Ziegenhain (Westerwald)

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Ziegenhain (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ziegenhain hervorgehoben
50.6761111111117.5255555555556300Koordinaten: 50° 41′ N, 7° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Flammersfeld
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 0,71 km²
Einwohner: 143 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 201 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57632
Vorwahl: 02685
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 119
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheinstraße 17
57632 Flammersfeld
Webpräsenz: www.vgflammersfeld.de
Ortsbürgermeisterin: Ute Müller
Lage der Ortsgemeinde Ziegenhain im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Ziegenhain ist eine Ortsgemeinde im Westen des Landkreises Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Flammersfeld an.

Geographie[Bearbeiten]

Ziegenhain ist mit seinen 0,71 km² eine der nach Fläche kleinsten Gemeinden Deutschlands. Sie liegt auf einer Hochfläche und bietet nach Süden und Osten einen schönen Ausblick in den Westerwald. Im Nordwesten schließt ein ausgedehntes Waldgebiet an.

Zur Ortsgemeinde Ziegenhain gehört auch der Ortsteil Ziegenhahn.[2] Ursprünglich gehörte Ziegenhahn zur Gemeinde Orfgen.

Geschichte[Bearbeiten]

1556 wird Ziegenhain erstmals schriftlich erwähnt und ein Jahr später der Ort Ziegenhahn erstmals genannt.

Ziegenhain gehörte bis zum Jahr 1806 zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen und zum Kirchspiel Mehren. Die Grafschaft Sayn-Altenkirchen kam 1791 auf dem Erbweg zu Preußen und wurde 1803 im Reichsdeputationshauptschluss dem Fürstentum Nassau-Usingen zugesprochen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Gebiet der ehemaligen saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.

Unter der preußischen Verwaltung wurde Ziegenhain der Bürgermeisterei Weyerbusch im neu errichten Kreis Altenkirchen zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Ziegenhain bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 33
1835 63
1871 82
1905 61
1939 56
1950 59
Jahr Einwohner
1961 44
1970 49
1987 62
1997 144
2005 139
2012 143

Religion[Bearbeiten]

Kirchlich gehört Ziegenhain zum Kirchspiel Mehren mit seiner evangelischen Kirche. Die Mehrheit der Ziegenhainer sind evangelisch.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ziegenhain besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

In der Ortslage befinden sich einige über hundertjährige mächtige Eichen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Höhepunkte im Jahr sind das Maifest vom 30. April bis 1. Mai mit dem Aufstellen des Maibaums und am 11. November der traditionelle St.-Martins-Umzug für die Kinder des Ortes.

Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens ist das Bürgerhaus in der Ortsmitte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 9 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen