Kirsten Dunst

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Kirsten Dunst bei der Australien-Premiere von Anchorman – Die Legende kehrt zurück im November 2013

Kirsten Caroline Dunst (* 30. April 1982 in Point Pleasant, New Jersey) ist eine US-amerikanisch-deutsche Schauspielerin. Sie wurde als Zwölfjährige durch den Film Interview mit einem Vampir bekannt.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Der Vater Klaus Dunst ist ein seit Jahrzehnten in den USA lebender Deutscher, die Mutter Inez, geborene Rupprecht, ist eine US-Amerikanerin schwedisch-deutscher Herkunft. Dunst, deren Großeltern väterlicherseits in Hamburg leben,[1][2] wuchs zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Christian bei ihrer inzwischen von Klaus Dunst geschiedenen Mutter in Los Angeles auf. Dort besuchte sie eine katholische Schule.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge der Karriere[Bearbeiten]

Dunst war bereits im Alter von drei Jahren in einem Werbespot zu sehen und arbeitete als Kindermodel. 1989 spielte sie ihre erste kleine Rolle in Woody Allens New Yorker Geschichten. Anschließend war sie als Tom Hanks' Tochter in Fegefeuer der Eitelkeiten (1990) zu sehen. 1993 hatte sie eine Gastrolle in der Episode Ort der Finsternis in der siebten Staffel von Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert.

Durchbruch[Bearbeiten]

Ihren Durchbruch hatte sie als kindlicher Vampir Claudia in der Anne-Rice-Bestsellerverfilmung Interview mit einem Vampir (1994) an der Seite von Tom Cruise und Brad Pitt. Dunst setzte sich gegen 5.000 Mitbewerberinnen durch. Für ihre Darbietung wurde sie mit einer Nominierung bei den Golden Globes und mit dem Preis für die beste Breakthrough Performance bei den MTV Movie Awards ausgezeichnet. Einen ähnlichen Kritikererfolg feierte sie im gleichen Jahr mit der Bestsellerverfilmung Betty und ihre Schwestern neben Winona Ryder und Claire Danes. Die New York Times prophezeite ihr daraufhin eine große Karriere.

1995 war sie in dem Fantasy-Film Jumanji an der Seite von Robin Williams zu sehen. 1996 übernahm sie eine wiederkehrende Rolle in der dritten Staffel der Krankenhausserie Emergency Room – Die Notaufnahme, wo sie in sechs Folgen eine drogensüchtige, jugendliche Prostituierte spielte, die der von George Clooney gespielte Kinderarzt vergebens von der Straße wegzubringen versuchte. 1997 spielte sie eine Nebenrolle in der Politsatire Wag the Dog mit Robert De Niro und Dustin Hoffman. 1999 war sie in Sofia Coppolas Drama The Virgin Suicides zu sehen und erhielt für ihre Leistung positive Kritiken. Ein Jahr später spielte sie die Hauptrolle in der Komödie Girls United. Der Film war ein kommerzieller Erfolg.

Internationaler Ruhm mit Spider-Man[Bearbeiten]

Kirsten Dunst bei der Premiere von Marie Antoinette auf dem Cannes Film Festival im Jahr 2006

Anerkennung erntete Dunst 2002 in der Rolle der Mary Jane „MJ“ Watson in Sam Raimis Comicverfilmung Spider-Man an der Seite von Tobey Maguire. 2003 war sie neben Julia Roberts und Julia Stiles in der Tragikomödie Mona Lisas Lächeln zu sehen. 2004 spielte sie an der Seite von Paul Bettany die Hauptrolle in dem Sport-Drama Wimbledon – Spiel, Satz und … Liebe. Des Weiteren hatte sie eine Rolle in dem romantischen Drama Vergiss mein nicht! mit Jim Carrey und Kate Winslet. Im gleichen Jahr verkörperte sie in Spider-Man 2 erneut die Rolle der Mary Jane und feierte damit einen weiteren großen Erfolg.

2005 spielte sie in Elizabethtown an der Seite von Orlando Bloom. 2006 verkörperte sie die französische Königin Marie Antoinette im gleichnamigen Film von Sophia Coppola. Das Drama, nach The Virgin Suicides Dunsts zweite Zusammenarbeit mit der Regisseurin, war an den Kinokassen kein Erfolg. 2007 war sie in Spider-Man 3 zu sehen, welches der bisher kommerziell erfolgreichste Film ihrer Karriere war. Nach den Dreharbeiten zum Film New York für Anfänger (2008) zog sich Dunst zunächst aus dem Filmgeschäft zurück.

Comeback mit Melancholia[Bearbeiten]

2010 war Dunst die Majokko Princess im Musikvideo Turning Japanese, das von dem japanischen Pop-Artist Takashi Murakami gedreht wurde. Im Januar 2010 wurde bekannt, dass die Spider-Man-Reihe ohne die Mitarbeit von Dunst, Tobey Maguire und Regisseur Sam Raimi fortgesetzt wird. Im selben Jahr stand sie für das romantische Drama All Beauty Must Die zusammen mit Ryan Gosling erstmals nach ihrer Behandlung wegen Depressionen wieder vor der Filmkamera. Außerdem drehte sie 2010 das Drama Melancholia unter der Regie von Lars von Trier. Für ihre Leistung als melancholisch-depressive Braut gewann Dunst 2011 den Darstellerpreis der 64. Filmfestspiele von Cannes und erhielt eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis.

2012 spielte sie an der Seite von Sam Riley und Kristen Stewart in der Romanverfilmung On the Road – Unterwegs die Rolle der Camille. Außerdem stand sie für die Komödie Die Hochzeit unserer dicksten Freundin in einer Hauptrolle vor der Kamera.

Die deutsche Synchronstimme von Dunst stammt von Marie Bierstedt und Natascha Geisler.

Privatleben[Bearbeiten]

Von 2002 bis 2004 befand sich Kirsten Dunst in einer Beziehung zu Schauspieler Jake Gyllenhaal.[3] Seit 2012 ist sie mit ihrem On the Road-Kollegen Garrett Hedlund liiert.[4]

Sie ließ sich im Frühjahr 2008 wegen Depressionen medizinisch behandeln und nahm erst im Jahr 2010 ihre Filmkarriere wieder auf.[5]

Seit September 2011 besitzt sie neben der US-amerikanischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft.[6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Musikvideos[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Jahr Award Kategorie Film Resultat
1994 Boston Society of Film Critics Beste Nebendarstellerin Betty und ihre Schwestern
Interview mit einem Vampir
gewonnen
1995 Chlotrudis Awards Beste Nebendarstellerin Betty und ihre Schwestern
Interview mit einem Vampir
nominiert
1995 Golden Globe Beste Nebendarstellerin Interview mit einem Vampir nominiert
1995 Chicago Film Critics Association Awards Beste Newcomerin gewonnen
1995 Saturn Award Beste junge Schauspielerin gewonnen
1995 YoungStar Awards Beste junge Schauspielerin gewonnen
1995 Young Artist Award Beste junge Schauspielerin in einer Nebenrolle Betty und ihre Schwestern gewonnen
1995 MTV Movie Award Beste Newcomerin Interview mit einem Vampir gewonnen
1996 Saturn Award Beste junge Schauspielerin Jumanji nominiert
1996 Young Artist Award Beste junge Hauptdarstellerin nominiert
1997 Young Artist Award Beste junge Gastdarstellerin in einer Drama-Serie Emergency Room – Die Notaufnahme nominiert
1998 YoungStar Awards Beste junge Schauspielerin in einem TV-Film Zu jung für ein Baby gewonnen
1999 Teen Choice Awards Beste Schauspielerin The Virgin Suicides nominiert
2001 Teen Choice Awards Bestes Filmpaar (mit Ben Foster) Ran an die Braut nominiert
2001 Teen Choice Awards Beste Schauspielerin Girls United nominiert
2002 Empire Awards Beste Hauptdarstellerin Spider-Man gewonnen
2002 Mar del Plata Film Festival Beste Schauspielerin The Cat's Meow gewonnen
2002 MTV Movie Awards Beste Schauspielerin Spider-Man gewonnen
2002 MTV Movie Awards Bester Kuss (mit Tobey Maguire) gewonnen
2002 Teen Choice Awards Bester Kuss (mit Tobey Maguire) gewonnen
2002 Teen Choice Awards Bestes Filmpaar (mit Tobey Maguire) nominiert
2002 Teen Choice Awards Beste Schauspielerin (Action,Abenteuer) nominiert
2003 Teen Choice Awards „Best Sleazebag“ (dt.: bester Widerling) Mona Lisas Lächeln nominiert
2004 Empire Awards Beste Hauptdarstellerin Spider-Man 2 gewonnen
2007 Teen Choice Awards Bester Kuss (mit Tobey Maguire) Spider-Man 3 nominiert
2007 Teen Choice Awards Beste Schauspielerin nominiert
2007 ShoWest Award Female Star of the Year gewonnen
2008 People’s Choice Award Bestes Filmpaar (mit Tobey Maguire) Spider-Man 3 nominiert
2011 Filmfestspiele von Cannes Beste Darstellerin Melancholia gewonnen
2011 Europäischer Filmpreis Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Kansas City Film Critics Circle Award Beste Darstellerin Melancholia gewonnen
2011 National Society of Film Critics Award Beste Darstellerin Melancholia gewonnen
2011 Saturn Award Beste Darstellerin Melancholia gewonnen
2011 Robert Award Beste Darstellerin Melancholia gewonnen
2011 Sant Jordi Award Beste Darstellerin Melancholia gewonnen
2011 AACTA International Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Alliance of Women Film Journalists Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Bodil Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Central Ohio Film Critics Association Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Chicago Film Critics Association Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Chlotrudis Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Denver Film Critics Society Award Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 Indie Wire Critics Survey Beste Darstellerin Melancholia nominiert
2011 LA Weekly Film Poll Beste Darstellerin Melancholia 3. Platz
2011 London Film Critics Circle Award Beste Darstellerin des Jahres Melancholia nominiert
2011 New York Film Critics Circle Award Beste Darstellerin des Jahres Melancholia 3. Platz
2011 Los Angeles Film Critics Association Award Beste Darstellerin des Jahres Melancholia 2. Platz
2011 Online Film Critics Society Award Beste Darstellerin des Jahres Melancholia nominiert

Presse[Bearbeiten]

  • Martin Wolf: Kopf hoch. In: Der Spiegel, Nr. 44/30. Oktober 2006, S. 214.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirsten Dunst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volker Behrens: Eine Hamburgerin ist Großmutter von Hollywood-Star Kirsten Dunst. abendblatt.de, 29. Oktober 2006, abgerufen am 3. Oktober 2012.
  2. Kirsten Dunst: deutsche Staatsbürgerin. fem, 21. Oktober 2011, abgerufen am 3. Oktober 2012.
  3. Kirsten Dunst on Ex Jake Gyllenhaal: "We're Not Good Friends" (engl.) Artikel vom 18. November 2009 auf der Website von US Weekly
  4. Hedlund enthüllt wie alles begann
  5. People: Kirsten Dunst Breaks Silence on Rehab, 27. Mai 2008
  6. n-tv: Dunst ist jetzt Deutsche
  7. spiegel.de: Rezension
  8. YouTube: Video, aufgerufen am 17. August 2012
  9. Affenheimtheater: Kirsten Dunst als Akihabara Majokko Princess, 20. Februar 2010
  10. Youtube: Akihabara Majokko Princess, 19. März 2010