Orfgen

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Dieser Artikel behandelt die deutsche Gemeinde; für die deutsche Schauspielerin siehe Samy Orfgen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Orfgen
Orfgen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Orfgen hervorgehoben
50.6643222222227.5331611111111240Koordinaten: 50° 40′ N, 7° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Flammersfeld
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 3,74 km²
Einwohner: 226 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57632
Vorwahl: 02685
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 088
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheinstraße 17
57632 Flammersfeld
Webpräsenz: www.vgflammersfeld.de
Ortsbürgermeister: Manfred Lichtenthäler
Lage der Ortsgemeinde Orfgen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Orfgen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Flammersfeld an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa zwei Kilometer nördlich von Flammersfeld, unweit des Treffpunkts von Bundesstraße 256 und Landesstraße 267 bei Schürdt.

Geschichte[Bearbeiten]

Orfgen wurde erstmals 1427–1430 im Mirakelbuch der Kirche zu Hilgenroth schriftlich erwähnt. Woher der Ortsname genau kommt, ist unbekannt; Der Name von Orfgen hat sich seitdem mehrfach geändert: Orffe (1452), Orffge (1470, 1523), Orffgen (1576), Orfgen (1675) – andere Formen sind bekannt. Schon früh (1452) gehörte Orfgen zum Kirchspiel Flammersfeld. Die Kirchspiele waren in der Grafschaft Sayn auch Verwaltungsbezirke; das Kirchspielsgericht Flammersfeld gehörte zur hohen Feste Birnbach-Altenkirchen (ab 1430) und später (1636) zum Landgericht Hachenburg.

Die Gemeinde Orfgen besteht aus vier, früher fünf, Ortsteilen: Hofacker, Berg, Hahn und Höllburg. Ziegenhahn gehört inzwischen zur Gemeinde Ziegenhain. Die Gemeinde Orfgen gründete 1755, als größter Ort des Kirchspiels Flammersfeld, eine eigene Schule, wozu Räumlichkeiten in Orfgen und Berg angemietet wurden. 1842 wurde vom Gemeinderat beschlossen, die ausgelagerte Schule in Berg (für die Ortsteile Hahn und Berg) mit der Schule von Orfgen zu vereinigen und ein eigenes Schulgebäude zu bauen. 1846 war das Bauwerk fertiggestellt. Es stand etwas schräger und unterhalb des heute noch stehenden Gebäudes auf demselben Bauplatz am Hofacker. Der Lehrer August Flammersfeld aus Oberbieber gründete 1905 einen Leseverein und mit Unterstützung der „Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung“, Berlin, eine Volksbibliothek. 1908 beschloss der Ortsgemeinderat, eine neue Schule zu bauen – angeblich, weil die alte Schule baufällig geworden sei. In Wirklichkeit dürfte es darum gegangen sein, ein neues Gebäude mit geeigneten Räumlichkeiten für diese Volksbibliothek zu schaffen. Das alte Fachwerkgebäude aus 1846 wurde für 500 Reichsmark verkauft, abgebaut und im Ortsteil Höllburg wiedererrichtet, dort steht es noch heute. Auf dem alten Schulgelände wurde 1910 eine neue Schule eröffnet, welche bis zur Schließung kleiner Dorfschulen in den 1960er-Jahren in Betrieb war. Ab August 1965 wurde der Schulbetrieb von der Mittelpunktschule in der Nachbargemeinde Flammersfeld übernommen und das alte Schulhaus kam in private Hände. Es steht heute noch und wird seit 2004 renoviert.

1917 erhielt Orfgen einen Telefonanschluss, 1925 wurde das Dorf an das Stromnetz angeschlossen. Wasser wurde aus Brunnen und Quellen entnommen bis die Gemeinde 1984 an das Flammersfelder Wassernetz angeschlossen wurde. Erst 2007 wurden die letzten Reste der ehemaligen Quellwasserentnahme entfernt.

Seit 1932 gibt es einen Schützenverein in Orfgen, den KKSV – Kleinkaliberschützenverein Orfgen mit eigenem Schützenhaus, Schießstand und einem jährlichen Schützenfest.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Orfgen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 210
1835 267
1871 368
1905 287
1939 238
Jahr Einwohner
1950 269
1961 231
1970 246
1987 190
2005 248

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Orfgen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmäler in Orfgen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Orfgen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen