Aldrans

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Aldrans
Wappen von Aldrans
Aldrans (Österreich)
Aldrans
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 8,85 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 11° 26′ OKoordinaten: 47° 15′ 0″ N, 11° 26′ 0″ O
Höhe: 760 m ü. A.
Einwohner: 2.564 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 290 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6071
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 03 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 34
6071 Aldrans
Website: www.aldrans.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Strobl (Gemeinschaftsliste Aldrans mit Bürgermeister Hannes Strobl)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)
7
3
3
2
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • Gemeinschaftsliste Aldrans: 7
  • Aldrans Vorwärts: 3
  • GRÜNE: 3
  • FPÖ: 2
Lage der Gemeinde Aldrans im Bezirk Innsbruck-Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Aldrans im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Aldrans von Nord-Westen
Aldrans von Nord-Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Aldrans von Südwesten, dahinter das Inntal und das Bettelwurfmassiv im Karwendel
Aldrans im Winter

Aldrans ist eine Gemeinde mit 2564 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Innsbruck Land des Bundeslandes Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldrans liegt auf der Mittelgebirgsterrasse südöstlich angrenzend an Innsbruck. Der Name stammt vom alten Flurnamen Allrainer Veld, das 1312 als Alrains in einer Urkunde erwähnt wurde.

Aldrans hat durch die Nähe zu Innsbruck hauptsächlich die Funktion einer Wohngemeinde. Am Ortsrand führt die Straßenbahnlinie 6 mit einer Haltestelle vorbei, wichtiger für die öffentliche Verkehrserschließung sind jedoch Regionalbusse des Mittelgebirges.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an Aldrans: Ampass, Ellbögen, Innsbruck, Lans, Rinn, Sistrans, Igls.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Aldrans gehören noch die Ortsteile:

Die einzige Alm im Gemeindegebiet ist die Aldranser Alm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungen bei Aldrans belegen eine Ansiedlung schon in der Spätbronzezeit. Es wurden auch Eisenobjekte aus der La-Tène-Zeit und ein langobardischer Münzschatz gefunden, was für eine anhaltende Besiedlung spricht.

Als wichtiger Ort an der Salzstraße wird Aldrans bereits in den Jahren 995–1005 als locus Alarein[1] als Besitz der Bischöfe von Brixen erwähnt. Das Wappen der Gemeinde kommt erstmals 1157 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Tegernsee an die Grafen von Andechs vor. Die ein Seerosenblatt formende Adlerschwinge symbolisiert den Adler der Grafen von Andechs und die Seerose des Klosters Tegernsee. Bereits im Mittelalter bildete Aldrans mit Ampass eine Marktgemeinschaft. Im 13. und 14. Jahrhundert gehörte der Großteil der Besitzungen in Aldrans entweder dem Landesfürsten oder dem Stift Wilten.[2]

Die Aldranser Bevölkerung war berühmt für ihren Enthusiasmus beim Schauspiel. So sind aus den Jahren 1750 und 1757 Martinsspiele nachweisbar. Daneben gab es noch ein „Amazonentheater“, bei dem nur weibliche Schauspieler mitwirkten, was zu dieser Zeit eine absolute Besonderheit darstellte.[3]

Das Haufendorf breitet sich auf einer Terrassenlandschaft aus. Ein Dorfbrand im Jahr 1893 zerstörte nahezu vollständig die gesamte Bausubstanz. Am Ortsrand von Aldrans wurde 1927 der Sender Aldrans errichtet. Der Mittelwellensender war für Rundfunksendungen gedacht. Die Anlage wurde später in einen Kurzwellensender umgebaut und 1984 demontiert.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Aldrans

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.[4]

Johannes Strobl wurde zum Bürgermeister und Christine Allmaier-Flögel zur Vizebürgermeisterin gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat
Gemeinschaftsliste Aldrans mit Bürgermeister Hannes Strobl 47,00 % 612 7
Aldrans Vorwärts 19,89 % 259 3
Die Grünen Aldrans 18,51 % 241 3
Gemeindeliste Aldrans und Freiheitliche 14,59 % 190 2

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein schwarzer Adlerflügel, der mit einem oben eingezogenen, nach unten gerichteten goldenen Seeblatt belegt ist.

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldrans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Aldrans, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen: vom zehnten bis in das vierzehnte Jahrhundert (Acta Tirolensia 1). Innsbruck: Wagner 1899, Nr. 39.
  2. Erwin Stockhammer: Im Reich des Patscherkofel: Sagen und Fakten rund um Innsbrucks Hausberg. Wagner, Innsbruck 1961.
  3. Aldrans auf Geschichte Tirol
  4. Gemeinde Aldrans. tirol.gv.at. Abgerufen am 7. März 2016.