Regiment Asow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Окремий загін спеціального призначення НГУ «Азов»
Separate Spezialeinheit der NGU „Asow“
— Regiment Asow —
III

Verbandsabzeichen

Verbandsabzeichen
Aufstellung Mai 2014
Staat UkraineUkraine
Streitkräfte Nationalgarde Nationalgarde der Ukraine
Truppengattung Spezialeinheit
Typ Regiment
Stärke ca. 900–5000 Mann
Unterstellung Innenministerium Innenministerium der Ukraine
Standort Berdjansk
Farben blau/gelb
Schlachten Russisch-Ukrainischer Krieg
Kommandeure
Jetziger
Kommandeur
Denys Prokopenko
Swjatoslaw Palamar
(stellvertretender Kommandeur)[1]

Das Regiment Asow (ukrainisch Полк Азов), anfangs Bataillon Asow, ist eines von mehreren Freiwilligenbataillonen, die im Ukraine-Konflikt seit 2014 gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes kämpfen. Im Mai 2014 zunächst als Bataillon aufgestellt, wurde es noch im selben Jahr als Regiment Teil der Nationalgarde des Innenministeriums der Ukraine. Aufgrund von Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen, Angehörigen und Gründungsmitgliedern aus der rechtsextremen Szene und der Verwendung von nationalsozialistischer Symbolik ist der Verband stark umstritten: Diskutiert wird unter Rechtsextremismusforschern, ob rechtsextreme Bezüge weiterhin bestehen und, falls ja, wie stark diese noch sind[2]. Im Zuge des Angriffes auf die Ukraine durch Russland spielt das Asow-Regiment eine gewichtige Rolle in der russischen Propaganda.

Geschichte

Aufstellung

Geschützte Fahrzeuge der Typen KrAZ-MPV Shrek One und KrAZ Spartan des Regiments Asow in Mariupol, 2016

Die Miliz wurde im Frühjahr 2014 von den nationalistischen Politikern Oleh Ljaschko und Dmytro Kortschynskyj als Bataillon Asow aufgestellt, um die damals kaum einsatzfähige ukrainische Armee im Kampf gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine militärisch zu unterstützen.[3] Das Regiment wurde anfänglich unter anderem von dem ukrainischen Oligarchen und jüdischen Gemeindemitglied Ihor Kolomojskyj finanziell unterstützt.[4][5] Im Verlauf des Sommers wuchs das Bataillon und wurde auf Erlass des Innenministers Arsen Awakow im September 2014 zum „Sondereinsatz-Regiment Asow“ erweitert.[6] Im Oktober 2014 gab Awakow die beschlossene Eingliederung des Regiments in die Nationalgarde bekannt. Laut dem Historiker und Journalisten Konstantin Skorkin haben „die meisten ultrarechten Kämpfer“ das Regiment vor Ende 2014 verlassen.[7]

Das Regiment hatte historisch seinen Sitz in Berdjansk im Süden der Oblast Saporischschja am Asowschen Meer, von dem sich auch der Truppenname ableitet.[8] Aktuell hat es seinen Sitz in Ursuf, Oblast Donezk.[9]

Einsätze

Im Mai 2014 wurden laut dem Innenministerium der Ukraine bei einem Zusammenstoß zwischen dem Bataillon Asow und prorussischen Separatisten in der Kleinstadt Manhusch in der Oblast Donezk ein Kämpfer der Volksrepublik Donezk getötet und zwei weitere gefangen genommen, darunter Igor Kakidsjanow, damaliger „Verteidigungsminister“ des De-facto-Regimes.[10] Der stellvertretende Kommandeur des Bataillons Asow, Jaroslaw Gontschar, beschuldigte auf einer Pressekonferenz die Inneren Truppen der Ukraine, am 9. Mai 2014 in Mariupol einen Einsatz im Laufe der „Anti-Terror-Operation“ in der Ostukraine verhindert zu haben. Soldaten der Inneren Truppen Mariupols sollen Angehörige des Bataillons Asow im Laufe des Kampfgeschehens entwaffnet und in Handschellen gelegt haben, zudem hätten sie einen festgenommenen „Terroristen“-Anführer wieder freigelassen. Gontschar bezeichnete die örtlichen Einwohner als „von prorussischer Propaganda zombifiziert“ und forderte Aufklärungsarbeit.[11] Am 23. Mai 2014 stellte das Bataillon Asow prorussischen Separatisten ein Ultimatum mit der Forderung, ihre Kontrollpunkte in mehreren Städten zu räumen, ansonsten drohe eine „harte Säuberung“. Man wolle nicht auf Landsleute schießen, doch die Pflicht gegenüber dem Vaterland wiege schwerer.[12]

Am 13. Juni 2014 nahm das Bataillon am Kampf um Mariupol teil, bei dem die strategisch wichtige Stadt unter ukrainische Kontrolle gebracht wurde.[13] Anfang August 2014 war die Einheit an Gefechten in Marjinka in der Oblast Donezk beteiligt.[14][15] Im selben Monat kämpfte das Bataillon Asow in der Schlacht um Ilowajsk, bei der die ukrainischen Truppen von prorussischen Separatisten und russischen Streitkräften eingeschlossen wurden und eine entscheidende Niederlage erlitten.[16] Im Laufe der Schlacht kam der Asow-Kämpfer Mykola Beresowyj ums Leben, Ehemann der Aktivistin und späteren Beraterin des Innenministeriums, Tetjana Tschornowol.[17][18] Ende August und Anfang September beteiligte sich das Bataillon laut eigener Angabe an der Verteidigung von Nowoasowsk und Mariupol.[19][20]

Im Februar 2015 startete das Regiment Asow im Vorfeld der Verhandlungen, die zum Minsker Abkommen führen sollten, eine Offensive in der Gegend östlich von Mariupol. Die Einheit meldete die Einnahme der Dörfer Pawlopil, Kominternowo und Schyrokyne.[21][22] Daraufhin kam es zum Kampf um Schyrokyne,[23] der knapp 5 Monate andauerte und zum Rückzug der prorussischen Rebellen aus Schyrokyne führte.[24]

Nachdem Asow 2019 aufgrund von Hassrede aus dem sozialen Netzwerk Facebook verbannt wurde, ist das Regiment auf Instagram umgestiegen. Dort wurden auch die Schulungen in Mariupol beworben – eine Beteiligung der Paramilitärs wurde dabei jedoch nicht erwähnt. Dementsprechend wussten nicht alle Teilnehmer, wer die Trainingseinheiten eigentlich organisierte.[25]

Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 zählten die paramilitärischen Kräfte der Asow-Gruppierung zu den Freiwilligen-Verbänden, die zur Verteidigung von Mariupol im Kampfeinsatz waren. Bereits vor dem Beginn des Überfalls am 24. Februar 2022 bildeten Angehörige des Asow-Regiments ältere Frauen aus Mariupol („Babushka Bataillon“) an der Waffe aus, die sich in der sich zuspitzenden Lage der drohenden Invasion zur Verteidigung der Stadt freiwillig gemeldet hatten. Eine 79-jährige Teilnehmerin sagte, was zähle, sei einzig die Ausbildung zur Verteidigung des Mutterlandes; da sei es unwichtig, dass sie mit den Ansichten der Gruppierung nichts anfangen könne.[25][26]

Ab Anfang April 2022 waren die Kräfte des Regiments Asow, die sich auf dem Gelände des Metallurgischen Kombinats Asow-Stahl verschanzt hatten, zusammen mit Soldaten der 36. ukrainischen Marineinfanteriebrigade und mehreren Hundert Zivilisten eingeschlossen und von der bereits weitgehend unter russischer Kontrolle stehenden Stadt abgeschnitten. Bei Evakuierungen während eines kurzen Waffenstillstands gelang es am 30. April und 1. Mai 2022, ein Kontingent von über 120 der eingeschlossenen Zivilisten zu befreien. Laut Angaben ukrainischer Medien und des Vizekommandeurs des Asow-Regiments, Swjatoslaw Palamar, begannen die russischen Truppen daraufhin am 3. Mai 2022 mit dem Sturm auf das Stahlwerk.[27][28] Familienangehörige von Asow-Soldaten erklärten, dass für die im Asow-Stahlwerk eingeschlossenen ukrainischen Soldaten eine Kapitulation nicht in Frage komme, da sie die Erfahrung gemacht hätten, dass kein Asow-Soldat seit Beginn des Donbasskrieges im Jahr 2014 aus russischer Kriegsgefangenschaft lebend zurückgekommen sei.[29] Nach wochenlanger Blockade konnten am 16. Mai 2022 rund 260 ukrainische Soldaten bzw. Angehörige des Asow-Regiments das Stahlwerksgelände verlassen, nachdem die ukraischen Behörden die Einstellung der Kämpfe angekündigt hatten. Unter den Evakuierten befanden sich 53 Schwerverletzte, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. 211 ukrainische Soldaten seien in eine von russischen Truppen besetzte Ortschaft gebracht worden, wo sie später im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freikommen sollen, was allerdings von russischer Seite offiziell nicht bestätigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich noch immer mehrere Hundert Soldaten auf dem Gelände auf. Die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar erklärte, dass ein Freikämpfen von Azowstal nicht möglich gewesen sei.[30] Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Armee das Stahlwerk Asowstal bis zum 21. Mai 2022 komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Alle ukrainischen Soldaten bzw. Angehörigen des Asow-Regiments hätten sich ergeben. Es seien insgesamt 2439 ukrainische Soldaten in russische Gefangenschaft geraten; die letzte Gruppe von 531 Kämpfern sei am 20. Mai gefangen genommen worden.[31]

Struktur

Angehörige des Bataillons Asow auf ihrem Stützpunkt in Ursuf, auf dem Gebäude im Hintergrund ein Hakenkreuz und eine Fahne der UPA (Juli 2014)

Der ursprüngliche Sitz in Berdjansk wurde später auf den Stützpunkt der Einheit in Ursuf in der Oblast Donezk, rund 35 Kilometer südwestlich der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol, verlegt.[32]

Wie andere paramilitärische ukrainische Verbände untersteht das Regiment dem Innenministerium der Ukraine bzw. der Nationalgarde und ist somit nicht in die ukrainische Armee eingegliedert. Im Frühjahr 2014 erhielten die Angehörigen des damaligen Bataillons einen Sold von etwa 150 US-Dollar im Monat.[33] Im Juni 2015 kündigte Kommandeur Bilezkyi an, dass das Regiment Asow in eine Spezialeinheit umgewandelt werde. Das würde der Formation die Möglichkeit geben, ihre Truppenstärke auf 2500 Mann zu erhöhen.[34] Schätzungen über die Truppenstärke des Regiments Asow schwanken zwischen etwa 900 und 5000 Mann.[35][36][37][38]

Kommandeure

Das Kommando über das Regiment Asow wurde von den folgenden Personen übernommen:[39]

Als weitere Führungsfiguren gelten Wolodymyr Schpara und Ihor Mossijtschuk.[32]

Mitglieder

Fahne der ins Regiment Asow eingegliederten rechtsextremen Gruppierung Misanthropic Division mit Truppenabzeichen der SS-Division Totenkopf, zwischen den Totenköpfen die Losung „Töten für Wotan“ auf Deutsch

Anfangs waren Anführer und viele Mitglieder der Miliz Mitglieder der rechtsextremen Organisation Patriot der Ukraine (ukrainisch Патріот України), der SNA oder des Prawyj Sektor.[40] Nach eigenen Angaben hatte die Einheit im Juni 2014 etwa 600 Angehörige. Mehr als die Hälfte davon stammten aus der Ostukraine und waren russische Muttersprachler.[41][42] Im November 2014 wurde die Stärke der Einheit mit 850 Kämpfern angegeben, darunter mindestens 85 Ausländer.[43][44][45][46] Im Regiment Asow war auch die rechtsextreme Gruppierung Misanthropic Division eingegliedert. Sie hatte auch Gruppen in Russland und Belarus, in mehreren westeuropäischen Ländern sowie in Nordamerika.[47][48][49][50][51][52]

Die Kommandantenebene des Regiments Asow bestand im Jahr 2014 durchweg aus Mitgliedern der rechtsextremen Sozial-Nationalen Versammlung und der Misanthropic Division.[53] Anfang November 2014 wurde Vadim Trojan, ein als rechtsradikal geltender Kommandeur des Regiments, von Innenminister Arsen Awakow zum Polizeichef der Oblast Kiew ernannt.[54] Im Dezember 2014 verlieh der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einem belarussischen Kämpfer der Einheit, Serhij Korotkich, als Auszeichnung die ukrainische Staatsbürgerschaft.[55] Korotkich gehörte seit dem Ende der 1990er Jahre Neonazi-Bewegungen in Belarus und Russland an.[56]

Ausländische Unterstützung

Im Jahr 2014 stammten von den 850 Angehörigen des Regiments Asow etwa 85 aus dem Ausland. Sie kamen unter anderem aus Griechenland, Irland, Italien, Schweden und Russland.[57][58] Als Koordinator der Rekrutierung von Ausländern war ein französischer Veteran des Kroatienkrieges, Gaston Besson, aktiv.[43]

2017 gingen Beobachter von einer Truppenstärke von mehr als 2500 Söldnern aus. Zur Gewinnung Freiwilliger wurden z. B. im Juli 2017 auf einem Rechtsrock-Festival unter den Besuchern deutschsprachige Flyer verteilt.[35]

Nach Recherchen des Magazins Belltower.News rekrutierten das Regiment Asow und die Misanthropic Division Mitglieder aus der internationalen National-Socialist-Black-Metal-Szene. Als Verbindungspersonen galten der wegen Mordes verurteilte Neonazi Hendrik Möbus, Alexey Levkin, Sänger der Band M8l8th und Veranstalter des NSBM-Festivals Åsgårdsrei, sowie Famine, Sänger der französischen Black-Metal-Band Peste Noire. Weitere Verbindungen gebe es zur Identitären Bewegung sowie zu der rechtsextremen Partei Der III. Weg.[59][60] Die Aktivitäten von Levkin und Möbus wurden bereits 2019 durch die Wochenzeitung der Freitag genannt.[61]

Verhältnis zum Antisemitismus

Obwohl das Regiment nach Angaben der Amadeu Antonio Stiftung mit Antisemitismus in Erscheinung tritt,[62] dienen in ihm auch bekennende Mitglieder der jüdischen Gemeinde. Eines der prominentesten Beispiele ist Natan Hasin, der während des Euromaidans die Einheit der Jüdischen Hundert anführte und sich selbst zu den Mitbegründern des Regiments Asow zählt.[63] Der Gründungskommandeur des Regiments Andrij Bilezkyj betont, dass er selbst kein Antisemit oder Rassist sei. In einem Interview erklärte er, er betrachte Israel und Japan als Vorbilder für die zukünftige Entwicklung der Ukraine.[64] 2022 erklärte das Regiment, dass es Bilezkyj als Regimentsgründer und ersten Kommandeur respektiere, dass man aber nichts mit seinen politischen Aktivitäten, wie etwa der Partei Nationales Korps, zu tun habe. Im Regiment dienten Angehörige unterschiedlicher ethnischer oder religiöser Herkunft und Überzeugung, darunter Griechen, Juden, Krimtataren oder Russen, bzw. Orthodoxe, Katholiken, Protestanten, Heiden, Moslems, Juden und Atheisten. Dazu folge man den Befehlen eines jüdischen Präsidenten. Es sei „absurd“ anzunehmen, das einigende Band des Regimentes sei Rassismus oder Nazismus.[65]

Rechtsextremismus

Der mehrheitlich russischsprachige[65] Verband gilt außerhalb der Ukraine als ultranationalistisch und ist daher im Ausland wegen der teilweise offen geäußerten rechtsextremen politischen Positionen von Anführern und Angehörigen stark umstritten.[66][67][60] Symbol des Regiments Asow ist die Wolfsangel, die als Zeichen von den Nationalsozialisten verwendet wurde[15], konkret von der 2. SS-Panzerdivision. Auch die Symbole anderer SS-Divisionen wurden von Mitgliedern des Regiments verwendet, konkret das der SS-Division Totenkopf[68] und der 14. Waffen-Grenadier-Division der SS[69] All diese SS-Einheiten hatten gemeinsam, dass sie von den Nationalsozialisten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine eingesetzt wurden.

Mittlerweile, Stand 2022, habe sich nach Angaben von Andreas Umland vom Stockholm-Zentrum für Osteuropastudien das Regiment aber „entideologisiert“ und zu einer normalen Kampfeinheit entwickelt;[70] Umland betont, dass mit der Eingliederung des Regiments in die Nationalgarde eine Trennung zwischen der militärischen Einheit unter dem Namen „Asow“ und einem politischen Projekt unter demselben Namen stattgefunden habe. Nach Ansicht von Kacper Rekawek vom Center for Research on Extremism der Universität Oslo sind mit den Jahren zunehmend Soldaten ohne Neonazi-Vergangenheit in das Regiment eingetreten, so dass die Verbindung zur rechtsextremistischen Asow-Bewegung schwächer wurde.[65] Laut einem Artikel im US-amerikanischen Journal Foreign Affairs werden seit der Eingliederung des Regiments Asow in die Nationalgarde die Herkunft sowie das Verhalten der Kämpfer überwacht, um ausländische Freiwillige und Neonazis ausschließen zu können.[71][72] Während das Regiment früher unzweifelhaft als rechtsextrem galt, ist das Bild heute weniger klar.[71] Einige der rechtsextremen Funktionäre verließen die Einheit, so zum Beispiel der rechtsextreme Politiker und Gründungsmitglied des Regiments Andrij Bilezkyj Ende 2014.[71] Auch der ukrainische Extremismusforscher Anton Schechowzow, der das ursprüngliche Bataillon Asow heftig kritisiert hatte, änderte seine Meinung. Er bewertete 2022 das Regiment Asow als eine hochprofessionelle Spezialeinheit, die keine politische Organisation, keine Miliz, kein rechtsextremes Bataillon mehr sei. Viele Rechtsextreme hätten die Einheit verlassen, so Schechowzow; sie bestehe heute aus ukrainischen Bürgern verschiedener ethnischer Herkunft: Ukrainer, Russen, Belarussen, Krimtataren, Georgier und Griechen, die untereinander überwiegend Russisch sprächen.[73][74] In ähnlichem Sinne äußert sich Vyacheslav Likhachev.[75][76] Der deutsche Politikwissenschaftler Alexander Ritzmann hingegen ist skeptischer und betont, man müsse zwischen dem Regiment, das unter staatlicher Kontrolle stehe, und der ihm nahestehenden Asow-Bewegung unterscheiden. Die Distanzierung der letzteren von ihrer rechtsextremen Vergangenheit sei zweifelhaft und möglicherweise eher aus PR-Gründen erfolgt[77]. Der kanadische Journalist Michael Colborne betrachtet die knapp 20.000 Mitglieder umfassende Asow-Bewegung als eine der stärksten rechtsextremen Bewegungen Europas, die ausdrücklich gegen eine liberale Demokratie gerichtet sei und sowohl über Verbindungen ins ukrainische Veteranenministerium als auch zur internationalen rechtsextremen Szene verfüge. Das Regiment mache nur einen kleinen Teil aus. Mit dem Ausscheiden des Innenministers Arsen Awakow aus dem Amt habe der ukrainische Staat sich dazu stärker gegen die Bewegung gerichtet und Razzien durchgeführt.[78] Bis 2019 seien nach Colborne "sehr aktiv" enge Verbindungen mit europäischen rechtsextremen Bewegungen betrieben worden. Nach Nicholas Potter von der Amadeu Antonio Stiftung sei nicht jedes Mitglied des Regiments rechtsextrem, und seine Rolle werde in der Darstellung Putins aufgebauscht – weiterhin sei aber eine enge Verbindung des Regiments zur rechtsextremen Szene belegt, und Angehörige würden in sozialen Medien weiterhin mit Neonazisymbolen posieren.[79] Laut Colborne werde die Bedeutung der Asow-Bewegung – die aus der gleichnamigen Militäreinheit hervorgegangen sei – sowohl unter- wie überschätzt. Weder sei sie politisch so einflusslos, wie ihre geringen Mitgliederzahlen vermuten liessen, noch eine faschistische Massenbewegung analog den Bewegungen der 1930er Jahre. Sie sei eine kommunikationspolitisch sehr geschickte Bewegung mit zahlreichen Grautönen, die weiterhin wachse, sich aber im Gefolge des Krieges nun vor allem auf die Ukraine konzentriere. Die ausländischen Kämpfer, die zu ihr gestoßen seien, könnten nicht alle der extremen Rechten zugeordnet werden. Innerhalb der rechtsextremistischen Bewegungen weltweit hätte sie nicht nur Unterstützer, teilweise werde sie dort wegen ihres Kampfes unter dem jüdischen Präsidenten Wolodymyr Selelenskyi gegen das von der globalen Rechten geschätzte Russland unter Putin geradezu gehasst.[80]

Menschenrechtsverletzungen

Angehörige des Regiments Asow durchsuchen das Haus eines Dorfbewohners bei Mariupol, 5. Juli 2014
Soldaten des Regiments Asow verhören Dorfbewohner in der Nähe von Mariupol, 5. Juli 2014

Anhänger von Freiwilligen-Bataillonen, die sich grausam verhalten hatten, wurden strafrechtlich verfolgt. Ein besonderer Umstand war die Tatsache, dass kein Kriegsrecht herrschte, sondern eine „Antiterroristische Operation“ (ATO) lief. Somit wurden die Angeklagten aufgrund von Zivilgesetzen verfolgt, es konnten keine Kriegsverbrechen ermittelt werden. Zu jener Zeit waren teilweise Beamte der Strafverfolgungsbehörden übergelaufen, auf diese eigentlich für Recht und Ordnung Zuständigen konnte man sich nicht verlassen. Der Vorsitzende der ältesten ukrainischen Menschenrechtsorganisation Kharkiv Human Rights Group (KHPG) nannte als unklares Beispiel, dass Kämpfer der Freiwilligenbataillone Separatisten festhielten, obwohl sie nach den Gesetzen zu Friedenszeiten nicht formell das Recht dazu hatten. Es wurden also Handlungen von Freiwilligen, welche sich anstelle desertierter Beamter für den Ukrainischen Staat einsetzten, aufgrund „illegaler Freiheitsberaubung“ einer Person angeklagt.[81]

2014

Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) dokumentierte in einem Bericht über „konfliktbezogene sexuelle Gewalt in der Ukraine“, wie Mitglieder des Bataillons Asow im Mai 2014 eine Frau aus der ostukrainischen Oblast Saporischschja neben ihrem Haus entführten und einer vier bis fünf Stunden andauernden Folter unterzogen. Die maskierten Entführer, welche angaben, auf Befehl des ukrainischen Geheimdienstes SBU zu handeln, fesselten Hände und Füße des Opfers mit Kabelbindern, die durch eine Metallkette festgezogen wurden. Daraufhin traten sie die Frau, schlugen sie mit Gewehrkolben, trieben ihr Nadeln unter die Nägel und folterten sie nach der „Schwalben-Methode“.[82] Bei dieser Folter wird das Opfer an seinen auf dem Rücken zusammengebundenen Händen aufgehängt und verprügelt.[83] Einer der Entführer drohte der Frau mit einer Gruppenvergewaltigung durch orale und vaginale Penetration. Schließlich wurde dem Mann durch einen der anderen Täter, gemäß dem Opfer einen SBU-Beamten, befohlen aufzuhören. Die Entführte wurde noch am selben Tag freigelassen.[82]

Laut dem ukrainischen Innenministerium stürmten und besetzten am 9. Mai 2014 etwa 60 Männer mit automatischen Waffen den lokalen Sitz des Innenministeriums in Mariupol. Die Ukrainische Nationalgarde, das Regiment Asow und das Regiment Dnipro hätten daraufhin versucht, das Gebäude zurückzuerobern. Infolge der Auseinandersetzung wurden neun Menschen getötet und viele weitere verwundet, dabei handelte es sich in erster Linie um Einwohner von Mariupol. Dem OHCHR liegen unverifizierte Berichte vor, nach denen das Regiment Asow beim Rückzug auf prorussische Demonstranten stieß, welche versuchten, das Regiment aufzuhalten. Asow-Angehörige sollen daraufhin zuerst Warnschüsse in die Luft abgegeben und dann auf die Beine der Demonstranten gefeuert haben.[84]

In einem Bericht des OHCHR über die Menschenrechtslage in der Ukraine wird beschrieben, wie zwischen August und September 2014 ein Mann mit einer geistigen Behinderung von acht bis zehn Angehörigen des Bataillons Asow sowie des Bataillons Donbass vergewaltigt und anderen Formen sexueller Gewalt ausgesetzt wurde. Als Resultat verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Opfers so sehr, dass es stationär in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden musste. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte spricht von einer allgemeinen Straflosigkeit in solchen Fällen.[85] Im Bericht wurde weiterhin festgehalten, dass am 28. Januar 2015 ein Bürger Mariupols wegen Unterstützung der Volksrepublik Donezk von drei Soldaten des Bataillons Asow festgenommen und bis zum 6. Februar 2015 im Keller einer Sportschule ununterbrochen verhört und gefoltert wurde. Das Opfer klagte darüber, dass es mit Handschellen an eine Metallstange gefesselt und daran hängen gelassen wurde. Berichten zufolge schlugen die Angehörigen des Bataillons Asow außerdem die Genitalien des Mannes und folterten ihn mit Strom, einer Gasmaske und Waterboarding. Infolgedessen gestand das Opfer, Informationen über Standorte von Kontrollpunkten der ukrainischen Regierung mit bewaffneten Gruppen weitergegeben zu haben. Am 7. Januar wurde der Mann an den Mariupoler SBU überreicht, welcher ihn daraufhin offiziell festnahm.[86]

Am 10. August 2014 reiste ein Mann aus Hryhoriwka in das Dorf Mnohopillia, um seine Mutter zu besuchen. Am Eingang des Dorfes wurde der Zivilist an einem Kontrollpunkt ukrainischer Soldaten angehalten, darunter Angehörige der Freiwilligenbataillone Asow und Donbass. Bataillonsmitglieder fesselten daraufhin Hände und Beine des Mannes mit einem Seil, schossen in seine Richtung und schlugen auf ihn ein. Dann banden sie ihm ein Seil um den Hals und schleiften ihn über ein Feld, bis er keine Luft mehr bekam und das Bewusstsein verlor. Berichten zufolge forderte ein Soldat der ukrainischen Armee die Bataillonsmitglieder auf, den Mann freizulassen. Das Opfer erlitt zahlreiche Hämatome, und sein Sehvermögen verschlechterte sich.[87]

Das OHCHR dokumentierte in einem Bericht über die „Verantwortung für Tötungsdelikte in der Ukraine“, dass am 14. März 2014 in Charkiw infolge von Zusammenstößen zwischen Aktivisten der „Pro-Föderalismus“-Gruppe „Oplot“ („Bollwerk“) und der „Pro-Einheit“-Gruppe „Patriot der Ukraine“ zwei „Oplot“-Mitglieder erschossen wurden. Zwei Jahre nach dem Vorfall gab es keine Fortschritte in der Untersuchung des Falls, mutmaßliche Täter wurden nicht identifiziert. Laut OHCHR deuten jedoch Informationen des SBU, des ukrainischen Innenministeriums und der regionalen Charkiwer Staatsanwaltschaft darauf hin, dass die Mehrheit der „Patriot der Ukraine“-Mitglieder, welche an der Schießerei beteiligt waren, anschließend als Soldaten des Bataillons Asow in der Ostukraine im Einsatz waren.[88] Der Bericht konstatiert außerdem, dass am 8. Mai 2014 der Bürger Wolodymyr Lobach von Angehörigen des Bataillons Asow erschossen wurde, als sie in einem Konvoi von mehr als 200 Soldaten durch die Kleinstadt Reschetyliwka in der Oblast Poltawa fuhren. Das Opfer wurde nach einer verbalen Auseinandersetzung mit Asow-Soldaten an einer Tankstelle getötet. Als der Staatsanwalt von Poltawa, der Chef des Innenministeriums und der Leiter der lokalen SBU-Abteilung am Tatort eintrafen, wurden sie von Mitgliedern des Bataillons Asow bedroht und zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Berichten zufolge fuhr der Konvoi daraufhin weiter in Richtung Konfliktzone. Zwei Jahre später, am 1. Juni 2016, hatte die örtliche Polizei keinen einzigen Verdächtigen in dem Fall ermittelt.[89] Der Bericht des OHCHR erwähnt das Bataillon Asow zudem im Abschnitt „Fälle von Verschwindenlassen, die möglicherweise zum Tod geführt haben“ im Zusammenhang mit dem Fall „Serhii Dolhow“. Im Juni 2014 wurde das Bataillon Asow zusammen mit dem Regiment Dnipro in das von der Regierung kontrollierte Mariupol versetzt. Am 18. Juni 2014 drangen sechs bewaffnete Männer mit Sturmhauben in die Räumlichkeiten der Zeitung „Vestnyk Pryasowya“ ein. Deren Chefredakteur Serhii Dolhow war für seine Sympathien für eine Föderalisierung der Ukraine bekannt. Laut einem Augenzeugen schlugen die bewaffneten Männer auf ihn ein und nahmen ihn mit. Anwohner konnten sehen, wie Dolhow in den Kofferraum eines Autos gezwungen wurde. Weder die örtliche Polizei, die am Tatort ankam, noch die örtliche Staatsanwaltschaft konnten Informationen über ihn bereitstellen und verwiesen stattdessen auf „andere Kräfte“, die in der Stadt anwesend seien.[90] Das Büro des Militärstaatsanwalts, welcher in der Ukraine für die Untersuchung von Vergehen durch Angehörige der Streitkräfte zuständig ist, machte im Dezember 2014 keine Verlautbarungen zu Schritten zur Untersuchung der beträchtlichen Anzahl von Vorwürfen von Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten und Verletzungen des humanitären Völkerrechts wie Plünderung oder willkürlicher Behandlung oder Misshandlung in der Ostukraine durch Mitglieder freiwilliger Bataillone wie Asow (“has not reported of taking any steps to investigate the considerable number of allegations of human rights violations against civilians and violations of international humanitarian law in the east, including looting, arbitrary detention and ill-treatment by members of certain voluntary battalions such as Aidar, Azov, Slobozhanshchina and Shakhtarsk”).[91]

Vier Gefangene, die wegen der Vorfälle vom 9. Mai 2014 in Mariupol festgehalten worden waren, klagten über Misshandlungen durch SBU-Beamte und Angehörige des Asow-Regiments sowie über zeitweise Isolationshaft im September 2014 und die Verwendung von durch Folter gewonnenen Beweisen. Sie berichteten, dass ihnen medizinische Hilfe für die durch die Folter erlittenen Verletzungen verweigert sowie ungenügender Rechtsbeistand geleistet worden sei.[92]

2015

Das OHCHR hält fest, dass am 3. August 2015 in Charkiw ein Mann auf dem Weg zu einer Demonstration zur Unterstützung der Partei Oppositionsblock von maskierten und uniformierten Männern in einem Militärfahrzeug mit der Aufschrift „Asow“ entführt wurde. Diese sollen ihn auf dem Stadtfriedhof zusammengeschlagen und dort liegengelassen haben. Die Polizei leitete strafrechtliche Ermittlungen wegen „rechtswidriger Inhaftierung oder Entführung einer Person“ ein.[93] Ein Bericht des OHCHR für den Zeitraum August bis November 2015 erwähnt, dass ein vom Bataillon Asow festgenommener Mann laut eigener Aussage einer Scheinhinrichtung unterzogen wurde und man ihm angedroht habe, ihn zu vergewaltigen. Auch sei ihm ins Gesicht geschlagen, seine Rippen gebrochen und seine Beine mit einem Bajonettmesser durchbohrt worden.[94]

2017

Im Mai 2017 wurde eine Frau in Mariupol auf eine Position des Regiments Asow gelockt, wo sie entführt und mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort transportiert wurde. Dort schlug man ihr mit einem Gewehrkolben gegen die Knie und bedrohte sie mit dem Tod, was das Opfer zur Kooperation mit den Entführern zwang. Nachdem die Täter der Polizei mitgeteilt hatten, dass sie ein Mitglied einer bewaffneten Gruppe gefasst hätten, wurde die Frau ohne Anwalt verhört und unterschrieb ein Vernehmungsprotokoll, wodurch sie sich selbst belastete. Am nächsten Tag wurde das unfreiwillige Geständnis der Entführten gefilmt und sie selbst in das SBU-Gebäude von Mariupol gebracht, wo sie ihr Geständnis vor zwei Beamten wiederholen musste. Nachdem einer der beiden Beamten den Raum verlassen hatte, schloss der andere die Tür ab und befahl dem Opfer, sich für eine körperliche Untersuchung auszuziehen. Der Mann fotografierte ohne Erklärung die Narben und Tätowierungen der Frau. Das OHCHR merkt hierzu an, dass die erzwungene Nacktheit während der Untersuchung, die nicht von einer medizinischen Fachkraft durchgeführt wurde, als sexuelle Gewalt charakterisiert werden kann. Man brachte das Opfer anschließend in seine Wohnung, die zuvor durchsucht worden war. Dort wurde die Frau weitere drei Tage von zwei SBU-Beamten festgehalten. Man brachte sie dann vor Gericht, wo ihr ein SBU-Beamter zweimal in den Magen schlug und so starke Schmerzen verursachte. Die Militärstaatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung des Verhaltens des SBU ein.[95]

Rolle in der russischen Propaganda

Die Existenz des Regiments Asow war immer Bestandteil der russischen Propaganda.[96][97][98] Dagegen steht die Feststellung, dass Rechtsextreme in der Ukraine politisch bedeutungslos sind; bei der Parlamentswahl 2019 konnte das Wahlbündnis rechtsextremistischer Parteien (darunter auch das mit dem Regiment Asow verknüpfte „Nationalkorps“) mit 2,4 % der Stimmen nicht einmal die Hälfte der notwendigen Zustimmung für die Fünf-Prozent-Hürde erreichen und nur in einem von 186 Wahlkreisen ein Direktmandat erringen; das Wahlbündnis stellt damit nur einen von 450 Abgeordneten des ukrainischen Parlaments.[99] Auf prorussischer Seite kämpfen gleichfalls organisierte Rechtsextreme, ihre militärische Bedeutung für den Konflikt im Donbass im Jahre 2014 wurde als deutlich stärker als die analoge Verwendung auf ukrainischer Seite eingeschätzt.[100]

Im Zusammenhang mit der Bombardierung der Geburtsklinik in Mariupol, die zu vier Todesfällen und mindestens einer Totgeburt geführt hat, behauptete der russische Außenminister Sergei Lawrow, dass die Klinik ein Lager des Regiments Asow gewesen sei.[101] Auch beim Luftangriff auf das Theater von Mariupol erklärte ein Sprecher der selbsternannten Volksrepublik Donezk, dass das Theater als militärisches Hauptquartier von Angehörigen des Regiments Asow fungiert habe.[102]

In der ähnlich wie die Propaganda von Tag zu Tag agierenden russischen Duma wurden, sofort als die ersten Soldaten sich ergaben, Gesetze vorgeschlagen, welche den Ausschluss von Asow-Soldaten vom Gefangenenaustausch vorsahen – was ein Bruch internationaler Vereinbarungen wäre. Ein anderes Gesetz sollte Asow zu einer ‚Terrororganisation‘ erklären – auch dies erstens rückwirkend, also juristisch willkürlich, und dazu noch unter Missachtung des Details, dass die Ukraine nicht Russland ist, so Leonid Wassiljewitsch Nikitinski.[103] Allgemein wurde mit propagandistischen Schauprozessen gerechnet.[104]

Rezeption

Abzeichen des Regiments Asow bis zur Änderung im August 2015. Das weiß dargestellte Symbol der Schwarzen Sonne ist ein international genutztes Erkennungsmerkmal der Neonazi-Szene; die schwarze Wolfsangel (N mit Strich) war das Abzeichen der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ der Waffen-SS.

Das Abzeichen des Regiments zeigt eine blaue Wolfsangel auf gelbem Grund. Die Wolfsangel wurde auch von der SS-Verfügungsdivision genutzt. Zudem war auf dem ehemaligen Logo der Einheit, das bis zum 11. August 2015 genutzt wurde, eine Schwarze Sonne zu sehen, ein in der rechten Szene weit verbreitetes Symbol. Der ehemalige Kommandeur Bilezkyj stritt jedoch Verbindungen zwischen der genutzten Symbolik und dem Nationalsozialismus ab.[105]

2014

In der Nachrichtensendung heute des ZDF vom 8. September 2014 wurde ein Video gezeigt, auf dem zwei Angehörige der Einheit an ihren Stahlhelmen nationalsozialistische Symbole wie das Hakenkreuz und die Siegrunen der SS trugen.[106][107]

Die Duldung rechtsextremer Kampfverbände durch die ukrainische Regierung wurde kritisiert.[15] Der ukrainische Politologe Anton Schechowzow bezeichnete das Bataillon 2014 noch als offen rechtsextrem. Die ukrainische Regierung – zu dieser Zeit das Kabinett Jazenjuk I – sei für die Mitglieder der Einheit nach wie vor ein Feind.[108] Auch die New York Times attestierte verschiedenen ukrainischen Milizen, die Vorstöße der Armee voraus auszuführen, was „chaotisch und gewalttätig“ aussehe (“The regular army bombards separatist positions from afar, followed by chaotic, violent assaults by some of the half-dozen or so paramilitary groups surrounding Donetsk who are willing to plunge into urban combat.”).[109] Innenminister Awakow bestätigte in einem Interview im Oktober 2014 zwar, dass „die meisten“ der Asow-Kämpfer „eine eigene Weltsicht“ hätten, bestritt aber den nationalsozialistischen Bezug der von ihnen verwendeten Symbole und hob stattdessen ihre so erworbenen Verdienste in der Verteidigung des Landes gegen die regierungsfeindlichen Kräfte hervor. Die Befürchtung, dass sich Freiwilligenverbände gegen die Regierung wenden könnten, wies er zurück.[110] Am 21. Juni 2014 bezeichnete Bilezkyj den von dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko zeitweise verhängten einseitigen Waffenstillstand als „strategischen Fehler“.[111][112] Nachdem das Regiment Asow am 12. November 2014 in die Nationalgarde eingegliedert wurde, bezeichnete der damalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko die Angehörigen des Regiments bei einer Ordensverleihung als „unsere besten Kämpfer“ und „unsere besten Freiwilligen“.[113][114]

2015

Am 11. Juni 2015 beschloss der US-Kongress, jegliche Hilfen für das Asow-Regiment zu unterbinden. Als Grund nannte er das offene Tragen rechtsextremer Symbole (Abzeichen) und dessen neonazistische Ansichten.[115]

Literatur

  • Michael Colborne: From the Fires of War: Ukraine’s Azov Movement and the Global Far Right. ibidem-Verlag, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-8382-1508-2.
  • Ivan Gomza: Das Asow-Regiment und die russische Invasion. In: Ukraine-Analysen. Nr. 270, 22. Juni 2022, S. 6–9, doi:10.31205/UA.270.02.
  • Andreas Heinemann-Grüder: Geiselnehmer oder Retter des Staates? Irreguläre Bataillone in der Ukraine. In: Osteuropa, Heft 3–4/2019, S. 51–80, hier S. 58 f.

Reportage

Weblinks

Commons: Azov Regiment – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ann-Dorit Boy: Ukraine-Krieg: Vize-Kommandeur des Asow-Regiments: »Wir vertrauen den Worten Putins nicht«. In: Der Spiegel. 21. April 2022 (spiegel.de [abgerufen am 21. April 2022]).
  2. WDR: Was ist dran: Putins Narrativ von den Neonazis in der Ukraine. 18. Mai 2022, abgerufen am 1. Juli 2022.
  3. Ukraine partisans battling separatists raise concerns (deutsch: Die gegen die Separatisten kämpfenden ukrainischen Partisanen erwecken Bedenken). In: Financial Times. 22. Mai 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch, Originaltitel:).
  4. Damien Sharkov: Ukrainian Nationalist Volunteers Committing ‘ISIS-Style’ War Crimes. Newsweek, 9. Oktober 2014.
  5. Dave Bender: Ukraine: Batallion Backed by Jewish Billionaire Sent to Fight Pro-Russian Militias. In: Algemeiner.com. 24. Juni 2014. Abgerufen am 9. Mai 2022.
  6. „Asow“ erweitert und betont, dass es nicht an Wahlen teilnimmt. In: Ukrajinska Prawda. 18. September 2014, abgerufen am 11. Februar 2015 (ukrainisch, Originaltitel: "Азов" розширився до полку і наголошує, що на вибори не йде).
  7. От Бандеры до «Азова»: отвечаем на главные вопросы об украинском национализме. Откуда он взялся, как влияет на современную Украину — и каким его изображает российская пропаганда (Von Bandera bis „Asow“: Antwort auf die wichtigsten Fragen zum ukrainischen Nationalismus. Woher er kam, wie er die heutige Ukraine beeinflusst – und wie ihn die russische Propaganda darstellt). Meduza, 17. April 2022.
  8. Askold Krushelnycky: The Battle For Mariupol. In: Atlantic Council, 16. Juni 2014, abgerufen am 17. Februar 2015 (englisch).
  9. Paramilitary Forces in Ukraine: Matches to a Powder Keg. In: Small Wars Journal. 21. Februar 2022, abgerufen am 16. März 2022 (englisch).
  10. Милиция задержала министра обороны "Донецкой народной республики" Какидзянова (deeutsch: Miliz nimmt Verteidigungsminister der „Volksrepublik Donezk“ Kakidsjanow fest). In: Podrobnosti. 7. Mai 2014, abgerufen am 17. März 2022 (russisch).
  11. Замкомандира батальона "Азов" раскритиковал организацию АТО на Донбассе (deutsch: Stellvertretender Kommandeur des Bataillons Asow kritisiert die Organisation der Anti-Terror-Operation im Donbass). In: Vesti.ua. 12. Mai 2014, abgerufen am 28. März 2022 (russisch).
  12. Батальон Азов грозит "жесткой зачисткой" сепаратистам шахтерских городков (deutsch: Bataillon Asow droht mit „harter Säuberung“ von Separatisten in Bergbaustädten). In: Korrespondent.net. 23. Mai 2014, abgerufen am 29. März 2022 (russisch).
  13. Hal Foster: A special-forces unit, started from scratch, wins a key battle in Ukraine. Tengrinews.kz, 21. Juni 2014, archiviert vom Original am 20. August 2014; abgerufen am 21. September 2014 (englisch).
  14. Christian Esch: Neonazis im Häuserkampf. In: Frankfurter Rundschau. 10. August 2014, abgerufen am 21. September 2014.
  15. a b c Linda Hinz: Schmutziger Kampf in der Ukraine. Neonazis im Dienst der Regierung. In: Focus Online. 14. August 2014, abgerufen am 14. August 2014.
  16. Серпень 2014-го. Іловайськ. Частина ІІ. Чому добровольчі батальйони, а не Збройні Сили України, пішли на штурм міста. Übersetzung: August 2014. Ilowajsk. Teil II. Warum freiwillige Bataillone und nicht die Streitkräfte der Ukraine die Stadt stürmten. In: Tyzhden.ua. 25. August 2015, abgerufen am 29. März 2022 (ua).
  17. У бою під Іловайськом загинув чоловік Тетяни Чорновол (оновлено) (deutsch: Ehemann von Tetjana Tschornowol im Kampf bei Ilowajsk getötet. Mykola Beresowyj war Freiwilliger im Bataillon Asow). In: LB.ua. 10. August 2014, abgerufen am 29. März 2022 (ua).
  18. Russia to send humanitarian convoy into Ukraine in spite of warnings. In: The Guardian. 11. August 2014, abgerufen am 29. März 2022 (englisch).
  19. Под Новоазовском идет бой с прорвавшимися на территорию Украины из РФ боевиками, заявляют в батальоне "Азов" (deutsch: In der Nähe von Nowoasowsk läuft ein Kampf mit Militanten, die aus der Russischen Föderation in das Territorium der Ukraine eingedrungen sind, sagt das Bataillon Asow). In: Interfax Ukraine. 25. August 2014, archiviert vom Original; abgerufen am 29. März 2022 (russisch).
  20. Мариуполь готовы эвакуировать, если понадобится – Тарута (deutsch: Taruta: Man ist dazu bereit, Mariupol im Notfall zu evakuieren). In: ZN.ua. 5. September 2014, abgerufen am 29. März 2022 (russisch).
  21. Ukraine conflict: Battles rage ahead of Minsk talks. In: BBC News. 10. Februar 2015, abgerufen am 8. April 2022 (englisch).
  22. Жители освобождённого Широкино о полке "Азов": вежливые молодые ребята (deutsch: Bewohner des befreiten Schyrokyne über das Regiment Asow: Höfliche junge Leute). In: newsru.ua. 12. Februar 2015, archiviert vom Original; abgerufen am 8. April 2022 (russisch).
  23. Battle under way near Shyrokyne in Donetsk region, many wounded, government forces say. In: Kyiv Post. 14. Februar 2015, abgerufen am 8. April 2022 (englisch).
  24. Latest from OSCE Special Monitoring Mission (SMM) to Ukraine based on information received as of 19:30 (Kyiv time), 5 July 2015. In: OSCE. 6. Juli 2015, abgerufen am 8. April 2022 (englisch).
  25. a b Nail Akkoyun: „Babushka Bataillon“ will Ukraine gegen Russland verteidigen – mit Ausbildung von Neonazis. In: Frankfurter Rundschau. 15. Februar 2022, abgerufen am 5. März 2022.
  26. Joe Davies: Elderly Ukrainian woman pictured around the world learning how to fight off Putin is being trained by ‘far right paramilitaries’: Azov Battalion’s founders believe minorities are ‘sub-human’ and proudly wear SS insignia. Mail Online, 15. Februar 2022.
  27. Simone Brunner, Anna Zhukovets: Stahlwerk in Mariupol: „Die Zeit ist unser Feind“. In: Zeit Online. 21. April 2022, abgerufen am 3. Mai 2022.
  28. Letzte Bastion des Widerstands in Mariupol Sturm auf Asow-Stahl hat wohl begonnen. In: Spiegel Online. 3. Mai 2022, abgerufen am 4. Mai 2022.
  29. Ehefrauen flehen um Evakuierung von Soldaten. In: n-tv Politik. 30. April 2022 (n-tv.de [abgerufen am 7. Mai 2022]).
  30. 260 ukrainische Soldaten verlassen Asow-Stahlwerk. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ.NET). 17. Mai 2022, abgerufen am 17. Mai 2022.
  31. Russland erobert Asow-Stahlwerk. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ.NET). 21. Mai 2022, abgerufen am 21. Mai 2022.
  32. a b Konflikt in der Ostukraine – Urlaub unter Waffen. In: FAZ. 8. August 2014, abgerufen am 21. September 2014.
  33. Christopher J. Miller: Volunteer Donbass Battalion takes up arms to defend Ukraine, defeat separatists (deutsch: Freiwilligenbataillon Donbass hebt die Waffen um die Ukraine zu verteidigen und die Separatisten zu besiegen). In: Kyiv Post. 14. Mai 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch).
  34. Полк Азов буде реорганізовано в бригаду спецпризначення – Білецький (deutsch: Das Regiment Asow wird in eine Spezialeinheit umstrukturiert). In: Korrespondent.net. 18. Juni 2015, abgerufen am 8. April 2022 (ua).
  35. a b Deutsche heuern bei rechtsextremem ukrainischen Bataillon an. Spiegel Online, 11. November 2017, abgerufen am 11. November 2017.
  36. Profile: Who are Ukraine’s far-right Azov regiment? In: Al Jazeera. Abgerufen am 23. März 2022 (englisch).
  37. Was ist das Regiment Asow, diese Neonazis der ukrainischen Armee, auf die Moskau mit dem Finger zeigt? In: BFM TV. 10. März 2022, abgerufen am 7. April 2022 (französisch).
  38. Who are the soldiers of the Azov regiment, accused of being the “neo-Nazis” of the Ukrainian army? In: Globe Echo. 23. März 2022, abgerufen am 7. April 2022 (englisch).
  39. ПРО АЗОВ. In: Regiment Asow. Abgerufen am 1. Mai 2022.
  40. Askold Krushelnycky: Ein ukrainischer Sieg. In: National Review. 25. Juni 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch, Originaltitel: A Ukrainian Victory).
  41. Sabra Ayres: Driven by far-right ideology, Azov Battalion mans Ukraine’s front line. In: Al Jazeera. 24. Juli 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch).
  42. New volunteer recruits head east to fight in Ukrainian army’s Azov Battalion. In: Kyiv Post. 24. Juni 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch).
  43. a b Danijel Majic: „Es ist doch besser, wenn es knallt“. Frankfurter Rundschau, 18. November 2014, abgerufen am 9. Mai 2022.
  44. David Chater: Neo-fascists train to fight Ukrainian rebels. Volunteers believing in national socialism are joining a battalion raised by the interior ministry. In: Al Jazeera. 9. Juni 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch).
  45. Fausto Biloslavo: Gli Uomini Neri. Il Giornale, abgerufen am 21. September 2014 (italienisch).
  46. Dina Newman: Ukraine conflict. ‘White power’ warrior from Sweden. In: BBC News. 16. Juli 2014, abgerufen am 21. September 2014 (englisch).
  47. Des Romands soutiennent des combattants en Ukraine. letemps.ch, 8. Februar 2015.
  48. Schweizer Neonazis liefern Geld in die Ostukraine. In: tagesanzeiger.ch. 7. Februar 2015, archiviert vom Original am 8. Februar 2015; abgerufen am 26. September 2017.
  49. Arie W. Kruglanski, Rohan Gunaratna, Molly Ellenberg, Anne Speckhard: Terrorism in time of the pandemic: exploiting mayhem. In: Global Security: Health, Science and Policy, 30. Oktober 2020, abgerufen am 29. April 2022.
  50. Christian Fuchs: Rechtsextremismus: Rechte Kämpferlandverschickung. In: Zeit Online, 11. Februar 2021, abgerufen am 27. April 2022.
  51. Erich Aschwanden: Neonazis aus der Schweiz und Deutschland unterstützen Kämpfer in der Ukraine. In: Neue Zürcher Zeitung, 25. Februar 2022, abgerufen am 1. Mai 2022.
  52. Simone Rafael: Symbole rechtsextremer Gruppen in Russland und in der Ukraine. In: Belltower.News, 11. März 2022, abgerufen am 1. Mai 2022.
  53. Stefan Schocher: Von Nazis und Ultra-Nationalisten. In: Kurier, 25. Juli 2014, abgerufen am 27. April 2022.
  54. Rechtsradikaler wird Polizeichef in Kiew. Die Welt, 12. November 2014.
  55. Webseite des ukrainischen Präsidenten, 5. Dezember 2014 (Memento vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive)
  56. Anton Shekovtsov: Wie Vetternwirtschaft ukrainischen Neonazis nützt. Die Zeit, 11. Dezember 2014.
  57. Ukraine crisis: the neo-Nazi brigade fighting pro-Russian separatists (Memento vom 17. August 2014 im Internet Archive)
  58. Neo-fascists train to fight Ukrainian rebels. In: www.aljazeera.com. 9. Juni 2014. Abgerufen am 9. Mai 2022.
  59. Sabri Deniz Martin, Simon Hemmers: Wie ein rechtsextremes Freiwilligenregiment mit Black Metal Nachwuchs rekrutiert. In: Belltower.News. 12. August 2020, abgerufen am 13. August 2020.
  60. a b Erich Aschwanden: Neonazis aus der Schweiz und Deutschland unterstützen Kämpfer in der Ukraine. In: Neue Zürcher Zeitung, 25. Februar 2022, abgerufen am 15. März 2022. Zitat: „Am bekanntesten ist in Neonazi-Kreisen jedoch eine Kampfeinheit auf ukrainischer Seite: das Regiment Asow. Der von nationalistischen Politikern gegründete Verband ist wegen seiner teilweise offen rechtsradikalen politischen Positionen stark umstritten. Seine Anhänger eifern Hitlers Waffen-SS nach. In Deutschland ist der Freiwilligenverband eng verbunden mit dem rechtsextremen III. Weg und der Identitären Bewegung.“
    Azov Battalion Is Not Neo-Nazi, But Some People In Battalion Are – Umland. 19. Januar 2015, archiviert vom Original am 23. Februar 2015; abgerufen am 23. Februar 2015 (englisch, Politologe und Osteuropaexperte Andreas Umland im Interview mit hromadske.tv).
    „Asow“-Regiment: Die Extremisten in Mariupol. In: Deutsche Welle. 17. März 2022, abgerufen am 12. April 2022.
    Empörung über rechtsextreme Ukraine-Flaggen – Kaufland stellt Verkauf ein. In: Redaktionsnetzwerk Deutschland. 2. April 2022, abgerufen am 12. April 2022.
  61. Andreas Förster: Die Einsicht kommt spät. In: der Freitag. 2019, abgerufen am 13. August 2020.
  62. Christoph Käppeler: „Ja, das Asow-Bataillon ist eine rechtsextreme Organisation“. hr info, 28. März 2022.
  63. Виталий Червоненко: Антисемитизм или манипуляция: усиливается ли притеснение евреев в Украине? (deutsch: Antisemitismus oder Manipulation: Wächst die jüdische Unterdrückung in der Ukraine?). In: BBC. 14. Mai 2018, abgerufen am 19. Oktober 2019 (russisch).
  64. Билецкий: Половина людей, которые воевали за Украину, разговаривает на русском языке (deutsch: Biletsky: Die Hälfte der Menschen, die für die Ukraine gekämpft haben, sprechen Russisch). In: gordonua.com. 20. November 2018, abgerufen am 19. Oktober 2019 (russisch).
  65. a b c Tara John, Tim Lister: A far-right battalion has a key role in Ukraine’s resistance. Its neo-Nazi history has been exploited by Putin. In: CNN World. 30. März 2022, abgerufen am 7. Mai 2022.
  66. Ukraine: Das Asow-Regiment – Neonazis oder Elitekämpfer? – Podcast. In: Der Spiegel. 3. Mai 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 4. Mai 2022]).
  67. Neonazis oder Nationalhelden: Was ist das ukrainische Asow-Regiment? In: DiePresse. 19. April 2022, abgerufen am 19. April 2022.
  68. Ukrainisches Verteidigungsministerium auf Twitter, archiviert im Internet Archive, 9. Mai 2022
  69. Markus Sulzbacher: Faktencheck: Wie ist das mit den Neonazis in der Ukraine wirklich? Der Standard, 29. März 2022.
  70. Neonazis oder Nationalhelden: Was ist das ukrainische Asow-Regiment? In: DiePresse. 19. April 2022, abgerufen am 19. April 2022.
  71. a b c Rewert Hoffer: Das Asow-Regiment hat rechtsextreme Wurzeln – doch für die ukrainische Bevölkerung zählt, dass es Mariupol verteidigt. In: Neue Zürcher Zeitung. 26. April 2022 (nzz.ch [abgerufen am 26. April 2022]).
  72. Vera Mironova, Ekaterina Sergatskova: How Ukraine Reined In Its Militias. 1. August 2017, ISSN 0015-7120 (foreignaffairs.com [abgerufen am 29. April 2022]).
  73. Anton Schechowzow: Das heutige Asow-Regiment hat nichts mehr mit dem „neonazistischen“ Bataillon zu tun. Übersetzt aus dem Englischen: Deniz Yücel, Die Welt, 24. April 2022.
  74. Anton Schechowzow im Interview mit Michael Thumann: »Das Asow-Regiment ist keine extremistische Organisation«. Die Zeit, Nr. 19, 5. Mai 2022.
  75. Vyacheslav Likhachev: Was man über das ASOW-Regiment wissen muss. 17. April 2022, abgerufen am 4. Mai 2022.
  76. Vyacheslav Likhachev: Euromaidan SOS: honest answers to the most common questions about AZOV in the West. englischsprachiges Original. In: Center for Civil Liberties (CCL). 3. April 2022, abgerufen am 4. Mai 2022 (englisch, Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation CCL ist Oleksandra Matwijtschuk).
  77. tagesschau.de: Asow-Bewegung: Rechtsextreme Unterstützung aus Deutschland? Abgerufen am 1. Juli 2022.
  78. Das Phänomen Asow. 20. April 2022, abgerufen am 24. Juni 2022.
  79. Was ist dran: Putins Narrativ von den Neonazis in der Ukraine. 18. Mai 2022, abgerufen am 12. Juni 2022.
  80. Michael Colborne, Eviane Leidig: An Interview with Bellingcat Journalist Michael Colborne on the Azov Movement in Ukraine. 29. März 2022 (icct.nl [abgerufen am 6. Juli 2022]).
  81. Wie viele ATO-Freiwillige sitzen hinter Gittern? BBC, 18. August 2016.
  82. a b Conflict-Related Sexual Violence in Ukraine 14 March 2014 to 31 January 2017. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), S. 16, Absatz 68, abgerufen am 16. März 2022 (englisch).
  83. Human Right Watch prangert Folterpraxis der russischen Polizei an. In: Tagesspiegel. 11. November 1999, abgerufen am 13. März 2022.
  84. Report on the human rights situation in Ukraine 15 June 2014. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), 15. Juni 2014, S. 32, abgerufen am 14. März 2022 (englisch).
  85. Report on the human rights situation in Ukraine 16 February to 15 May 2016. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), S. 18, Absatz 49, abgerufen am 16. März 2022 (englisch).
  86. Report on the human rights situation in Ukraine 16 February to 15 May 2016. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), 13. Mai 2016, S. 20, Absatz 59, abgerufen am 13. März 2022 (englisch).
  87. Human rights violations and abuses and international humanitarian law violations committed in the context of the Ilovaisk events in August 2014. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), August 2014, abgerufen am 15. März 2022 (englisch).
  88. Accountability for killings in Ukraine from January 2014 to May 2016. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), Mai 2016, S. 27, abgerufen am 13. März 2022 (englisch).
  89. Accountability for killings in Ukraine from January 2014 to May 2016. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), S. 28, abgerufen am 16. März 2022 (englisch).
  90. Accountability for killings in Ukraine from January 2014 to May 2016. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), Mai 2016, S. 46, abgerufen am 13. März 2022 (englisch).
  91. Report on the human rights situation in Ukraine 15 December 2014. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), 15. Dezember 2014, S. 12, abgerufen am 13. März 2022 (englisch).
  92. Report on the human rights situation in Ukraine 16 November 2015 to 15 February 2016. (PDF; 851 KB) In: Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights. 3. März 2016, abgerufen am 4. März 2022.
  93. Report on the human rights situation in Ukraine 16 May to 15 August 2015. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), 15. August 2015, S. 21, abgerufen am 14. März 2022 (englisch).
  94. Report on the human rights situation in Ukraine 16 August to 15 November 2015. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), S. 11, abgerufen am 14. März 2022 (englisch).
  95. Report on the human rights situation in Ukraine 16 May to 15 August 2017. Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), 15. August 2017, S. 11, Absatz 55, abgerufen am 14. März 2022 (englisch).
  96. “Azov” – What’s the problem?, Charkiw Human Rights Protection Group, 11. September 2014 (englisch)
  97. Joane Studnik: Ukraine-Krieg: Was ist an den russischen Nazi-Vorwürfen gegen das Bataillon Asow dran? In: Berliner Kurier. 10. März 2022, abgerufen am 10. März 2022: „Wie man es dreht und wendet, es ergibt keinen Sinn, außer für diejenigen, die Russlands Propaganda für bare Münze nehmen.“
  98. Rainer Hermann, Friedrich Schmidt: „Wir haben nicht angegriffen“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. März 2022.
  99. Andreas Stein: Offizielle Ergebnisse der vorgezogenen Parlamentswahlen 2019 – Politik – Ukraine-Nachrichten. In: ukraine-nachrichten.de. 26. Juli 2019, abgerufen am 6. März 2022.
  100. Vyacheslav Likhachev: The Far Right in the Conflict between Russia and Ukraine. In: Russie.Nei.Visions, No. 95. Institut français des relations internationales (Ifri), Juli 2016, abgerufen am 19. April 2022 (englisch).
  101. Zerstörte Geburtsklinik in Mariupol: Russlands Außenminister Lawrow spricht von „Manipulation“. In: rnd.de. Redaktionsnetzwerk Deutschland, 10. März 2022, abgerufen am 16. April 2022.
  102. Gert-Jan Dennekamp, Ben Meindertsma: Bom op theater in Marioepol: hoe de Russen minstens tientallen burgers doodden. In: nos.nl. Nederlandse Omroep Stichting, 7. April 2022, abgerufen am 15. April 2022 (niederländisch).
  103. Леонид Никитинский: Без ума палата. Сумасшествие «суверенитета» заразно: вслед за Думой, где проявились первые его симптомы, «тестировать реальность» перестали и органы настоящей власти (Parlamentskammer ohne Verstand. Der Wahnsinn der „Souveränität“ ist ansteckend: Nach der Duma, wo seine ersten Symptome auftraten, hörten auch die Organe der wirklichen Macht auf, „die Realität zu testen“). novayagazeta.eu, 18. Mai 2022.
  104. Ein Gefangenenaustausch wird immer unwahrscheinlicher. SRF, 18. Mai 2022.
  105. Андрей Билецкий: Половина "Азова" говорит на русском языке. Но они умирают и убивают за Украину (deutsch: Andriy Biletsky: „Die Hälfte von Asow spricht Russisch. Aber sie sterben und töten für die Ukraine“) (Memento vom 19. Januar 2015 im Internet Archive).
  106. Matthias Meisner: Hakenkreuz und SS-Rune – Protest von Zuschauern. In: Der Tagesspiegel. 9. September 2014, abgerufen am 21. September 2014.
  107. Armand Presser: Mit Nazis gegen Putin – Das ZDF lässt Hakenkreuze auf den Helmen des Asow-Bataillons unkommentiert. In: Jüdische Allgemeine. 18. September 2014, abgerufen am 21. September 2014.
  108. Judith Moser: Die Zukunft der Ostukraine hängt von Russland ab. In: Der Standard. 23. August 2014, abgerufen am 21. September 2014 (Interview mit Anton Schechowzow).
  109. Andrew E. Kramer: Ukraine Strategy Bets on Restraint by Russia. In: The New York Times. 9. August 2014, abgerufen am 22. August 2014 (englisch).
  110. Interview of Arsen Avakov with the Focus magazine: “We need peace, but not at any cost”. 6. Oktober 2014, abgerufen über die Webseite des ukrainischen Innenministeriums am 17. Februar 2015 (englisch).
  111. Russland erhöht den Druck auf die Ukraine. Deutsche Welle, 21. Juni 2014, abgerufen am 21. September 2014.
  112. Claudia von Salzen: Krise in der Ukraine: Russlands Präsident Putin ordnet Gefechtsbereitschaft an. In: tagesspiegel.de. 21. Februar 2021, abgerufen am 3. April 2022.
  113. How a far-right militia uses Facebook to train new members. In: Time. 7. Januar 2021, abgerufen am 28. März 2022.
  114. Profile: Who are Ukraine’s far-right Azov regiment? In: Al Jazeera. 1. März 2022, abgerufen am 28. März 2022 (englisch).
  115. U.S. House Passes 3 Amendments By Rep. Conyers To Defense Spending Bill To Protect Civilians From Dangers Of Arming and Training Foreign Forces (englisch) (Memento vom 12. Juni 2015 im Internet Archive)