Nebbiolo d’Alba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Nebbiolo d’Alba ist ein Wein aus der norditalienischen Region Piemont. Er wird sortenrein aus der Rebsorte Nebbiolo als Rotwein, Spumante oder Spumante-Rosè ausgebaut. Seit dem 25. Mai 1970 hat er eine „kontrollierte Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC), die zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert wurde.[1]

Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anbaugebiet umfasst 32 Gemeinden um die italienische Stadt Alba in der Provinz Cuneo. Obwohl die Voraussetzungen (Anbaugebiet und Rebsorte) denen des Barolo oder Barbaresco sehr ähnlich sind – sieben der 32 Gemeinden gehören teilweise der DOCG Barolo an – entstehen weniger intensive und früher trinkreife Weine.

Die zugelassenen Rebflächen verteilen sich auf die Gemeinden Canale, Castellinaldo, Corneliano d’Alba, Monticello d’Alba, Piobesi d’Alba, Priocca, Santa Vittoria d’Alba, Vezza d’Alba, Sinio und Govone sowie auf Teilbereiche der Gemeinden Alba, Bra, Baldissero d’Alba, Castagnito, Diano d’Alba, Grinzane Cavour, Guarene, La Morra, Magliano Alfieri, Monchiero, Monforte d’Alba, Montà, Montaldo Roero, Montelupo Albese, Monteu Roero, Novello, Pocapaglia, Roddi, Roddino, Santo Stefano Roero, Sommariva Perno und Verduno.

Im Jahre 2016 wurden auf 490 Hektar 30.941 Hektoliter „Nebbiolo d’Alba“ erzeugt.[2]

Produktionsvorschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für alle Weine ist Nebbiolo die einzige zugelassene Rebsorte.[1]

Nebbiolo d'Alba[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hektarhöchstertrag: 9 t/ha, mit dem Zusatz „Vigna“ 8,1 t/ha
  • Produktionshöchstertrag: 63 hl/ha
  • Mindestlagerzeit vor der Vermarktung: 12 Monate

Nebbiolo d'Alba Superiore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hektarhöchstertrag: 9 t/ha, mit dem Zusatz „Vigna“ 8,1 t/ha
  • Produktionshöchstertrag: 63 hl/ha
  • Mindestlagerzeit vor der Vermarktung: 18 Monate, davon 6 Monate im Holzfass

Nebbiolo d'Alba Spumante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hektarhöchstertrag: 11 t/ha
  • Produktionshöchstertrag: 77 hl/ha
  • Mindestlagerzeit vor der Vermarktung: 6 Monate

Nebbiolo d'Alba Spumante Rosè[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hektarhöchstertrag: 11 t/ha
  • Produktionshöchstertrag: 77 hl/ha
  • Mindestlagerzeit vor der Vermarktung: 6 Monate[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Denomination (Auszug):[1]

Nebbiolo d'Alba[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: rubinrot, zu granatrot tendierend
  • Geruch: fruchtbetont, charakteristisch,
  • Geschmack: trocken, samtig, harmonisch
  • Alkoholgehalt mindestens 12 % Vol., mit dem Zusatz „Vigna“ mindestens 12,5 % Vol.
  • Säuregehalt: min 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: min. 21,0 g/l

Nebbiolo d'Alba Superiore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: rubinrot, zu granatrot tendierend
  • Geruch: fruchtbetont, charakteristisch, gegebenenfalls mit Holznoten
  • Geschmack: trocken, samtig, harmonisch
  • Alkoholgehalt mindestens 12,5 % Vol., mit dem Zusatz „Vigna“ mindestens 13 % Vol.
  • Säuregehalt: min 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: min. 22,0 g/l

Nebbiolo d'Alba Spumante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schaum: fein und lang anhaltend
  • Farbe: rubinrot, eventuell zu granatrot tendierend
  • Geruch: sauber, fruchtbetont, komplex, mit Noten, die an Hefe oder Brotkruste erinnern
  • Geschmack: trocken, oder restsüß (abboccato), wohlschmeckend
  • Alkoholgehalt mindestens 11,5 % Vol., mit dem Zusatz „Vigna“ mindestens 12 % Vol.
  • Säuregehalt: min 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: min. 17,0 g/l

Nebbiolo d'Alba Spumante Rosè[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schaum: fein und lang anhaltend
  • Farbe: rosè, mehr oder weniger intensiv
  • Geruch: sauber, fruchtbetont, komplex, mit Noten, die an Hefe oder Brotkruste erinnern
  • Geschmack: trocken, oder restsüß (abboccato), wohlschmeckend
  • Alkoholgehalt mindestens 11,5 % Vol., mit dem Zusatz „Vigna“ mindestens 12 % Vol.
  • Säuregehalt: min 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: min. 16,0 g/l[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). In: ismeamercati.it. 27. November 2017, abgerufen am 5. Juli 2018 (PDF, italienisch).
  2. Weinbau in Zahlen 2017. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2017. federdoc.com, abgerufen am 21. Juni 2018 (PDF, italienisch).