Neuburg (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Neuburg führt kein Wappen
Neuburg (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuburg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 58′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Neuburg
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 43,89 km²
Einwohner: 2048 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23974
Vorwahl: 038426
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 056
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 10a
23974 Neuburg
Webpräsenz: www.amt-neuburg.de
Bürgermeister: Heidrun Teichmann (Die Linke)
Lage der Gemeinde Neuburg im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Neuburg (bis zum 31. Dezember 2001 Neuburg-Steinhausen) ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere fünf Gemeinden angehören.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neuburg liegt zwischen der Hansestadt Wismar und Neubukow in einer Grundmoränenlandschaft, etwa 12 km von der Küste gegenüber der Insel Poel entfernt. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt bei 101 m ü. NN.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Neuburg gehören die Ortsteile

  • Hagebök
  • Ilow
  • Kartlow
  • Lischow
  • Madsow
  • Nantrow
  • Neuendorf
  • Neu Farpen
  • Neu Nantrow
  • Steinhausen
  • Tatow
  • Tillyberg
  • Vogelsang
  • Zarnekow

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuburg taucht 1219 erstmals in einer Urkunde auf. Der Name deutet auf eine von zwei obotritischen Burgen hin. Eine der beiden war die Ilenburg oder Burg Ilow beim gleichnamigen Ortsteil. Die namensgebende Neuburg von nach 1171 befand sich westlich des Ortes, am jetzigen Sportplatz und ist immer noch sichtbar. Die romanisch/gotischeDorfkirche Neuburg wurde bis 1244 als Residenzkirche errichtet. Der gotische Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert.

In den letzten Jahren (stand 2015) hat sich Neuburg zu einem kleinen Zentrum für die ländliche Umgebung entwickelt und wurde zu einem bevorzugten Wohnstandort. Neben Arztpraxen und Versorgungseinrichtungen verfügt die Gemeinde über die Regionalen Schule als inklusive Grundschule sowie die Heimvolkshochschule in Vogelsang.

Neu Farpen: Das Gutshaus stammt von um 1820.

Steinhausen: Das Gutshaus stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Vogelsang: Gutsbesitzer waren u.a. die Familien von Bülow, von Plessen, von Maydell, von Stralendorf, Schade und Schröder.

Eingemeindungen: Am 1. Juli 1950 wurden Kartlow nach Neuburg und Zarnekow nach Steinhausen eingemeindet.[2] Am 1. April 1959 entstand die neue Gemeinde Neuburg-Steinhausen durch den Zusammenschluss der beiden namengebenden Orte.[2] Am 1. Januar 2002 schlossen sich die Gemeinden Neuburg-Steinhausen und Hagebök zur neuen Gemeinde Neuburg zusammen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindevertretung von Neuburg gehören nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 neben der Bürgermeisterin Heidrun Teichmann zwölf Gemeindevertreter an. Die Wählergemeinschaft Neuburg ist mit vier Sitzen vertreten, Die Linke hat drei, die CDU zwei Sitze und drei Sitze werden von Einzelbewerbern eingenommen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Neuburg
Erdholländer in Nantrow
  • Die Neuburger Kirche wurde bis 1244 als Residenzkirche errichtet und ist eine der ältesten Dorfkirchen Mecklenburgs. Sie besteht aus dem einschiffigen Langhaus als Backsteinbau aus der Zeit des Übergangs von der Backsteinromanik zur Backsteingotik und dem rechteckigen, gewölbten Chor. Der rechteckige, gotische Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert.
  • Wallberg mit Freilichtbühne
  • Farpener Stausee
  • Windmühle in Nantrow
  • Slawische Burganlage Neuburg
  • Landgut Lischow mit eingeschossigem Gutshaus und dreigeschossigem Seitenflügel; heute Ferienwohnhaus und Cafe.
  • Klassizistisches, eingeschossiges, 9-achsiges Gutshaus Neu Farpen von um 1820; seit 1998 Pension.
  • Gutshaus Steinhausen: Sanierter, zweigeschossiger, 9-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft, Handwerk und Dienstleistungen prägen das wirtschaftliche Leben in der Gemeinde.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuburg liegt an der Bundesstraße 105 und der parallel verlaufenden Bahnstrecke Wismar–Rostock.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 241–250. ISBN 3-910179-06-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuburg (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002