Fürthen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Fürthen
Fürthen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Fürthen hervorgehoben
50.787.6677777777778160Koordinaten: 50° 47′ N, 7° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 2,2 km²
Einwohner: 1150 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 523 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57539
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 038
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Webpräsenz: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Michael Rzytki
Lage der Ortsgemeinde Fürthen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild
Diese Straße bildet auf 200 Metern die Landesgrenze

Fürthen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort sowie den Ortsteilen Opsen, Kappenstein, Mümmelbach und Oppertsau. Letzterer ist ein „geteilter“ Ort: durch ihn verläuft die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Der zu Nordrhein-Westfalen gehörende Teil wird Opperzau geschrieben und gehört zur Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 1806 gehörte Fürthen zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Fürthen bildete innerhalb des Kirchspiels Hamm einen „Sende“ genannten eigenen Verwaltungsbezirk, zu dem auch die Orte Kappenstein, Mümmelbach, Oppertsau, Opsen und Walbach gehörten.[2] Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten.[3]

Unter der preußischen Verwaltung wurde Fürthen der Bürgermeisterei Hamm im neu errichten Kreis Altenkirchen zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Fürthen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 156
1835 200
1871 303
1905 462
1939 587
Jahr Einwohner
1950 680
1961 742
1970 852
1987 1.029
2005 1.245

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Fürthen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • In Fürthen besteht die einzige Moschee in weitem Umkreis in einer umgebauten ehemaligen Dorfschule.
  • Ein 200 m langes Stück der L 112 / L 267, das die Ortsteile Opperzau (Windeck) und Oppertsau (Fürthen) trennt, stellt nicht nur die Gemeindegrenzen dar, sondern zugleich auch die Ländergrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zudem führt die Straße für jede Seite einen eigenen Straßennamen: Siegstraße für die Oppertsauer Seite, Fürthener Straße für die Opperzauer Seite.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fürthen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 371.
  3. Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung ..., Band 1, 1836, S. 583
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen