Niedersohren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niedersohren
Niedersohren
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niedersohren hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 7° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 3,9 km2
Einwohner: 457 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55487
Vorwahl: 06543
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 107
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg
Webpräsenz: www.kirchberg-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Severin Ochs
Lage der Ortsgemeinde Niedersohren im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Gemeindehaus in der Ortsmitte
Ansicht von Südwesten

Niedersohren ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ländliche Wohngemeinde Niedersohren liegt im Tal des Sohrbachs zentral im Hunsrück. Die Gemarkung umfasst 3,90 km², davon 0,89 km² Wald. Zu Niedersohren gehört auch der Niedersohrener Hof.[2]

Nördlich des Ortes verläuft die B 50, südlich die historische Ausoniusstraße. Vier Kilometer nordwestlich von Niedersohren liegt der Flughafen Frankfurt-Hahn. Niedersohren liegt ca. vier Kilometer südwestlich des geografischen Mittelpunktes von Rheinland-Pfalz. Die Großstädte Mainz, Koblenz und Trier sind fast gleich weit entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römische Besiedlung an der Ausoniusstraße und in der Nähe des heutigen Annahofes ist nachgewiesen. 1301 wurde der Ort mit dem Reichsgut Sohren Eberhard von Sponheim[3] vom Reich zu Lehen verschrieben und gehörte seitdem zur Grafschaft Sponheim. Im 18. Jahrhundert war der Markgraf von Baden als Erbe der Grafen von Sponheim Landesherr. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niedersohren besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten durch eine eingebogene, gestürzte schwarze Spitze, darin ein rotbewehrter und- gezungter goldener Adler, rechts in Silber über einer blauen Schale ein schwebender blauer Krug, links in Gold ein roter Schrägrechtsbalken.“

Niedersohren in der Pflege Sohren war Königsgut, dafür steht der Reichsadler. 1301 ging es als Reichslehen an die Grafen von Sponheim und dann an deren Erben, die Markgrafen von Baden und die Grafen von Veldenz. 
Nach der Teilung von 1707 waren die Markgrafen von Baden die alleinigen Landesherren, worauf der rote Schrägbalken in Gold hinweist. 
Die beiden Gefäße aus der Hunsrück-Eifel-Kultur wurden aus Hügelgräbern im Gemeindewald geborgen.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2004 existiert mit den „Pina Coladas“ die einzige Jugendtheatergruppe in der Verbandsgemeinde Kirchberg. 2010 wird das Stück "Doktor Deiwel − Was kann ich für sie tun" gezeigt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ortsmitte steht der Alte Backes, dort untergebracht ist die Freiwillige Feuerwehr. Als Neubau rechts vom Backes steht das neue Gemeindehaus.

Etwa zwei Kilometer von der Ortsmitte entfernt befindet sich zwischen Niedersohren und Dill ein massiver Nachbau eines Wachturms aus römischer Zeit sowie eine Schutzhütte mit „römischen Spielen“. Vom Römerturm hat man einen guten Ausblick auf den Idarkopf sowie zum Flughafen Frankfurt-Hahn.

Siehe auch:

Ausoniusstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Turm und Hütte vorbei verläuft die Ausoniusstraße, von den Römern angelegt und in der Antike rege genutzt. Der Ausoniusweg erstreckt sich von Bingen am Rhein bis Trier. Im Gebiet der Verbandsgemeinde Kirchberg ist der Ausoniuswanderweg mit einem weißen „AU“ auf grünem Grund ausgeschildert. Teile der Strecke teilt sich der „AU“ mit dem mit „S“ ausgeschilderten Sponheimer Weg.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportverein Niedersohren besteht seit 1921. Der Sportplatz befindet sich direkt an der Kreisstraße 2 nach Sohren. Zum Sportplatz gehört auch ein Bolzplatz für die Jugend.

Es besteht eine Spielgemeinschaft mit den Vereinen TUS Sohren und TUS Büchenbeuren.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Veranstaltungen der Freiwilligen Feuerwehr und des Fördervereins
    • 1. Mai Feuerwehrfest und Tag der offenen Tür
  • Veranstaltungen der Elterninitiative Niedersohren
    • Kinderfastnacht (jeweils am Fastnachtsdienstag)
    • Nikolausfeier (am ersten Samstag im Dezember)
    • Theaterabend (Anfang September)
  • Veranstaltungen des SV Niedersohren
    • Karnevalssitzung an jedem Samstagabend vorm Rosenmontag
    • Après-Ski, im Wechsel mit karibischer Nacht einmal pro Jahr an einem Samstagabend im Herbst.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aloysius Lukas: Hahn Äppel Hahn - (eine) Kindheit im Hunsrück. Pandion Verlag, Simmern 2013, ISBN 978-3-86911-061-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedersohren – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 38 (PDF; 2,3 MB)
  3. U.a. zu Eberhard von Sponheim
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappenbeschreibung Niedersohren