Rinn

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rinn (Begriffsklärung) aufgeführt.
Rinn
Wappen von Rinn
Rinn (Österreich)
Rinn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 10,65 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 11° 30′ OKoordinaten: 47° 14′ 58″ N, 11° 30′ 13″ O
Höhe: 918 m ü. A.
Einwohner: 1.826 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 171 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6074
Vorwahl: 05223
Gemeindekennziffer: 7 03 45
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 6
6074 Rinn
Website: www.rinn.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Schafferer (Gemeinsam für Rinn)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
  • 3 Gemeinsam für Rinn
  • 4 Pro Rinn
  • 2 Wir Rinner für Rinn - Liste 3
  • 1 Rinner-Dorffliste
  • 3 "BIRZ und DIE GRÜNEN Rinn" - "BUG"
Lage der Gemeinde Rinn im Bezirk Innsbruck-Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Rinn im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Die Gemeinde Rinn
Die Gemeinde Rinn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Rinn im Winter
Gesamtansicht der „Teufelsmühle“ zwischen Rinn und Aldrans

Rinn ist eine Gemeinde mit 1826 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Innsbruck Land des Bundeslandes Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ist erstmals 1250 als Runne belegt. Möglicherweise geht der Name auf das rätoromanische Wort Run für ‚Rodungsstätte‘ zurück (Rodung für Siedlungsflächen am Mittelgebirge). Der Name wird gelegentlich noch als Lauf- oder Wasserleitung gedeutet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rinn liegt auf 918 m ü. A. im südöstlichen Mittelgebirge östlich von Innsbruck.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den beiden Haufendörfern Rinn (an der Landesstraße gelegen) und Judenstein (nördlich von Rinn) sowie weiteren vereinzelten Weilern und Gehöften.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende vier Gemeinden grenzen an Rinn:

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt. Da keiner der vier angetretenen Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte, kam es am 13. März zur Stichwahl gegen Herbert Schafferer (Gemeinsam für Rinn) und Armin Eberl (Pro Rinn).[1] Herbert Schafferer konnte sich beim zweiten Wahlgang deutlich gegen Armin Eberl durchsetzen und ist seither neuer Bürgermeister von Rinn.[2]

Bei der konstituierenden Sitzung am 18. März 2016 wurde Armin Eberl zum Vizebürgermeister gewählt.[3]

Bürgermeister-Kandidat Prozent Stimmen Stichwahl
Herbert Schafferer - Gemeinsam für Rinn 45,83 % 516 Ja
Armin Eberl - Pro Rinn 40,41 % 455 Ja
Daniela Gstreinthaler - Rinner-Dorfliste 10,57 % 119 Nein
Helmut Staggl - SOKO Rinn 3,20 % 36 Nein
Wählergruppe Prozent Stimmen Mandate Koppelung
Pro Rinn 25,81 % 296 4 A
Gemeinsam für Rinn 21,88 % 251 3
"BIRZ und DIE GRÜNEN Rinn" - "BUG" 21,10 % 242 3
Wir Rinner für Rinn - Liste 3 18,66 % 214 2 A
Rinner-Dorfliste 8,89 % 102 1
SOKO Rinn 3,66 % 42 0

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wallfahrtskirche Judenstein wurde im Jahr 1670 errichtet. Die Legende besagt, dass auf dem Judenstein der (in der gängigen Bezeichnung wird eher „das“ als Artikel gebraucht) Anderl von Rinn (Andreas Oxner) von durchreisenden Juden erschlagen worden sei. Durch diese antisemitische Ritualmordlegende wurde Judenstein zum Wallfahrtsort. Die Anschuldigungen sind jedoch unbewiesen und haltlos. 1994 hob der damalige Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher die Wallfahrt auf. Heute gilt Judenstein als allgemeine Gedenkstätte misshandelter Kinder und Jugendlicher, was eine Gedenktafel in der Judensteiner Kirche belegt.[4]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rinn

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein jährlicher Höhepunkt im Kultur- und Veranstaltungsangebot von Rinn ist die seit dem Jahr 2000 stattfindende Veranstaltung RollRinn. Der Verein RollRinn will die verbindende und integrative Kraft der dörflichen Gemeinschaft einsetzen, um die Barrieren zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen abbauen zu helfen. Weiters will er durch optimale Organisation den Sportlerinnen und Sportlern des Austria Skiteams im Behindertensport eine professionelle Bühne bieten, damit sie ihren Sport einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. RollRinn ist mittlerweile zu einer Großveranstaltung geworden, die jährlich österreichische und internationale Spitzensportler und Prominenz anzieht um für den guten Zweck zu werben.

Im Rahmen der Special Olympics 2008[5] sollten in Rinn die Skilanglaufwettbewerbe ausgetragen werden. Aufgrund des Orkanes und des damit einhergehenden Schneemangels wurden diese jedoch nach Leutasch verlegt.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt in Rinn noch eine gewisse Rolle, daneben ist es aber aufgrund des Fehlens von größeren Betrieben und nennenswerter touristischer Entwicklung eine beliebte Wohngemeinde für junge Familien mit Kindern geworden. Die Landeshauptstadt Innsbruck liegt mit dem Auto nur 15 Minuten entfernt und kann auch mit dem Bus bequem erreicht werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rinn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Land Tirol - Wahlen. 21. März 2016, archiviert vom Original am 21. März 2016, abgerufen am 21. März 2016.
  2. Land Tirol - Wahlen. 21. März 2016, archiviert vom Original am 21. März 2016, abgerufen am 21. März 2016.
  3. Ergebnisse der konstituierenden Sitzung. 21. März 2016, archiviert vom Original am 21. März 2016, abgerufen am 21. März 2016.
  4. Theologe Niewiadomski: „Anschuldigung des Ritualmordes ist Perversion des christlichen Erlösungsglaubens“; Bericht beim ORF vom 18. Juli 2002
  5. 3. nationale Winterspiele in Innsbruck 2008
  6. Leutasch springt spontan für Rinn ein