Trins

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Trins
Wappen Österreichkarte
Wappen von Trins
Trins (Österreich)
Trins
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 48,78 km²
Koordinaten: 47° 5′ N, 11° 25′ OKoordinaten: 47° 5′ 0″ N, 11° 25′ 1″ O
Höhe: 1233 m ü. A.
Einwohner: 1.274 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 26 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6152
Vorwahl: 05275
Gemeindekennziffer: 7 03 59
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Trins 36
6152 Trins
Website: www.trins.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Ing. Mario Nocker (Trins Gemeinsam)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
  • 5 Offene Heimatliste Trins
  • 3 Für Trins
  • 5 Trins Gemeinsam
Lage der Gemeinde Trins im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Trins im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Trins von Norden aus gesehen
Trins von Norden aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Trins ist eine Gemeinde mit 1274 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trins liegt im vorderen Teil des Gschnitztals, welches bei Steinach am Brenner vom Wipptal abzweigt, am Fuß des 2241 m hohen Blaser.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das aus der gleichnamigen Katastralgemeinde bestehende Gemeindegebiet umfasst neben Trins folgende als Dorf qualifizierte Ortschaften:[1]

  • Bichl
  • Galtschein-Siedlung
  • Greitenwiesen
  • Leiten
  • Pirchet

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Trins wird erstmals um 1030 als „Trunnes“ erwähnt.

Die Häuser von Trins drängen sich in rätoromanischer Bauweise zu einem verwinkelten Haufendorf zusammen.

Die Gemeinde ist eine alte Knappensiedlung, in der erst nach der Schließung der Bergwerke im 17. Jahrhundert mit der Landwirtschaft begonnen wurde.

Seit 1811 ist Trins eine selbständige Gemeinde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein erhöhter, oben gezinnter schwarzer Balken, darunter ein giebelloser roter Sparren. Die Farben der Gemeindeflagge sind Rot-Gelb.

Das Wappen wurde 1994 von der Tiroler Landesregierung verliehen. Der schwarze Zinnenbalken steht für das Schloss Schneeberg, der rote Sparren für die Trinser Moräne, auf der sich das Schloss erhebt. Die goldene Spitze sowie die Farben Rot und Gold wurden dem Wappen des Klosters Säben entnommen, das im Spätmittelalter Schneeberg als landesfürstliches Lehen besaß.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Trins
  • Pfarrkirche hl. Georg mit Friedhofskapelle und Kriegerkapelle: spätgotisch, urkundlich 1359 erstmals erwähnt
  • Wallfahrtskapelle hl. Magdalena: das Bergkirchlein St. Magdalena wurde 1307 erstmals erwähnt und birgt als Besonderheit für Nordtirol romanische Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert
  • Kapelle hl. Antonius
  • Kapelle hl. Anna
  • Kapelle hl. Barbara
  • Kapelle hl. Josef
  • Kalvarienberg mit Kruzifix [3]
  • Schloss Schneeberg: ein bemerkenswertes Baudenkmal ist das auf der nacheiszeitlichen Trinser Moräne gelegene Schloss Schneeberg aus dem 18. Jahrhundert
  • Pfarrwidum
  • Schulgebäude 2014 renoviert

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde:

mit Trins verbunden:

  • Richard Wettstein (1863–1931), Botaniker: in Trins gestorben
  • Theodor Rittler (1876–1967), Strafrechtler: in Trins wohnhaft[4]
  • Rudolf Borchardt (1877–1945), Schriftsteller: in Trins gestorben und begraben
  • Fritz von Wettstein (1895–1945), Botaniker: in Trins gestorben
  • Otto Sarnthein (* 1947), Landeskommandant des Bundes der Tiroler Schützenkompanien: Hauptmann der Kompanie Trins[5]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1940/41 wurde das propagandistische Heimatdrama Wetterleuchten um Barbara mit Sybille Schmitz, Attila Hörbiger, Maria Koppenhöfer, Oskar Sima und anderen teilweise in Trins gedreht.

Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges fanden 1969 in oder bei Trins auch Dreharbeiten zum Antikriegsfilm Das vergessene Tal (The Last Valley) mit Michael Caine und Omar Sharif statt. Die malerische Bergkulisse des Gschnitztales kommt auch in Filme wie Die Bourne Identität und 3 Zimmer/Küche/Bad vor.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Trins, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 4. Teil: Gemeinden – Tirol – 246. Trins. In: Österreichischer Amtskalender online. Jusline (Verlag Österreich), Wien 2002–, ZDB-ID 2126440-5, abgerufen am 1. Mai 2017.
  2. Gemeinde Trins: Gemeindewappen
  3. Dehio Tirol 1980, Seiten 816ff
  4. Trins, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
  5. Ehrenzeichen des Landes an Otto Sarnthein, meinbezirk.at, 25. Februar 2013