Schorbach

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Schorbach
Wappen von Schorbach
Schorbach (Frankreich)
Schorbach
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Bitche
Gemeindeverband Pays de Bitche
Koordinaten 49° 5′ N, 7° 24′ OKoordinaten: 49° 5′ N, 7° 24′ O
Höhe 276–412 m
Fläche 13,36 km2
Einwohner 540 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 40 Einw./km2
Postleitzahl 57230
INSEE-Code

Blick auf Schorbach

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Schorbach ist eine französische Gemeinde mit 540 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche. Die Einwohner nennen sich Schorbachois. Sie tragen weiterhin auch den Spitznamen Wurschtknipper, was sich auf das jährliche Wurschtfescht bezieht, das am Saint-Rémi-Festtag stattfindet.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schorbach liegt nur ca. sieben Kilometer südöstlich der Grenze zum Saarland und etwa zehn Kilometer zur Grenze zu Rheinland-Pfalz, nordöstlich von Bitche auf einer Höhe von 295 m ü. NHN. Das Gemeindegebiet ist Teil des Naturparks Nordvogesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Schor-Bach, was Sumpfschildkröten-Bach bedeuten soll, tauchte erstmals im Jahr 1210 auf. Der Ort gehörte lange zu Zweibrücken-Bitsch.

Sehr früh war Schorbach, ausgehend vom Kloster Hornbach, Sitz einer Kirchengemeinde und blieb bis zur Revolution Zentralkirche für die umliegenden Ortschaften.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Einwohner in das Département Charente evakuiert. Schorbach wurde am 16. März 1945 von den Amerikanern befreit.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 678 694 695 636 649 621 589 540

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die auf einen 1143 geweihten Vorgängerbau zurückgehende Kirche Saint Rémi, die auf einem Felsen den unteren Ort überragt, war über viele Jahrhunderte die zentrale Pfarrkirche im Bitscher Land. Der Kirchengründer ist nicht bekannt, sie wird aber in der Heimatkunde oft auf Berthold von Eberstein zurückgeführt, dessen Sohn Eberhard III. um 1200 seine Patronatsrechte an die nahe gelegene Abtei Sturzelbronn abtrat. Eberhards Tochter Agnes heiratete 1239 Graf Henri II. von Zweibrücken-Bitsch.

Aus der Gründungszeit ist noch ein quadratischer Turm erhalten, das Kirchenschiff ist gotisch. Allerdings wurde im Jahr 1774 eine umfangreiche Restaurierung der baufälligen Anlage vorgenommen.

Besonders bekannt ist Schorbach für das noch aus romanischer Zeit stammende Beinhaus (Ossuarium) am Eingang zum ehemaligen Kirchhof.

Kirche Saint-Rémy
Romanisches Beinhaus

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schorbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Les Cahiers Lorrains, n°3, 1960.