Lübow

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lübow
Lübow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lübow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 51′ N, 11° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 35,24 km2
Einwohner: 1534 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23972
Vorwahl: 03841
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 047
Adresse der Amtsverwaltung: Am Wehberg 17
23972 Dorf Mecklenburg
Webpräsenz: www.amt-dorfmecklenburg-badkleinen.de
Bürgermeister: Wolfgang Lüdtke
Lage der Gemeinde Lübow im Landkreis Nordwestmecklenburg
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Rostock Landkreis Rostock Landkreis Ludwigslust-Parchim Landkreis Ludwigslust-Parchim Bad Kleinen Barnekow Bobitz Dorf Mecklenburg Groß Stieten Hohen Viecheln Lübow Metelsdorf Ventschow Dragun Gadebusch Kneese Krembz Mühlen Eichsen Rögnitz Roggendorf (Mecklenburg) Veelböken Bernstorf Gägelow Stepenitztal Stepenitztal Stepenitztal Plüschow Roggenstorf Rüting Testorf-Steinfort Upahl Warnow (bei Grevesmühlen) Damshagen Hohenkirchen (Mecklenburg) Kalkhorst Klütz Zierow Alt Meteln Bad Kleinen Brüsewitz Cramonshagen Dalberg-Wendelstorf Gottesgabe (bei Schwerin) Grambow (bei Schwerin) Klein Trebbow Lübstorf Lützow (Mecklenburg) Perlin Pingelshagen Pokrent Schildetal Seehof (Mecklenburg) Zickhusen Benz (bei Wismar) Blowatz Boiensdorf Hornstorf Krusenhagen Neuburg (Mecklenburg) Bibow Glasin Jesendorf Jesendorf Lübberstorf Neukloster Passee Warin Züsow Zurow Carlow (Mecklenburg) Dechow Groß Molzahn Holdorf (Mecklenburg) Königsfeld (Mecklenburg) Rehna Rehna Rehna Rieps Schlagsdorf Thandorf Utecht Wedendorfersee Dassow Grieben (Mecklenburg) Groß Siemz Lockwisch Lüdersdorf Menzendorf Niendorf (Amt Schönberger Land) Roduchelstorf Schönberg (Mecklenburg) Selmsdorf Boltenhagen Grevesmühlen Insel Poel Poel WismarKarte
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Lübow ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen mit Sitz in der Gemeinde Dorf Mecklenburg verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lübow liegt in leicht hügeligem, zur Wismarer Bucht hin abfallendem Gelände unmittelbar an der südöstlichen Stadtgrenze Wismars.

Zu Lübow gehören die Ortsteile Greese, Levetzow (95 Einwohner), Maßlow, Schimm, Tarzow, Triwalk und Wietow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lübow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1192 wurde die ursprünglich slawische Siedlung erstmals in einer Bewidmungsurkunde des Klosters Doberan als – de Lubowe - erwähnt. Lübow wird in seiner frühesten Vergangenheit auch als Hauptort bei der Burg Dorf Mecklenburg und als „uralte Ortschaft Mecklenburgs“ bezeichnet.
1700 erfolgte der allmähliche Übergang des Dorfes aus der Ritterschaft in das Domanium. Über mehrere Jahrhunderte bestimmte die Hufeordnung das Bestehen des Bauerndorfes mit seinen Hüfnern. Die großzügigen Ackerflächen ermöglichten rentable Wirtschaftsformen. 1711 fand das Gefecht bei Lübow statt. Neben der Landwirtschaft spielte schon früh das Handwerk eine Rolle. Die Schule wurde 1756 bezeugt.

Am 7. Juni 2009 wurde die vormals selbständige Gemeinde Schimm mit den Ortsteilen Maßlow und Tarzow nach Lübow eingemeindet.[2]

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greese ist abodritischen Ursprungs und war rundum durch Wasser, Sumpf und einen Wall geschützt. 1306 wird ein Preen als Besitzer von Greese genannt, der in einem Wohnturm aus Holz hauste, dessen markanter Standort noch heute im ehemaligen Gutspark auffindbar ist. Die Preens dienten als Ritter auf der Burg Mecklenburg. Ab dem 17. Jahrhundert saß auf Greese die Familie von Behr, die Anfang des 20. Jahrhunderts in diesem Zweig ausstarb. Das rund 300 Hektar große Rittergut Greese wurde dann 1913 von Konrad von Randow erworben, der es bis zur Bodenreform bewirtschaftete. Es folgten entschädigungslose Enteignung und Aufsiedlung des Gutes an Kleinsiedler, sozialistische Kollektivierung und schließlich Überführung in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Dorf Mecklenburg.

Maßlow: Das Gut war im 19. Jahrhundert bis um 1850 im Besitz der Familie Keding. Das zweigeschossige Gutshaus dient seit 2000 auch als Ferienwohnanlage.

Schimm entstand aus einer slawischen Siedlung. Das Gut wurde in viele Einzelhöfe aufgeteilt, erkennbar am Ortsbild.

Tarzow war ein Gutdorf. Gutshaus Tarzow ist ein eingeschossiger, 11-achsiger, unsanierter Putzbau vom 19. Jahrhundert mit einem mittleren zweigeschossigen Zwerchgiebel.

Triwalk: Beim Feuerstellenplatz von Triwalk wurden 1970 neolithische Fundstücke und Kultfeuerstellen der Bronzezeit (Trichterbecherkultur) geborgen.

Wietow war als Gut ein alter Besitz der Familie von Blücher. Das eingeschossiges, 11-achsige Herrenhaus mit einem Lünettengiebel stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Umbau von 2004 befindet sich hier das SolarZentrum Mecklenburg-Vorpommern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. Juli 1992 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 62 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt; oben in Silber zwei sich überschneidende rote Rundbogen; unten in Rot ein liegender Lindenzweig mit einem hängenden Blatt.“

Das Wappen wurde von dem Wodorfer Rolf Möller gestaltet.

Infrastruktur und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Nähe zur Hanse- und Hafenstadt Wismar wurde die Gemeinde in den letzten Jahren zu einem attraktiven Wohnort. Im Ortsteil Tarzow wird seit vielen Jahren Kies abgebaut.

Im Norden von Lübow befindet sich das Autobahnkreuz Wismar (A 20 und A 14) und an der Verbindungsstrasse zwischen Wismar und Jesendorf. Der nächste Bahnhof liegt in der Nachbargemeinde Dorf Mecklenburg (Bahnlinie Schwerin - Wismar).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lübow

Dorfkirche Lübow: spätromanische Backsteinkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Lübow: Sie ist eine der ältesten Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Bau begann als dreischiffige Basilika mit eingezogenem quadratischen Chor, einschiffig mit wuchtigem Turm weitergeführt. Die ursprünglich breiten Fenster im Kirchenschiff wurden dabei schlank und hoch ausgeführt.
Innen: Barocker hölzerner Altar vom Anfang des 18. Jahrhunderts mit Gemälden, die das Abendmahl, die Kreuzigung und Grablegung Christi darstellen. Die hölzerne Kanzel stammt von 1796. Auf einem alten Triumphbalken ist eine Triumphkreuzgruppe erhalten. Ebenfalls zur Ausstattung gehört der 2003 bis 2006 auf Initiative der ehemaligen Besitzer des Rittergutes Greese restaurierte Barock-Taufengel aus Holz aus dem 18. Jahrhundert und der kunstgeschichtlich wertvolle Greeser Patronatsstuhl von 1585. Er ist aus Eichenholz gefertigt und wird von zehn geschnitzten Familienwappen von vorwiegend Adelsfamilien, die einen Bezug zum Rittergut Greese hatten, geziert.

Gutshaus Levetzow: Neugotischer, zweigeschossiger, zweiflügeliger Putzbau von der Mitte des 19. Jh. mit Satteldach und Treppengiebel sowie zwei umgebauten Wirtschaftsgebäude blieben erhalten; Gut u.a. der Familien von Levetzow, Bade (19. Jh.) und Seeler (1875 bis 1928).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lübow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste