Granzin

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Granzin (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Granzin
Granzin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Granzin hervorgehoben
53.511.93333333333365Koordinaten: 53° 30′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 22,91 km²
Einwohner: 477 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19386
Vorwahl: 038720
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 051
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 22
19386 Lübz
Webpräsenz: www.amt-eldenburg-luebz.de
Bürgermeisterin: Ariane Köhler
Lage der Gemeinde Granzin im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Granzin ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Parchim und zirka acht Kilometer nordwestlich von Lübz. Größere Gemeindeteile, vor allem im Westen, sind flach und sumpfig. So gibt an der Gemeindegrenze zu Obere Warnow und Rom das zum Naturschutzgebiet Großes Moor bei Darze gehörende Granziner Torfmoor. Hier entspringt der kleine Fluss Wocker. Größtes Fließgewässer der Gemeinde ist jedoch der Rote Bach. Höchste Erhebung im Gemeindegebiet dürfte der Knaaksberg mit 85,8 m ü. NHN im Norden sein.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Bahlenrade, Beckendorf, Granzin, Greven und Lindenbeck.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des heutigen Dorfes Granzin findet sich auf einer Urkunde vom 3. November 1235. In dieser Urkunde verlieh Bischof Brunward von Schwerin dem Zisterzienser-Nonnenkloster Rühn bei Bützow den Zehnten von Bauernstellen im Ort Granzin. Aus den folgenden Jahrzehnten sind weitere Urkunden bekannt, die unter anderem von Grenzstreitigkeiten Verpfändungen und Verkäufen berichten.

Dorfkirche in Granzin

Der erste Kirchenbau in Granzin wurde wahrscheinlich vor 1277 errichtet, aber um 1360 wieder abgerissen. Die heutige Kirche ist zwischen 1862 und 1864 nach Entwürfen des Landesbaumeisters Theodor Krüger im neugotischen Stil erbaut worden. Sie wurde am 6. November 1864 eingeweiht. Das Geläut besteht aus zwei Glocken, die bereits in älteren Kirchenbauten Granzins ihren Dienst taten. Die große Glocke mit einem Durchmesser von 101 cm wurde 1486 in Wismar oder Rostock gegossen. Die kleinere Glocke mit 86 cm Durchmesser ist 1755 in Rostock umgegossen worden.

Schule auf dem Land in Mecklenburg wurde erst nach der Reformation eingeführt. In der Schule unterrichtete der Küster. Eine Küsterstelle in Granzin gab es nachweislich bereits im Jahr 1586. Das Ende für die Schule Granzin kam 1975, als in Lübz moderne Zentralschulen fertiggestellt waren.

Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden auf den Gemarkungen des Dorfes einige kulturhistorisch wertvolle Funde aus vorgeschichtlicher Zeit gemacht. Einige sind in Schweriner Museen zu besichtigen.[3]

Die Geschichte von Greven ist eng mit dem preußischen Oberst Helmuth von Plessen verbunden, der im Jahre 1734 hier Güter kaufte und Bauern ansiedelte und zur Koppelwirtschaft überging. Im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ konnte Granzin 1994 eine Bronzemedaille erringen.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 28. Dezember 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 232 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau eine goldene Pferdebremse; zwischen deren gespreizten Schenkeln eine goldene Garbe.“[4]

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Gutshaus Greven
  • Dorfkirche Granzin
  • Dorfkirche Greven
Dorfkirche in Greven

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Günther Hecht (* 1937 in Granzin), Physiker und ehemaliger Rektor der Technischen Universität Chemnitz

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 33 kB) der Gemeinde
  3. Dorfgeschichten des Dorfes Granzin; Schrift zur 750 Jahrfeier 1985, Autoren nicht genannt
  4. § 1 Abs. 2 der Hauptsatzung (PDF; 33 kB) der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Granzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien