Heiligenkreuz am Waasen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heiligenkreuz am Waasen
Wappen von Heiligenkreuz am Waasen
Heiligenkreuz am Waasen (Österreich)
Heiligenkreuz am Waasen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 26,37 km²
Koordinaten: 46° 57′ N, 15° 35′ O46.95638888888915.585329Koordinaten: 46° 57′ 23″ N, 15° 35′ 6″ O
Höhe: 329 m ü. A.
Einwohner: 2.716 (1. Jän. 2015)
Postleitzahlen: 8081, 8072, 8412
Vorwahl: 03134, 03135
Gemeindekennziffer: 6 10 52
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 2
8081 Heiligenkreuz am Waasen
Website: www.heiligenkreuz-waasen.gv.at
Politik
Regierungskommissär Franz Platzer
Lage der Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Ehrenhausen an der Weinstraße Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Gleinstätten Gralla Großklein Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach an der Weinstraße Oberhaag Ragnitz Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Veit in der Südsteiermark Schwarzautal Straß-Spielfeld Tillmitsch Wagna Wildon SteiermarkLage der Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen liegt zwischen der Ost- und Südsteiermark zirka 20 km südlich von Graz im Bezirk Leibnitz und hat 2716 Einwohner (Stand 1. Jänner 2015). Seit 1. Jänner 2015 ist sie Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit der Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen zusammengeschlossen, die neue Gemeinde führt den Namen „Heiligenkreuz am Waasen“ weiter.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Felgitsch, Heiligenkreuz am Waasen, St. Ulrich am Waasen und Wutschdorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • 1963 wurde Felgitsch in die Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen eingemeindet.
  • 2015 wurde Sankt Ulrich am Waasen in die Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen eingemeindet.

Tourismusverband[Bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Allerheiligen bei Wildon den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist Heiligenkreuz am Waasen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Heiligenkreuz wurde erstmals 1265 im landesfürstlichen Urbar der Steiermark erwähnt. Bereits im Jahr 1271 ist eine eigene Pfarre nachweisbar. 1849 kam es als Folge der Revolution des Jahres 1848 zur Bildung der Gemeindeselbstverwaltung. 1984 wurde die Gemeinde zum Markt erhoben.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Gemeinderatswahl 2010 ergab sich im Gemeinderat folgende Sitzverteilung: 10 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ. Durch die Steiermärkische Gemeindestrukturreform wurde der Gemeinderat mit 31. Dezember 2014 aufgelöst.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister war bis 31. Dezember 2014 Franz Platzer (ÖVP), der seit 1997 die Geschicke der Gemeinde lenkte. Da aufgrund der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform die vordem selbständige Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen eingemeindet wurde, verlor der Bürgermeister seine Funktion. Bis zur Neuwahl des Bürgermeisters wurde Platzer jedoch zum Regierungskommissär bestellt.

Amtsleiter ist Patrick Pichler.

Liste ehemaliger Bürgermeister[Bearbeiten]

von bis Name des Bürgermeisters[4]
1848 1861 Joseph Uhl
1861 1874 Johann Putz
1874 1881 Schemmerl
1881 1886 Johann Putz
um 1886 Karl Mayer
1902 Josef Sitzwohl
1902 1908 Felix Winkler
1908 1916 Josef Weinzerl
um 1916 Johann Zingauer
1919 Vinzenz Fröhlich
1919 1945 Rudolf Platzer
1945 1968 Leonhard Weinzerl
1968 1992 Johann Weinzerl
1992 1997 Franz Bammer
1997 2014 Franz Platzer

Freizeit[Bearbeiten]

Viele Wanderwege führen vom Ort aus (325 m Seehöhe) in die nähere und weitere Umgebung auf die Hügel (bis zu 484 m), von denen man weit ins ost- und südsteirische Land sieht (Pirchingberg).

Der Ort ist ein Sommertourismusort und verfügt über Einrichtungen wie Privatzimmer, schöne Gasthöfe mit gepflegter Küche, Urlaub am Bauernhof, Tennisplätze, Kegelbahn, Sportplatz, Reitmöglichkeiten, Kinderspielplatz, öffentliche Bücherei, Tankstellen, Autoreparaturwerkstätten, leistungsfähige Geschäfte, Friseur, Raiffeisenkasse, Sparkasse, Postamt usw.; katholische Kirche, Apotheke, Ärzte im Ort. Außerdem gibt es einen öffentlichen Badeteich mit angeschlossenem Buschenschankbetrieb (Lipizzaner Franzl).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Heiligenkreuz am Waasen

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche entstand in vier Bauphasen. Die heutige östliche Seitenkapelle ist ein spätgotischer Bauteil und besitzt einen Schlussstein, der das Jahr 1547 als Baujahr angibt. Vom barocken Langhaus mit zwei Jochen und zwei Seitenkapellen aus 1684 ist nichts mehr erhalten. Der Baumeister Johann Georg Stengg errichtete 1746 den viergeschossigen Turm. Von 1891 bis 1894 erfolgte ein großer Umbau der Kirche im Stil der Neorenaissance durch Robert Mikovics. Das alte barocke Langhaus wurde abgerissen und durch eines mit fünf Jochen ersetzt. Zusätzlich wurden Emporen, Kreuzgratgewölbe und Wandpfeiler errichtet. Der einjochige Chor besitzt einen geraden Abschluss.

Der Hochaltar im Knorpelstil aus dem 17. Jahrhundert stammt aus dem heute slowenischen Maribor und wurde 1894 installiert. In der gotischen Kapelle befindet sich ein Taufbecken mit der Figur des heiligen Johannes Nepomuk. Die übrige Einrichtung stammt aus der Zeit des Umbaus. Die Glocke wurde 1721 von Franz Anton Weyer gegossen. Neben der Pfarrkirche befindet sich der dreigeschossige Pfarrhof, der 1790 bezogen wurde.[5]

Kalvarienbergkirche[Bearbeiten]

Die Kalvarienbergkirche ist der Schmerzhaften Mutter geweiht. Sie ist ein einschiffiger Bau mit einer Einturmfassade und wurde 1756 von Johann Georg Stengg errichtet. Der Innenraum besitzt einen annähernd quadratischen Grundriss, eine flache Altarnische und eine geschwungene Sängerempore. Am Altar befindet sich eine Beweinungsgruppe mit Engeln von 1762. Dahinter sind auf einem Fresko Engel mit den Arma Christi, Gottvater und eine Ansicht von Jerusalem dargestellt. Die Kanzel und das Bild der Unbefleckten Empfängnis stammen aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  • DEHIO Steiermark (ohne Graz). Bearbeitet von Kurt Woisetschläger und Peter Krenn. Schroll, Wien 1982.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. Dezember 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen und der Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen, beide politischer Bezirk Leibnitz. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 20. Dezember 2013. Nr. 173, 37. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 713.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.
  4. Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen: Chronik (abgerufen am 15. Jänner 2015)
  5. DEHIO Steiermark S. 173f.
  6. DEHIO Steiermark S. 174

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heiligenkreuz am Waasen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien