Johann Friedrich Schulze
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Johann Friedrich Schulze (* 27. Januar 1793; † 9. Januar 1858) war ein deutscher Orgelbaumeister, dessen Vor- und Nachfahren ebenfalls Orgelbauer waren.
1806 trat er in vierter Generation in das Geschäft seines Vaters Johann Andreas Schulze ein und begann eine Ausbildung beim Orgelbauer Ehle in Stadtilm. 1815 machte er sich selbständig. Den Firmensitz verlegte er 1856 von Milbitz zum heutigen Paulinzella, war aber auch für einige Jahre in Mühlhausen/Thüringen tätig. Bald war er einer der berühmtesten Orgelbauer in Europa.
Von ihm sind mehr als hundert Orgeln bekannt. Nachfolgend sind nur einige genannt:
- 1843: St. Michaelis-Kirche zu Heringen
- 1845: St. Jacobi-Kirche Berlin 1945 verbrannt [1]
- 1850: Domorgel zu Bremen
- 1851: Hauptorgel (Große Orgel) der Marienkirche zu Lübeck (Bau dauerte bis 1854; 1942 verbrannt)
- 1851: Orgel im Crystal Palace, London
- 1853: Orgel der Marienkirche zu Rügenwalde (Pommern)
- 1857: Nicolai-Kirche zu Hausen
Er war aber auch ein hervorragender Meister und Lehrer. Zu seinen Schülern gehörten Friedrich Wilhelm Winzer, Friedrich Albert Mehmel und Wilhelm Heerwagen.
[Bearbeiten] Literatur
- Hans-Christian Tacke: Johann Gottlob Töpfer, Leben - Werk - Wirksamkeit, Kassel 2002, ISBN 3-761-81577-8
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bild der alten St. Jacobi Orgel in der St.-Jacobi-Kirche, Berlin, auf luisenstadt.de, abgerufen 27. Januar 2009
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schulze, Johann Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Orgelbaumeister |
| GEBURTSDATUM | 27. Januar 1793 |
| STERBEDATUM | 9. Januar 1858 |