Testorf-Steinfort

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Testorf-Steinfort
Testorf-Steinfort
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Testorf-Steinfort hervorgehoben
Koordinaten: 53° 46′ N, 11° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Grevesmühlen-Land
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 23,87 km2
Einwohner: 636 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23936
Vorwahlen: 038822, 038871, 038424
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 077
Adresse der Amtsverwaltung: Rathausplatz 1
23936 Grevesmühlen
Webpräsenz: www.grevesmuehlen.de
Bürgermeister: Hans-Jürgen Vitense
Lage der Gemeinde Testorf-Steinfort im Landkreis Nordwestmecklenburg
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Rostock Landkreis Rostock Landkreis Ludwigslust-Parchim Landkreis Ludwigslust-Parchim Bad Kleinen Barnekow Bobitz Dorf Mecklenburg Groß Stieten Hohen Viecheln Lübow Metelsdorf Ventschow Dragun Gadebusch Kneese Krembz Mühlen Eichsen Rögnitz Roggendorf (Mecklenburg) Veelböken Bernstorf Gägelow Stepenitztal Stepenitztal Stepenitztal Plüschow Roggenstorf Rüting Testorf-Steinfort Upahl Warnow (bei Grevesmühlen) Damshagen Hohenkirchen (Mecklenburg) Kalkhorst Klütz Zierow Alt Meteln Bad Kleinen Brüsewitz Cramonshagen Dalberg-Wendelstorf Gottesgabe (bei Schwerin) Grambow (bei Schwerin) Klein Trebbow Lübstorf Lützow (Mecklenburg) Perlin Pingelshagen Pokrent Schildetal Seehof (Mecklenburg) Zickhusen Benz (bei Wismar) Blowatz Boiensdorf Hornstorf Krusenhagen Neuburg (Mecklenburg) Bibow Glasin Jesendorf Jesendorf Lübberstorf Neukloster Passee Warin Züsow Zurow Carlow (Mecklenburg) Dechow Groß Molzahn Holdorf (Mecklenburg) Königsfeld (Mecklenburg) Rehna Rehna Rehna Rieps Schlagsdorf Thandorf Utecht Wedendorfersee Dassow Grieben (Mecklenburg) Groß Siemz Lockwisch Lüdersdorf Menzendorf Niendorf (Amt Schönberger Land) Roduchelstorf Schönberg (Mecklenburg) Selmsdorf Boltenhagen Grevesmühlen Insel Poel Poel WismarKarte
Über dieses Bild

Testorf-Steinfort ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt bildet, verwaltet.

Die Gemeinde Testorf-Steinfort wurde am 1. Januar 1999 aus den vormals selbständigen Gemeinden Testorf und Testorf-Steinfort gebildet.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Testorf-Steinfort liegt etwa 10 km südöstlich von Grevesmühlen und ist ca. 20 km von Schwerin entfernt. Das Grundmoränengebiet am Fluss ist leicht hügelig und erreicht nahe dem Ortsteil Schönhof 77 m ü. NN.

Neben Testorf-Steinfort gehören die Ortsteile Testorf, Fräulein Steinfort, Harmshagen, Schönhof, Seefeld und Wüstenmark zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harmshagen: Gutsbesitzer waren die Domkirche zu Schwerin (bis 1791) sowie mehrere Familien unter anderem Russow (bis 1817), Thomsen (bis 1841), Pauly (bis 1885) und Flügger (bis 1939). Das neoklassizistische Gutshaus nach Plänen von Theodor Krüger stammt von 1860.

Schönhof: Das Gut war Besitz (ab um 1500 (?)) durch Heinrich von Bassewitz und Stammsitz im 17./18. Jahrhundert der Familie von Bassewitz (siehe auch: Heinrich von Bassewitz (1469–1517), Achim von Bassewitz (vor 1509–1560), Joachim von Bassewitz (1534–1610), Karl Ulrich von Bassewitz (1601–1666), Joachim Lütke von Bassewitz (1656–1745) und Detlof Hans von Bassewitz (1688–1764), Ulrich Carl von Bassewitz (1729–1798), Ulrich Carl Adolph von Bassewitz (1781–1866)). Das unsanierte Herrenhaus (von ?) ist noch erhalten.

Testorf war ein typisches Gutsdorf mit einem verpachteten Gutsbesitz von ca. 522 ha im 19. Jahrhundert. Das Gutshaus ist erhalten.

Wüstenmark war ein altes Bauerndorf, dass seine Struktur weitgehend erhalten konnte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 20. September 1993 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 48 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt durch einen blauen Wellenstrichbalken; oben in Gold drei balkenweise stehende Kastanienbäume mit grünem Laub, silbernen Blüten und schwarzem Stamm; unten in Grün das in Silber gekleidete Brustbild einer Jungfrau, beseitet von je einer vierblättrigen goldenen Rapsblüte mit rotem Butzen.“

Das Wappen wurde von dem Wismarer Roland Bornschein gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortseingang von Fräulein Steinfort
  • Gutsanlage mit Gutshaus in Testorf
  • Gutsanlage Harmshagen mit neoklassizistischem zweigeschossigem Gutshaus nach Plänen von Theodor Krüger von 1860
  • Unsaniertes Herrenhaus (Schloss) Schönhof von (?); jährliches Schlossparkfest
  • Fachwerkhaus als Gemeindehaus in Testorf am Ortsausgang zur B 208

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist landwirtschaftlich ausgerichtet, hier wird unter anderem eine Milchviehanlage betrieben. Sehenswert sind die Landschlösser in den Ortsteilen Schönhof und Harmshagen sowie die gesamte Dorfanlage von Wüstenmark.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 208 von Wismar über Gadebusch nach Ratzeburg streift den Süden des Gemeindegebietes (Ortsteil Fräulein Steinfort). Sechs Kilometer vom Ortsteil Testorf entfernt befindet sich die Autobahn-Anschlussstelle Grevesmühlen (A 20). Die Bahnhöfe der Nachbargemeinden Plüschow und Bobitz liegen an der Strecke Wismar – Lübeck.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im FSV Testorf-Upahl, der zusammen mit der Gemeinde Upahl betrieben wird, spielen derzeit neben zwei Herrenmannschaften auch Jugend-Mannschaften. Jedes Jahr findet Ende Juni/Anfang Juli ein dreitägiges Sportfest mit einem Turnier statt, bei dem viele Vereine der Umgebung teilnehmen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Testorf-Steinfort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999