Passau Hauptbahnhof
| Passau Hbf | |
|---|---|
| Nordseite und Haupteingang | |
| Daten | |
| Kategorie | 3 |
| Betriebsart | Kreuzungsbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 8 |
| Reisende | ca. 6.500 |
| Abkürzung | NPA (DB) Pa (ÖBB) |
| Eröffnung | 1860 |
| Webadresse | bahnhof.de |
| Architektonische Daten | |
| Baustil | Klassizismus |
| Lage | |
| Stadt | Passau |
| Land | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 48° 34′ 27″ N, 13° 27′ 3″ O48.57416666666713.450833333333Koordinaten: 48° 34′ 27″ N, 13° 27′ 3″ O |
| Höhe | 303 m |
| Eisenbahnstrecken | |
|
|
| Bahnhöfe in Bayern | |
Der Hauptbahnhof Passau wurde im Jahre 1860 errichtet und lag damals noch auf dem Gebiet der Gemeinde St. Nikola, die erst 1870 zu Passau kam. Er besitzt acht Bahnsteiggleise, davon drei Stumpfgleise, und drei Durchgangsgleise. Das ca. 130 m lange Gebäude ist im klassizistischen Stil gebaut. Im Schnitt nutzen ca. 6.500 Fahrgäste pro Tag diesen Bahnhof.[1] Täglich fahren im Schnitt 77 Züge den Bahnhof an. Insgesamt 90 Mitarbeiter beschäftigt die DB AG am Bahnhof.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Heutige Verkehrsverbindungen
Der Bahnhof ist heute Haltepunkt für ICE und IC-Züge des Fernverkehrs, des Nahverkehrs der DB AG und ÖBB, sowie des Nachtreiseverkehrs mit EuroNight-Zügen der ÖBB.
Es fahren im Zwei-Stundentakt ICEs von Wien über Linz nach Frankfurt und vereinzelt weiter bis Dortmund. In Tagesrandlage beginnen und enden ICs in Passau. Diese verkehren über Nürnberg zu unterschiedlichen Zielen.
Von Passau aus erstreckt sich der Nahverkehr in Richtung München, Regensburg, sowie über die Rottalbahn nach Mühldorf am Inn und die Westbahn Richtung Wels und Linz.
Im Nachtreiseverkehr hält im Fahrplanjahr 2009 ein EN-Zugpaar der ÖBB in Passau. Dieses verkehrt zwischen Wien und Hamburg und führt Kurswagen der CNL nach Amsterdam.
Die private Ilztalbahn GmbH betreibt seit 16. Juli 2011 an Wochenenden zwischen Passau und Freyung mehrere Zugpaare.
[Bearbeiten] Fern- und Regionalverkehr
| Linie | Strecke | Taktfrequenz |
|---|---|---|
| ICE 31 IC 31 | (Kiel –) Hamburg – Osnabrück – Dortmund – Duisburg – Köln – Koblenz – Frankfurt (Main) – Hanau – Würzburg – Nürnberg – Passau (– Linz – Wien Westbf) | Einzelne Züge |
| ICE 91 | Frankfurt (Main) – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz – Wien Westbf | 2-Stunden-Takt |
| IC 26 | (Binz –) Stralsund / Westerland – Hamburg (– Bremen) – Hannover – Gießen – Frankfurt (Main) – Konstanz / Nürnberg – Oberstdorf / Passau / München – St. Veit / Berchtesgaden | Einzelne Züge |
| EN | Wien Westbf – Passau – Hamburg | ein EN-Zugpaar der ÖBB |
| REX/R | Passau – Wels – Linz/Donau | REX/R abwechseln im 1-Stunden-Takt |
| RE | Donau-Isar-Express Passau – Plattling – Landshut – München |
1-Stunden-Takt |
| RB | Passau – Neumarkt-St Veit – Mühldorf (Oberbay) | 1-Stunden-Takt |
| P | Passau – Waldkirchen – Freyung | drei bis vier Züge an Wochenenden |
[Bearbeiten] Ehemalige Verbindungen
Vom Hauptbahnhof der Stadt Passau zweigt die inzwischen stillgelegte Eisenbahnstrecken nach Hauzenberg mit dem Abzweig nach Obernzell ab, die früher bis nach Wegscheid reichte. Diese im planmäßigen Personenverkehr seit über 25 Jahren nicht mehr befahrenen Strecke wurden zuletzt bis zum Jahr 2002 von den Passauer Eisenbahnfreunden mit Sonderzügen, sowie von Güterzügen verschiedener Firmen genutzt. Danach wurden die Strecke durch Hochwasserschäden unpassierbar. Für die Strecke gründete sich ein Förderverein, der die Reaktivierung dieser Strecke erreichen will.
Da der Bahnhof an der Fernverkehrsmagistrale Frankfurt am Main – Nürnberg – Linz – Wien liegt, verkehrten hier immer sehr viele Fernverkehrszüge, so etwa seit Anfang des Jahrhunderts der Oostende-Wien-Express oder seit den 1960er Jahren der TEE Prinz Eugen zwischen Hamburg und Wien, der seinen Namen später verlor, als ein namenloser IC und danach ICE die Leistung übernahm.
[Bearbeiten] Ehemalige Gleisanlagen
Westlich des Hauptpersonenbahnhofes besteht auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes auch nach dessen Teilrückbau noch ein größerer Güterbahnhof zur Bedienung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs Deutschland–Österreich sowie zur Verbindung zum Güterverkehr auf Schiffe, die auf der Donau fahren. Im Osten wurden die verbliebenen Abstellgleise und Lokschuppen im Zuge der Neugestaltung der „Passauer Neuen Mitte“ abgerissen.
[Bearbeiten] Bahnhofsumbau
Es war geplant, den Bahnhof von 2008 bis Mitte 2011 mit einem Zuschuss vom Freistaat Bayern in Höhe von 2 Millionen Euro für 12,5 Millionen Euro barrierefrei umzubauen. Die beiden Inselbahnsteige sowie der Hausbahnsteig sollten einen Aufzug erhalten und der Bahnsteig 5/6 mit dem sogenannten Poststeg verbunden werden, was den Weg zum Zentralen Omnibusbahnhof in der Neuen Mitte deutlich verkürzt hätte. Außerdem sollten der Hausbahnsteig auf 76 cm angehoben und die Unterführung verbreitert werden.
Diese Planungen wurden jedoch im Laufe des Jahres 2008 geändert, da sie dem zeitweise sehr hohen touristischen Personenaufkommen im Bahnhof, vor allem durch Teilnehmer von Donaukreuzfahrten, nicht gerecht geworden wären.
Aktuell ist geplant, den Bahnhof ab dem Jahr 2013 barrierefrei umzubauen. Dies soll in insgesamt drei Jahren Bauzeit geschehen und sieht unter anderem die Anhebung der Bahnsteige und Aufzüge zu den Bahnsteigen vor. Außerdem soll die Unterführung zu den Bahnsteigen durch einen neuen Tunnel ersetzt werden. Insgesamt sollen rund 15 mio. Euro bis 2016 investiert werden.
[Bearbeiten] Besonderheit
Seit 1951 wurde der Bahnhof von ÖBB und DB gemeinsam als Binnenbahnhof genutzt. Aus diesem Grund gab es zwei durch eine Mauer für die Grenz- und Zollkontrollen getrennte Passagier-Unterführungen unter den Gleisen. Seit dem Beitritt Österreichs zur EU im Jahre 1995 und dem damit verbundenen Entfall der Kontrollen wurden diese Tunnel miteinander verbunden und von beiden Seiten zugänglich gemacht. Ein verbliebenes Mauerstück eines Durchgangs trägt eine Gedenktafel für die beiden Polizisten Klaus März und Georg Schachner, die am 11. November 1993 im Intercity von Linz nach Passau nahe Schärding ermordet wurden.
Über den Gleisen steht seit 1975 das erste „Brückenpostamt“ Deutschlands.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Lokalnews.de:„Barrierefreier Bahnhof: Die Stadt will nicht mehr warten“
- ↑ Passauer Neue Presse Lokalteil Passau Stadt 3. August 2010: „Bahn war in Passau bestens vernetzt“
[Bearbeiten] Weblinks
- Gleisplan des Bahnhofs Passau Hbf auf den Seiten der Deutschen Bahn (PDF; 236,8 KB)