BMW F 700 GS

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
BMW
BMW F 700 GS.jpg
F 700 GS (K70)
Hersteller: BMW
Produktionszeitraum 2012 bis 2018
Klasse Motorrad
Bauart Enduro
Motordaten
Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor, vier Ventile pro Zylinder
Hubraum (cm³) 798
Leistung (kW/PS) 55/75 bei 7.000 min
Drehmoment (N m) 77 bei 5.500 min
Höchst­geschwindigkeit (km/h) 192
Getriebe 6 Gang
Antrieb Kettenantrieb
Bremsen Zweischeibenbremse vorne Ø 300 mm, Einscheibenbremse hinten Ø 265 mm, ABS
Radstand (mm) 1562
Sitzhöhe (cm) 820 mm (niedrige Sitzbank: 790 mm, Tieferlegung: 765 mm)
Leergewicht (kg) 209 kg (Trockengewicht: 186 kg)
Vorgängermodell BMW F 650 GS
Nachfolgemodell BMW F 750 GS

Die BMW F 700 GS ist ein Motorrad der Kategorie Straßenenduro des deutschen Herstellers BMW.

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BMW F 700 GS wurde im Jahr 2012 auf den BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen vorgestellt und löste die BMW F 650 GS im Jahr 2013 ab. Die Maschine wurde im BMW-Motorradwerk in Berlin-Spandau gefertigt. Sie ist mit einem wassergekühlten Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor ausgestattet, welcher aus 798 cm³ Hubraum eine Nennleistung von 75 PS erzeugt. Der Benzinverbrauch beträgt bei Konstantfahrgeschwindigkeit von 90 km/h 3,9 und bei 120 km/h 5,1 Liter Superbenzin bleifrei mit 95 Oktan.[1] Der Kraftstofftank der F 700 GS fasst 16 Liter, von denen 2,7 Liter Reserve sind. Die GS ist mit Aluminium-Gussrädern ausgestattet, vorne mit 19 und hinten mit 17 Zoll. Für eine Enduro ist die Sitzhöhe sehr gering.

Das Präfix „F“ steht, wie bei BMW üblich, für „Fun“ bzw. „Funduro“ und das Suffix GS für Gelände & Straße.[2] Der verantwortliche Designer für die 800er Twins war David Robb[3]. BMW selbst nannte die F 700 GS den „ultimativen Allrounder“[4].

Leistungsdaten der F700GS im Vergleich

Unterschiede zur F650 GS[5][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serienausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Doppelscheibenbremse am Vorderrad
  • Zweikanal-ABS serienmäßig
  • Rauchgraue Verglasung von Blinkern und LED-Rückleuchte
  • Formsprache der Verkleidungsseitenteile
  • Neue Zifferblätter für Tachometer und Drehzahlmesser sowie erweiterter Informationsumfang
  • Neue Lenkerklemmung
  • Neue Lenkerschaltereinheiten
  • Bremsflüssigkeitsbehälter vorn
  • Neue metallic Farben (Red apple, Ostragrau matt und Glacier silber)
  • Neues Handrad zur Einstellung des Federbeins

Sonderausstattungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elektronische Fahrwerksanpassung (ESA)
  • Automatische Stabilitätskontrolle (ASC)
  • Tieferlegung samt niedriger Sitzbank
  • Hauptständer
  • Komfortsitzbank
  • Kofferhalter für Variokoffer
  • Leistungsreduzierung auf 35 kW (48 PS)
  • Komfortpaket (Bordcomputer, Heizgriffe, Kofferhalter, Hauptständer)
  • Sicherheitspaket (ESA, ASC, Reifendruck-Kontrolle RDC)
  • Leistungszuwachs von 71 auf 75 PS
  • Neues Windschild

Unterschiede zur F800 GS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10 PS weniger
  • konventionelle Telegabel statt USD-Teleskopgabel
  • Gasdruck- statt WAD-Federbein (wegabhängige Dämpfung)
  • Gussräder statt Speichenräder
  • 19- statt 21-Zoll-Vorderrad
  • Stahl- statt Alulenker
  • niedrigere Sitzhöhe
  • 5 kg weniger Gewicht

Modellcodes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die allgemeine Typbezeichnung der F 700 GS lautet K70. Der Modellcode 0B01 bzw. 0B11 gilt für Maschinen vom Baujahr 06/2012 bis 08/2016. Alle K70 Modelle ab 08/2016 tragen die Codes 0B06 bzw. 0B16.

Lackierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Modell »0B01« wurde in folgenden Lackierungen angeboten:
   Glacier silber metallic (N99)    Ostragrau metallic matt (N50)    Red apple metallic (N39)


Das Modell »0B06« bot ab 08/2016 die folgenden Farbkonzepte:
   Lightwhite uni (NB5)    Singapurgrau metallic matt (N1M)    Racingblue metallic (N2L)

   Mineralgrau metallic (N0U)    Sakhirorange metallic (N0T)

[6]

Verkaufszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[7]
Jahr Platz Zulassungen
2017 17 (6) 1.298[8] (269)
2016 16 (6) 1.493[9] (317)
2015 14 (6) 1.351[10] (307)
2014 12 (6) 1.405 (308)
2013 5 (3) 1.601 (354)

Die Werte in Klammern zeigen die Zahlen der weibl. Halter.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauart Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor
Kupplung / Getriebe Mehrscheiben-Ölbadkupplung, 6-Gang-Getriebe
Kraftübertragung Kettenantrieb mit Ruckdämpfung in Hinterradnabe
Leistung 55 kW (75 PS) bei 7.000 min
Max. Drehmoment 77 Nm bei 5.500 min
Verdichtungsverhältnis 12,0:1
Gemischaufbereitung elektronische Einspritzung
Übersetzung Ritzel 17 Zähne – Kettenrad 42 Zähne

Fahrleistungen & Verbrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
Verbrauch 3,9 (konst. 90 km/h) und 5,1 l (konst. 120 km/h) Superbenzin bleifrei mit 95 Oktan
Beschleunigung 0–100 km/h 4,3 s
Durchzug 60–100 km/h 4,6 s[11]

Fahrwerk & Bremsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrgestell Gitterrohr
Federung / Dämpfung vorn Teleskopgabel, Standrohrdurchmesser 41 mm
Federweg vorn 170 mm
Federung / Dämpfung hinten direkt angelenktes Zentralfederbein, Federbasis hydraulisch einstellbar, Zugstufendämpfung einstellbar
Federweg hinten 170 mm
Bremse (vorn) Zweischeibenbremse, Durchmesser 300 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel, ABS
Bremse (hinten) Einscheibenbremse, Durchmesser 265 mm, Ein-Kolben-Schwimmsattel, ABS

Maße & Gewichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leergewicht (90 % getankt) 209 kg
Sitzhöhe 820 mm (Rallysitzbank: 860 mm, Komfortsitzbank: 835 mm, niedrige Sitzbank: 790 mm, mit Tieferlegung: 765 mm)
Tankinhalt 16,0 l (Reserve: 2,7 l)

Motoröl & Service[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viskositätsklasse SAE 15-W-50
Spezifikation / Freigabe API SJ / JASO MA2
Füllmenge 2,9 l
Ölablassschraube M24x2 (10 mm, Innensechskant)
Serviceintervall alle 10.000 km

Dokumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BMW F700GS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Technische Daten der BMW F 700 GS
  2. Michael Orth, Norbert Sorg: Das kleine Motorradtypenbezeichnungs-ABC, Teil 1 A – D | MOTORRAD 02/2004. Abgerufen am 4. März 2019.
  3. Wahid Ooi Abdullah: Top Motorcycle Designers (Part 3) - David Robb - BikesRepublic. In: BikesRepublic. 3. Oktober 2017 (bikesrepublic.com [abgerufen am 30. Oktober 2018]).
  4. Roman Büttner: Autogramm BMW F 700 GS: Das Kleinvieh macht Mist. In: Spiegel Online. 21. Oktober 2012 (spiegel.de [abgerufen am 30. Oktober 2018]).
  5. BMW Group: Die neue BMW F 700 GS und BMW F 800 GS. S. 3–7, abgerufen am 10. November 2018.
  6. Offizielle F700 GS Seite von BMW. Abgerufen am 23. Oktober 2018.
  7. IVM e.V.- Jahresberichte. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  8. Markt in Zahlen 2017-12. Abgerufen am 30. Oktober 2018.
  9. Markt in Zahlen 2016-12. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  10. Markt in Zahlen 2015-12. Abgerufen am 30. Oktober 2018.
  11. Vergleichstest: BMW F 650/700 GS Abgerufen am 27.10.2018