BMW K 100 LT

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BMW
Bmw k100lt.jpg
BMW K 100 LT, Modelljahr 1991
K 100 LT
Hersteller: BMW
Verkaufsbezeichnung K 100 LT
Produktionszeitraum 1986 bis 1991
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Reihenmotor mit vier Zylindern
Hubraum (cm³) 987
Leistung (kW/PS) 66/90 bei 8000 min−1
Drehmoment (N m) 86 bei 6000 min−1
Höchst­geschwindigkeit (km/h) 209
Getriebe 5 Gänge
Antrieb Kardan
Bremsen 285-mm-Doppelscheibenbremsen vorn
285-mm-Scheibenbremse hinten
Radstand (mm) 1516
Maße (L × B × H, mm): 2220 × 920 × 1155
Sitzhöhe (cm) 81
Leergewicht (kg) 283
Nachfolgemodell BMW K 1100 LT

Die BMW K 100 LT ist ein Motorrad des Fahrzeugherstellers BMW. Der Tourer der „K 100“-Reihe wurde von 1986 bis 1991 im BMW-Werk Berlin in Spandau gebaut.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der fünfjährigen Bauzeit wurden von dem Modell K 100 LT (für Luxustourer) 14.899 Einheiten gefertigt. Zusätzlich zur Ausstattung der K 100 RT (große Verkleidung und Koffersystem) wurde die LT mit einer Komfortsitzbank, einem Topcase und in Fahrzeugfarbe lackierten Kofferdeckeln ausgestattet.

Die LT wurde zunächst parallel zur RT gebaut, löste diese aber 1989 ab. Ende 1991 wurde sie vom Nachfolgemodell K 1100 LT abgelöst.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Antrieb erfolgt durch einen wassergekühlten Vierzylindermotor mit 987 cm³ Hubraum, der eine Nennleistung von 66 kW (90 PS) hat und ein maximales Drehmoment von 86 Nm bei einer Drehzahl von 6000/min erzeugt. Der Reihenmotor ist liegend eingebaut und hat einen Hub von 70 mm und eine Bohrung von 67 mm Durchmesser. Das Verdichtungsverhältnis beträgt 10,2:1.

Der Viertaktmotor hat eine elektronische Einspritzung der Firma Bosch (LE-Jetronic) und eine elektronische Zündsteuerung. Eine Nasssumpfschmierung sichert die Ölversorgung. Die Starterbatterie hat eine Spannung von 12 Volt und eine Kapazität von 25 Ah. Die Lichtmaschine erzeugt eine elektrische Leistung von 460 Watt.

Kraftübertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über eine Einscheiben-Trockenkupplung erfolgt die Krafttrennung, die Drehmomentumwandlung verrichtet ein klauengeschaltetes Fünfganggetriebe. Der Sekundärantrieb erfolgt über eine Kardanwelle.

Fahrwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrwerk baut auf einem Gitterrohrrahmen auf und trägt hinten eine Monolever genannte Einarmschwinge mit 110 mm Federweg. Das Vorderrad führt eine Teleskopgabel mit 41,3 mm Standrohrdurchmesser und hydraulischen Stoßdämpfern. Am Vorderreifen verzögert eine Doppelscheibenbremse, hinten eine Scheibenbremse, beide mit einem Durchmesser von 285 mm. Ab 1988 wurde optional auch ein 10 kg schweres Antiblockiersystem für 1.980 DM angeboten.

Die Gussräder sind aus Leichtmetall und haben vorn die Felgengröße 2,50×18, hinten 2,75×17.

Maße und Gewichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leergewicht beträgt 283 kg, das zulässiges Gesamtgewicht ist 480 kg. Der Tank hat ein Fassungsvermögen von 22 Liter. Das Motorrad beschleunigt in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h. Im Jahr 1986 betrug der Kaufpreis 18.530 DM.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jeremy Churchill, Penny Cox: BMW K 75 und 100. Zweiventil-Reihenmotoren. (= Haynes Wartung und Reparatur). 1. Auflage. Moby Dick, Kiel 1999, ISBN 3-89595-132-3.
  • Norbert Kappes: Der „Ziegelstein“ wird 30 – na und? Kaufberatung BMW K 100. In: Oldtimer Markt. Nr. 11, November 2012, ISSN 0939-9704, S. 198–203.
  • Motorräder "Teutonischer Stier". In: Der Spiegel. Nr. 39, 26. September 1983, ISSN 0038-7452, S. 279–281 (Spiegel-Archiv [abgerufen am 5. Januar 2013]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]