Damscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Damscheid
Damscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Damscheid hervorgehoben

Koordinaten: 50° 6′ N, 7° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Hunsrück-Mittelrhein
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 15,1 km2
Einwohner: 665 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55432
Vorwahl: 06744
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 6
55430 Oberwesel
Website: www.damscheid.de
Ortsbürgermeister: Peter Kuhn
Lage der Ortsgemeinde Damscheid im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Damscheid ist eine Ortsgemeinde im Hunsrück im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einem schmalen Höhenrücken (330 m), der im Norden vom Niederbach und im Süden vom Engehöller Tal begrenzt wird. Ein breiter Waldgürtel im Westen bildet die Verbindung des Damscheider Landes zur Hunsrückhochfläche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erstmals erwähnt wurde das Dorf im Jahr 1256. Das älteste und zugleich markanteste Bauwerk ist der massive, kantige Kirchturm der auf die Jahre zwischen 1150 und 1200 datierten ersten romanischen Kirche mit seinem spitzen Helm.[2] Er beweist, dass Damscheid schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung eine Rolle im machtpolitischen Gefüge des Hunsrücks spielte. Früher war er ein Wehrturm und ist nach Expertenmeinung zwischen 1130 und 1150 erbaut worden. Schießscharten, die teilweise heute noch zu erkennen sind, zeugen davon, dass der Turm im Mittelalter zur Verteidigung diente. Damscheid stand unter der Herrschaft von Kurtrier. Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) wurde der Ort französisch und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Bacharach im Rhein-Mosel-Département. 1815 wurde die Region auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Seit 2002 gehört Damscheid dem UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ an. Im Jahr 2006 feierte Damscheid seinen 750. Geburtstag.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Damscheid besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Kuhn wurde am 1. Januar 2020 Ortsbürgermeister von Damscheid. Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Kandidat angetreten war, erfolgte die Wahl gemäß Gemeindeordnung durch den Rat. Dieser wählte Kuhn am 5. Dezember 2019 einstimmig in das Amt.[4]

Kuhns Vorgänger Christian Stahl war zum 30. Juni 2019 als Ortsbürgermeister ausgeschieden. Bis zum Amtsantritt des Nachfolgers wurden die Amtsgeschäfte vom Ersten Beigeordneten Achim Vogel geführt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Damscheid
Blasonierung: „In Silber vor grün gespaltenem Schilde vorn eine grüne Fichte, hinten ein silberner Gitterrost.“[6]
Wappenbegründung: Die Fichte steht als Zeichen für eine der waldreichsten Gemeinden im Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Rost auf der linken Seite ist das Attribut des heiligen Laurentius.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damscheid war geprägt vom Weinbau. Es befinden sich zwar immer noch einige Winzer in Damscheid, aber es werden immer weniger. Einige Handwerksbetriebe, wie Dachdecker oder Sanitärfirmen sind in Damscheid heimisch.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damscheid verfügt durch seine Lage zwischen Rheintal und den bewaldeten Höhen des Hunsrücks über interessante Wandermöglichkeiten. Von der Kulturlandschaft des Mittelrheintales mit seinen Weinhängen bis zu den Wiesen und Wäldern am Westrand von Damscheid führen gut beschilderte Wanderwege.

Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Gorges (1922–1971), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz
  • Friedel Muders (* 1953), Platten-Produzent und Designer von Schallplatten- und CD-Covern

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Damscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. St. Johannes d.T. In: regionalgeschichte.net, abgerufen am 10. Januar 2021.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. In: wahlen.rlp.de. Abgerufen am 30. Juli 2019.
  4. Neuer Ortschef in Damscheid: Peter Kuhn zum Bürgermeister gewählt. In: Rhein-Hunsrück-Zeitung. 10. Dezember 2019, abgerufen am 9. Juli 2020.
  5. Gelungene Einwohnerversammlung der Ortsgemeinde Damscheid. In: Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein (Hrsg.): Hunsrück-Mittelrhein-Nachrichten. Ausgabe Emmelshausen. Jg. 1, Nr. 5/2020. Linus Wittich Medien, 2020, ZDB-ID 3047935-6 (ol.wittich.de [abgerufen am 9. Juli 2020]).
  6. Ortsgemeinde – Damscheid. Das Wappen der Gemeinde. In: damscheid.de, abgerufen am 10. Januar 2021.