Flaurling

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Flaurling
Wappen Österreichkarte
Wappen von Flaurling
Flaurling (Österreich)
Flaurling
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 19,64 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 7′ OKoordinaten: 47° 17′ 32″ N, 11° 7′ 23″ O
Höhe: 675 m ü. A.
Einwohner: 1.309 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 67 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6403
Vorwahl: 05262
Gemeindekennziffer: 7 03 08
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Salzstraße 12
6403 Flaurling
Website: www.flaurling.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Brigitte Praxmarer (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(13 Mitglieder)

6 Wir für Flaurling; 7 Sozialdemokraten und Parteiunabhängige, Gemeinsam für Flaurling

Lage von Flaurling im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Flaurling im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick von Unterpettnau auf Flaurling
Blick von Unterpettnau auf Flaurling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Risschloss in Flaurling

Flaurling ist eine Gemeinde mit 1309 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flaurling liegt im Inntal, zwischen Innsbruck und Telfs, südlich des Inn, an der Einmündung des Kanzingbachs. Die Gemeinde hat eine Fläche von zwanzig Quadratkilometer und liegt in einer Höhenlage zwischen 650 Meter im Inntal und über 2800 Meter im Süden. Etwa zehn Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, ein Viertel ist bewaldet. Vierzig Prozent sind Almen und mehr als zwanzig Prozent sind unfruchtbares alpines Gebiet.[1]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Flaurling-Dorf, Flaurling-Bahnhof mit einem Gewerbegebiet und Flaurling-Berg an den westlichen Ausläufern einer Mittelgebirgsterrasse.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhofen im Inntal Telfs Pettnau
Rietz (IM) Nachbargemeinden Polling

Hatting

Stams (IM) St. Sigmund im Sellrain Inzing

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits um 580 siedelten Bajuwaren in diesem Gebiet. Die Siedlung wurde urkundlich erstmals im Jahr 763 als „Flurininga“ – Teil der Gründungsausstattung der in Scharnitz vom Bistum Freising errichteten Klosterkirche St. Peter – genannt.[2] Der Name setzt sich aus dem Personennamen Florinus mit -ing-Suffix zusammen.[3]

Zur Zeit der Salztransporte gewann Flaurling an Bedeutung, da sich hier ein Fährenhafen zur Überquerung des Inn befand. Der Landesherr Siegmund baute ein Jagdschloss und schenkte es 1479 dem Hofkaplan Sigmund Ris. Dieser erweiterte das Jagdschloss um eine heute noch bestehende Bibliothek und eine Kapelle. In dieser Zeit war Flaurling Pfarrstandort, der die Orte zwischen Zirl und Telfs betreute.

Als der Salzhandel im 16. Jahrhundert weiter zunahm, wurde in Flaurling ein Salzstadel errichtet, der bis ins 19. Jahrhundert von einem Salstadelmeister betreut wurde.

Flaurling ist seit 1816 eine eigenständige Gemeinde.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Flaurling

Am 1. Jänner 2016 waren es 1289 Einwohner.

Kreuzweg-Station

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Flaurling

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 35 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2011 wurden 14 im Haupt-, 16 im Nebenerwerb, eine von einer Personengemeinschaft und vier von juristischen Personen geführt. Diese vier bewirtschafteten beinahe die Hälfte der Flächen. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor war die Bauwirtschaft. Im Dienstleistungssektor arbeiteten sechzig Prozent der Erwerbstätigen in sozialen und öffentlichen Diensten.[5][6][7]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 35 45 19 12
Produktion 12 15 47 94
Dienstleistung 39 24 119 77

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten rund 600 Erwerbstätige in Flaurling. Weniger als fünfzehn Prozent arbeiteten in der Gemeinde, mehr als 500 pendelten aus. Hundert Personen aus der Umgebung pendelten zur Arbeit nach Flaurling.[8]

Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flaurlinger Alm ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Gebirge. Jährlich zählt die Gemeinde rund 3000 Übernachtungen.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flaurling ist über die Inntalautobahn und die Arlbergbahn erreichbar.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 wurden 13 Mandate vergeben:[10]

Partei 2016[11] 2010[12]
Prozent Stimmen Mandate % Stimmen
Sozialdemokraten und Parteiunabhängige, Gemeinsam für Flaurling 52,93 % 397 7 28 195
Wir für Flaurling 47,07 % 353 6 41 284
Junges Team Flaurling 30 207

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brigitte Praxmarer mit der Liste Sozialdemokraten und Parteiunabhängige wurde zur Bürgermeisterin gewählt.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Flaurling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Flaurling, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Flaurling, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. Januar 2021.
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch. II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Hrsg.: Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m. b. H. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 25–27, Nr. 45.
  3. Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 109 ff.
  4. Michael Fritz: Flaurling. Verein "fontes historiae - Quellen der Geschichte", abgerufen am 29. Januar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Flaurling, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. Januar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Flaurling, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. Januar 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Flaurling, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. Januar 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Flaurling, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. Januar 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Flaurling, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 29. Januar 2021.
  10. Gemeinde Flaurling. wahlen.tirol.gv.at. Abgerufen am 8. Mai 2016.
  11. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 29. Januar 2021.
  12. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 29. Januar 2021.
  13. Flaurling, Bürgermeisterin. Abgerufen am 29. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).