Johann Friedrich Schulze

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Johann Friedrich Schulze (* 27. Januar 1793; † 9. Januar 1858) war ein deutscher Orgelbaumeister, dessen Vor- und Nachfahren ebenfalls Orgelbauer waren.

1806 trat er in vierter Generation in das Geschäft seines Vaters Johann Andreas Schulze (* 1753; † 1860) ein und begann eine Ausbildung beim Orgelbauer Ehle in Stadtilm. Geschwister hatte Johann Friedrich Schulze keine. 1815 machte er sich selbständig. Den Firmensitz verlegte er 1856 von Milbitz zum heutigen Paulinzella, war aber auch für einige Jahre in Mühlhausen/Thüringen tätig. Bald war er einer der berühmtesten Orgelbauer in Europa.

Johann Friedrich Schulze hatte sechs Söhne von denen zwei Söhne, nämlich Edmund Schulze (* 1824; † 1878) und Eduard Schulze (* 1830; † 1880) ebenfalls Orgelbauer waren. Diese führten nach dem Tod des Vaters mit ihrem Bruder Oskar Schulze (* 1825; † 1878, Physiker, Chemiker und Philosoph) den väterlichen Betrieb unter der Firmierung „J. F. Schulzes Söhne“ fort. Der Bruder Herwart Schulze (* 1836; † 1908) war im Unternehmen als Bildschnitzer tätig. Nach dem Tod von Edmund, Oskar und auch Eduard Schulze wurde das Unternehmen 1880 aufgelöst.

Der einzige Sohn von Edmund Schulze, Adolph Oskar Schulze (* 1857; Sterbedatum unbekannt), war nach Amerika ausgewandert und dort verschollen. Ob er Orgelbauer war, ist nicht bekannt.

Von Johann Friedrich Schulze sind mehr als hundert Orgeln bekannt. Nachfolgend sind nur einige genannt:

Orgel in der Evangelisch reformierten Kirche Iserlohn.

Schüler[Bearbeiten]

Er war aber auch ein hervorragender Meister und Lehrer. Zu seinen Schülern gehörten

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Christian Tacke: Johann Gottlob Töpfer, Leben - Werk - Wirksamkeit. Kassel 2002, ISBN 3-7618-1577-8.
  • Markus Vette, Rolf Bothe, Albrecht Lobendstein: Zur Restaurierung der Schulze-Orgel in der Coudray-Kirche in Rastenberg. Eugenia-Verlag, Rastenberg 2011, ISBN 978-3-938853-15-3. (Schriftenreihe des Heimatvereins Rastenberg Nr. 2.)
  • Wolfram Hackel: Die Orgelbauerfamilie Schulze. In: Einweihung der restaurierten Schulze-Orgel in der Reformierten Kirche Iserlohn. 40 Jahre Evangelische Kantorei Iserlohn. Iserlohn, 1994.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sankt Jacobikirche (Kreuzberg). Orgeldatabase. Abgerufen am 17. September 2012.
  2. Restaurierung (1993/1994) der Schulze-Orgel von 1847 in der Evangelisch reformierten Kirche in Iserlohn Abgerufen am 23. September 2012