BMW R 24

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BMW
BMW R 24
BMW R 24
R 24
Hersteller: BMW
Bauzeit: 1948–1950
Stückzahl: 12.020
Vorgängermodell: R 23
Nachfolgemodell: R 25
Technische Daten
Motor: 1-Zylinder Otto 4-Takt Motor
Hubraum: 247 cm³
Leistung: 12 PS (9 kW) bei 5600 min−1
Getriebe: Viergang
Antrieb: Wellenantrieb
Leergewicht: 130 kg
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
Bremsen: Trommelbremsen ∅ 160 mm
Tankinhalt: 12 l
Kraftstoffverbrauch: ca. 3,5 l/100 km
BMW R 24, Bj. 1949
BMW R 24

Das im Jahr 1948 erschienene Modell R 24 war das erste Nachkriegsmodell der Einzylinderserie, ein fast unverändertes Nachfolgemodell der R 23.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte BMW in München keine Konstruktionszeichnungen des Vorkriegsmodells BMW R 23 – die Motorradproduktion war 1942 nach Eisenach ausgelagert worden. Daraufhin zerlegte und vermaß man eine R 23 bis zur letzten Schraube und stellte so bis zum Sommer 1947 die Konstruktionszeichnungen zusammen.[1]

Am 11. März 1948 stellte BMW die R 24 auf dem 18. Salon International Automobile et Moto Cycle in Genf vor;[2] allerdings konnte BMW noch keine Aussage zum Produktionsbeginn machen.[3]

„Leider kann die ansprechende Maschine, infolge der BMW auferlegten Reparationsverpflichtungen, noch nicht geliefert werden. Die Firma hofft jedoch, nach Wiederbeschaffung des notwendigen Maschinenparks, mit der Lieferung Anfang/Mitte des kommenden Jahres [1949] einsetzen zu können.“

Bayerische Motoren Werke A.G.: Presseinformation vom 30. April 1948[3]

BMW schaffte es doch noch 1948, die Serienproduktion aufzunehmen. Am 14. Dezember 1948 wurde das erste Motorrad gefertigt, im Mai 1949 lief schon die 1000. R 24 vom Band.

Insgesamt stellte BMW 12.020 R 24 her, bis das Motorrad im Mai 1950 durch die BMW R 25 abgelöst wurde.[1]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Motor mit hängenden Ventilen (OHV-Ventilsteuerung) im voll gekapselten Ventiltrieb leistete 12 PS.

Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die R 24 hatte ein hand- oder fußschaltbares Vierganggetriebe mit Antriebswelle auf der rechten Seite des ungefederten Hinterrades.

BMW bezeichnete die Kraftübertragung vom Getriebe zum Hinterrad als „Kardanantrieb“, die Antriebswelle als „Kardanwelle“ und das Getriebegehäuse am Hinterrad als „Kardangehäuse“ – technisch richtig war es lediglich ein Wellenantrieb des Hinterrades, da es keine Kardangelenke gab.[4][5]

Fahrwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrwerk ist ein Stahlrohrrahmen ohne Hinterradfederung. Das Vorderrad hat eine Führung mit Teleskopgabel.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten der R 24[5][1]
Motor Einzylinder, 4-Takt luftgekühlt
Steuerung 2-Ventil-Überkopfverteilung
Bohrung 68 mm
Hub 68 mm
Hubraum 247 cm³
Gemischaufbereitung Bing-Vergaser ∅ 22 mm
Leistung 12 PS (9 kW) bei 5600 min−1
Antrieb Einscheiben-Trockenkupplung / 4-Ganggetriebe / Fußschaltung / Wellenantrieb
Fahrwerk Geschraubter Rohrrahmen / Teleskopgabel / starre Hinterradschwinge
Bremsen Vorne u. hinten Trommelbremsen ∅ 160 mm
Räder 19 x 3.00
Höchstgeschwindigkeit 95 km/h
Leergewicht 130 kg
Gesamtgewicht 290 kg
Tankinhalt 12 L

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: BMW R 24 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c BMW R 24. In: BMW Geschichte. BMW AG, abgerufen am 22. Juni 2021 (Zusammenfassung des BMW Group Archivs).
  2. Vorstellung der BMW R 24 auf dem Genfer Salon. In: BMW Geschichte. BMW AG, 11. März 1948, abgerufen am 22. Juni 2021 (Dokument im BMW Group Archiv).
  3. a b Vorstellung der BMW R 24. In: BMW Geschichte. BMW AG, 30. April 1948, abgerufen am 22. Juni 2021 (Dokument im BMW Group Archiv).
  4. Ersatzteilliste für das Kraftrad Type R 24 / 250 ccm. (PDF) In: BMW Geschichte. BMW AG, Juli 1949, abgerufen am 22. Juni 2021 (Vollständige Ersatzteilliste mit Bildern, 40 Seiten).
  5. a b Handbuch für das BMW Einzylinder Kraftrad R 24. (PDF) In: BMW Geschichte. BMW AG, Januar 1949, abgerufen am 22. Juni 2021 (Handbuch mit Bildern, 34 Seiten).