Alt-Scharnhorst

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Alt-Scharnhorst
Stadt Dortmund
Wappen von Alt-Scharnhorst
Koordinaten: 51° 33′ 0″ N, 7° 32′ 0″ O
Höhe: 71 m ü. NN
Fläche: 4,23 km²
Einwohner: 8517 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.013 Einwohner/km²
Postleitzahl: 44328
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 26

Alt-Scharnhorst ist ein Stadtteil im Dortmunder Nordosten auf einer Höhe von 71 m ü. NN mit 8.517 Einwohnern. Der Stadtteil wird oft in Verbindung mit der Großsiedlung Scharnhorst-Ost als Scharnhorst bezeichnet. Heute ist Alt-Scharnhorst ein sehr vielseitiger Stadtteil. Es gibt sowohl hochwertige Einzelhausbebauung (überwiegend am südlichen bzw. südöstlichen Ortsrand), bürgerliche Reihenhaussiedlungen, als auch Siedlungen mit erheblichen sozialen Schwierigkeiten.

Scharnhorst gehört zu den 13 sozial benachteiligten Stadtteilen.

Zunächst trug dieser Statistische Unterbezirk die Bezeichnung Scharnhorst-Alt.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geschichte des heutigen Dortmunder Stadtteils Alt-Scharnhorst ist eng mit dem Bergbau verknüpft. Nachdem ab 1871 die nach General Scharnhorst benannte Zeche Scharnhorst im damals ländlichen Raum errichtet wurde, entstanden zur Unterbringung der Bergleute ab 1889 im Umfeld mehrere Zechensiedlungen. Die Bevölkerung wuchs von etwa 100 Personen im Jahr 1890 auf 5678 Personen im Jahr 1939. Ein eigener Stadtteil namens Scharnhorst entstand im Jahr 1918 bei der Eingemeindung von Brackel und Wambel nach Dortmund und umfasste die nördlich der Bahnlinie Dortmund–Hamm liegenden Gebietsteile dieser Gemeinden.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Mitteln des Marshallplans die MSA-Siedlung errichtet. Ab 1954 wurden die ersten von insgesamt 800 Eigenheimen und 521 Mietwohnungen bezogen; letztendlich stieg die Einwohnerzahl auf über 11.000 Personen.

Aufgrund der großen Wohnungsnot wurde ab 1965 auf dem Gelände östlich der Flughafenstraße eine neue Großsiedlung errichtet, die als Scharnhorst-Ost (Neu-Scharnhorst) bezeichnet wird.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2016 lebten 8.517 Einwohner in Alt-Scharnhorst.

Struktur der Alt-Scharnhorster Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 19,9 %, liegt leicht über dem Dortmunder Durchschnitt von 19,4 %.
  • Altenquote: 38,6 %, liegt deutlich über dem Dortmunder Durchschnitt von 30,0 %.
  • Ausländeranteil: 12,1 %, liegt unter dem Dortmunder Durchschnitt von 17,3 %.
  • Arbeitslosenquote: 11,0 %, liegt unter dem Dortmunder Durchschnitt von 11,8 %.

Das durchschnittliche Einkommen in Alt-Scharnhorst liegt etwa 20 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 8955
2003 8474
2008 8329
2010 8261
2013 8276

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alt-Scharnhorst wird nach Süden und Westen hin begrenzt durch die Bahnstrecke Dortmund–Enschede und die Bahnstrecke Dortmund–Hamm. Mit den Haltepunkten der DB Dortmund-Kirchderne und Dortmund-Scharnhorst sowie der Stadtbahnhaltestelle Gleiwitzstraße ist Alt-Scharnhorst gut an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angeschlossen. Weiterhin ist mit dem Anschluss Dortmund-Scharnhorst an die B 236n sowie an die Brackeler Straße eine hervorragende Verbindung in die Innenstadt, zur A 1, zur A 2 und zur nahe gelegenen B 1 gegeben.

Linie Verlauf Takt
U42 Grevel – Droote – Scharnhorst Zentrum – Flughafenstraße – Gleiwitzstraße – KirchderneFranz-Zimmer-Siedlung – Schulte Rödding – Bauernkamp – An den Teichen – Burgholz – Eisenstraße – Glückaufstraße – BrunnenstraßeBrügmannplatzReinoldikircheStadtgartenStädtische KlinikenDortmund-Möllerbrücke SKreuzstraße – Theodor-Fliedner-Heim – An der Palmweide – Am Beilstück – Barop Parkhaus – Eierkampstraße – Harkortstraße – Hombruch Hallenbad – Grotenbachstraße
Diese Linie verkehrt auf der Stammstrecke II
10 min

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Journalist und Widerstandskämpfer Kurt Julius Goldstein wurde in Scharnhorst geboren und verbrachte auch einen Teil seiner Kindheit dort.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Alt-Scharnhorst befinden sich drei Kirchen, die katholische St.-Immaculata-Kirche, die evangelische Auferstehungskirche und die Neuapostolische Kirche Scharnhorst.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Alt-Scharnhorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2014 – Bevölkerung (PDF-Datei)