BMW R 7

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
BMW R 7 im BMW Museum

Die BMW R 7 ist der Prototyp eines nicht verwirklichten Motorrades von BMW mit Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor und Kardanantrieb aus dem Jahr 1934.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ingenieur Alfred Böning entwarf und baute die R 7 im Jahre 1934. Ebenfalls neu war der von Leonhard Ischinger konstruierte Boxermotor, der in drei Varianten 500 bis 800 cm³ ausgeführt werden sollte.

Der Entwurf ging nicht in Serie – BMW entschied sich für den Bau der sportlicheren Konstruktion Rudolf Schleichers, der BMW R 5 mit geschweißtem Rohr- statt üppigem Pressstahlrahmen.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der glattflächige Entwurf verfolgte ein Konzept, das Elemente des Art Déco und des Stromlinienzeitalters vereinigte.

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detail des rechten Zylinders

Der komplett neu entwickelte Motor „205/1“ war als längs eingebauter Zweizylinder-Boxer-Viertaktmotor mit hängenden Ventilen ausgeführt. Nur einzelne Elemente des Motors wurden weiter verfolgt.

So waren beispielsweise nur bei diesem Prototyp Zylinder und Zylinderkopf als Einheit aus einem Stück gegossen, um die anfällige Zylinderkopfdichtung zu vermeiden. Das Konstruktionsmerkmal der unter der Kurbelwelle liegenden Nockenwelle, durch das die Bauhöhe des Boxers wesentlich vermindert wurde, nahm BMW erst bei der sogenannten „Strich-Fünf“-Baureihe ab dem Jahr 1969 wieder auf.[1]

Im einteiligen Tunnel-Gehäuse drehte eine einteilige, geschmiedete Kurbelwelle. Die Pleuellager waren geteilt und liefen auf Gleitlagern.

Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die R 7 hatte ein handgeschaltetes Getriebe mit Wellenantrieb auf der rechten Seite des ungefederten Hinterrades.

Fahrwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde eine Teleskopgabel bei einem Motorrad von BMW verwendet. In der Serienfertigung wurden dann die R 12 und die R 17 damit ausgerüstet.[2][3] Der Rahmen war als Pressstahlrahmen ausgeführt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten der R 7
Motortyp luftgekühlter 2-Zylinder-Boxermotor
Ventilsteuerung OHV, 2 Ventile je Zylinder
Bohrung 78 mm
Hub 83 mm
Hubraum 793 cm³
Leistung 35 PS (26 kW) bei 5000 min−1
Leergewicht 178 kg

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BMW R 7 im BMW Museum

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BMW R 7 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • BMW R 7. In: BMW Geschichte. BMW AG, abgerufen am 1. März 2017 (Dossier des BMW Group Archivs).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die R 7 – Der Art Deco Schatz. BMW Motorrad, 17. März 2013, abgerufen am 2. März 2017.
  2. BMW R 7 Prototyp Zeichnung. In: BMW Geschichte. BMW AG, 1934, abgerufen am 2. März 2017 (Zeichnung im BMW Group Archiv): „Prototyp R 7, erstmals Telegabel (übernommen für R 12 und R 17), neuentwickelter Motor mit Nockenwelle unterhalb der Kurbelwelle, Preßstahlrahmen. Auch als R 5 bezeichnet. Zugunsten der Rohrrahmen R 5 nicht in Serie gegangen.“
  3. BMW präsentiert bei den Modellen R 12 und R 17 die weltweit erste hydraulische Teleskopgabel. In: BMW Geschichte. BMW AG, 14. Februar 1935, abgerufen am 2. März 2017 (Text im BMW Group Archiv).