Škoda 100

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Škoda
Škoda 110

Škoda 110

100/110
Hersteller: AZNP
Produktionszeitraum: 1969–1974
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Stufenheck, viertürig
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,2 Liter
(35–88 kW)
Länge: 4155 mm
Breite: 1620 mm
Höhe: 1380 mm
Radstand: 2400 mm
Leergewicht: 805-820 kg
Vorgängermodell: Škoda 1000 MB
Nachfolgemodell: Škoda 742

Der Škoda 100 ist ein Pkw von AZNP (Škoda), der ab 1969 das Modell Škoda 1000 MB ablöste und nur leichte Änderungen aufwies.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Modellgeschichte

 
Škoda 100 mit Tankstutzen
 
Škoda 110LS mit Doppelscheinwerfern
 
Škoda 110 Rennversion; der 120S

Obwohl der Vorgänger, der Škoda 1000 MB, veraltet war und im Westen belächelt wurde, lehnte die damalige sozialistische Regierung ein zeitgemäßes Fahrzeug mit Frontmotor und Heckantrieb ab. 1964 war eigens für den 1000 MB ein neues Werk gebaut worden, für ein Fahrzeug mit Frontmotor hätten umfangreiche Investitionen getätigt werden müssen. Dies erschien der Regierung aber unwirtschaftlich. Das alte Montagewerk vom Octavia brannte noch kurz vor Produktionsende ab, der Schaden wurde auf 320 Millionen Kronen geschätzt.

Motoren und andere Technik des Š100 entsprachen weitgehend dem Vorgängermodell. Der größte Unterschied bestand aus den Scheibenbremsen vorne und einer Zweikreisbremsanlage. Während der Produktion des 100/110 gab es mehrere Änderungen, die vor allem die Optik betrafen. So befanden sich bis 1972 die vom 1000 MB bekannten Tankeinfüllstutzen an den vorderen Kotflügeln, die durch eine einfache Tankklappe ersetzt wurden. CKD-Bausätze wurden bis nach Neuseeland exportiert und erst dort zusammengebaut. Der 110 LS hatte wie der Škoda 110 R vier Scheinwerfer, die beste Ausstattung und erreichte eine Geschwindigkeit von 140 km/h.

Nach einer staatlichen Preisliste kostete die Basisversion Standard 45.000 Kronen. Nachfolger dieser Modelle war ab 1976 die Škoda-105/120-Serie.

[Bearbeiten] Versionen

Neben der Standardversion gab es den Škoda 110 R als sportliches Coupé. Die Karosserie und Motor des Fahrzeugs waren mehrmals Basis für verschiedene Prototypen und Kleinstserien[1]:

  • Škoda 1100 GT, 1970 entstandener Prototyp mit gleichen Heckleuchten
  • Škoda 110 Super Sport, auf dem 1100 GT basierendes Fahrzeug. Der Supersportwagen spielte im Horrorfilm Der Autovampir die Hauptrolle.
  • Škoda Kirby, ein Offroader in Italien
  • Škoda V.F.Buggy, ähnliches Aussehen wie der Kirby, jedoch für Belgien

Ab 1971 gab es den Škoda 120 S, eine Limousine mit größerem Motor, die in der Rallyeversion – mit Schutzkäfig ausgestattet – bis zu 220 km/h erreichte. Diese war für die normale Bevölkerung nicht erhältlich.

[Bearbeiten] Daten

Der wassergekühlte Reihenvierzylinder-Motor aus Aluminium wurde längs im Heck eingebaut und wirkte auf die hinteren Räder. Die Karosserie bestand aus Stahl und war selbsttragend. Das Getriebe war vollsynchronisiert und hatte vier Gänge.

Bezeichnung Typ Bauzeit Produzierte
Fahrzeuge
Karosserie Motor
100/100 L Typ 722 1969–1976 217.767 4-türige Limousine 988 cm³, 35 kW (48 SAE-PS)
110 L Typ 717 1969–1976 219.864 4-türige Limousine 1107 cm³, 39 kW (53 SAE-PS)
110 LS Typ 719 1971–1976 40.057 4-türige Limousine 1107 cm³, 45,5 kW (62 SAE-PS)
120 S/120 S Rallye Typ 728 1971–1974 100 4-türige Sport-Limousine 1174 cm³, 38–88 kW (52–120 PS)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Škoda 100/110 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. skoda-auto.com: The first Škoda 100/110 produced forty years ago
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