Opel OSV 40

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Opel
Opel OSV 40.jpg

Opel OSV 40

OSV 40
Präsentationsjahr: 1974
Fahrzeugmesse: Internal Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles
Klasse: Untere Mittelklasse
Karosseriebauform: Limousine
Serienmodell: keines

Der Opel OSV 40 war eine Fahrzeugstudie der Adam Opel AG, mit der die Sicherheit in Pkws verbessert werden sollte. Dabei setzten die Entwickler mehrere Ideen am und im Fahrzeug um. Die Konstrukteure benannten den Versuchsträger gemäß dem Konzept „Opel Security Vehicle“, kurz OSV. Die Zahl 40 stand dafür, dass das Auto für einen Crash mit Geschwindigkeiten bis 40 Meilen pro Stunde besonders gut ausgelegt war.[1]

Die Entwicklung des Opel OSV 40[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den frühen 1970er Jahren war der Insassenschutz bei Fahrzeugen noch nicht weit entwickelt. Features wie Airbag, ESP und ABS waren noch lange nicht Standard. Neue Sicherheitsvorschriften in den USA sorgten bei den Herstellern für ein Umdenken. Und so wurde für die zweite ESV-Konferenz (Internal Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles) ein Prototyp entwickelt, in dem einige neue Sicherheitskonzepte getestet wurden. Basis für den OSV war dabei die Plattform des Opel Kadett C, der seit 1973 gefertigt wurde. Allerdings wurde die Karosserie zum Zweck der erhöhten Sicherheit tiefgreifend verändert.

Die Entwicklungen am OSV 40[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept des OSV 40 bestand im Wesentlichen auf der Entwicklung leistungsfähiger Knautschzonen. Hierfür kamen vorne weiche Kunststoff-Stoßstangen zum Einsatz, die einen Aufprall von bis zu 8 km/h abfederten und ohne Schaden überstehen konnten. Zum gleichen Zweck wurden viele Hohlräume sowie Längsträger und Stoßfänger mit Polyurethan-Schaum geflutet. Auch im Innenraum waren Blechflächen und Armaturenbrett entsprechend eingeschäumt, was die Insassen bei einem Aufprall schützen sollte. Die Kopfstützen der Vordersitze waren mit dem Dach verbunden, was zusätzlich Stabilität brachte und den Überrollkäfig ersetzte. Damit die Passagiere im Fond bei einem Frontalaufprall nicht nach vorne geschleudert werden konnten, waren beide Vordersitze in der Mitte verbunden. Dazu wurde mit einem neuen Beleuchtungskonzept gearbeitet. So wurden die Bremsleuchten hinten extra hochgelegt, um die Sichtbarkeit von weitem zu erhöhen.[2]

Nachwirkungen des OSV 40[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Crashtest schnitt der OSV überdurchschnittlich ab. So konnten bei einem Aufprall mit 65 km/h immer noch alle vier Türen geöffnet werden. Einige Features des Opel OSV 40 schafften es in abgewandelter Form auch in die Serie, darunter die Gurtstraffer und die konsequente Weiterentwicklung der Knautschzone. Der Kunststoffschaum im Innenraum wurde allerdings vom Airbag abgelöst. Designtechnisch wurde der OSV vom Opel-Tochterkonzern Vauxhall recycelt. Diese nutzten Front und Seitenlinie in ihrem Entwurf der Chevette, die in England in Serie gebaut wurde. Ein Prototyp des Opel OSV 40 steht heute in der Werkssammlung des Konzerns in Rüsselsheim am Main.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.opel-blog.com/2014/09/23/osv-40-sicherheit-in-den-siebzigern/
  2. http://www.lexicar.de/portal/prototyp-opel-osv-40-ein-weich-ei-mit-solidem-kern.html