Reckershausen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Rheinland-Pfalz, für den Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Friedland siehe Reckershausen (Niedersachsen).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Reckershausen
Reckershausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Reckershausen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 7° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 410 m ü. NHN
Fläche: 8,18 km2
Einwohner: 357 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55481
Vorwahl: 06763
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 122
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg (Hunsrück)
Webpräsenz: www.reckershausen.de
Ortsbürgermeister: Christian Gehre
Lage der Ortsgemeinde Reckershausen im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Reckershausen

Reckershausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ländliche Wohngemeinde liegt inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrück und umfasst eine Fläche von 8,19 km², davon 4,52 km² Waldgebiet. Zu Reckershausen gehören auch die Wohnplätze Forsthaus Faas und Sonnenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1072. Reckershausen war Propsteigebiet des Klosters Ravengiersburg. Mit der Auflösung des Klosters durch die Herzöge von Pfalz-Simmern im Jahr 1566 wurde die Reformation eingeführt. 1672 fiel der Ort an die Kurpfalz.

Nach der Besetzung des Linken Rheinufers (1794) durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Kirchberg im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region und damit auch Reckershausen zum Königreich Preußen zugeordnet und gehörte von 1816 an zum Kreis Simmern im Regierungsbezirk Koblenz. Nach dem Ersten Weltkrieg war Reckershausen zeitweise französisch besetzt. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Reckershausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 390
1835 445
1871 376
1905 310
1939 319
Jahr Einwohner
1950 349
1961 331
1970 338
1987 315
2005 376

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Reckershausen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Reckershausen
Blasonierung: „Unter schwarzem Schildhaupt, darin schreitender, rotbewehrter, gezungter, goldener Löwe, gespalten, vorn Rot-Silber geschacht, hinten in Gold ein schwarzes Schräggitter, belegt mit zwei gekreuzten schwarzen Berghämmern.“

Seit 1990 führt die Gemeinde dieses Wappen.

Wappenbegründung: Der Löwe weist auf die ehemaligen Landesherren, die Pfalzgrafen bei Rhein und Herzöge von Simmern. Reckershausen lag im ehemaligen Propsteigebiet von Ravengiersburg. Bis zur Auflösung des Stifts im Jahr 1566, waren sie dessen Vögte und bis 1707, die Landesherren über die Propstei. Das vordere Feld nimmt Bezug auf die Hintere Grafschaft Sponheim, die im Ort zahlreiche „Hintersassen“ und 19 „Hofreiten“ besaß. Das Schräggitter versinnbildlicht die Maschen eines Siebes. Siebmacherhandwerk und Siebhandel hatten in den vorigen Jahrhunderten eine große Bedeutung. Die Berghämmer weisen auf den in der Gemarkung betriebenen Erzbergbau hin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reckershausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 38 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen