Nannhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nannhausen
Nannhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nannhausen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern/Hunsrück
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 6,05 km2
Einwohner: 565 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55469
Vorwahl: 06761
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 100
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Webpräsenz: www.nannhausen.de
Ortsbürgermeister: Achim Wolf
Lage der Ortsgemeinde Nannhausen im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Nannhausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern/Hunsrück an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nannhausen liegt am Ende des Biebertals zentral im Hunsrück.

Zu Nannhausen gehören der Ortsteil Nickweiler mit dem Kauerhof und der Kauermühle westlich des Dorfes sowie der Weiler Schmiedel östlich des Dorfes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde das Dorf Nannhausen in einer Urkunde des Grafen Johann IV. von Sponheim aus dem Jahre 1399. Nannhausen gehörte zum Kloster Ravengiersburg und gelangte 1557 infolge Reformation und Säkularisation zum Herzogtum Pfalz-Simmern. Zunächst war der Ort lutherisch, dann reformiert. Mit dem Ende der Linie von Pfalz-Simmern 1674 kam der Ort zur Kurpfalz und es kam 1686 zur Wiederzulassung der Katholischen Religion. Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Die heutige Gemeinde entstand am 17. März 1974 durch Zusammenschluss der Gemeinden Nannhausen (seinerzeit 451 Einwohner) und Nickweiler (121 Einwohner).[2]

Ortsteil Nickweiler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde des Grundherren Kloster Ravengiersburg wird Nickweiler 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Seit der Verwaltungsreform 1974 ist Nickweiler ein Ortsteil der Gemeinde Nannhausen.

Ortsteil Schmiedel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der evangelische Pfarrer Julius Reuß aus Simmern gründete 1851 „auf dem Schmiedel“ ein Rettungshaus für Kinder aus verwahrlosten Verhältnissen, aus dem der Schmiedel e. V. hervorging.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Nannhausen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Nannhausen

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem weitläufigen ehemals landwirtschaftlich genutzten Gelände der Schmiedelanstalten wurde am 17. Mai 2002 der erste Teil des Schmiedelparks als Erlebnispark eröffnet mit Spielplätzen für Klein- und Schulkinder, einem Tiergehege als Streichelzoo, einem Biotop, einem Sinnespfad, einer Reitanlage, einem Mountain-Bike-Übungsgelände, einer Grillhütte und einem Versorgungs-Pavillon.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nannhausen und Nickweiler liegen direkt an der heute stillgelegten Hunsrückquerbahn zwischen Langenlonsheim und Hermeskeil. Zudem existiert in Nannhausen ein Sportflugplatz für Kleinflugzeuge. Die ICAO Kennung ist EDRN [4]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Biebertaler-Rundweg mit einer Gesamtlänge von 26,5 km verbindet die Ortschaften des Biebertales.

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Schmiedel ist das Stammgelände des Kinder- und Jugendheimes Schmiedel (Verein der Schmiedelanstalten e.V.), einer diakonischen Einrichtungen der Jugendfürsorge. Auf dem Gelände finden sich zudem ein Kurzzeitpflegeheim, welches eine Außenstelle des Evangelischen Dr. Theodor-Fricke Alten- und Pflegeheimes in Simmern ist, und das Sozialpädiatrische Zentrum der kreuznacher diakonie.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Göhl (Hrsg.): Ein Bauer im Hunsrück, Erinnerungen und Gedanken des Hunsrücker Bauern Heinrich Weirich [aus Nannhausen], Pandion Verlag, Simmern 2000 (³2009), ISBN 978-3-922929-88-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nannhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 188 (PDF; 2,6 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Pilot im Netz- Flugplatz Nannhausen