Bliesbruck

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Bliesbruck
Wappen von Bliesbruck
Bliesbruck (Frankreich)
Bliesbruck
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Sarreguemines-Campagne
Gemeindeverband Sarreguemines Confluences
Koordinaten 49° 7′ N, 7° 11′ OKoordinaten: 49° 7′ N, 7° 11′ O
Höhe 202–362 m
Fläche 10,88 km²
Einwohner 1.006 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 92 Einw./km²
Postleitzahl 57200
INSEE-Code
Website http://www.bliesbruck.com/

Kirche Sainte-Catherine

Bliesbruck (deutsch Bliesbrücken) ist eine französische Gemeinde mit 1006 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Moselle in der Region Lothringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bliesbruck liegt beiderseits der Blies an der Grenze zum Saarland, etwa zehn Kilometer östlich von Sarreguemines. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Hermeskappel.

Nachbargemeinden von Bliesbruck sind Gersheim (Saarland) im Norden, Obergailbach im Osten, Gros-Réderching im Südosten, Wœlfling-lès-Sarreguemines im Süden, Wiesviller im Südwesten, Blies-Ébersing im Westen sowie Mandelbachtal (Saarland) im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Gründung des Ortes bestand von 40/50 - 450 n. Chr. nördlich des späteren Dorfes eine römische Kleinstadt (vicus), deren Überreste seit 1971 ausgegraben werden. Der antike Name der Siedlung ist bislang unbekannt. Die Ruinen sind heute in den Parc Archéologique Européen/Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim eingebunden.

Hinweise auf eine Gründung Bliesbrucks im Frühmittelalter (6./7. Jh.) liefern merowingerzeitliche Gräber. Im Mittelalter gehörte Bliesbruck zum Besitz der Grafen von Blieskastel. 1781 übergab Graf Philipp Franz von der Leyen den Ort an Frankreich.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871 wurde Lothringen-Elsass und damit auch Bliesbruck dem Deutschen Reich einverleibt, ehe die Gebiete nach dem Ersten Weltkrieg wieder Frankreich angegliedert wurden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Grenzort stark zerstört. Danach verlagerte sich der Dorfmittelpunkt auf die linke Bliesseite. Die zerstörte alte Kirche wurde abgerissen und durch einen Neubau auf dem gegenüberliegenden Ufer ersetzt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 903 918 867 965 915 984 1017

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Parc Archéologique Européen/Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Der grenzüberschreitende Archäologiepark erstreckt sich auf rund 70 ha Fläche zwischen den Orten Bliesbruck (F) und Reinheim (D) und zeigt die konservierten Mauerreste einer Kleinstadt und herrschaftlichen Villa aus römischer Zeit sowie ein rekonstruiertes Fürstinnengrab aus keltischer Zeit. Des Weiteren beherbergt der Park diverse Ausstellungsgebäude.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bliesbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien