Ranggen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ranggen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ranggen
Ranggen (Österreich)
Ranggen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 6,97 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 11° 13′ OKoordinaten: 47° 15′ 27″ N, 11° 12′ 40″ O
Höhe: 826 m ü. A.
Einwohner: 1.090 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 156 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6179
Vorwahl: 05232
Gemeindekennziffer: 7 03 43
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Oberdorf 14
6179 Ranggen
Website: www.ranggen.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Spiegl (Bürgerliste Ranggen)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

6 Gemeinsam für Ranggen, 4 Bürgermeisterteam mit Manfred Spiegl, 1 FPÖ Ranggen

Lage von Ranggen im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Ranggen im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ranggen von Süden gesehen
Ranggen von Süden gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ranggen ist eine Gemeinde mit 1090 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ranggen liegt in einer Mulde der Inntalterrasse, westlich von Innsbruck bzw. in der östlichen Fortsetzung des Inzinger Berges.

Das eigentliche Rangger Ortsgebiet gliedert sich in ein Außer-, Ober- und Unterdorf. Dazu kommen noch gassenartige Verdichtungen und Weiler, die das Bild der Kulturlandschaft prägen. Eine siedlungsgeographische Besonderheit ist der Ansitz Ferklehen (in der Talsohle nahe Unterperfuss gelegen), dessen Name sich von „Fergen“ ableitet, womit ursprünglich das Recht gemeint war, die Innfähre bei Zirl zu betreuen. Nach dem Bau der Innbrücke (1482) bezog sich dann das Fergenrecht auf die Brückeninstandhaltung.

Durch Ranggen fließt der Rettenbach. Der höchste Berg ist das Rangger Köpfl mit 1939 m

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Außerdorf
  • Oberdorf
  • Unterdorf
  • Wartfeldgasse
  • Vorstatt
  • Leithenweg
  • Hauptstraße
  • Oberanger
  • Obere Gasse
  • Riedpuite
  • Viehscheide
  • Ried
  • Itzlranggen
  • Blachfeld
  • Omesberg
  • Niedere Wiese
  • Ferklehen
  • Pfarrwiese

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zirl
Inzing Nachbargemeinden Unterperfuss
Oberperfuss

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mittelalter und Früher Neuzeit hatte das Prämonstratenserstift Wilten (Innsbruck) bedeutsame Besitzungen in Ranggen. Es führte hierzu eine eigene Archivlade unter der Bezeichnung „Lutzlranggen“ (von mittelhochdeutsch lützel, lützelig = klein, wenig), was heute sprachlich im Ortsried Itzlranggen abgebildet ist.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Ranggen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flurkapelle Osums
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ranggen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 28 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 13 im Haupt-, 13 im Nebenerwerb und je eine von einer Personengesellschaft und einer juristischen Person geführt. Diese letzte bewirtschaftete fast die Hälfte der Flächen. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche freiberufliche Tätigkeiten, soziale und öffentliche Dienste und der Handel.[2][3][4]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 28 34 34 19
Produktion 9 10 21 19
Dienstleistung 41 18 55 32

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den über 500 Erwerbstätigen, die 2011 in Ranggen wohnten, arbeiteten 83 in der Gemeinde, über achtzig Prozent pendelten aus.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Radweg: Nach Ranggen führt vom Inntal aus über ca. 5 Kilometer und 200 Höhenmeter eine beliebte Fahrradstrecke.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwähnenswert ist eine der längsten Naturrodelbahnen mit einer Länge von fast 8 km und einer Höhendifferenz von ca. 950 m.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Gemeinderat werden elf Mandatare gewählt.

Partei 2016[6] 2010[7][8] 2004[9]
Prozent Stimmen Sitze % Sitze % Sitze
Gemeinsam für Ranggen 48,06 334 6 44,59 5 47,28 5
Bürgermeisterteam mit Manfred Spiegl 37,70 262 4 44,43 5 33,88 4
FPÖ Ranggen 14,24 99 1
Bürgerliste SPÖ 10,99 1 18,84 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.[10] Manfred Spiegl wurde mit 84,94 % (547 Stimmen) als Bürgermeister wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine grüne Stufe im Wappen der Gemeinde Ranggen bezeichnet deren Lage an der Inntalterrasse. Zugleich verbildlicht der leicht schräge Treppenabsatz den „Abhang“ bedeutenden Ortsnamen. Der Drache weist einerseits als Beizeichen des heiligen Magnus auf dessen Pfarrpatronanz, andererseits auf den gefährlich steil abfallenden „Reißenden Ranggen“, nach dem die Gemeinde benannt worden ist.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ranggen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. XXXVIII, Lade 62.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Ranggen, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. März 2021.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Ranggen, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. März 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Ranggen, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. März 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Ranggen, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. März 2021.
  6. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 8. März 2021.
  7. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 8. März 2021.
  8. Bürgermeister- u. Gemeinderatswahl 2010. Gemeinde Ranggen, abgerufen am 8. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  9. Gemeinderatswahl 2004. Gemeinde Ranggen, abgerufen am 8. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  10. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2016 | Gemeinde Ranggen. Tirol Unser Land
  11. Gemeindewappen. Gemeinde Ranggen, abgerufen am 8. März 2021 (österreichisches Deutsch).