Würrich

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Wappen Deutschlandkarte
Würrich
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Würrich hervorgehoben

Koordinaten: 49° 59′ N, 7° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 4,33 km2
Einwohner: 151 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56858
Vorwahl: 06543
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 165
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg (Hunsrück)
Website: www.wuerrich-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Elmar Herberts
Lage der Ortsgemeinde Würrich im Rhein-Hunsrück-Kreis
BoppardBadenhardBeulichBickenbach (Hunsrück)BirkheimDörthEmmelshausenGondershausenHalsenbachHausbayHungenrothKarbach (Hunsrück)KratzenburgLeiningen (Hunsrück)LingerhahnMaisbornMermuthMorshausenMühlpfadNey (Hunsrück)NiedertNorathPfalzfeldSchwall (Rhein-Hunsrück-Kreis)ThörlingenUtzenhainAlterkülzBell (Hunsrück)BeltheimBraunshornBuch (Hunsrück)DommershausenGödenrothHasselbach (Hunsrück)HollnichKastellaunKorweilerLahrMastershausenMichelbach (Hunsrück)MörsdorfRoth (Rhein-Hunsrück-Kreis)SpesenrothUhlerZilshausenBärenbach (Hunsrück)BelgBüchenbeurenDickenschiedDill (Gemeinde)DillendorfGehlweilerGemünden (Hunsrück)Hahn (Hunsrück)Hecken (Hunsrück)HeinzenbachHenau (Hunsrück)Hirschfeld (Hunsrück)Kappel (Hunsrück)Kirchberg (Hunsrück)KludenbachLaufersweilerLautzenhausenLindenschiedMaitzbornMetzenhausenNieder KostenzNiedersohrenNiederweiler (Hunsrück)Ober KostenzRaversbeurenReckershausenRödelhausenRödern (Hunsrück)Rohrbach (Hunsrück)SchlierschiedSchwarzenSohrenSohrschiedTodenrothUnzenbergWahlenauWomrathWoppenrothWürrichArgenthalBenzweilerDichtelbachEllern (Hunsrück)Erbach (Hunsrück)KisselbachLiebshausenMörschbachRiesweilerRheinböllenSchnorbachSteinbach (Hunsrück)DamscheidLaudertNiederburgOberweselPerscheidSankt GoarUrbar (Rhein-Hunsrück-Kreis)WiebelsheimBubachRiegenrothLaubach (Hunsrück)Horn (Hunsrück)KlosterkumbdBudenbachBergenhausenRayerschiedWahlbach (Hunsrück)AltweidelbachPleizenhausenMutterschiedNiederkumbdSimmern/HunsrückNeuerkirchWüschheim (Hunsrück)Reich (Hunsrück)BiebernKülz (Hunsrück)KümbdchenKeidelheimFronhofenHolzbachNannhausenTiefenbach (Hunsrück)OhlweilerSargenrothSchönborn (Hunsrück)OppertshausenBelgweilerRavengiersburgMengerschiedHessenLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mainz-BingenLandkreis Bad KreuznachLandkreis BirkenfeldLandkreis Bernkastel-WittlichRhein-Lahn-KreisLandkreis Mayen-KoblenzLandkreis Cochem-ZellKarte
Über dieses Bild
Würrich im Hunsrück aus westlicher Richtung
Blick aus dem Linienflugzeug auf Würrich (April 2010)

Würrich ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würrich liegt zentral im Hunsrück, direkt an der Hunsrückhöhenstraße B 327 und in unmittelbarer Nachbarschaft des Flugplatzes Frankfurt-Hahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1295 erstmals urkundlich erwähnt und war im Besitz der Grafen von Sponheim. Um das Jahr 1310, nach neueren Erkenntnissen des Landeshauptarchivs Koblenz wohl 1330–1335, wird der Ort unter den Namen Werche und Werreche im Sponheimischen Gefälleregister der Grafschaft Sponheim erwähnt.[2][3][4] Bereits 1317 wurde in Würrich eine Kapelle genannt. 1437 fiel der Ort den Markgrafen von Baden und den Pfalzgrafen bei Rhein zu, die als Gemeinsherren Belg und Würrich verwalteten. 1708 kam es zur Teilung des Herrschaftsgebietes, Belg und Würrich wurden dem Markgrafen von Baden zugeteilt.

Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dann dem Königreich Preußen zugeordnet. In der Flur „Auf der Acht“ wurde 1870 ein römischer Gutshof entdeckt.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Das ehemalige Schulhaus von Würrich wurde 1996 am Originalstandort abgebaut und im Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof wieder errichtet. Im Mai 2000 konnte Richtfest gefeiert werden. Danach diente das Haus zur Demonstration des Fachwerkbaus und für entsprechende Schulklassenprojekte. Nach weiteren Umbauten wurde das Haus 2008 für das allgemeine Publikum geöffnet.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Würrich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 184
1835 227
1871 194
1905 175
1939 172
1950 184
1961 178
Jahr Einwohner
1970 185
1987 171
1997 154
2005 164
2011 150
2017 158
2020 151[1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Evangelischen Kirchengemeinde Würrich gehören neben dem Hauptort noch Altlay, Belg, Rödelhausen, Peterswald-Löffelscheid, Hahn und die Briedeler Siedlung Briedeler Heck. Die Fusion mit der Kirchengemeinde Hahn und ihrem Filialdorf Briedeler Heck erfolgte 1978.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Würrich besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Würrich ist Elmar Herberts. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 war kein Kandidat angetreten, er wurde durch den Gemeinderat wiedergewählt.[7][8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Würrich
Blasonierung: „In Blau eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine blaue Kirche mit goldener Tür und goldenem Schallloch; vorn eine goldene ausgerissene Eiche, hinten drei goldene Ähren.“[9]
Wappenbegründung: Das Gotteshaus weist auf die in der Gemeinde stehende Kirche hin, deren geschweifter Helm im 18. Jahrhundert entstand. Eine Kapelle im Ort wird bereits 1317 genannt. Der Eichbaum versinnbildlicht den Waldreichtum der Gemeinde, die Ähren symbolisieren die Landwirtschaft, die den Ort über Jahrhunderte geprägt hat.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Wagner: Belg und Würrich: zwei Hunsrückdörfer und ihre Geschichte. Belg/Würrich 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Würrich – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Landeshauptarchiv Koblenz Bestand 33 Nummer 15036. Abgerufen am 15. September 2021.
  3. Zinsen und Gefälle des Grafen von Sponheim um Kastellaun (PDF; 3,14 MB). (PDF) Abgerufen am 10. Februar 2022.
  4. Abschrift des Zinsen- und Gefälleregisters des Grafen von Sponheim um Kastellaun (PDF; 1,4 MB). (PDF) Abgerufen am 11. Februar 2022.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 21. April 2022.
  6. Gemeinderatswahl 2019 Würrich. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 8. Oktober 2019.
  7. Direktwahlen 2019. siehe Kirchberg, Verbandsgemeinde, letzte Ergebniszeile. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 8. Oktober 2019.
  8. Ortsgemeinde Würrich. Verbandsgemeinde Kirchberg, abgerufen am 8. Oktober 2019 (Ortsgemeinderat).
  9. Wappenbeschreibung und -begründung. In: Ortsgemeinde Würrich. Verbandsgeinde Kirchberg, abgerufen am 21. April 2022.