Bruchertseifen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bruchertseifen
Bruchertseifen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bruchertseifen hervorgehoben
50.7463888888897.7136111111111275Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 2,89 km²
Einwohner: 702 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 243 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57539
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 014
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Webpräsenz: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Jan Burbach
Lage der Ortsgemeinde Bruchertseifen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Bruchertseifen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Bruchertseifen gehören außer dem namengebenden Ort noch die Ortsteile Haderschen, Hofacker, Langenbach und Neuschlade.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bruchertseifen wurde im Jahre 1610 erstmals urkundlich erwähnt. Zusammen mit Haderschen und Langenbach bildete Bruchertseifen eine „Sende“ (Verwaltungseinheit), die zum Kirchspiel Hamm in der Grafschaft Sayn gehörte.[3]

Nach der saynischen Erbteilung im Jahre 1636 gelangten die Ortschaften Bruchertseifen, Haderschen und Langenbach zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Der Ort Haderschen lag auf der Grenze zwischen Sayn-Hachenburg und Sayn-Altenkirchen, um 1787 lagen im Hachenburgischen Teil fünf Häuser, im Altenkirchischen Teil ein Haus.[4] Der heutige Ortsteil Hofacker gehörte ebenfalls zu Sayn-Altenkirchen und bis 1955 zur Gemeinde Racksen.

1799 kam die Grafschaft Sayn-Hachenburg, damit auch Bruchertseifen, an die Grafen von Nassau-Weilburg; von 1806 bis 1815 gehörten die Ortschaften zum Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung gehörten die Orte zum Amt Schöneberg und zum Regierungsbezirk Ehrenbreitstein. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Gebiet von Nassau an das Königreich Preußen abgetreten.[5] Unter der preußischen Verwaltung ging 1816 das Kirchspiel Hamm in der neu gebildeten Bürgermeisterei Hamm auf, die dem Kreis Altenkirchen im Regierungsbezirk Koblenz und von 1822 an der Rheinprovinz zugeordnet war.

Der Ortsteil Langenbach war bis 1974 geteilt, rechts des Langenbachs gehörte das Dorf zur Gemeinde Helmeroth, links des Bachs immer schon zu Bruchertseifen.[6]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bruchertseifen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7]

Jahr Einwohner
1815 115
1835 139
1871 182
1905 208
1939 345
Jahr Einwohner
1950 380
1961 388
1970 507
1987 533
2005 760

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bruchertseifen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Bruchertseifen führt die Bundesstraße 256.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bruchertseifen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 10 (PDF; 2,3 MB)
  3. Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. 3. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1999, S. 440; ISBN 3-922244-80-7
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789, Band 2, Bonn 1898, S. 368
  5. Johann Ludwig Klüber: Acten des Wiener Congresses, in den Jahren 1814 und 1815, Bände 21–24, 1836, S. 157 (Google Books)
  6. Ortsgemeinde Bruchertseifen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg)
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen