Opel Corsa

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Vauxhall Corsa ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu dem Van auf Basis eines Kleinwagen des Autoherstellers Vauxhall Motors siehe Vauxhall Corsavan.

Der Corsa ist ein Kleinwagen des Rüsselsheimer Automobilherstellers Opel, der seit Herbst 1982 hergestellt wird.

Der Corsa C beruht auf der GM-Gamma-Plattform, der Corsa D auf der Punto3-ZFA199/GM-SCCS-Plattform. Die fünfte Generation Corsa E wird seit Ende 2014 produziert.[1]

In den meisten europäischen Ländern ist der Opel Corsa unter dem Namen Opel Corsa erhältlich. Im Vereinigten Königreich wurde der Corsa A als Vauxhall Nova und der Corsa B und C als Vauxhall Corsa verkauft. In Japan trägt er den Namen Opel Vita, da es dort bereits seit 1978 den Toyota Corsa gibt. In Australien wurden der Corsa B und C als Holden Barina angeboten. Der aktuelle Barina basiert jedoch auf dem Chevrolet Kalos.

Am 24. Januar 2008 lief im Opelwerk Eisenach der zehnmillionste Corsa vom Band.

Ausführliche Informationen zu den Baureihen sind in den zugehörigen Einzelartikeln beschrieben.

Übersicht über die einzelnen Corsa-Baureihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Corsa A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Opel Corsa A

Der Corsa A (intern: S83)[2] entstand von Herbst 1983 bis Anfang 1993. Gebaut wurde er im General-Motors-Werk im spanischen Saragossa unter der Marke Opel und als Nova unter der Marke Vauxhall. Auf einer Bodengruppe mit einem Radstand von 2343 Millimeter entstanden Kombilimousinen mit zwei und vier Türen sowie Stufenheck-Limousinen mit zwei und vier Türen.

Das Motorenprogramm umfasste Ottomotoren mit 1,0 bis 1,6 Liter Hubraum sowie Dieselmotoren von 1,5 Liter Hubraum mit und ohne Turbo-Aufladung. Das Leistungsspektrum reichte von 33 kW bis 74 kW (45 bis 100 PS).

Corsa B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Opel Corsa B

Der Corsa B (intern: S93)[2] entstand in Europa von Anfang 1993 bis Spätsommer 2000. Für die Kernmärkte wurde er in verschiedenen europäischen General-Motors-Werken unter den Marken Opel und Vauxhall gebaut. Auf einer Bodengruppe mit einem Radstand von nunmehr 2443 Millimeter entstanden für die Kernmärkte allein Kombilimousinen mit zwei und vier Türen. Für andere, außereuropäische Märkte entstanden auch viertürige Stufenhecklimousinen, viertürige Kombis, zweitürige Pick-ups sowie zweitürige Cabriolets; sie wurden teilweise unter anderen GM-Marken wie Chevrolet, Buick und Holden vertrieben.

Das Motorenprogramm umfasste Ottomotoren mit 1,0 bis 1,6 Liter Hubraum sowie Dieselmotoren von 1,5 bis 1,7 Liter Hubraum mit und ohne Turboaufladung. Das Leistungsspektrum reichte von 33 kW bis 80 kW (45 bis 109 PS).

Dieselbe Bodengruppe nutzte das Sportcoupé Opel Tigra.

Corsa C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Opel Corsa C

Der Corsa C (intern: X01)[2] entstand in Europa von Herbst 2000 bis Sommer 2006. Für die Kernmärkte wurde er in verschiedenen europäischen General-Motors-Werken unter den Marken Opel und Vauxhall gebaut. Auf einer Bodengruppe mit einem Radstand von nunmehr 2491 Millimeter entstanden für die Kernmärkte allein Kombilimousinen mit zwei und vier Türen. Für andere, außereuropäische Märkte entstanden auch viertürige Stufenhecklimousinen und viertürige Kombis; sie wurden teilweise unter anderen GM-Marken wie Chevrolet, Buick und Holden vertrieben.

Das Motorenprogramm umfasste Ottomotoren von 1,0 bis 1,8 Liter Hubraum sowie Dieselmotoren von 1,3 bis 1,7 Liter Hubraum mit und ohne Turboaufladung. Das Leistungsspektrum reichte von 43 kW bis 92 kW (58 bis 125 PS).

Dieselbe Bodengruppe nutzte das Cabrio-Coupé Opel Tigra Twintop, der Mini-SUV Opel Meriva und das Kastenwagenmodell Opel Combo.

Corsa D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Opel Corsa D

Der Corsa D (intern: S07)[2] entstand in Europa von Sommer 2006 bis Herbst 2014. Für die Kernmärkte wurde er in verschiedenen europäischen General-Motors-Werken unter den Marken Opel und Vauxhall gebaut. Auf einer Bodengruppe mit einem Radstand von nunmehr 2511 Millimeter entstanden für die Kernmärkte allein Kombilimousinen mit zwei und vier Türen. Für andere, außereuropäische Märkte entstanden weitere Varianten, teils unter anderen GM-Marken.

Das Motorenprogramm umfasste Ottomotoren von 1,0 bis 1,6 Liter Hubraum sowie aufgeladene Dieselmotoren mit 1,3 bis 1,7 Liter Hubraum. Das Leistungsspektrum reichte von 44 kW bis 155 kW (60 bis 210 PS).

Corsa E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Opel Corsa E

Die aktuelle Generation Corsa E (intern: X15)[2] entsteht in Europa seit November 2014. Für die Kernmärkte wird er in verschiedenen europäischen General-Motors-Werken unter den Marken Opel und Vauxhall gebaut. Auf einer Bodengruppe mit einem Radstand von 2510 Millimeter entstehen für die Kernmärkte allein Kombilimousinen mit zwei und vier Türen. Für andere, außereuropäische Märkte entstehen weitere Varianten, teils unter anderen GM-Marken.

Das Motorenprogramm umfasst Ottomotoren von 1,0 bis 1,6 Liter Hubraum sowie aufgeladene Dieselmotoren mit 1,3 Liter Hubraum. Das Leistungsspektrum reicht von 51 kW bis 152 kW (69 bis 207 PS).

Potentielle Nachfolger des Corsa E / „Corsa F (2018)“ / „Corsa F“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 2012 kursieren erste Gerüchte zu einem Nachfolger des seit 2014 hergestellten Corsa E; während Letzterer eine nur vergleichsweise geringfügig veränderte Bodengruppe des Corsa D hat, soll der Nachfolger des Corsa E auf einer gänzlich neuen Bodengruppe basieren. Erste Prototypen, sogenannte Erlkönige, die hinsichtlich Konzept und Abmessungen dem Corsa E ähneln, wurden seit 2016 gesichtet, fotografiert und von einzelnen Fachmagazinen sowie Webportalen thematisiert.

Im Hinblick auf die beschlossene Übernahme von Opel durch PSA (Peugeot/Citroën), die bis Ende 2017 abgeschlossen sein soll, wird der Beginn der Serienfertigung eines Nachfolgers des Corsa E nach dem Stand von März 2017 „nach 2020“ erwartet. Der ursprünglich für 2018 vorgesehene Start wird sich verzögern, da das projektierte Modell nun eine PSA-Bodengruppe erhalten soll, wozu ein umfangreiches „Redesign“ erforderlich ist. Nach dem Stand März 2017 hat Opel bislang weder bestätigt noch dementiert, dass der Nachfolger wieder „Corsa“ heißen wird. Weder Angaben zur beabsichtigten Motorisierung und den Abmessungen noch zu den im Einzelnen geplanten Karosserieversionen und Preisen sind bekannt.

Die Entwicklungsgeschichte ist gekennzeichnet durch einen mehrfachen Wechsel der geplanten Bodengruppe.

„Opel Corsa F?“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelne Fachmagazine und Webportale sprechen diesbezüglich bereits von einem „Opel Corsa F“, andere von einem „Opel Corsa F (2018)“, wieder andere schlicht von „Neuer/New Corsa“; mitunter wird „Corsa F“ ausdrücklich mit einem Fragezeichen versehen.

Nach einzelnen Quellen hätte sich das Interieur der für 2018 geplanten Version weitestgehend am größeren Konzernbruder Opel Astra orientiert. Eine fünftürige Version galt als sicher; ein Dreitürer analog den Vorgänger-Generationen war hiernach hingegen noch offen.[3][4][5]

Mehrfacher Wechsel der geplanten Bodengruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2012 schloss die Adam Opel AG einen Produktentwicklungsvertrag mit dem französischen PSA-Konzern; Ziel war die gemeinsame Entwicklung bestimmter Komponenten und Module, vor allem eine gemeinsame Plattform für die Nachfolger der Modelle Opel Corsa und Citroën C3.[6][7] Drei Wochen später berichtete eine andere Quelle, dass die Zusammenarbeit bei dem Kleinwagenprojekt aufgegeben worden sei und nun eine neue GM/Opel-Plattform entwickelt werde.[8]

Anfang 2017 gab es eine erneute Kehrtwende: Im Hinblick auf die Anfang 2017 eingeleitete Übernahme von Opel durch PSA wurde beschlossen, bei neuen Opel-Modellen keine Teile des bisherigen Mutterkonzerns General Motors mehr zu nutzen. Der Nachfolger des Corsa E werde vielmehr mit einer neuen PSA-Bodengruppe entwickelt; die Serienfertigung verschiebe sich dadurch von 2018 auf „nach 2020“.[9]

Modellvarianten für einzelne Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vielen Ländern, vor allem außerhalb Europas, wurde der Corsa C bis Mai 2007 noch nicht durch den Corsa D ersetzt.[10] Ferner existiert eine Pickup-Variante des Corsa C, die in Kenia und Südafrika als Corsa Utility, in Brasilien, Uruguay und Venezuela als Chevrolet Montana angeboten wird.

Auch der Corsa B wurde in einigen Ländern produziert. In Südafrika wurde die frühere Version (vor 1997) als Corsa Lite angeboten, während in Indien die spätere Version (ab 1997) unter den Namen Corsa Sail (Schrägheck), Corsa Joy (Stufenheck) und Corsa Swing (Caravan) vertrieben wurde.

Vor allem in Südamerika wurden Corsa-Ableger unter dem Namen Chevrolet Corsa angeboten.

Ein etwas überarbeiteter Corsa C wurde in Argentinien, Brasilien, Ecuador, Mexiko und Uruguay mit Schräg- und Stufenheck unter der Bezeichnung Corsa verkauft.

Der seit dem Jahr 2000 in Brasilien und Uruguay, später auch in Argentinien, angebotene Chevrolet Celta ist ein stark modifizierter Opel Corsa B mit Design-Elementen (zum Beispiel Frontscheinwerfer) des Opel Vectra. Sein ab 2007 angebotener Stufenheck-Ableger trägt den Namen Chevrolet Prisma.

Auf anderen Märkten dagegen wurde der Corsa als Opel Vita vermarktet. Benutzt wurde diese Marktbezeichnung für die zweite und dritte Generation auf den Märkten Ostafrikas. Mit dem Export der Fahrzeuge wurde der Name auch in Japan verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auto-Kataloge 1983 bis 2017, Nr.26 bis 59, Vereinigte Motor-Verlage, Stuttgart.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Opel Corsa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produktionsstart für neuen Corsa
  2. a b c d e Übersicht über die Opel-internen Modellcodes auf der Webseite eines Opel-Ersatzteil-Portals, abgerufen am 3. April 2017.
  3. Katharina Berndt: Opel Corsa F (2018): Erlkönig und Vorschau. In: Auto Bild. 23. März 2017, abgerufen am 25. März 2017.
  4. Fährt hier der Opel Corsa F? In: Auto Zeitung. 10. Oktober 2016, abgerufen am 25. März 2017.
  5. Uli Baumann: Opel Corsa Erlkönig 2018. In: auto motor und sport. 23. März 2017, abgerufen am 25. März 2017.
  6. Befreiender Konzernabschluss der Adam Opel AG zum 31. Dezember 2013 im Bundesanzeiger
  7. Opel Corsa fährt künftig auf Peugeot-Plattform. In: Der Tagesspiegel. 24. Januar 2013, abgerufen am 25. März 2017.
  8. Opel baut Kleinwagen alleine. In: autobild.de. 12. Februar 2013. Abgerufen am 26. März 2017.
  9. New Opel Corsa delayed as PSA pushes technical convergence. In: Automotive News. 7. März 2017, abgerufen am 25. März 2017.
  10. Länder, in denen der Corsa C das aktuelle Modell des Opel Corsa ist: Bahrain, Island, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Syrien, und Vereinigte Arabische Emirate (Stand: Mai 2007).