Stadtbezirk Huckarde

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Stadtbezirk Huckarde
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 32′ 0″ N, 7° 24′ 0″ O
Höhe: 75 m ü. NN
Fläche: 15,1 km²
Einwohner: 36.518 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.418 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 44359, 44369, 44379, 44147, 44388
Vorwahl: 0231
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Über dieses Bild
Lage des Dortmunder Stadtbezirks Huckarde innerhalb Dortmunds.
Die Urbanuskirche in Huckarde
Bahnhof Huckarde

Huckarde ist ein Stadtteil und zugleich ein Stadtbezirk im Westen von Dortmund.

Erste Besiedlungen konnten in Huckarde, nahe der heutigen Oberfeldstraße, bis in die Zeit um Christi Geburt nachgewiesen werden. In einer Urkunde des Stiftes Essen wird erwähnt, dass Hukretha um das Jahr 860 in den Besitz von Altfrid, Bischof von Hildesheim und Gründer des Stiftes, übergeht. Bei dem Bau eines Brunnens wird im Jahr 1810 in dem bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Stadtteil erstmals Steinkohle gefunden. Mit der Gründung der 1980 stillgelegten Zeche Hansa im Jahre 1855 begann auch in Huckarde das Industriezeitalter. 1914 wurde Huckarde in die Stadt Dortmund eingemeindet.

Seit 1892 ist der Stadtteil an die Emschertalbahn angebunden. 1908 erhielt Huckarde einen repräsentativen Personenbahnhof.

Huckarde ist heute (2017) mit 36.518 Einwohnern auf 1500 Hektar einer der kleinsten Stadtbezirke in Dortmund. Trotz der teilweise hohen Bevölkerungsdichte von 23,9 Einwohnern/ha, bietet Huckarde heute mit dem Rahmer Wald, dem Freizeitzentrum Revierpark Wischlingen und dem Deusenberg im benachbarten Ortsteil Deusen ausreichende Flächen zur Naherholung. Für Besucher könnte auch die stillgelegte Kokerei Hansa interessant sein. Sie ist heute für Besucher geöffnet, die an vergangener industrieller Geschichte interessiert sind. Besonders interessant sind hier die Routen, die unter Führung erkundet werden können, da ein Großteil komplett erhalten geblieben ist. Lediglich der Gasometer der Kokerei wurde am 17. Dezember 2005 gesprengt.

Zum Stadtbezirk Huckarde gehören heute die Stadtteile Huckarde, Deusen, Rahm, Jungferntal, Kirchlinde, Hangeney und Wischlingen.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2017 lebten 36.518 Einwohner im Stadtbezirk Huckarde.

Struktur der Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 21,0 % (Dortmunder Durchschnitt: 19,4 %) [2]
  • Altenquote: 28,9 % (Dortmunder Durchschnitt: 30,0 %) [3]
  • Ausländeranteil: 15,5 % (Dortmunder Durchschnitt: 17,7 %) [4]
  • Arbeitslosenquote: 12,2 % (Dortmunder Durchschnitt: 11,0 %) [5]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Höhe von 75 m ü. NN.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Denkmalliste der Stadt Dortmund umfasst im Stadtbezirk Huckarde 37 Baudenkmale, darunter acht Wohnhäuser, acht landwirtschaftliche Gebäude, sechs Industrieanlagen, vier Wohn- und Geschäftshäuser, vier Sakralbauten, vier Kleindenkmale, zwei Friedhöfe und eine Verkehrsanlage.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Wittkamp: 1100 Jahre Huckarde. Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark, Bd. LVI. Dortmund 1960.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadtbezirk Huckarde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  2. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  5. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30.06.2017 (PDF-Datei)
  6. Denkmalliste der Stadt Dortmund. In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, abgerufen am 18. April 2014 (PDF, Größe: 180 KB).