Dobin am See

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dobin am See führt kein Wappen
Dobin am See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dobin am See hervorgehoben
53.73333333333311.53333333333363Koordinaten: 53° 44′ N, 11° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Crivitz
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 34,78 km²
Einwohner: 1926 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19067
Vorwahl: 03866
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 033
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstraße 5
19089 Crivitz
Bürgermeister: Carlo Folgmann (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Dobin am See im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Dobin am See ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland. Sie wird vom Amt Crivitz mit Sitz in Crivitz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Dobin am See liegt am Nordostufer des Schweriner Sees (Außensee), nordöstlich des Paulsdammes inmitten einer hügeligen Endmoränenlandschaft. Die Höhen steigen von 37,8 m ü. NHN, dem mittleren Spiegel des Schweriner Sees, bis über 80 m ü. NHN an. Umliegende Städte sind unter anderen Schwerin und Brüel. Zu den Seen im Gemeindegebiet gehören der Lange See, der Neuschlagsdorfer See, die Schlese sowie zwei Schwarze Seen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Dobin am See besteht aus den Ortsteilen[2]:

  • Alt Schlagsdorf
  • Buchholz
  • Flessenow
  • Liessow
  • Neu Schlagsdorf
  • Retgendorf
  • Rubow

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dobin am See gibt es erst seit dem 13. Juni 2004. Sie entstand durch eine Fusion der bisherigen Gemeinden Retgendorf und Rubow.[3] Der Name Dobin geht zurück auf eine Burg, die der Abodritenfürst Niklot um 1147 zwischen dem Schweriner See und der Döpe bei Neu Flessenow errichten ließ. Im Rahmen einer Strafexpedition Heinrich des Löwen 1160 zerstörte der zurückweichende Niklot die Burg, um eine Einkesselung zu verhindern. Die meisten Dörfer im Gemeindeverbund wurden im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, Flessenow etwa als Vlassenow im Jahr 1241. Der Name des Ortes stammt vermutlich von dem altslawischen Wort vlaga ab und bedeutet Feuchter Ort[4].

Der Familie von Sperling gehörten vom 15. bis ins 18. Jahrhundert die Orte Alt Schlagsdorf, Buchholz, Flessenow, Neu Schlagsdorf, Retgendorf und Rubow. Das Gebiet gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zum Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Nach 1945 gehörte der Ort erst zum Land Mecklenburg und dann von 1952 bis 1990 zum Bezirk Schwerin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Dorfkirche Retgendorf aus dem 14.  Jahrhundert, spätgotischer Backsteinbau.
  • Ehemalige Burg Dobin
  • Dorfmuseum Buchholz

Die Baudenkmale in der Gemeinde sind in der Liste der Baudenkmale in Dobin am See aufgeführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nördlich der Bundesstraße 104 und wird durch Trasse der Bundesautobahn 14 geteilt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Zwischen 1844 und 1849 weilte der Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben beim Gutsbesitzer und Advokaten Samuel Schnelle im Ortsteil Buchholz. Viele seiner Lieder entstanden hier.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dobin am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 3,2 MB) der Gemeinde
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  4. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 45.