Sellrain

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Sellrain
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sellrain
Sellrain (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 62,00 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 11° 13′ OKoordinaten: 47° 12′ 48″ N, 11° 12′ 50″ O
Höhe: 908 m ü. A.
Einwohner: 1.350 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6181
Vorwahl: 05230
Gemeindekennziffer: 7 03 52
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Rothenbrunn 40
6181 Sellrain
Website: www.sellrain.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Georg Dornauer (Wir Sellrainer)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(13 Mitglieder)

9 Wir Sellrainer
4 Gemeinsam für Sellrain

Lage von Sellrain im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Sellrain im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortsansicht von Norden
Ortsansicht von Norden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sellrain ist eine Gemeinde mit 1350 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022[1]) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sellrain ist der Hauptort des Sellraintals, das vom Inntal abzweigt.

Die Gemeinde liegt am Fuß des Fotscher Windegg (2577 m ü. A.) und wird von der Melach durchflossen.

Das Gemeindegebiet umfasst die Besiedelungen an der Sellraintalstraße, den am Hang gelegenen Sonnenberg sowie das nach Süden abzweigende Fotschertal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elmau
  • Rothenbrunn
  • Tannrain
  • Gasse
  • St. Quirin
  • Perfall
  • Tanneben
  • Au
  • Tauegert
  • Innere Zehent
  • Duregg
  • Grubach

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberperfuss
Gries im Sellrain Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Grinzens
St. Sigmund im Sellrain Neustift im Stubaital

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Besiedlung entwickelte sich um die eisenhaltige Heilquelle Rothenbrunn, die seit dem Mittelalter von Innsbrucker Adligen und Bürgern genutzt wurde.

Der Ortsname ist 1271 als Selrain ersturkundlich genannt. Die Herkunft des Namens ist umstritten. Es kann der antike Flurname *selia (‚Sennhütte‘) zugrunde liegen. Jedenfalls ist der Name vorrömisch.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Sellrain

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sellrain
  • Katholische Pfarrkirche Sellrain hl. Anna: Die Dorfkirche wurde 1705 aus den Einnahmen der Wallfahrt nach St. Quirin erbaut.
  • Wallfahrtskirche Sellrain hl. Quirin: Die am Hang gelegene und weithin sichtbare Wallfahrtskirche St. Quirin ist vor allem dank ihrer um 1400 und 1500 entstandenen, spätgotischen Wandmalereien und Schnitzfiguren sehenswert und Ziel zahlreicher Besucher.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fotschertal ist ein beliebtes Wander-, Rodel- und Skitourengebiet. Eine Besonderheit stellen die insgesamt 36 Brücken im Gemeindegebiet dar, die verschiedene Ortsteile miteinander verbinden.

Im Gegensatz zu St. Sigmund und Kühtai spielt der Tourismus kaum eine Rolle, Sellrain ist eine typische Auspendlergemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Jordan war mit insgesamt 38 Jahren (nach Abschluss der Legislaturperiode 2016) längstdienender Bürgermeister Österreichs.[3]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeinderat werden 13 Mandatare gewählt.

Partei 2022[4] 2016[5] 2010[6]
Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Prozent Stimmen Sitze Prozent Stimmen Sitze
WIR Sellrainer - Bürgermeisterliste Dr. Georg Dornauer 2) 67,20 590 9 35,59 336 5 22,70 217 3
Gemeinsam für Sellrain – Team Benedikt Singer Alfons Gruber 32,80 288 4 49,47 467 6
Gemeinschaftsliste 1) 14,94 141 2 30,54 292 4
Einheitsliste – Wir für Sellrain 46,76 447 6

1) Die Partei trat 2010 unter dem Namen „Gemeinschaftsliste Georg Dornauer“ an.

2) Die Partei trat 2016 unter dem Namen „WIR Sellrainer“ an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unwetter in Tirol. Unwetter hinterließ Spur der Verwüstung im Sellrain und Paznaun. In: Tiroler Tageszeitung. 8. Juni 2015 (tt.com).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sellrain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria – Bevölkerung zu Jahresbeginn nach administrativen Gebietseinheiten (Bundesländer, NUTS-Regionen, Bezirke, Gemeinden) 2002 bis 2022 (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  2. Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 206 ff.
  3. Kommunalnet E.-Government Solutions GmbH: Längstdienender Bürgermeister Österreichs legt Amt nieder. Abgerufen am 5. September 2019 (englisch).
  4. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2022 | Gemeinde Sellrain. Land Tirol, abgerufen am 12. August 2022.
  5. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 12. August 2022.
  6. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 12. August 2022.