsident

  • Februar 1932–1964: Fritz Schwab sen.

Trainer

Spieler

Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff

1946–1958: Jara
1958–1971: Leo Tschenett
1964/65: Herbert Gartner
1965/66: Gernot Fraydl
1966/67: Gordan Irovic

1930–1947: Josef Bortolotti
1937–40er Jahre: Walter Pervulesko
1946–1948: Hans Walser
1946–1948: Albert Abfalter
1946–1948: Oskar Ortler
1957–1962: Roman Schramseis

1957–1966: Fritz Spielmann
1957–1958: Leopold Santifaller
1957–1962: Zankl
1958–1962: Meth
1963–1971: Roland Eschelmüller
1952–1962: Kirchebner
1957–1964: Ernst Jäger

1957–1962: Karl Gretschnig
1958–1963: Puffer
1958–1962: Kurt Lehr
1962/63: Theodor 'Turl' Wagner
1963–1967: Helmut Wartusch

1964–1971: Der erste Meistertitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen ca. 1964 bis 1971

Wacker platzierte sich in der höchsten österreichischen Spielklasse auf Anhieb im guten Mittelfeld der Tabelle und feierte in der Saison 1966/67 punktegleich hinter dem SK Rapid Wien seinen ersten Vizemeistertitel. Damals wurde letztmals das System mit dem Torverhältnis angewendet, wobei die Rapidler um 7 Hundertstel besser waren. (Ausschlaggebend waren in der letzten Runde vom 24. Juni 1967 der beim Heim-5:1 über Schwarz-Weiß Bregenz erhaltene Gegentreffer aus einem Überraschungsschuss durch Heinz Pienz zum 3:1-Zwischenstand, aber auch ein vergebener Elfmeter und zwei Ausschlüsse. Kontrahent Rapid gewann - nach lediglich 1:1-Pausenstand - bei Admira/Wacker, damals "Admira/Energie" bezeichnet, mit 3:1.)[5] Auch 1968 belegten die Innsbrucker den zweiten Rang hinter Rapid, diesmal betrug der Rückstand jedoch sieben Punkte. 1968/69 erreichte Wacker erstmals das Viertelfinale im ÖFB-Cup, scheiterte jedoch auswärts klar mit 0:3 wiederum an den Hütteldorfern. 1970 war es aus schwarz-grüner Sicht nunmehr soweit: Der FC Wacker Innsbruck feierte mit dem Gewinn des ÖFB-Cups seinen ersten österreichischen Titel nach einem 1:0-Erfolg im Finale gegen den Linzer ASK. Torschütze war Buffy Ettmayer.

Eine Überraschung, jedoch letztendlich keine Sensation, lieferte Innsbruck 1970 im Europacup der Cupsieger. Nachdem in der ersten Runde Partizani Tirana zweimal besiegt wurde, wartete mit dem fünffachen Europacupsieger Real Madrid ein übermächtiger Gegner auf den FC Wacker: Das weiße Ballett wurde am 21. Oktober 1970 in Madrid, durch ein Tor von Leopold Grausam sensationell mit 1:0 besiegt. Im mit 17.500 Zuschauern berstend voll gefüllten Tivoli-Stadion konnte Innsbruck das Rückspiel am 4. November 1970 gegen die "Königlichen" bis knapp vor Schluss offen halten, ehe die Spanier den FC Wacker doch noch aus dem Bewerb warfen.[6]

Die Saison 1970/71 brachte ein abwechslungsreiches Duell um den Titel des österreichischen Meisters zwischen den Innsbruckern und dem SV Austria Salzburg. Nachdem nach dem Herbstdurchgang noch die Salzburger die Tabelle anführten, gelang dem FC Wacker unter Trainer Otto Barić im Frühjahr der Sprung an die Tabellenspitze. Mit einem 4:2-Auswärtssieg im Spiel gegen SC Wacker Wien fixierten die Tiroler am 19. Juni 1971 ihren ersten österreichischen Meistertitel. Bei der Ankunft der Spieler in Innsbruck warteten bereits mehrere tausend Fans, die den Innsbruckern eine bis in die frühen Morgenstunden dauernde Siegesfeier bereiteten.

Präsident

  • 1964–1966: Dr. Willy Linser
  • 1966–1968: Rudolf Ottlyk
  • 1968–1979: Dir. Erwin Steinlechner

Trainer

Spieler

Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff

1967–1971: Herbert Rettensteiner

1964–1967: Josef Sikic
1964–1968: Peter Pumm
1965–1968: Johann Eigenstiller
1967–1971: Heinz Binder
1968–1971: Werner Kriess
1970–1971: Johann Eigenstiller

1963–1971: Roland Eschelmüller
1966–1971: Johann Ettmayer

1963–1967: Helmut Wartusch
1964–1969: Helmut Siber
1965–1971: Franz Wolny
1966–1968: Helmut Redl
1968–1971: Kurt Jara

1971–1986: Die Zeit der Spielgemeinschaft mit Wattens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen der Spielgemeinschaft 1971–1975
Vereinswappen der Spielgemeinschaft 1975–1979

Am 20. Juli 1971 beschlossen die Verantwortlichen des FC Wacker Innsbruck und der ebenfalls erstklassigen WSG Wattens die Konzentration des Fußballsports in Tirol und bildeten eine Spielgemeinschaft mit dem Namen SpG Swarovski Wattens-Wacker Innsbruck. Die Vereinbarung galt nur für die Kampfmannschaften, die eigentlichen Fußballsektionen beider Vereine blieben selbstständig, um jeweils die eigene Nachwuchspflege zu betreiben. Unter Miteinbeziehung der Sponsoren wurde der Verein oft abgekürzt SSW Innsbruck (Spielgemeinschaft Swarovski Wacker Innsbruck) genannt. Die Spielgemeinschaft wurde in den 1970er-Jahren zum Aushängeschild im österreichischen Fußball. In den Jahren 1972, 1973, 1975 und 1977 eroberten die Tiroler jeweils den österreichischen Meistertitel und wurden auch viermal österreichischer Cupsieger (1973, 1975, 1978 und 1979). In diese erfolgreiche Zeit fallen auch die Mitropapokalsiege der Innsbrucker. Im Finale von 1975 besiegte die SSW den ungarischen Verein Budapesti Honvéd zu Hause mit 3:1 und auswärts mit 2:1. Im darauf folgenden Jahr 1976 wartete im Finale Velež Mostar auf die Spielgemeinschaft. SSW feierte mit zwei 3:1-Erfolgen über die Jugoslawen den zweiten Mitropapokalsieg. Aus der Saison 1975/76 ist vom Antreten im Europacup der Meister das Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach erwähnenswert: am 17. September 1975 erreichten die Innsbrucker am Bökelberg ein 1:1, dem danach aber zuhause (ohne den gesperrten Tormann Friedl Koncilia) eine deutliche 1:6-Niederlage am 1. Oktober folgte. In der Saison 1977/78 gelangen nennenswerte Erfolge erneut im Europacup der Landesmeister. Nach Siegen gegen den FC Basel und Celtic Glasgow, scheiterten die Innsbrucker erst im Viertelfinale auf Grund der Auswärtstorregel wiederum gegen Borussia Mönchengladbach, als dem 3:1 vom 1. März 1978 am Tivoli zwei Wochen später eine 0:2-Auswärtsniederlage folgte (damit war der Freistoßtreffer von Jupp Heynckes zum 3:1-Endstand ausschlaggebend gewesen).

Vereinswappen der Spielgemeinschaft von 1979 bis 1986

Nach der Weltmeisterschaft 1978 mussten die Innsbrucker einige schmerzliche Abgänge hinnehmen, darunter Pezzey, Stering und Welzl. Die stark geschwächte Mannschaft trennte sich während der Saison 1978/79 von den Brüdern Friedl und Peter Koncilia, konnte sich nicht mehr in der 1. Division halten und stieg erstmals seit dem Aufstieg in die 2. Division ab. Dieser Abstieg hatte auch Umwälzungen in der Mannschaft und im gesamten Verein zur Folge. So kam es schon im Spätherbst 1978 auch zu Neu- oder Umbesetzungen bei den Funktionären, aber auch zu finanziellen Problemen, denn Sponsor Nordmende kündigte einen 700.000-Schilling-Vertrag[7]. 1981 gelang der Wiederaufstieg in die 1. Division der Bundesliga, wo die Tiroler sich im ersten Tabellendrittel etablieren konnten, ohne jedoch eine Chance auf den Meistertitel zu haben. In den Jahren 1982 und 1983 erreichte SSW Innsbruck das Pokalfinale, verlor die Endspiele jedoch deutlich gegen die Wiener Vereine Rapid und Austria. Die wirtschaftliche Situation wurde aber immer schwieriger, der Profifußball stand in Innsbruck vor dem Ende.

Präsident (SSW Innsbruck)

  • 1968–1979: Dir. Erwin Steinlechner
  • 1979–1986: Oberst Rudolf Sams

Trainer (SSW Innsbruck)

Spieler (SSW Innsbruck)

Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff

1971/72: Herbert Rettensteiner
1971–1979: Friedl Koncilia
1981–1984: Fuad Đulić
1985/86: Tomislav Ivković

1971–1973: Roland Eschelmüller
1971–1975: Engelbert Kordesch
1971–1977: Johann Eigenstiller
1971–1979: Werner Kriess
1973–1977: Rudolf Horvath
1974–1978: Bruno Pezzey
1983–1985: Hugo Hovenkamp
1983–1986: Michael Streiter
1985/86: Johann Eigenstiller
1985/86: Ivica Kalinić

1971: Günther Rinker
1971–1973: Walter Skocik
1971–1974: Roland Hattenberger
1971–1978: Manfred Gombasch
1971–1979: Peter Koncilia
1972–1975: Hans Rebele
1972–1978: Günther Rinker
1974–1983: Werner Schwarz
1976–1978: Josef Stering
1979–1983: Arnold Koreimann
1980–1986: Manfred Linzmaier
1981–1984: Roland Hattenberger
1984–1986: Arnold Koreimann
1984–1986: Andreas Spielmann
1985/86: Hans Müller

1971: Hans Küppers
1971–1973: Kurt Jara
1971–1973: Franz Wolny
1971–1974: Peter Kastner
1971–1975: Ove Flindt
1972–1974: Wolfgang Breuer
1972/73: Helmut Siber
1975: Peter Kastner
1974–1978: Franz Oberacher
1974–1978: Kurt Welzl
1977–1982: Manfred Braschler
1982–1986: Alfred Roscher
1983–1986: Christoph Westerthaler
1985/86: Kurt Welzl

Während die Spielgemeinschaft zwischen FC Wacker Innsbruck und Wattens von Erfolg zu Erfolg eilte, blieb auch ein Verein names FC Wacker Innsbruck bestehen, der ab 1973/74 mit einer Amateurmannschaft in der 2. Klasse West den Spielbetrieb aufnahm.

Präsident (FC Wacker Innsbruck)

  • 1968–1979: Dir. Erwin Steinlechner
  • 1980–1982: Dr. Hubert Klingan
  • 1982–1986: Dr. Windfried Sponring

1986–1992: Der Neubeginn im Fußballkeller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen des FC Wacker 1986 bis 1999

Im Juni 1986 beschlossen die WSG Wattens und der FC Wacker Innsbruck wieder getrennte Wege zu gehen und lösten die Spielgemeinschaft auf. Gernot Langes-Swarovski gründete zeitgleich den FC Swarovski Tirol. Der FC Swarovski übernahm die Bundesligalizenz der Spielgemeinschaft und in großen Zügen dessen Mannschaft. Der FC Wacker Innsbruck begann mit einer neuen Mannschaft im Fußballkeller, in der 2. Klasse Mitte bei den Amateuren. Trotz intensiver Bemühungen konnte keine Einteilung in eine höhere Klasse erreicht werden und so wurde als Ziel der sofortige Aufstieg in die nächsthöchste Klasse vorgegeben. Langfristig wurde sogar das Ziel verfolgt in die Bundesliga aufzusteigen. Der FC Wacker hatte zwar nur mehr eine reine Amateurmannschaft zur Verfügung, scharte jedoch die besten Spieler um sich, die im Tiroler Unterhaus zu bekommen waren. Dementsprechend sahen die Erfolge der Innsbrucker aus. Konkurrenten wurden zumeist hoch besiegt, gegen Igls gab es sogar einen 19:0-Erfolg und man verlor nur ein Spiel wegen Nachlässigkeit. Es folgte ein Durchmarsch von einer Klasse zur nächsten und 1989/90 spielten die Schwarz-Grünen bereits in der Landesliga West. Erst in dieser Klasse musste Innsbruck ein Jahr verweilen bis in der Saison 1990/91 der Aufstieg in die Tiroler Liga (4. Spielstufe) gelang. Wacker verstärkte sich weiter und wurde gemeinsam mit dem zweiten Aufsteiger SV Wörgl als Titelaspirant gehandelt. Im Verlauf des Frühjahrs 1992 wurde schließlich bekannt gegeben, dass der FC Wacker aufgrund der Auflösung des FC Swarovski Tirol, wieder dessen Bundesligalizenz übernehmen würde. Die bisherige Kampfmannschaft spielte als Amateurteam weiter in der Landesliga Tirol.

Präsident

  • 1987–1999: Fritz Schwab jun.

Trainer

Spieler

Tor / Verteidigung / Mittelfeld / Angriff

Herbert Lener, Günther Glieber, Herbert Siller, Günther Villgratner, Thomas Blasinger, Michael Peer, Mario Höller, Hans Eigenstiller, Helmut Radl, Mario Saml, Ewald Kofler, Armin Wunderer, Peter Blaas, Roland Kobald, Kurt Eigenstiller, Erich Jarolin, Andreas Kittiger

1992/93: Die letzte Saison im Profi-Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wacker Innsbruck übernahm die Profimannschaft des FC Swarovski Tirol und kehrte damit nach sechs Jahren im Amateurlager sozusagen als Nachfolgeverein des FC Swarovski wieder in den Profifußball zurück. Wacker-Präsident Fritz Schwab holte Branko Elsner als Trainer zurück nach Innsbruck und verpflichtete gleichzeitig Walter Skocik und Fuad Djulic als neue Co-Trainer. Als Sponsor fungierte weiterhin die Daniel Swarovski Corporation. Der Klubname lautete entsprechend FC Wacker Swarovski Innsbruck. In der Meisterschaft konnte nur der fünfte Platz erreicht werden, dafür holten die Tiroler mit einem 3:1-Sieg über Rapid Wien den Cupsieg nach Innsbruck. Das Spiel um den Supercup verlor man jedoch nach einem 1:1-Remis mit 1:3 im Elfmeterschießen gegen den FK Austria Wien. Nach nur einer Saison in der Bundesliga wurde die Profiabteilung des FC Wacker auf politischen Druck des Landes Tirol als FC Tirol Innsbruck abgespalten. Der FC Wacker spielte erneut mit einem Amateurteam in der Landesliga Tirol.

Präsident

  • 1987–1999: Fritz Schwab jun.

Trainer

Spieler

Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff

1992/93: Milan Oraze

1992/93: Michael Baur
1992/93: Andrzej Lesiak
1992/93: Kurt Russ
1992/93: Harald Schneider
1992/93: Harald Schroll
1992/93: Michael Streiter
1992/93: Robert Wazinger

1992/93: Mario Been
1992/93: Alfred Hörtnagl
1992/93: Roland Kirchler
1992/93: Richard Kitzbichler
1992/93: Manfred Linzmaier
1992/93: Helmut Lorenz
1992/93: Heinz Peischl
1992/93: Philipp Schwarz
1992/93: Andreas Spielmann

1992/93: Václav Daněk
1992/93: Klaus Tiefenbrunner
1992/93: Christoph Westerthaler

1993–1999: Der zweite Neubeginn bis zum endgültigen Aus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993/94 wurde in der Regionalliga Tirol der zweite Platz erobert. Der Umstieg vom Profi- ins Amateurlager fiel dem Verein aber schwer. Im ÖFB-Cup trat der FC Wacker Innsbruck als Titelverteidiger an, hatte aber mit einer reinen Amateurmannschaft keine Chance. Bereits in der zweiten Cuprunde schied der Verein mit 0:8 gegen den FC Kufstein aus. 1995/96 wurde die Qualifikation für das Meister-Play-Off in der Landesliga Tirol als Ziel ausgegeben, um im Herbst in der eingleisigen Regionalliga West spielen zu können. Die Qualifikation wurde zwar geschafft, in der Regionalliga West belegte der FC Wacker jedoch abgeschlagen nur den achten und letzten Rang. Auch 1996/97 wurden die Tiroler Letzter der Regionalliga (16. Platz) und stiegen wieder in die Tiroler Liga ab. Aufgrund des anhaltenden sportlichen Misserfolges und der infrastrukturell schlechten Trainingsbedingungen des Vereins gab der Präsident des FC Wacker, Fritz Schwab, jegliche Aufstiegsambitionen in die 2. Division auf. Der Stamm der Mannschaft wechselte daraufhin zu anderen Vereinen. Als Ziel des Vereins wurde nur mehr der Klassenerhalt ausgegeben. Nach dem 14. Platz in der Tiroler Liga 1997/98 und trotz des Klassenerhaltes entschloss sich der Wacker-Präsident zum Austausch des gesamten Kaders und zum freiwilligen Abstieg des FC Wacker in die 2. Klasse Mitte, der letzten Tiroler Spielklasse. Mit diesem Abstieg stand der FC Wacker Innsbruck sowohl sportlich als auch finanziell vor dem endgültigen Aus. Aus diesem Grund entschloss man sich zu erfolgreichen Verhandlungen mit dem FC Tirol Innsbruck bezüglich einer Eingliederung des FC Wacker in den Amateurbereich des FC Tirol. Am 20. Mai 1999 wurde in der Hauptversammlung des FC Wacker Innsbruck die Vereinsauflösung beschlossen.[16] Der Fußballclub Wacker Innsbruck war als eigenständiger Verein damit Geschichte.

Präsident

  • 1987–1999: Fritz Schwab jun.

Trainer

Spieler

Tor / Verteidigung / Mittelfeld / Angriff

ab 1993/94 Jochen Zöschg, Wolfgang Froidl, Robert Wolny, Stefan Rapp, Ronald Fuchs, Georg Lutz, Patrick Pöll, Markus Scheder, Hermann Bacher, Friedrich Bacher

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4 x Tiroler Landesmeister: 1941 (inoffiziell); 1960, 1961, 1962, 1964
  • 1 x Tiroler Landescupsieger: 1930 (geteilt mit Innsbrucker AC)
  • 1 x Meister Tiroler Landesliga (3): 1958
  • 1 x Meister 1. Klasse Innsbruck (4): 1953
  • 1 x Meister B-Klasse Innsbruck-Stadt: 1949
  • 1 x Meister B-Klasse Oberinntal: 1947

Anmerkung: Sämtliche in der Zeit von 1972 bis 1986 errungenen Titel und Erfolge fallen in die Ära der Spielgemeinschaft mit der WSG Wattens.

Torschützenkönige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er-Jahren gab es beim FC Wacker auch eine Frauenfußballsektion. Diese spielte aus geographischen und finanziellen Gründen außer Konkurrenz in der bayrischen Bezirksliga und konnte den Bewerb zweimal gewinnen. Die Wacker-Damen durften trotzdem am ÖFB-Cup teilnehmen und zogen in der Saison 1984/85 überraschend in das Cupfinale ein, das ebenso sensationell mit 2:0 (2:0), Tore: Kaltenbrunner (4.), Depaoli (28.), gegen den Erstligisten LUV Graz gewonnen werden konnte. Am 22. Mai 1986 wurde in Mittenwald (BRD) ein neuer Verein mit der Bezeichnung FC Wacker Innsbruck-Mittenwald gegründet um sowohl die Sportanlagen in Mittenwald kostenlos benützen als auch offiziell an der Meisterschaft teilnehmen zu können. Durch diese „Neugründung“ wurde die Mannschaft eine Klasse tiefer in die A-Klasse gereiht. Sie konnte 1987 überlegen den Titel erringen und wieder in die Bezirksklasse aufsteigen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spezielles
  • Karl Langisch: Fußballclub Wacker Innsbruck. Austria-Edition, Wien 1966.
  • Walther Prüller: Die Wacker Story; Triumphe – Tore – Tränen. Pinguin Verlag, Innsbruck 1978.
  • Dieter Chmelar: Fußballclub Swarovski Tirol – Die Alpenkönige. Jugend und Volk, Wien 1987.
  • ECHO – Spezial: König Fußball; Erfolge – Legenden – Tivoli neu. ECHO Verlag, Innsbruck 2000.
  • Georg Hermann: FC Wacker Innsbruck-Die Legende. Heymon Verlag, Innsbruck 2010.
Allgemeines
  • Karl Kastler: Fußballsport in Österreich, Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Trauner, Linz 1972.
  • Josef Huber: Tagebuch des Jahrhunderts, Fußball-Österreich von 1901 bis 2000. Verlag Wolfgang Drabesch, Wien 2000.
Statistiken
  • Anton Egger, Kurt Kaiser: Österreichs Fußball-Bundesliga von A–Z, Chronik ab 1974. Verlag Anton Egger, Fohnsdorf 1995.
  • Anton Egger: Österreichs Fußball-Meisterschaft, Chronik 1945–1974. Verlag Anton Egger, Fohnsdorf 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Langisch 1966, S. 22.
  2. Langisch 1966, S. 27.
  3. Langisch 1966, S. 28
  4. Kastler 1972, S. 345.
  5. "Arbeiterzeitung Wien" vom 25. Juni 1967, Seite 12
  6. (Tore in der 77. und 83. Spielminute durch Grande und Bueno; Quelle: "Arbeiterzeitung Wien" vom 6. November 1970, Seite 15)
  7. "Arbeiterzeitung Wien" vom 23. November 1978, Seite 32, Mitte rechts, Glosse "gries-kram", und vom 25. November 1978, Seite 19 - Überschrift "Der Sponsor hat schon genug" und auch Glosse rechts "gries-kram"
  8. Tabellen 1990/91, Landesliga West (Tirol). In: www.fussballoesterreich.at. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  9. Tabellen 1991/92, Tiroler Liga. In: www.fussballoesterreich.at. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  10. Tabellen 1993/94, Tiroler Regionalliga. In: www.fussballoesterreich.at. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  11. Austria 1994/95. In: rsssf.com. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  12. Austria 1995/96. In: rsssf.com. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  13. Austria 1996/97. In: rsssf.com. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  14. Austria 1997/98. In: rsssf.com. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  15. Austria 1998/99. In: rsssf.com. Abgerufen am 20. Januar 2014.
  16. Bote für Tirol – Amtsblatt der Behörden, Ämter und Gerichte Tirols vom 1. Dezember 1999.