Kritzow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kritzow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kritzow führt kein Wappen
Kritzow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kritzow hervorgehoben
53.44581612.13132762Koordinaten: 53° 27′ N, 12° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 25,09 km²
Einwohner: 461 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19386
Vorwahl: 038731
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 077
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 22
19386 Lübz
Webpräsenz: www.amt-eldenburg-luebz.de
Bürgermeister: Eberhard Korf
Lage der Gemeinde Kritzow im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Kritzow ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich der Bundesstraße 191, etwa sechs Kilometer östlich von Lübz und zirka neun Kilometer westlich von Plau am See. Die Gemeinde liegt zwischen zwei Endmoränenzügen im Osten bei Schlemmin und im Westen bei Benzin. Höchste Punkte im Gemeindegebiet sind der Pavilljönkenberg mit 101 m ü. NHN und zwei unbenannte Erhebungen, zum einen ein 107,8 m hoher Hügel im Waldgebiet Schlemminer Tannen im Südwesten und weiterhin eine 103 m messende Anhöhe nördlich von Benzin. Östlich des Ortes Kritzow liegt der gleichnamige Kritzower See. Östlich des Sees liegt das Waldgebiet Blockkoppel.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Benzin
  • Kritzow
  • Schlemmin[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Kritzow wird schon seit Urzeiten bewohnt. In der Nähe des Ortes wurde ein bronzezeitliches Messer gefunden. Im Jahr 1300 wurde der Ort als Critsow und Lehen der Familie Redickesdorf erwähnt. Kritzow wurde ab 1438 herzoglicher Besitz. Der Ort bestand bis zum Ersten Weltkrieg nur aus zwei parallelen Katenreihen. Das Pächterhaus wurde 1757 erbaut und 1873 erheblich umgebaut und zu DDR-Zeiten als Gemeindesitz und Kindergarten benutzt.

Der Ortsteil Benzin wurde als Bentcin im Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Kritzow stammt vom altslawischen krikŭ für Schrei ab und deutet auf den Lokator Krič hin, also Ort des Krič.[3]

Der Name Benzin stammt vom altslawischen bąk für Schrei ab und deutet auf den Lokator Bęka hin, also Ort des Bęka.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kritzower Badesee mit bewachtem Badestrand in Broock
  • Industriedenkmal Ziegelei Benzin, Teil der Lehm- und Backsteinstraße
  • Historisches Kopfsteinpflaster (muss auf der Kritzower Dorfchaussee modernem Asphalt weichen)
  • Dorfkirche in Benzin
Dorfkirche in Benzin

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 19 kB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 76.
  4. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 25.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kritzow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien