Stadtallendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Stadtallendorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Stadtallendorf hervorgehoben

Koordinaten: 50° 50′ N, 9° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 256 m ü. NHN
Fläche: 78,24 km2
Einwohner: 21.121 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35260
Vorwahlen: 06425 (Wolferode), 06428 (Erksdorf, Hatzbach), 06429 (Niederklein, Schweinsberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 018
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 2
35260 Stadtallendorf
Website: www.stadtallendorf.de
Bürgermeister: Christian Somogyi (SPD)
Lage der Stadt Stadtallendorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg)BiedenkopfBreidenbachSteffenbergAngelburgBad EndbachDautphetalGladenbachLohraFronhausenWetter (Hessen)LahntalRauschenbergWohratalCölbeWeimar (Lahn)MarburgEbsdorfergrundNeustadt (Hessen)KirchhainAmöneburgStadtallendorfNordrhein-WestfalenLandkreis Waldeck-FrankenbergSchwalm-Eder-KreisLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Stadtallendorf ist eine Stadt im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf 18 Kilometer östlich von Marburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtallendorf trägt wegen der Lage im Herrenwald den Beinamen „Junge Stadt im Grünen“.
Stadtallendorf: Alter Ortskern

Stadtallendorf liegt gemäß der naturräumlichen Gliederung in der westhessischen Senkenzone, die sich in Becken und Schwellen gliedert. Die Stadt liegt diesbezüglich auf der Oberhessischen Schwelle, die das Amöneburger Becken im Westen vom Schwalmbecken im Osten trennt. Auf dieser Schwelle befindet sich auch der Neustädter Sattel, an den der nordöstliche Ortsrand der Stadt stößt; dieser Höhenzug ist ein Teil der Rhein-Weser-Wasserscheide.

Auf einer Fläche von 78,3 Quadratkilometern leben rund 21.600 Einwohner. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 17,5 km, die größte Ost-West-Ausdehnung 10,38 km. Der höchste Punkt ist der Kohlkopf im Wald bei Wolferode (371 m), der niedrigste Punkt ist an der Ohm bei Schweinsberg mit 200 m. Die Kernstadt liegt auf etwa 250 m.

Durch Stadtallendorf und seine Ortsteile fließen einige Bäche, die fast alle über die Ohm entwässern, die selber nur durch Randgebiete der Stadt (Schweinsberg) fließt. Die Klein, einer der größten Ohm-Zuflüsse, verläuft am Rand von Niederklein. Auf der Gemarkung Stadtallendorf findet sich darüber hinaus noch die Quelle der Wiera, die in die Schwalm fließt und somit zum Stromgebiet der Weser gehört. Die Rhein-Weser-Wasserscheide liegt nahe der Stadtgrenze zu Neustadt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtallendorf grenzt im Norden an die Stadt Rauschenberg (Landkreis Marburg-Biedenkopf) und die Gemeinde Gilserberg (Schwalm-Eder-Kreis), im Osten an die Stadt Neustadt, im Südosten an die Stadt Kirtorf, im Süden an die Stadt Homberg (Ohm) (beide im Vogelsbergkreis), sowie im Westen an die Städte Amöneburg und Kirchhain (beide im Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtallendorf Kernstadt (etwa 16.900 Einwohner)
  • Niederklein (etwa 1.700 Einwohner)
  • Schweinsberg (an der Ohm) (etwa 1.100 Einwohner)
  • Erksdorf, Herkunft des Namens rührt vom Ursiedler „Eric von Erkersdorp“ (etwa 950 Einwohner)
  • Hatzbach (etwa 550 Einwohner)
  • Wolferode (etwa 450 Einwohner)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über die Stadt
Stadthalle und Rathaus

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keimzelle der heutigen Stadt ist das im Jahr 782 als „in villa, quae vocatur Berinscozo“ erstmals urkundlich erwähnte Dorf Allendorf (auch Allendorf im Bärenschießen genannt).[2] Bis 1803 gehörte Allendorf zu Kurmainz und fiel dann infolge der Säkularisation an das Kurfürstentum Hessen. Nach der preußischen Annexion Kurhessens nach dem Deutschen Krieg von 1866 gehörte es zum Königreich Preußen.

Bis zum Ende der 1930er Jahre war Allendorf eine kleinbäuerlich geprägte Landgemeinde mit etwa 1.500 Einwohnern. Zur Unterscheidung von anderen Ortschaften gleichen Namens und wegen des überwiegend katholischen Glaubens seiner Einwohner wurde es auch Katholisch-Allendorf genannt.

Blick über den alten Ortskern „Altes Dorf“

Den Beginn der Entwicklung zur heutigen Stadt markierte der Baubeginn zweier Sprengstofffabriken im Jahr 1938. Von den beiden Rüstungsfirmen WASAG und DAG wurde hier unter großer Geheimhaltung Sprengstoff produziert und vor Ort in Bomben und Granaten verfüllt. Die beiden Werke stellten während des Zweiten Weltkrieges die größte Produktionsstätte für Munition in Europa überhaupt dar. Noch heute werden einige Wohnviertel in Stadtallendorf nach den Rüstungsunternehmen benannt. Die beiden Sprengstoffwerke umfassten eine Gesamtfläche von rund 1.000 ha und lagen aus Gründen der Tarnung gegen Luftaufklärung ausschließlich im Wald. Mehr als 15.000 Zwangsarbeiter mussten in den Rüstungsbetrieben arbeiten. Sie waren unter anderem im KZ-Außenlager Münchmühle, das zum KZ Buchenwald gehörte, untergebracht. Während des Zweiten Weltkrieges blieb der Standort von Luftangriffen der Alliierten weitgehend verschont. Nach der Niederlage des Zweiten Weltkriegs richteten die US-Streitkräfte in den Arbeiterbaracken der Rüstungsunternehmen ein Internierungslager für gefangene Generäle der Wehrmacht ein.[3]

Das rund 600 Hektar große Gelände der ehemaligen Rüstungsbetriebe galt als eine der größten Rüstungsaltlasten in Deutschland, zum Teil mit hohen Chemikalienbelastungen auf Wohngrundstücken. Ab 1991 wurde das Gelände flächendeckend saniert. Im März 2006 wurde die Sanierung offiziell für beendet erklärt. Die Sanierung kostete nach Angaben des hessischen Umweltministeriums 167 Millionen Euro. 154 Tonnen Schadstoffe aus dem Boden, 697 Tonnen von einer Halde sowie drei Tonnen noch sprengfähiges TNT wurden entsorgt.

Von 1945 bis 1949 wurden die Einrichtungen der Rüstungsbetriebe demontiert. Die rund 400 leerstehenden Betriebsgebäude blieben erhalten. Ab 1948 siedelten sich hier Industrie- und Gewerbebetriebe an. Allendorf entwickelte sich in der Folgezeit zu einer typischen Vertriebenengemeinde. 1960 erhielt die mittlerweile auf rund 10.000 Einwohner angewachsene Gemeinde die Stadtrechte und den offiziellen Namen Stadt Allendorf. Im Jahr 1977 erfolgte die Umbenennung in Stadtallendorf.

Im Stadtteil Schweinsberg befindet sich die Burg Schweinsberg aus dem 13. Jahrhundert, heute eine Wohneigentumsanlage. Bei dem Stadtteil Niederklein befinden sich die Reste der Burg Waffensand, und westlich der Kernstadt befand sich die im 15. Jahrhundert wüst gefallene Siedlung Münchhausen, bei der wohl ein kleinerer Wehrhof, aber keine eigentliche Burg bestand.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden zum 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Erksdorf und Hatzbach sowie die Stadt Schweinsberg auf freiwilliger Basis nach Stadtallendorf eingegliedert. Kraft Landesgesetz kamen am 1. Juli 1974 die Gemeinden Niederklein und Wolferode hinzu.[4][5] Für Erksdorf alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Stadtallendorf wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[6]

Territorial- und Verwaltungsgeschichte im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien, in denen Stadtallendorf lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[7][8]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Stadtallendorf 20.722 Einwohner. Darunter waren 3717 (17,9 %) Ausländer, von denen 802 aus dem EU-Ausland, 2712 aus anderen Europäischen Ländern und 202 aus anderen Staaten kamen.[11] Von den deutschen Einwohnern hatten 25,3 % einen Migrationshintergrund.[12] (Bis zum Jahr 2019 erhöhte sich die Ausländerquote auf 26,2 %.) Nach dem Lebensalter waren 3948 Einwohner unter 18 Jahren, 8772 zwischen 18 und 49, 4044 zwischen 50 und 64 und 3954 Einwohner waren älter.[13] Die Einwohner lebten in 8610 Haushalten. Davon waren 2547 Singlehaushalte, 2262 Paare ohne Kinder und 2838 Paare mit Kindern, sowie 738 Alleinerziehende und 225 Wohngemeinschaften. In 1689 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 5862 Haushaltungen lebten keine Senioren.[13]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon[7]
• 1582: 39 Haushalte
• 1604: Ort größtenteils in Asche gelegt
• 1624: 106 Haushalte; 47 Ackerleute, 59 Einläuftige
• 1643: 24 Wohnhäuser
• 1670: 71 Haushalte
• 1681: 50 hausgesessene Mannschaften
• 1744: 88 Haushalte
• 1838: Familien: 76 nutzungsberechtigte, 16 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 16 Beisassen
Stadtallendorf: Einwohnerzahlen von 1747 bis 2020
Jahr  Einwohner
1747
  
742
1801
  
1.032
1834
  
1.317
1840
  
1.376
1846
  
1.463
1852
  
1.470
1858
  
1.495
1864
  
1.620
1871
  
1.310
1875
  
1.430
1885
  
1.456
1895
  
1.459
1905
  
1.397
1910
  
1.391
1925
  
1.504
1939
  
1.497
1946
  
2.208
1950
  
4.058
1956
  
6.198
1961
  
10.824
1967
  
14.844
1973
  
20.811
1975
  
20.551
1980
  
20.243
1985
  
20.168
1990
  
21.136
1995
  
21.398
2000
  
21.656
2005
  
21.497
2010
  
21.861
2011
  
20.722
2015
  
21.861
2020
  
21.263
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[7]; Hessisches Statistisches Informationssystem[14]; Zensus 2011[11]
Ab 1972 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon[7]
• 1838: Familien: 153 Ackerbau, 51 Gewerbe, 53 Tagelöhner
• um 1800: Erwerbspersonen: 91 Bauern, ein Mahlmüller, zwei Roßmüller, zwei Wirte, 5 Schmiede, drei Schreiner, ein Wagner, 7 Zimmerleute, 6 Maurer, vier Schneider, vier Schuhflicker, 7 Leineweber, drei Musikanten, ein Seifensieder, ein Ziegelbrenner, 6 Schäfer, 36 Tagelöhner und Spinnerinnen, ein Teersieder am Bohnhof
• 1936: Erwerbspersonen: 600 Land- und Forstwirtschaft, 510 Industrie und Handwerk, 215 Handel und Verkehr, 49 öffentliche und private Dienste, 13 häusliche Dienste, 110 selbständige Berufslose
• 1961: Erwerbspersonen: 286 Land- und Forstwirtschaft, 2965 Produzierendes Gewerbe, 487 Handel und Verkehr, 598 Dienstleistungen und Sonstiges

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprung von Stadtallendorf ist das katholische Dorf Allendorf. Bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wird Allendorf im Volksmund zur Unterscheidung von zahlreichen anderen Orten gleichen Namens „Katholisch Allendorf“ genannt und hat 1500 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg verändern sich die Religionsverhältnisse durch den Zuzug vieler Arbeiter und Vertriebener. Heute gibt es auch eine große evangelische Gemeinde. In Stadtallendorf ist migrationsbedingt der Ausländeranteil bei ungefähr 21 %, dort leben Menschen aus über 70 Nationen.[15]

Historische Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon[7]
• 1861: 10 evangelisch-lutherische, zwei evangelisch-reformierte, 1501 katholische, 39 jüdische Einwohner
• 1885: 22 evangelische (= 1,51 %), 1395 katholische (= 95,81 %) und 39 jüdische (= 2,68 %) Einwohner
• 1961: 4965 evangelische (= 45,87 %), 5547 katholische (= 51,25 %) Einwohner
• 1987: 7979 evangelische (= 40,84 %), 7989 katholische (= 40,89 %), 3570 sonstige (= 18,27 %) Einwohner[16]
• 2011: 7240 evangelische (= 34,94 %), 6700 katholische (= 32,33 %), 6790 sonstige (= 32,77 %) Einwohner[16]

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtallendorf gehört kirchlich zum Bistum Fulda. Die katholische Kirchengemeinde in der Kernstadt Stadtallendorf verfügt über drei Kirchen (St. Katharina, Christkönig und St. Michael), die früher eigene Pfarrgemeinden bildeten. Eine weitere eigenständige katholische Kirchengemeinde bestand im Ortsteil Niederklein (St. Blasius und St. Elisabeth). Seit dem 1. Januar 2016 sind infolge von sinkenden Zahlen von Katholiken und des Priestermangels alle vier genannten Kirchengemeinden unter dem Dach der neuen Pfarrei Heilig Geist vereint.[17] Mit einigen anderen katholischen Kirchengemeinden in der Umgebung (Emsdorf, Momberg und Neustadt) bildet die katholische Kirchengemeinde von Stadtallendorf den Pastoralverbund Mariabild Stadtallendorf-Neustadt. Dieser ist nach der im Herrenwald zwischen Stadtallendorf und Neustadt gelegenen Forstkapelle Mariabild benannt.[18]

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Stadtallendorf ist mit rund 4800 Mitgliedern die größte im Kirchenkreis Kirchhain. Gleichzeitig ist sie Trägerin der einzigen evangelischen Sing- und Musikschule in Deutschland, die dem „Verband deutscher Musikschulen“ angehört. 40 Mitarbeiter sind vor allem in der Kindertagesstätte, dem integrativen Hort und der Sing- und Musikschule tätig. Der Haushalt der Gemeinde liegt bei mehr als einer Million Euro im Jahr. Die evangelische Kirchengemeinde hat zwei Kirchen – die Herrenwald- und die evangelische Stadtkirche.[19] Eine im Dezember 1952 unter dem Namen „Notkirche“ eingeweihte „Diasporakapelle“ des Architekten Otto Bartning wird heute als Gemeindehaus genutzt. Durch An- und Umbauten zwar leicht verändert, ist sie jedoch gut erhalten. 2013 wurde die 1965 erbaute Herrenwaldkirche entwidmet.[20] In den Ortsteilen Erksdorf, Hatzbach (Kirche Hatzbach), Schweinsberg (Stephanskirche) und Wolferode gibt es weitere evangelische Kirchen.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fatih-Moschee

In Stadtallendorf leben über 5.000 Muslime. Die überwiegende Mehrheit der Muslime ist türkischer Herkunft. Im Wupperweg existiert die Fatih-Moschee (türkisch Fatih Camii), die zum DITIB-Verband gehört[21] und auf die 2009 ein Brandanschlag verübt wurde.[15] Die Gründung der Fatih-Moschee geht auf eine Initiative türkischer Gastarbeiter der Eisengießerei Fritz Winter zurück. Das Unternehmen ließ 1970 mit Spenden der Gastarbeiter und mit finanzieller Unterstützung der Betriebsleitung auf einem Firmengelände in der Weichselstraße eine Baracke bauen, die jahrelang als Moschee genutzt wurde.[22][23][24] In den 1990er Jahren erfolgte dann der Umzug zum heutigen Standort, wo ein Gebäude samt Grundstück durch den Moschee-Verein erworben wurde. Der Fertigstellung des Neubaus der Moschee mit Kuppel und Minarett erfolgte 2004.[25]

Neben der Fatih-Moschee existieren auch eine Moschee des VIKZ[26] sowie des IGMG.[27] Des Weiteren existiert auch eine Gemeinde der Aleviten.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stadtallendorf existierte bis zur Nazi-Zeit noch eine kleine jüdische Gemeinde, deren Mitglieder während der Nazi-Herrschaft emigrierten oder deportiert und ermordet wurden. Von dieser Gemeinde zeugt heute noch der Jüdische Friedhof am „Läuser Weg“, der erhalten geblieben ist.[28][29]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[30] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[31][32][33][34]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2021
     
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 36,9 14 38,2 14 45,1 17 47,4 18 50,0 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,2 13 32,1 12 32,9 12 32,4 12 29,7 11
FDP Freie Demokratische Partei 11,4 4 9,8 4 6,3 2
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 9,8 3 6,7 2 10,2 4
BUS Bürger Union Stadtallendorf[35] 7,7 3 13,3 5
REP Die Republikaner 5,6 2 7,1 3 9,1 3
AGS Arbeitsgemeinschaft für Kommunalpolitik e.V. 6,7 2 6,9 2
BB-F.D.P. Bürgerblock – F.D.P. 6,4 2 4,3 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Ungültige Stimmen in % 3,0 3,1 3,9 2,7 2,5
Wahlbeteiligung in % 36,9 39,8 41,6 41,9 52,5

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister seit Anfang der 1980er-Jahre war der Christdemokrat Manfred Vollmer. Er war der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis Marburg-Biedenkopf und der erste Bürgermeister der Stadt, der nicht vom Stadtparlament, sondern direkt von den Bürgern gewählt wurde. Seine letzte Amtszeit endete im März 2012. Er schied aus Altersgründen aus dem Amt. Zum Nachfolger wurde am 2. Oktober 2011 der SPD-Stadtverordnete Christian Somogyi gewählt. Er setzte sich in der Stichwahl mit 52,56 Prozent der Stimmen gegen Pierre Brandenstein (CDU) durch. Seine Amtszeit als Bürgermeister begann am 15. März 2012. Somogyi hatte sein Amt als Stadtverordneter am 31. Dezember 2011 niedergelegt. Der Sozialdemokrat war schon bei der Wahl 2005 angetreten, hatte damals aber noch gegen Amtsinhaber Vollmer verloren.[36] Bei der Bürgermeisterwahl am 24. September 2017 wurde er mit 68 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.[37]

Hiss- und Bannerflagge
Flagge Stadtallendorf.svg
Banner Stadtallendorf.svg


Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Oktober 1955 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:

Wappen von Stadtallendorf
Blasonierung: „In Blau ein goldener, rotbewehrter Bär und ein neunmal von Silber und Rot geteilter Löwe, die ein silbernes, sechsspeichiges Rad emporhalten.“[38]
Wappenbegründung: Hessischer Löwe und Mainzer Rad kennzeichnen die Zugehörigkeit der Gemeinde: bis zur Säkularisation zum Erzbistum Mainz, danach zu Hessen. Der Bär spielt auf den Namen „Allendorf im Bärenschießen“ an, den die Gemeinde zur Unterscheidung von anderen Orten mit gleichem Namen führte. Das Wappen wurde auch nach der Eingliederung von umliegenden Gemeinden in die Stadt im Rahmen der Hessischen Gebietsreform beibehalten.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. September 1960 genehmigte der Hessische Minister des Innern die Flagge mit folgender Beschreibung:

„Die Flagge besteht aus einem oberen blauen und einem unteren gelben Querstreifen in gleicher Breite.“[39]

Eine amtliche Bannerflagge führt die Stadt nicht. Lokal wird jedoch, angelehnt an die Hissflagge, eine blau-gelbe Flaggenbahn verwendet. Meist wird die Flagge, entgegen der Genehmigung, mit dem Wappen der Stadt gezeigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtallendorf unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks und Grünanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnen im Kreisverkehr Schillerstraße
Blick über den Heinz-Lang-Park
Skateranlage, Heinz-Lang-Park, Stadtallendorf
Spielplatz „Piratennest“

Stadtallendorf selbst nennt sich „Die junge Stadt im Grünen“. Jung, weil die Stadt erst seit 1960 Stadtrechte besitzt. Grün, weil die Stadt im Herrenwald, einem großen Waldgebiet liegt und auch in der Stadt viele Grünflächen existieren. Die Stadt hat nur in der Altstadt gewachsene Strukturen, die übrigen Stadtteile sind im Laufe der Jahre angelegt worden und werden von Wald- und großzügigen Grünflächen durchzogen. Zwischen der Waldstraße und der Main-Weser-Bahn befindet sich mit dem Heinz-Lang-Park (ehemals Volkspark) die größte innerstädtische Grünfläche.[40] Zwei besondere Attraktionen im Heinz-Lang-Park sind der Spielplatz „Piratennest“ für Kinder und die Skateranlage für Jugendliche.

Der sogenannte Rathauspark ist eine weitere größere Parkanlage in der Kernstadt. Dort befindet sich neben dem Rathausteich auch das Denkmal für die Opfer der Weltkriege.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe des Ortsteils Schweinsberg befindet sich das Naturschutzgebiet Schweinsberger Moor. Es gilt als das größte zusammenhängende Schilfgebiet Mittel- und Nordhessens und ist ein Rückzugsort für viele seltene Vogelarten.

Museen und Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Aufbauplatz befindet sich das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Stadtallendorf. Das DIZ steht seit Herbst 1994 als Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus der Öffentlichkeit und besonders Schulen zur Verfügung. Träger ist der Magistrat. Das DIZ befindet sich im Seitenflügel des restaurierten, denkmalgeschützten Aufbaugebäudes – ehemals Verwaltungssitz der Dynamit-Nobel AG. In einer Dauerausstellung wird die wechselvolle und außergewöhnliche Geschichte des Ortes Allendorf von der Weimarer Republik bis in die 1950er Jahre thematisiert, vom kleinbäuerlichen Dorf zur späteren Industriestadt. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf der Zeit zwischen 1933 und 1945, als Allendorf zu einem zentralen Ort der Rüstungsproduktion für den Zweiten Weltkrieg wurde. Besondere Aufgabe des DIZ ist die Aufarbeitung und Dokumentation der Situation der Zwangsarbeiter in den Lagern und Sprengstoffwerken rund um Allendorf in dieser Zeit.[41]

In der Nähe des Stadtallendorfer Wasserwerks befindet sich die Gedenkstätte Münchmühle. Sie erinnert an das Lager Münchmühle, ein Außenlager des KZ Buchenwald (bei Weimar). Im Lager Münchmühle waren von August 1944 bis Ende März 1945 1000 weibliche Häftlinge, hauptsächlich aus Ungarn, untergebracht. Sie mussten Zwangsarbeit für die Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald leisten.[42]

Auf dem Gelände der Herrenwald-Kaserne kann die Militärgeschichtliche Sammlung besucht werden. Seit 2008 befindet sie sich in Stadtallendorf. Davor war sie in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Neustadt (Hessen) zu sehen. Aus Platzgründen musste sich die Sammlung in den letzten Jahren stark verkleinern. Heutzutage zeigt sie nur noch Exponate zur Geschichte der Bundeswehr. Exponate aus den beiden Weltkriegen können ebenso nicht mehr ausgestellt werden wie Ausstellungsstücke aus Zeiten der Nationalen Volksarmee der DDR.[43]

In Wolferode gibt es das Trachtenmuseum Sengelaub, das nicht nur Trachten, sondern auch viele andere Exponate, wie zum Beispiel Fotos und Geschirr, aus der Geschichte des Ortsteils zeigt.[44]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pilger an der Forstkapelle Mariabild
  • Kernstadt

Im Alten Dorf gibt es viele Fachwerkhäuser. Das älteste erhaltene (Fachwerk)gebäude ist die „Alte Mainzer Kellerei“. Ihre Restaurierung wurde im Jahr 2013 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.[45] Kunsthistorisch von besonders großer Bedeutung ist die Barockkirche St. Katharina. Das ebenfalls im Alten Dorf gelegene Bauwerk gilt als eine der schönsten Barockkirchen Oberhessens.[46] Im Feld bei der Allendorfer Höhe befindet sich eine Mariengrotte. Sie wurde zum Dank daran erbaut, dass Stadtallendorf im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde.[47] In den Stadtvierteln DAG und WASAG gibt es heutzutage noch viele Zeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus, die an die Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald erinnern. Das Schloss Plausdorf befindet sich am äußersten Nordostrand der Gemarkung Amöneburg und liegt nur 600 Meter von der Stadtgrenze zu Stadtallendorf entfernt. Von innen kann es nicht besichtigt werden, da es bewohnt ist. Zwischen Neustadt (Hessen) und der Kernstadt liegt die kleine, in historischem Stil erbaute Kapelle „Mariabild“.[48] Sie ist ein beliebtes Pilgerziel.

Besonders sehenswert in Niederklein ist die Kirche St. Blasius und Elisabeth. Zu ihren Hauptattraktionen zählen unter anderen die Pieta, der Kreuzweg sowie das aus dem 15. Jahrhundert stammende große Kreuz. Darüber hinaus besitzt die Kirche auch mehrere Reliquien, worunter sich ein Splitter vom Kreuze Jesu befindet.[49] Des Weiteren gibt es in Niederklein auch eine Mariengrotte. Sie ist der Grotte von Lourdes nachempfunden.[50] In der Nähe des Ortsteils befinden sich Reste der Burg Forst sowie der Burg Waffensand.

Das Ortsbild Schweinsbergs ist bis heute durch seine zahlreichen historischen Gebäude geprägt. So gibt es hier, besonders in der Straße „Im Tal“, viele erhaltene Fachwerkbauten zu sehen. Darüber hinaus lohnt sich auch ein Besuch der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Stephanskirche. An ihrer Außenwand steht der Grabstein des in Schweinsberg geboren Rechtsgelehrten, Genealogen und Wegbereiters der modernen Heraldik Johann Georg Estor. Als Wahrzeichen des Ortsteils gilt die Burganlage der Schenken zu Schweinsberg. Sie ist heutzutage noch bewohnt und kann daher nicht von innen besichtigt werden.

Im Ortsteil sind sowohl die Kirche als auch die Kopien der 5 Tugenden sehenswert.[51] Die Originale Letzterer stehen in unmittelbarer Nähe zur Elisabethkirche in Marburg.

Stadthalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadthalle befindet sich direkt neben dem Rathaus, mit dem sie durch einen verglasten Gang verbunden ist. Sie bietet Platz für bis zu 1200 Menschen.[52]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtallendorf verfügt über ein Hallen- und ein Freibad. Größte Sporthalle der Stadt ist die Herrenwaldhalle, die vom Landkreis Marburg-Biedenkopf betrieben wird, und in der 1986 und 2005 die Nationalen Deutschen Tischtennis-Meisterschaften stattfanden. Die Herrenwaldhalle war die erste Leichtathletikhalle in Hessen – allerdings mit einer unüblichen Laufbahnlänge von nur knapp 190 m. Für den Sportbetrieb eignen sich außerdem die Bärenbachhalle, die Mehrzweckhalle und die Sporthalle der Südschule. Fußballspiele und Leichtathletikveranstaltungen finden im Herrenwaldstadion statt. Im Nordwesten der Stadt befindet sich ein Trimm-Dich-Pfad.

Ein überregional erfolgreicher Sportverein ist der TSV Eintracht Stadtallendorf, dessen Fußballabteilung 2017 erstmals in die Regionalliga Südwest aufstieg.

Der Hessentag 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtallendorf, Hessentag 2010

Vom 28. Mai bis 6. Juni 2010 fand in Stadtallendorf der 50. Hessentag statt. Mit knapp 1,1 Mio. Besuchern gehörte er zu den drei bestbesuchten Hessentagen. Eigentlich sollte der Jubiläums-Hessentag im benachbarten Alsfeld stattfinden, die Stadt gab die Ausrichtung aber aus finanziellen Gründen zurück.[53] Das Hessentagsgelände zog sich in Stadtallendorf beiderseits des Bahnhofs durch die Innenstadt, auf der einen Seite durch die Waldstraße bis zum großen Festzelt im Herrenwaldstadion, auf der anderen Seite durch die Stadtmitte über Rathaus und Stadthalle zum Großparkplatz im Gewerbegebiet Nordost. Open-Air-Konzerte mit bis zu 40000 Zuschauern mit Auftritten der Sängerin Pink am 3. Juni 2010,[54] der Band a-ha am 6. Juni[55] sowie weiterer musikalischer Größen fanden ebenfalls im Gewerbegebiet statt. Die umfangreiche Landesausstellung stand auf dem neuen Festplatz an der Herrenwaldstraße sowie in Teilen des Herrenwaldstadions. Der Heinz-Lang-Park beherbergte „Natur auf der Spur“. Als „Hessen-Palace“ für große Saalveranstaltungen wurde die Herrenwaldhalle genutzt, in der mit Zusatztribünen 3.200 Zuschauer Platz fanden.[56]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Anschluss an die Autobahn ist die 20 Kilometer entfernte Anschlussstelle Homberg (Ohm) an der Autobahn 5. Die Autobahn 49 endet derzeit etwa 25 Kilometer entfernt bei Neuental-Bischhausen. Sie soll an Stadtallendorf vorbei bis nach Gemünden (Felda) (Anschluss an die A5) weitergebaut werden. Das Planfeststellungsverfahren für den ersten Abschnitt bis Schwalmstadt mit Anschluss an die B 454 ist beendet, die Finanzierung ist genehmigt und der Bau ist bereits im Gange. Der Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe steht noch nicht fest. Für Stadtallendorf sind bei einem Weiterbau die beiden Anschlussstellen Stadtallendorf-Nord/B 454 und Stadtallendorf-Süd vorgesehen.

Bundesstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 62 und B 454. Letztere wird seit 2000 abschnittsweise höher bzw. tiefer gelegt, um alle höhengleichen Kreuzungen zu entfernen.

Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbus, Linie 85

Unterstützt von Stadt und Verkehrsverein besteht ein Bus-Stadtverkehr mit vier Linien. Die Stadt Stadtallendorf ist neben Marburg die einzige Stadt mit Stadtbuslinien im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die im Stundentakt verkehrenden Linien halten am Busbahnhof und stellen die Anbindung des Bahnhofes mit den abgelegeneren Stadtbezirken sicher. Die Linien 91 und 92 sind dabei rein innerstädtisch verkehrende Buslinien. Die Linien 85 und 90 fahren ebenfalls in weiten Teilen durch die Innenstadt, binden aber auch die südlichen (Linie 85) und nördlichen (Linie 90) Stadtteile an die Innenstadt an. Südwestlich des Bahnhofes gibt es außerdem P+R- und B+R-Plätze, die im Zuge des Hessentages ausgebaut wurden. Beim Empfangsgebäude wurden weitere Parkplätze und Fahrradabstellplätze errichtet, die jedoch erst nach dem Hessentag Ende 2010 eröffnet wurden. Des Weiteren gibt es vor dem Empfangsgebäude eine Taxihaltestelle. Der heutige Busbahnhof ist 2009 eröffnet worden, da der alte, Anfang der 1980er Jahre gebaute einem neuen Einkaufscenter weichen musste.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Stadtallendorf und die nähere Umgebung führen zahlreiche Wander- und Radwege. Die bedeutendsten sind:

  • Der Elisabethpfad 2 und der Jakobsweg führen durch Stadtallendorf.[57]
  • Der Wanderweg „Forster Weg“ wurde als Rundweg durch Stadtallendorf und den Herrenwald angelegt. Er führt von der Kirche St. Katharina hin zur Forstkapelle „Mariabild“ und wieder zurück. Dabei passiert er zahlreiche historische und religiöse Zeugnisse aus der Geschichte des Ortes (Bildstöcke, Mariengrotte usw.); dadurch bedingt ist er sowohl bei Pilgern als auch bei Geschichtsinteressen ein beliebtes Ausflugsziel.[58]
  • Rund um den Wetzstein beim Ortsteil Hatzbach führt der 12 km lange Wanderweg „Rund um den Wetzstein“.
  • Die GEO-Tour „Kreuz und Queer“ führt als Rundweg vom Fuße der Amöneburg über Rüdigheim zum Schweinsberger Moor und dann durch das Ohmtal wieder zurück zum Ausgangspunkt.[59]
  • Der Sternepfad von Marburg zum Hoherodskopf im Vogelsberg führt über Schweinsberg.[60]
  • Von Stadtallendorf nach Neustadt/Hessen führt ein Natur- und Märchenpfad.[61]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ferrero-Werk
Große Industriebetriebe prägen das Bild der Stadt

In Stadtallendorf sind mehrere große Fabriken wie Ferrero GmbH (Süßwaren), Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG und die Hoppe AG (Fenster- und Türgriff-Herstellung) ansässig. Kühne+Nagel verfügt in Stadtallendorf über eine Niederlassung. Seinen Unternehmenssitz in Stadtallendorf hat das bundesweit tätige Familienunternehmen Gies Dienstleistungen. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum des östlichen Landkreises Marburg-Biedenkopf und sein industrielles Zentrum. Sie bietet über 12.000 Arbeitsplätze. Die von den Firmen abgeführten Gewerbesteuern machen durchschnittlich rund 70 Prozent der städtischen Steuereinnahmen aus.

Garnison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1959 gibt es in Stadtallendorf zwei Kasernen der Bundeswehr, die Herrenwald-Kaserne und die Hessen-Kaserne, die zuletzt weitgehend leer stand.[62] Letztere sollte ursprünglich bis 2018 geschlossen werden, weil sie nur noch als Ausweichquartier für die von den Umbaumaßnahmen in der Herrenwald-Kaserne betroffenen Soldaten diente.[63][64] Es ist nunmehr geplant, neue Gebäude in der Hessen-Kaserne zu errichten und Bundeswehreinheiten dorthin zu verlegen.[65] Für die Neubaumaßnahmen sollen rund 100 Mio. Euro investiert werden.[66] Stationiert sind in der Herrenwald-Kaserne unter anderem der Stab und das Luftlandefernmeldebataillon der Division Schnelle Kräfte. Seit 1966 war Stadtallendorf zudem Heimat der beobachtenden/aufklärenden Artillerie. Das Beobachtungsbataillon 23 wurde 1993 bis auf eine Batterie aufgelöst und diese als selbständige Batterie in das Artillerieregiment 70 in Mühlhausen eingegliedert. Zuletzt firmierte sie als 7./Beobachtungspanzerartilleriebataillon 131 und wurde zum Jahresende 2009 endgültig aufgelöst.[67]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stadtallendorf unterhält die in Marburg ansässige Tageszeitung Oberhessische Presse eine Lokalredaktion. Sitz der Redaktion in Stadtallendorf ist in der Straße Am Hallenbad. Darüber hinaus werden die Mittelhessische Anzeigen Zeitung (MAZ) und das Sonntagmorgenmagazin kostenlos verteilt. Beide Blätter sind anzeigenfinanzierte Gratiszeitungen. Die Stadt gibt den Bärenboten heraus, in dem Nachrichten aus den Vereinen und Bekanntmachungen der Verwaltung erscheinen. Der Bärenbote wird mittwochs an alle Haushalte in der Kernstadt und den Stadtteilen verteilt.

Bis zum 1. Oktober 2010 erschien zudem eine Lokalausgabe der Marburger Neuen Zeitung. Diese wurde jedoch aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.[68]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Schule der Stadt ist die Georg-Büchner-Schule, eine kooperative Gesamtschule, in der Nähe des Rathauses mit etwa 900 Schülern. Darüber hinaus gibt es Grundschulen in der Kernstadt (Bärenbach-, Nord-, Süd- und Waldschule) und allen Stadtteilen außer Wolferode. In der Kernstadt befinden sich mit der Astrid-Lindgren- und der Landgräfin-Elisabeth-Schule zwei selbstständige Sonderschulen mit 50 bzw. 100 Schülern[69] sowie eine Bücherei. Die Volkshochschule Marburg-Biedenkopf betreibt eine Außenstelle in Stadtallendorf.[70]

In dem Dokumentarfilm Herr Bachmann und seine Klasse (2021) von Maria Speth wurden über einen Zeitraum von etwa einem Jahr Schüler und Lehrer einer sechsten Klasse der Georg-Büchner-Schule porträtiert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Georg Estor (1699–1773), Jurist und Genealoge, geboren in Schweinsberg
  • Hans Caspar von Knoblauch zu Hatzbach (1719–1793), hessen-kasselischer Generalmajor, geboren in Hatzbach
  • Franz Heinrich Meinolf Wilhelm (1725–1794), Mediziner und Hochschullehrer, geboren in Niederklein
  • Johann Ludwig Koch (1772–1853), Geistlicher, Politiker, Kirchenrechtler und Bibliothekar, geboren in Niederklein
  • Rudolph Schenck zu Schweinsberg (1855–1911), deutscher Verwaltungs- und Hofbeamter und Parlamentarier, geboren in Schweinsberg, begraben auf dem Familienfriedhof der Schenken zu Schweinsberg in Schweinsberg
  • Heinrich Hohl (1900–1968), Landwirt, Bundestagsabgeordneter, Politiker (CNBL, später CDU) und Bürgermeister der ehemals eigenständigen Gemeinde Erksdorf, geboren in Erksdorf
  • Karlheinz Spielmann (1908–1980), Jurist, Leutnant der Luftwaffe, Wirtschaftsführer und ehrenamtlicher Vertreter von Bürgerinteressen, geboren in Schweinsberg
  • Theo Gutberlet (1913–1994), Unternehmer und Gründer des Lebensmitteleinzelhändlers Tegut, geboren in Schweinsberg
  • Wigbert Wicker (* 1939), Regisseur und Drehbuchautor u. a. von Car-napping: Bestellt – geklaut – geliefert, Didi auf vollen Touren, Derrick und Der Bulle von Tölz[71]
  • Frauke Nahrgang (* 1951), Kinderbuchautorin u. a. von der Teufelskicker-Reihe
  • Peter Bellendir (1955–2013), Schlagzeuger u. a. von Xmal Deutschland
  • Eike Immel (* 1960), ehemaliger Fußballnationaltorhüter, geboren in Erksdorf
  • Reiner Winkler (* 1961), Manager und Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines
  • Willi Weitzel (* 1972), Moderator u. a. der Kinderserie Willi Wills Wissen

Persönlichkeiten, die in Stadtallendorf gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magistrat der Stadt Stadtallendorf (Hrsg.): 1200 Jahre Stadtallendorf 782–1982, Stadtallendorf 1982
  • Literatur über Stadtallendorf nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stadtallendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Stadtallendorf – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2021 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld, Marburg 1936, S. 30
  3. Chern Chen: Das Steinlager Allendorf. Zur Geschichte der Kriegsgefangenenlager deutscher Generäle nach dem Zweiten Weltkrieg. In ZHG 120, des Vereins für Geschichte und Landeskunde (VHG)
  4. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 402–404.
  6. Hauptsatzung. (PDF; 143 ?B) § 7. In: Webauftritt. Stadtallendorf, abgerufen im September 2021.
  7. a b c d e Stadtallendorf, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. September 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  8. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  9. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 131 f. (online bei Google Books).
  10. Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 74.
  11. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Gruppen):  Stadtallendorf, Stadt. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  12. Bevölkerung nach Migrationshintergrund und -erfahrung:  Stadtallendorf, Stadt. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  13. a b Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 70;.
  14. Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  15. a b Frankfurter Rundschau vom 27. Mai 2010: Stadtallendorf. Vielvölkerstadt im Grünen
  16. a b Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 87;.
  17. Bistum Fulda (Memento vom 3. September 2015 im Webarchiv archive.today)
  18. Pastoralverbund MariaBild Stadtallendorf-Neustadt
  19. Ev. Kirche Stadtallendorf (Memento vom 13. Dezember 2014 im Internet Archive)
  20. my Heimat: Stadtallendorf, Herrenwaldkirche
  21. DITIB – Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V./ Landesverbände
  22. Der Spiegel vom 23. November 1975: Ein Stahlrohr-Turm als Minarett
  23. Der Spiegel vom 30. Juli 1973: Die Türken kommen – rette sich, wer kann
  24. Panoramio: Ruine der ersten Moschee in Stadtallendorf
  25. HNA vom 31. Mai 2010: Im noch jungen Stadtallendorf hat jeder Vierte einen ausländischen Pass. Multikulti mit Moschee
  26. Verband der Islamischen Kulturzentren
  27. Moscheenliste 2015
  28. Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)
  29. Alemannia Judaica: Stadtallendorf
  30. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  31. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  32. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  33. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  34. Ergebnis der Gemeindewahl am 18. März 2001. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2001.
  35. Oberhessische Presse vom 21. Januar 2016: Zur Kommunalwahl tritt erstmals die „Bürger Union Stadtallendorf“ (BUS) um den ehemaligen Republikaner Manfred Thierau an.
  36. Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen 2005 und 2011, Stadt Stadtallendorf. Abgerufen am 2. März 2012.
  37. Direktwahlen in Stadtallendorf, Stadt. In: Statistik Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2019.
  38. Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Allendorf, Landkreis Marburg, Regierungsbezirk Kassel vom 18. Oktober 1955. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 45, S. 1115, Punkt 1159 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,8 MB]).
  39. Genehmigung einer Flagge der Stadt Allendorf im Landkreis Marburg, Regierungsbezirk Kassel vom 8. Oktober 1960. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1960 Nr. 41, S. 1220, Punkt 969 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF]).
  40. Internetseiten der Stadt
  41. Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf
  42. Münchmühle, KZ-Außenlager. Topografie des Nationalsozialismus in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  43. Michael Rinde: Bundeswehr-Standort: Neubau soll mehrere Probleme lösen. In: Oberhessische Presse online. 22. Oktober 2014.
  44. Trachtenmuseum Sengelaub
  45. Hessischer Denkmalschutzpreis 2013 (pdf)
  46. Sankt Katharina (Memento vom 3. Mai 2015 im Webarchiv archive.today)
  47. Mariengrotte (Memento vom 3. Mai 2015 im Webarchiv archive.today)
  48. Forstkapelle (Memento vom 3. Mai 2015 im Webarchiv archive.today)
  49. St. Blasius und St. Elisabeth. Katholische Kirche Stadtallendorf, abgerufen am 15. August 2018.
  50. Mariengrotte Niederklein. In: Internetauftritt. Stadtallendorf, abgerufen am 15. August 2018.
  51. Die 5 Tugenden. In: Internetauftritt. Stadtallemdorf, abgerufen am 15. August 2018.
  52. Stadthalle Stadtallendorf
  53. Fest der Hessen: Vellmar will die Veranstaltung 2013 nicht mehr ausrichten – Hessentags-Turbulenzen stören Bensheim nicht, hr-online.de
  54. Pink kommt nach Stadtallendorf, Oberhessische Presse
  55. Offizielle Website des Hessentag 2010 (Memento vom 30. April 2011 im Internet Archive)
  56. OP-Special: Jubiläumshessentag (Memento vom 29. Dezember 2010 im Internet Archive), Oberhessische Presse
  57. Stadtallendorf am Jakobsweg und Elisabethpfad 2. In: Internetauftritt. Stadtallendorf, abgerufen am 15. August 2018.
  58. Rundweg Forster Weg. In: Internetauftritt. Stadtallemdorf, abgerufen am 15. August 2018.
  59. GEO-Tour „Kreuz und Quer“. In: Internetauftritt. Stadt Amöneburg, abgerufen am 15. August 2018.
  60. Auf dem Sternweg zum Hoherodskopf. In: http://www.vogelsberg-touristik.de. Vogelsberg-Touristik, archiviert vom Original am 11. Oktober 2016; abgerufen im August 2018.
  61. Kein Märchen: Märchenpfad ist fertig. In: online Ausgabe. Oberhessische Presse, abgerufen im August 2018.
  62. Oberhessische Presse vom 1. Juni 2012: Standort Stadtallendorf. Division bekommt einen starken Stab
  63. bundeswehr.de vom 18. September 2015: Schließungen in Hessen
  64. Oberhessische Presse vom 14. Juni 2012: Bundeswehr-Kasernen. „Gnadenfrist“ hilft Truppe und Städten
  65. Hessenkaserne: Erst Abriss, dann Neubau, op-marburg.de, 11. Oktober 2019
  66. Fahnenbandverleihung durch Volker Bouffier anlässlich fünf Jahre DSK 100 Millionen für die „Hessenkaserne“, oberhessen-live.de, 8. September 2019
  67. Beobachtungsbataillon 23
  68. Die letzte Lokalausgabe – Marburger Neue Zeitung wird eingestellt“, in: MZeitungssterben – Vom Ende der gedruckten Zeitungen, 29. September 2010
  69. Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf (Memento vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.today)
  70. Bildung. In: Internetauftritt. Stadt Stadtallendorf, abgerufen am 15. August 2018.
  71. Derrick Fanclub
  72. Mr. Italia (Memento vom 13. Februar 2014 im Webarchiv archive.today)
  73. MSC Stadtallendorf
  74. Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 11. Juni 1999, Nr. 24/1999 (Memento vom 16. Juli 2002 im Internet Archive)
  75. Transfermarkt: Jürgen Losekam
  76. weltfussball.de: Jürgen Losekam
  77. Frankfurter Allgemeine vom 14. April 2012: Drehbuchautorin Anika Decker. Die Zwölf-Millionen-Frau
  78. mittelhessen.de am 23. Mai 2009: Kind des Wassers paukt Trockenes
  79. Über zwei Stunden Spaß – Christin Deuker bringt mit Familie Malente das Publikum zum Lachen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)
  80. Homepage Christin Deuker
  81. Oberhessische Presse vom 4. September 2012: Paralympics 2012. Stadtallendorfer Schütze ist bester Deutscher