Kruckel

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Kruckel
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 27′ 18″ N, 7° 24′ 39″ O
Höhe: ca. 110 m
Einwohner: 1312 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahl: 44227
Vorwahl: 0231
Unterbezirk: 662
Verbliebene Gebäude der Zeche Vereinigte Wiendahlsbank
Bahnhof der S-Bahnlinie S5 in Kruckel

Kruckel ist ein südwestlicher Stadtteil von Dortmund im Stadtbezirk Hombruch. Gesprochen wird der Ortsname Kruckel entgegen der Schreibweise mit einem langen u als Kruhkel. Im Gegensatz zu heute markierte „ck“ in mittelniederdeutscher Zeit nicht immer einen vorausgehenden Kurzvokal, so dass einige Wörter mit langem Vokal ausgesprochen worden sind. Diese Schreibweise blieb jedoch nur noch in Ortsnamen erhalten.

Die Nachbarorte sind das zu Witten gehörende Rüdinghausen und die Dortmunder Stadtteile Persebeck, Großholthausen und Schnee.

Durch Kruckel fließt der Grotenbach, der zum Verbund der Emschergenossenschaften gehört. Der Grotenbach fließt von Witten kommend durch Kruckel und mündet in Hombruch in den Rüpingsbach. Durch eine gezielte Verrohrung der Schmutzwässer wurde Kruckel von Fäkalien und Industrieabwässern befreit. Das alte Betonbett der Emschergenossenschaft wurde entfernt, eine endgültige Renaturierung steht aber noch aus.

Wirtschaftsgeschichtlich hatte Kruckel Bedeutung als Standort der Zeche Vereinigte Wiendahlsbank, die 1856 gegründet wurde und bis 1924 Kohleabbau betrieb. Seit 1908 bestand neben der Zeche das erste Kraftwerk der VEW. Von der Tradition der Stromerzeugung im Stadtteil zeugt heute ein Umspannwerk der Amprion (ehemals RWE). Im Rahmen des Neubaus einer 380-kV-Stromtrasse von Kruckel nach Rheinland-Pfalz begannen hier 2012 umfangreiche Umbaumaßnahmen.[1]

In Kruckel gibt es auch einen Fahrradweg, der Rheinische Esel, eine ehemalige Bahnstrecke.

Der Löschzug 17 der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund ist im Nachbarstadtteil Persebeck stationiert, an der Einmündung der Kruckeler Straße in die Menglinghauser Straße. Diese Straßen bilden die Hauptverkehrswege im Ort.

Über die Linie 448 der Stadtwerke Dortmund im VRR ist der Ort in den ÖPNV eingebunden. An das Schienennetz ist Kruckel über die S-Bahn-Linie S5 auf der Strecke von Dortmunder Hauptbahnhof nach Witten und Hagen angebunden und besitzt mit dem Bahnhof Dortmund-Kruckel einen eigenen Haltepunkt „Dortmund-Kruckel S“.

Die Kruckeler Grundschule ist am Sportplatz des TuS Kruckel an der Rüdinghauser Straße beheimatet.

Persebeck hat einen Kindergarten und eine AWO in der Straße Grotenkamp. Ebenfalls im Gebäude der AWO und des Kindergartens befindet sich ein Jugendraum. Vor dem Bau des städtischen Gebäudes mussten alte Stollenanlagen der Zeche Vereinigte Wiendahlsbank aufwändig mit Beton verfüllt werden. Im angrenzenden Gelände zur Freiwilligen Feuerwehr und zur Menglinghauser Straße befindet sich der „Westentaschenpark“, eine Mini-Grünfläche mit Spielgeräten und einem Bolzplatz.

Die Discounter Aldi und Netto Marken-Discount stellen die Nahversorgung sicher.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2013 lebten 1312 Einwohner in Kruckel.[2]

Struktur der Kruckeler Bevölkerung:

  • Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner pro Hektar Siedlungsfläche.
  • Minderjährigenquote: 24,9 %, liegt leicht über dem Dortmunder Durchschnitt von 20,1 %.
  • Altenquote: 28,5 %, liegt leicht unter dem Dortmunder Durchschnitt von 31,3 %.
  • Ausländeranteil: 4,2 %, liegt deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 12,8 %.
  • Arbeitslosenquote: 4,0 %, liegt deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 13,4 %.

Das durchschnittliche Einkommen in Kruckel liegt etwa 35 % über dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
2003 1037
2008 1207
2010 1206
2013 1312

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Rothenberg: Neubau der Stromtrasse. In: Ruhr Nachrichten, 5. April 2011 (abgerufen 4. Juni 2012).
  2. Statistikatlas 2015. Stadt Dortmund – Stabsstelle Dortmunder Statistik, Juli 2015, S. 15, abgerufen am 29. Juni 2016 (PDF; 24,2 MB).