Dörth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dörth
Dörth
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dörth hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 5,15 km2
Einwohner: 509 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56281
Vorwahl: 06747
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.doerth.de
Ortsbürgermeister: Thomas Blum
Lage der Ortsgemeinde Dörth im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Dörth ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dörth gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Gallscheider Gericht und damit zu Kurtrier. Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Wald Gallscheid nördlich von Dörth wurden 1851 Grabungen an den dort sichtbaren drei großen Grabhügeln durchgeführt, in denen sich der Sage nach ein goldener Wagen befinden sollte. Die Grabungen in einem 4,5 Meter hohen und im Durchmesser 27 Meter messenden Hügel fanden ohne wissenschaftliche Aufsicht statt. Die Grabausstattung war reichlich und datierte in die Keltenzeit (Latène A, 480 bis 370 v. Chr.). Es handelte sich um die Grablege eines Mannes, der mit einem zweirädrigen Wagen bestattet worden war, dessen Eisen- und Bronzebeschläge die Masse der Fundstücke bildeten. Glatte Arm- und Fingerringe sind ebenfalls typisch für diese Zeit. Außerdem hebt reiches Trink- und Essgeschirr den Fund, der als Fürstengrab von Dörth bezeichnet wird, von anderen ab. Die Funde kamen ins Alte Museum Berlin, jedoch nicht alle: Bei einer Revision der Bestände im Rheinischen Landesmuseum Bonn konnten 1978 Funde identifiziert werden, die vermutlich nachträglich auf dem Grabhügel gesammelt worden und in den Besitz des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande gelangt waren.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dörth besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Dörth
Blasonierung: „Schild durch eine gestützte Spitze gespalten, darin ein wachsendes goldenes Kreuz, belegt mit blauem Schwert; vorne ein rotes Balkenkreuz in Silber; hinten ein silberner Balken in Rot.“[4]
Wappenbegründung: Das rote Kreuz ist das Wappen von Kurtrier. Mit ihm wird die ehemalige territoriale Zugehörigkeit angedeutet. Der silberne Balken auf rotem Grund ist das Wappen des Gallscheider Gerichts und deutet die Zugehörigkeit zu dem Gericht an. Die Symbole in der Mitte, das goldene Kreuz und das blaue Schwert, stehen für die Apostel Phillippus und Jakobus der Ältere, die die Patrone des Ortes sind.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dörth liegt zwischen der A 61 (Ausfahrt Emmelshausen) und der Hunsrückhöhenstraße. Rund ein Kilometer außerhalb des Ortes liegt das Industriegebiet Dörth mit etwa 80 Betrieben und etwa 1000 Arbeitsplätzen.

Ab 2012 baute die Schottel GmbH auf dem Großteil des Industriegebiets auf einem acht Hektar großen Grundstück ihr neues Produktionswerk mit vier direkt nebeneinander liegenden, bis zu 270 Meter langen und bis zu 18 Meter hohen Produktionshallen für Schiffsantriebe und einem Verwaltungsgebäude für insgesamt rund 290 Beschäftigte.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dörth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Die Kelten - Druiden, Fürsten, Krieger. Das Leben in der Keltenzeit, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Nov. 2010 bis Mai 2011; S. 106
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. a b Beschreibung des Wappens auf der Internetpräsenz der Verbandsgemeinde Emmelshausen
  5. Sabrina Junge: Der richtige Dreh. In: Deutsche Seeschifffahrt, Heft Jan./Feb. 2016, S. 34–37, Verband Deutscher Reeder e.V., Hamburg 2016