Hatting

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Hatting
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hatting
Hatting (Österreich)
Hatting
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 7,07 km²
Koordinaten: 47° 17′ N, 11° 10′ OKoordinaten: 47° 16′ 40″ N, 11° 10′ 6″ O
Höhe: 616 m ü. A.
Einwohner: 1.469 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 208 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6402
Vorwahl: 05238
Gemeindekennziffer: 7 03 18
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Bahnstr. 2
6402 Hatting
Website: www.hatting.at
Politik
Bürgermeister: Dietmar Schöpf (Gemeinsam für Hatting)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2010)
(13 Mitglieder)

4 SPÖ, 7 Gemeinsam für Hatting , 2 Lebenswertes Hatting

Lage von Hatting im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Hatting im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hatting.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hatting ist eine Gemeinde mit 1469 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hatting liegt im oberen Inntal, etwa 18 Kilometer westlich von Innsbruck zwischen Zirl und Telfs. Die Nordgrenze bildet der Inn in einer Höhe von 600 Meter über dem Meer. Das größte Gewässer neben dem Inn ist der Klammbach, der teilweise die Grenze im Nordwesten bildet. Nach Südwesten steigt das Gemeindegebiet zum 2308 Meter hohen Rauhen Kopf an. Dieser gehört zu den Nördliche Sellrainer Bergen, einer Untergruppe der Stubaier Alpen.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 7,07 Quadratkilometer. Davon sind 18 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 60 Prozent Wald und 10 Prozent Almen.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Hatting (1394)
  • Hattingerberg (75)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Hatting.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pettnau
Polling Nachbargemeinden
Flaurling Inzing

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde aus dem 11. Jahrhundert findet sich die Bezeichnung Hattanhoven. In dieser Zeit war das Kloster Schlehdorf in Oberbayern der größte Grundbesitzer in Hatting. Im Jahr 1286 findet sich erstmals der Name „Haettingen“. Eine wirtschaftliche Bedeutung hatte die Fähre über den Inn. Gemeinsam mit dem Nachbarort Inzing wird Hatting im Jahr 1626 als Viertel des Gerichtes bezeichnet und 1775 erstmals im Theresianischen Steuerkataster als eigenständige Steuergemeinde genannt. Unter bayrischer Verwaltung wurde der Ort 1811 wieder mit Inzing vereint, 1832 wurde Hatting wieder eine eigenständige Gemeinde. Die Einstellung des Fährbetriebes erfolgte nach dem Bau der Innbrücke im Jahr 1900. Zur Pfarre erhoben wurde der Ort erst 1966.[3]

Die Gemeinde wurde im Jahre 1974 an die Gemeinde Inzing angegliedert und 1993 wieder von ihr getrennt.

Das Haufendorf geht in seinem Grundriss auf die alte Salzstraße von Kematen nach Telfs zurück.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Hatting
Pfarrkirche hl. Ägidius
Naturschutzgebiet Hatting

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hatting
  • Katholische Pfarrkirche Hatting hl. Ägidius
  • Naturschutzgebiet Gaisau: Dieses 27 Hektar große Naturschutzgebiet umfasst die Gemeinden Inzing, Hatting und Pettnau. Es beinhaltet einen der letzten Auwälder des Inntals mit Feuchtwiesen und mageren Wiesenböschungen.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sektor Land- und Forstwirtschaft gibt es einen Betrieb, der von einer juristischen Person geführt wird und die Hälfte der Flächen bewirtschaftet. Der größte Arbeitgeber sind die sozialen und öffentlichen Dienste, die mehr als fünfzig Erwerbstätige beschäftigen (Stand 2011).[5][6][7]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 20 21 23 10
Produktion 6 7 26 21
Dienstleistung 46 31 100 57

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 628 Erwerbstätige in Hatting. Davon arbeiteten nur 86 in der Gemeinde, mehr als 85 Prozent pendelten aus.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Verkehrsmäßig ist der Ort über eine Haltestelle an die Arlbergbahn angeschlossen.
  • Straße: An der Nordgrenze der Gemeinde verläuft die Inntal Autobahn A12.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Gemeinderatswahlen werden 13 Mandatare gewählt:

Partei 2016[9] 2010[10]
Prozent Stimmen Mandate % Stimmen
Gemeinsam für Hatting 55,94 433 8 53,26 392
Für Hatting aktiv – SPÖ 16,67 129 2 32,61 240
Lebenswertes Hatting 27,39 212 3 14,13 104

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.Dabei wurde Dietmar Schöpf zum Bürgermeister gewählt.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hatting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Hatting, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. September 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Hatting. Geschichte Tirol, abgerufen am 16. Januar 2021.
  4. Naturschutzgebiet Gaisau. Amt der Tiroler Landesregierung, abgerufen am 29. September 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Hatting, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Januar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Hatting, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Januar 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Hatting, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Januar 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Hatting, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Januar 2021.
  9. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 16. Januar 2021.
  10. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 16. Januar 2021.
  11. Bürgermeister. Abgerufen am 16. Januar 2021.