Heiligenkreuz am Waasen

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Heiligenkreuz am Waasen
Wappen fehlt
Heiligenkreuz am Waasen (Österreich)
Heiligenkreuz am Waasen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 26,37 km²
Koordinaten: 46° 57′ N, 15° 35′ O46.95638888888915.585329Koordinaten: 46° 57′ 23″ N, 15° 35′ 6″ O
Höhe: 329 m ü. A.
Einwohner: 2.716 (1. Jän. 2015)
Postleitzahlen: 8081, 8072, 8412
Vorwahl: 03134, 03135
Gemeindekennziffer: 6 10 52
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 2
8081 Heiligenkreuz am Waasen
Website: www.heiligenkreuz-waasen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Platzer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
11
2
2
11 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Ehrenhausen an der Weinstraße Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Gleinstätten Gralla Großklein Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach an der Weinstraße Oberhaag Ragnitz Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Veit in der Südsteiermark Schwarzautal Straß-Spielfeld Tillmitsch Wagna Wildon SteiermarkLage der Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Pfarrhof und Portal zum Kirchhof in Heiligenkreuz
Kalvarienberg in Heiligenkreuz
Kalvarienbergkirche
Filialkirche in St. Ulrich

Die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen liegt zwischen der Ost- und Südsteiermark zirka 20 km südlich von Graz im Bezirk Leibnitz und hat 2716 Einwohner (Stand 1. Jänner 2015). Seit 1. Jänner 2015 ist sie Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit der Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen zusammengeschlossen, die neue Gemeinde führt den Namen „Heiligenkreuz am Waasen“ weiter.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

Die Gemeinde besteht aus folgenden Katastralgemeinden:

  • Felgitsch,
  • Heiligenkreuz am Waasen,
  • St. Ulrich am Waasen und
  • Wutschdorf.

Gemeindezusammenlegungen[Bearbeiten]

  • 1963 wurden die Gemeinden Heiligenkreuz am Waasen und Felgitsch zusammengelegt.
  • 2015 wurden die Gemeinden Heiligenkreuz am Waasen und St. Ulrich am Waasen zusammengelegt.

Tourismusverband[Bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Allerheiligen bei Wildon den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist Heiligenkreuz am Waasen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Heiligenkreuz wurde erstmals 1265 im landesfürstlichen Urbar der Steiermark erwähnt. Bereits im Jahr 1271 ist eine eigene Pfarre nachweisbar. 1849 kam es als Folge der Revolution des Jahres 1848 zur Bildung der Gemeindeselbstverwaltung. 1984 wurde die Gemeinde zum Markt erhoben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im April 2015 wurde Franz Platzer (ÖVP) zum Bürgermeister gewählt.[4] Platzer wurde 1997 erstmals zum Bürgermeister von Heiligenkreuz am Waasen gewählt und behielt diese Funktion bis 31. Dezember 2014. Da aufgrund der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform die vordem selbständige Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen eingemeindet wurde, verlor der Bürgermeister seine Funktion. Ab 1. Jänner 2015 bis zur Neuwahl des Bürgermeisters führte Platzer die Geschäfte der fusionierten Gemeinde als Regierungskommissär weiter.

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der Vizebürgermeister Rudolf Frühwirth (ÖVP) und der Gemeindekassier Norbert Felgitscher (ÖVP) an.[4]

Amtsleiter ist Patrick Pichler.

Chronik der Bürgermeister von Heiligenkreuz[Bearbeiten]

  • 1848–1861   Joseph Uhl
  • 1861–1874   Johann Putz
  • 1874–1881   Schemmerl
  • 1881–1886   Johann Putz
  • um 1886 0   Karl Mayer
  • 190200000   Josef Sitzwohl
  • 1902–1908   Felix Winkler
  • 1908–1916   Josef Weinzerl
  • um 1916 0   Johann Zingauer
  • 191900000   Vinzenz Fröhlich
  • 1919–1945   Rudolf Platzer
  • 1945–1968   Leonhard Weinzerl
  • 1968–1992   Johann Weinzerl
  • 1992–1997   Franz Bammer
  • seit 1997 0   Franz Platzer

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Fusions-
gemeinde
Heiligen-
kreuz
St. Ulrich Heiligen-
kreuz
St. Ulrich Heiligen-
kreuz
St. Ulrich
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 1067 68 11 707 63 10 157 29 3 612 57 9 277 56 5 693 68 11 142 30 3
SPÖ 0238 15 02 220 19 03 194 36 3 284 27 4 221 44 4 139 14 02 252 54 5
FPÖ 0271 17 02 119 11 01 nicht kandidiert 069 06 1 nicht kandidiert 097 10 01 73 16 1
Überparteiliche Liste nicht kandidiert 085 08 01 nicht kandidiert 100 09 1 nicht kandidiert 091 09 01 nicht kandidiert
Bürger-Liste-Kickmaier nicht kandidiert nicht kandidiert 187 35 3 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 2.295 1.484 633 1.355 612 1.287 570
Wahlbeteiligung 70 % 77 % 86 % 79 % 84 % 81 % 84 %

Wappen[Bearbeiten]

Das Recht zur Führung eines Gemeindewappens wurde Heiligenkreuz am Waasen 1959 von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen.[5]

Wappenbeschreibung: „Im grünen Schild ein silberner Schägrechtsbalken, begleitet links oben von einem goldenen Kreuz mit Winkelstrahlen und rechts unten von einer schräggestellten goldenen Ähre.“

St. Ulrich wurde das Recht zur Führung des Gemeindewappens mit Wirkung vom 1. November 1961 verliehen.[6]

Wappenbeschreibung: „Im geteilten Schild das obere Feld von Silber und Schwarz schräggeviert, das untere blaue Feld mit einem silbernen Fisch belegt.“

Infolge der Gemeindezusammenlegung wurden beide Wappen mit 1. Jänner 2015 ungültig. Ein neues Gemeindewappen muss von der Steiermärkischen Landesregierung erneut verliehen werden.

Freizeit[Bearbeiten]

Viele Wanderwege führen vom Ort aus (325 m Seehöhe) in die nähere und weitere Umgebung auf die Hügel (bis zu 484 m), von denen man weit ins ost- und südsteirische Land sieht (Pirchingberg).

Der Ort ist ein Sommertourismusort und verfügt über Einrichtungen wie Privatzimmer, schöne Gasthöfe mit gepflegter Küche, Urlaub am Bauernhof, Tennisplätze, Kegelbahn, Sportplatz, Reitmöglichkeiten, Kinderspielplatz, öffentliche Bücherei, Tankstellen, Autoreparaturwerkstätten, leistungsfähige Geschäfte, Friseur, Raiffeisenkasse, Sparkasse, Postamt usw.; katholische Kirche, Apotheke, Ärzte im Ort. Außerdem gibt es einen öffentlichen Badeteich mit angeschlossenem Buschenschankbetrieb (Lipizzaner Franzl).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Heiligenkreuz am Waasen

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche entstand in vier Bauphasen. Die heutige östliche Seitenkapelle ist ein spätgotischer Bauteil und besitzt einen Schlussstein, der das Jahr 1547 als Baujahr angibt. Vom barocken Langhaus mit zwei Jochen und zwei Seitenkapellen aus 1684 ist nichts mehr erhalten. Der Baumeister Johann Georg Stengg errichtete 1746 den viergeschossigen Turm. Von 1891 bis 1894 erfolgte ein großer Umbau der Kirche im Stil der Neorenaissance durch Robert Mikovics. Das alte barocke Langhaus wurde abgerissen und durch eines mit fünf Jochen ersetzt. Zusätzlich wurden Emporen, Kreuzgratgewölbe und Wandpfeiler errichtet. Der einjochige Chor besitzt einen geraden Abschluss.

Der Hochaltar im Knorpelstil aus dem 17. Jahrhundert stammt aus dem heute slowenischen Maribor und wurde 1894 installiert. In der gotischen Kapelle befindet sich ein Taufbecken mit der Figur des heiligen Johannes Nepomuk. Die übrige Einrichtung stammt aus der Zeit des Umbaus. Die Glocke wurde 1721 von Franz Anton Weyer gegossen. Neben der Pfarrkirche befindet sich der dreigeschossige Pfarrhof, der 1790 bezogen wurde.[7]

Kalvarienbergkirche[Bearbeiten]

Die Kalvarienbergkirche ist der Schmerzhaften Mutter geweiht. Sie ist ein einschiffiger Bau mit einer Einturmfassade und wurde 1756 von Johann Georg Stengg errichtet. Der Innenraum besitzt einen annähernd quadratischen Grundriss, eine flache Altarnische und eine geschwungene Sängerempore. Am Altar befindet sich eine Beweinungsgruppe mit Engeln von 1762. Dahinter sind auf einem Fresko Engel mit den Arma Christi, Gottvater und eine Ansicht von Jerusalem dargestellt. Die Kanzel und das Bild der Unbefleckten Empfängnis stammen aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts.[8]

Literatur[Bearbeiten]

  • DEHIO Steiermark (ohne Graz). Bearbeitet von Kurt Woisetschläger und Peter Krenn. Schroll, Wien 1982.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heiligenkreuz am Waasen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. Dezember 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen und der Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen, beide politischer Bezirk Leibnitz. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 20. Dezember 2013. Nr. 173, 37. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 713.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.
  4. a b Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen: Gemeindevorstand (abgerufen am 10. Juni 2015)
  5. Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen: Geschichte (abgerufen am 10. Juni 2015)
  6. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 12, 1962, S. 45
  7. DEHIO Steiermark S. 173f.
  8. DEHIO Steiermark S. 174