Großklein

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in der Steiermark. Der Rostocker Stadtteil heißt Groß Klein.
Großklein
Wappen von Großklein
Großklein (Österreich)
Großklein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 27,72 km²
Koordinaten: 46° 44′ N, 15° 27′ OKoordinaten: 46° 44′ 11″ N, 15° 26′ 34″ O
Höhe: 364 m ü. A.
Einwohner: 2.246 (1. Jän. 2016)
Postleitzahlen: 8452, 8441, 8443, 8451, 8453, 8462
Vorwahl: 03456
Gemeindekennziffer: 6 10 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Großklein 120
8452 Großklein
Website: www.grossklein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Hammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
3
2
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Großklein im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Ehrenhausen an der Weinstraße Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Gleinstätten Gralla Großklein Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach an der Weinstraße Oberhaag Ragnitz Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Veit in der Südsteiermark Schwarzautal Straß in Steiermark Tillmitsch Wagna Wildon SteiermarkLage der Gemeinde Großklein im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Großklein vom Burgstall
Blick auf Großklein vom Burgstall
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Das 2012 eröffnete Gemeindeamt Großklein wurde Plänen des Architekten Ivo Pelnöcker errichtet
Tumulus Tschoneggerkogel in Großklein
Pfarrkirche hl. Georg in Großklein
Ortskapelle in Kleinklein
Bronzemaske aus Kleinklein, Hallstattzeit

Großklein ist eine Marktgemeinde im Bezirk Leibnitz, Steiermark, Österreich mit 2246 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Tourismus wird sie als idyllisch gelegene Gemeinde beschrieben. Sie liegt an der südsteirischen Weinstraße und somit am Eingang zur sogenannten Steirischen Toskana.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. September 1968 wurde die Gemeinde Klein in Großklein umbenannt.

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden (Fläche 2001):

  • Burgstall 122,94 ha,
  • Goldes 447,33 ha,
  • Großklein 425,69 ha,
  • Mantrach 268,62 ha,
  • Mattelsberg 192,61 ha,
  • Nestelbach 195,89 ha,
  • Nestelberg bei Großklein 499,34 ha und
  • Oberfahrenbach 619,57 ha.

Ortschaften (Einwohner 2011) der Gemeinde sind:

Weitere Ortsteile sind Kleinklein und Wippelsach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind: Leutschach an der Weinstraße, Gamlitz, Gleinstätten, Heimschuh, Kitzeck im Sausal und Sankt Johann im Saggautal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1968 hieß die Gemeinde Klein, Großklein war eine der Ortschaften davon. Zur Vermeidung von Verwechslungen wurde der Name Großklein seitdem für die gesamte Gemeinde verwendet. Im 15. Jahrhundert war Großklein als Michel Klawn, Kleinklein als Wenig Klawn bekannt. Der Ortsname Klein geht auf slowenische Wurzeln zurück und lässt sich auf glina (Lehm) oder kljun (Schnabel, nach der Form einer Flur) zurückführen.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Großklein ist der Postbedienstete Johann Hammer (ÖVP).[2]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der Vizebürgermeister Josef Kolar (ÖVP) und der Gemeindekassier Franz Knieli (ÖVP) an.[2]

Amtsleiterin ist Renate Tscheppe.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach em Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:

  • 9 Mandate ÖVP,
  • 2 Mandate SPÖ,
  • 3 Mandate Unabhängige Liste Großklein und
  • 1 Mandat FPÖ.
Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 844 56 9 836 59 9 895 63 10 1067 73 12
SPÖ 266 18 2 482 34 5 445 31 05 0222 15 02
FPÖ 125 08 1 088 06 1 083 06 00 0104 07 01
Unabhängige Liste Großklein 279 18 3 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Die Grünen nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 0063 04 0
Wahlberechtigte 1.919 1.889 1.881 1.778
Wahlbeteiligung 80 % 75 % 77 % 83 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen wurde 1969 verliehen.
Beschreibung: "Im silbernen Schild mit einer silbernen antiken Aschenurne belegter schwarzer Hügel, darüber schwebend zwei rote Rosen"
Legende: Die Urne steht für das hallstattzeitliche Gaufürstentum auf dem Burgstallkogel (ein Vorfahre der Landeshauptstadt). Die Rosen für die Trautmannsdorfer, sie besaßen eine Zeit lang Schloss Ottersbach in Mantrach. Sinn des Wappens: Liebe überwindet den Tod.

Tourismusverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Gleinstätten, Heimschuh, Kitzeck im Sausal, St. Andrä-Höch, St. Johann im Saggautal, St. Nikolai im Sausal und Tillmisch den Tourismusverband „Sulmtal Sausal – Südsteirisches Weinland“. Dessen Sitz ist Kitzeck im Sausal.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Großklein

In Kleinklein wurden bedeutende Grabfunde der Hallstattzeit entdeckt. Bei Spaziergängen in den Wäldern um Goldes stößt man des Öfteren auf kleine bis mittelgroße Hügelkuppen die unter ihrer Erdschicht verwachsene hallstattzeitliche Gräber (Hügelgrab) beherbergen. Das Hallstattmuseum präsentiert Funde und Befunde der Region aus etwa fünfeinhalb Jahrtausenden. Sie umfasst einen Zeitraum von der Jungsteinzeit bis in das späte Mittelalter.

Der Burgstallkogel wird als eine der wichtigsten Fundstellen der älteren Eisenzeit gesehen. Auf ihm wurde eine Höhensiedlung entdeckt, die mit einem Gräberfeld im Sulmtal (Sulmtalnekropole) verbunden ist. In ihr befinden sich etwa 700 Grabstellen (Grabhügel). Auf einer Flussterrasse beim Ort Kleinklein wurden vier reiche Fürstengräber entdeckt. Sie werden zum östlichen Hallstattkreis gerechnet. Die Ergebnisse einer Grabung sind durch eine interdisziplinäre Forschergruppe untersucht worden.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großklein liegt südlich der Sulmtal Straße. Der nächste Bahnhof befindet sich in Leibnitz. Regelmäßige Busverbindungen bestehen unter anderem nach Leibnitz und Leutschach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Egg und Diether Kramer: Krieger – Feste – Totenopfer. Der letzte Hallstattfürst von Kleinklein in der Steiermark (Mosaiksteine Band 1), Verlag des Römisch Germanischen Zentralmuseums Mainz, Mainz 2005, ISBN 978-3-7954-2142-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großklein, Styria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronik der Marktgemeinde Großklein
  2. a b Gemeinde Großklein: Gemeindevorstand (abgerufen am 9. Juni 2015)
  3. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 323. ZDB-ID 1291268-2 S. 630–631.
  4. Markus Egg, Diether Kramer: Die hallstattzeitlichen Fürstengräber von Kleinklein in der Steiermark: der Kröllkogel. Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz RGZM, Band 110. Schnell & Steiner Mainz 2013. ISBN 978-3-7954-2722-1.