Sankt Nikolai im Sausal

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Sankt Nikolai im Sausal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Nikolai im Sausal
Sankt Nikolai im Sausal (Österreich)
Sankt Nikolai im Sausal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 26,16 km²
Koordinaten: 46° 49′ N, 15° 27′ OKoordinaten: 46° 49′ 15″ N, 15° 26′ 56″ O
Höhe: 342 m ü. A.
Einwohner: 2.243 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 8505
8504 und 8411 Grötsch (tw.)
8521 Waldschach (tw.)
Vorwahl: 03185, 03456
Gemeindekennziffer: 6 10 33
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Nikolai im Sausal 5
8505
8504 und 8411 Grötsch (tw.)
8521 Waldschach (tw.)
Sankt Nikolai im Sausal
Website: www.nikolai-sausal.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Hartinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
5
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Nikolai im Sausal im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Ehrenhausen an der Weinstraße Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Gleinstätten Gralla Großklein Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach an der Weinstraße Oberhaag Ragnitz Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Veit in der Südsteiermark Schwarzautal Straß in Steiermark Tillmitsch Wagna Wildon SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Nikolai im Sausal im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus und Friedhof und Pfarrhof in St. Nikolai
Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus und Friedhof und Pfarrhof in St. Nikolai
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schloss Flamhof
Schloss Waldschach

Sankt Nikolai im Sausal ist eine Marktgemeinde mit 2243 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im österreichischen Bundesland Steiermark.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Nikolai im Sausal liegt im Bezirk Leibnitz und zählt zu den Hauptorten in der Region Sausal.

Katastralgemeinden und Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde setzt sich aus zehn Katastralgemeinden und elf Ortschaften zusammen (Fläche 2016;[1] Einwohner Stand 1. Jänner 2016[2]):

Katastralgemeinden Ortschaften
  • Flamberg (331,72 ha)
  • Grötsch (309,32 ha)
  • Lamperstätten (302,30 ha)
  • Mitteregg (227,55 ha)
  • Mollitsch (128,03 ha)
  • Oberjahring (210,18 ha)
  • Petzles (228,22 ha)
  • St. Nikolai im Sausal (402,63 ha)
  • Unterjahring (209,84 ha)
  • Waldschach (268,26 ha)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei der sieben Nachbargemeinden liegen im Bezirk Deutschlandsberg (DL).

Preding (DL) Hengsberg Lang
Wettmannstätten (DL) Nachbargemeinden
St. Andrä-Höch Kitzeck Tillmitsch

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das Deutsche Reich kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Gemeindezusammenlegungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Jänner 1962 wurden die Gemeinden Flamberg, Grötsch, Mitteregg, Oberjahring und Waldschach zur neuen Gemeinde „St. Nikolai im Sausal“ zusammengelegt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats vom April 2015 Gerhard Hartinger (ÖVP).[3] Hartinger trat damit die Nachfolge von Manfred Edelsbrunner (SPÖ) an, der erst am 30. Oktober 2014 vom Gemeinderat zum Nachfolger von Kurt Kada (SPÖ), der nahezu 25 Jahre lang der Gemeinde als Bürgermeister vorstand, gewählt wurde.[4][5]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der Vizebürgermeister Karl Schweinzger (ÖVP) und der Gemeindekassier Manfred Edelsbrunner (SPÖ) an.[3]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[3]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Stimmen  % Mand. St.  % M. St.  % M. St.  % M.
ÖVP 828 55 9 641 44 7 544 38 6 456 54 5
SPÖ 551 37 5 764 53 8 823 58 9 701 54 9
FPÖ 120 08 1 048 03 0 051 04 0 145 11 1
Wahlberechtigte 1.940 1.890 1.779 1.587
Wahlbeteiligung 78 % 78 % 80 % 83 %

Tourismusverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Großklein, Heimschuh, Kitzeck im Sausal, St. Andrä-Höch, St. Johann im Saggautal, Gleinstätten und Tillmisch den Tourismusverband „Sulmtal Sausal – Südsteirisches Weinland“. Dessen Sitz ist in Kitzeck im Sausal.[6]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen St. Nikolai im Sausal und der ItalienItalien italienischen Gemeinde Loro Piceno (Provinz Macerata) besteht seit 23. August 1986 eine offizielle Partnerschaft. Diese geht auf den Zweiten Weltkrieg zurück, als der italienische Soldat Rinaldo Temmel in St. Nikolai im Sausal sesshaft wurde. Temmel ließ den Kontakt zu seiner Heimat nie abreißen und initiierte mit den damaligen Bürgermeistern Erwin Aistleitner und Mario Verdicchio diese Partnerschaft, die sich auf regen Sport-, Kultur-, Sprachen- und Freundschaftsaustausch bezieht. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wurde im Park eine Skulptur der heimischen Künstlerin Karin Westreicher aufgestellt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sankt Nikolai im Sausal COA.jpg

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte am 13. November 1961 durch die Steiermärkische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Dezember 1961.

Wappenbeschreibung:

„In von Rot und Silber gespaltenem Schild rechts drei goldene anstoßende Kugeln (1:2). Im linken, von Silber und Blau gespaltenen Feld zwei farbengewechselte Rauten.“[8]

Die rechte Seite zeigt drei goldene, aneinander stoßende Kugeln in rotem Feld, die auf Patron der Gemeinde, den Heiligen Nikolaus hindeuten. Die Kugeln versinnbildlichen seine legendären Brote, die in der Wappenkunst als Kugeln dargestellt werden. Die geteilte linke Seite zeigt in jedem der beiden Felder jeweils eine Raute, die den Bezug zum Kloster Admont herstellt, da in einer Admonter Urkunde aus dem Jahr 1160 die Kirche St. Nikolai zu Admont gehörig genannt werden. Allerdings werden diese auf Anregung des Bundeskanzleramtes nicht in den originalen rot-silbernen, sondern in blau-silbernen Farben dargestellt.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flamhof um 1820, Lith. J.F. Kaiser
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Nikolai im Sausal

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Kada – Kada war fast 25 Jahre Bürgermeister der Gemeinde, ehe er am 31. Oktober 2014 sein Amt zurücklegte. In seine Ära fielen unter anderem der Neubau des Gemeindeamtes, die Umgestaltung des Ortszentrums, der Bau des Sporthauses und der Mehrzweckhalle, die Errichtung der Kläranlage und der gesamten Abwasserentsorgung. Höhepunkte seines Wirkens waren die Erhebung zur Marktgemeinde im Jahr 2004 sowie die 850-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2013. Die Ehrenbürgerschaft wurde Kada im Rahmen einer Feier am 23. November 2014 verliehen.[5]
  • Peter Schachner – 1. Landeshauptmann-Stellvertreter a. D.
  • Engelbert Zweidick – Ehrenkapellmeister des Musikvereins (Kapellmeister von 1958 bis 2000)
  • Michael Gruber – Unternehmer
  • Josef Strauß – Unternehmer
  • Geistlicher Rat Josef Konrad – Pfarrer von 1978 bis 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Nikolai im Sausal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen 19. Februar 2017.
  2. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 835 KB); abgerufen am 29. August 2016.
  3. a b c Marktgemeinde St. Nikolai im Sausal: Gemeinderat (abgerufen am 14. Juni 2015).
  4. Marktgemeinde St. Nikolai im Sausal: Kundmachungen 2014 (pdf-Dokument, 250 KB; abgerufen am 15. Juni 2015).
  5. a b Marktgemeinde St. Nikolai im Sausal: Gemeindekurier, Ausgabe 4/2014 (pdf-Dokument, 7,07 MB; abgerufen am 15. Juni 2015)
  6. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 323. ZDB-ID 1291268-2 S. 630–631.
  7. Marktgemeinde St. Nikolai im Sausal: Partnerschaft mit Loro Piceno (Italien) (abgerufen am 15. Juni 2015).
  8. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 12, 1962, S. 37.
  9. Gemeinde St. Nikolai im Sausal: Das Wappen der Marktgemeinde St. Nikolai im Sausal, abgerufen am 21. Jänner 2017.