Kneese

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kneese führt kein Wappen
Kneese
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kneese hervorgehoben

Koordinaten: 53° 40′ N, 10° 59′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Gadebusch
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 15,89 km2
Einwohner: 332 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19205
Vorwahl: 038876
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 040
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
19205 Gadebusch
Website: Kneese auf gadebusch.de
Bürgermeister: Hans-Jürgen Hoffmann
Lage der Gemeinde Kneese im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Kneese ist eine Gemeinde im Südwesten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Kneese, Kneese Dorf, Dutzow und Sandfeld und wird vom Amt Gadebusch mit Sitz in der Stadt Gadebusch verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kneese liegt an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein im hügeligen Gebiet zwischen Gadebusch und dem Schaalsee. Die Landesgrenze verläuft durch den Bernstorfer Binnensee innerhalb des Niendorfer Binnensees, beides nördliche Ausläufer des Schaalsees, dessen Süd- und Ostteile sowie das Gebiet um Kneese im von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservat Schaalsee liegen. Im Süden grenzt das Gemeindegebiet an den Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Umgeben wird Kneese von den Nachbargemeinden Roggendorf im Norden, Krembz im Osten, Zarrentin am Schaalsee im Süden sowie Mustin und Kittlitz im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Kneese, Hof (auch Hof Kneese) eingegliedert. Die Gemeinde Dutzow mit dem Ortsteil Sandfeld wurde am 1. Juli 1969 eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen, Flagge, Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE KNEESE • LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG“.[2]

Lage an der ehemaligen innerdeutschen Grenze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Badestelle Kneeses am Schaalsee befindet sich dort, wo vor 1990 die Grenzanlagen der DDR installiert waren. Die ehemaligen Grenztruppen-Kasernen wurden zu Eigentumswohnungen umgebaut. Da Kneese im Sperrgebiet lag, hatten die Bewohner mit erheblichen Einschränkungen zu leben. Ein Teil des Ortsteils Dutzow einschließlich des Herrenhauses aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden abgerissen, weil die Gebäude zu dicht an der Grenze standen. Heute verbindet eine 1993 fertiggestellte Brücke Kneese mit der Nachbargemeinde Kittlitz. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, findet jedes Jahr ein gemeinsames Fest statt.

Drei Jahrzehnte nach dem Tod des Republikflüchtlings Harry Weltzin wurde bei Kneese ein Mahnmal für DDR-Grenztote eingeweiht. Die Zeremonie fand am 31. August 2013 statt, unweit der Stelle, an der er am 4. September 1983 bei einem Fluchtversuch ums Leben kam.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gutshaus Kneese-Hof
  • Einige Speicher und Scheunen
  • Forsthof Kneese

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Kneese

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwölf Kilometer nordöstlich von Kneese liegt die Kleinstadt Gadebusch, die Stadt Ratzeburg ist ca. 15 km entfernt. In beiden Orten besteht Anschluss an das überregionale Fernstraßennetz (B 208, B 207 und B 104) und Bahnanschluss nach Schwerin oder Lübeck.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kneese – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung § 1 Abs.2