Piers Courage

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Piers Courage
Piers Courage (1968)
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Erster Start: Großer Preis von Deutschland 1966
Letzter Start: Großer Preis der Niederlande 1970
Konstrukteure
1966–67 Ron Harris Racing · 1967–68 Reg Parnell Racing · 1969–70 Frank Williams Racing Cars 
Statistik
WM-Bilanz: WM-Achter (1969)
Starts Siege Poles SR
28
WM-Punkte: 20
Podestplätze: 2
Führungsrunden: 2 über 12 km
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Piers Raymond Courage (* 27. Mai 1942 in Colchester; † 21. Juni 1970 in Zandvoort) war ein britischer Automobilrennfahrer.

Piers Courage im Brabham BT26 beim Großen Preis von Großbritannien 1969
… und beim Training zum Großen Preis von Deutschland 1969

Von 1966 bis 1970 war er in der Formel 1 als Fahrer für Lotus, B.R.M. und zuletzt für Williams aktiv.

Karriere[Bearbeiten]

Piers Courage fuhr 28 Grand-Prix-Rennen und erzielte 1968 und 1969 insgesamt 20 Weltmeisterschaftspunkte. Am 21. Juni 1970 verunglückte er im Alter von 28 Jahren während des Grand Prix der Niederlande tödlich. Sein De-Tomaso-Ford fing nach einem Unfall Feuer, als er gegen einen Zaun fuhr und sein Wagen dabei zerschellte. Er konnte nicht rechtzeitig daraus befreit werden, weil die Feuerwehr zu langsam war und zu spät am Unfallort eintraf. Nicht das Benzin entzündete das Feuer, sondern das Chassis und die Karosserie. Das Chassis und die Karosserie des Wagens bestanden aus Magnesium. Magnesium ist ein leichtes Metall, das unter bestimmten Umständen brennt. Die Konstrukteure hatten es eingesetzt, um den Wagen leichter zu machen. Der Brand des Fahrzeuges war so intensiv, dass in der Nähe liegende Bäume ebenfalls Feuer fingen. Wie auf einem Video zu erkennen ist, war es nicht nur ein kleiner Fahrzeugbrand, sondern eine Art Großflächeninferno. Magnesium kann man nicht mit Wasser löschen. Die Feuerwehrleute der Rennstrecke warteten mehrere Stunden, bis der Brand soweit zurückgegangen war, dass man das restliche Feuer auch mit Wasser löschen konnte. Es wurde zusätzlich noch etwas Erde verwendet, um den Wagen vollständig zu löschen. Magnesium wurde Courage zum Verhängnis wie bereits Jo Schlesser zwei Jahre zuvor beim Großen Preis von Frankreich 1968 in Rouen. Später vermutete man, dass Courage bereits vor dem Brand starb. Genau drei Jahre danach, beim Grand Prix der Niederlande 1973, starb Roger Williamson an fast gleicher Stelle.

Piers Courage galt als enger Freund von Frank Williams und Jochen Rindt, der ein paar Wochen später ebenfalls tödlich verunglückte. Frank Williams benannte seinen Sohn nach Piers Courage.

Courage war mit Lady Sarah Curzon verheiratet, der Tochter von Francis Curzon, 5. Earl Howe, dem Sieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans 1931, und hatte zwei Söhne.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1966 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Maranello Concessionaires Ferrari 275GTB/C Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Roy Pike Rang 8 und Klassensieg
1967 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Maranello Concessionaires Ferrari 412P Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Richard Attwood Ausfall Ölpumpe
1969 FrankreichFrankreich Equipe Matra Elf Matra MS650 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Rang 4
1970 ItalienItalien Autodelta SpA Alfa Romeo T33/3 ItalienItalien Andrea de Adamich Ausfall Elektrik

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Piers Courage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien